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Waldorfschulen sind keine Horte der Querdenker

Ich bin ein wenig erstaunt über die Aussage der Kultusministerin, Waldorfschulen seien keine Horte der Querdenker. An Waldorfschulen in Südbaden gibt es nicht nur auffällig viele Coronausbrüche, sondern Personen aus ihrem Umfeld engagieren sich immer wieder bei Protesten prominent.

Nur im Verbreitungsgebiet der Badischen Zeitung gab es, außer bei der Waldorfschule in Lörrach, quasi in jeder Schule einen Corona Ausbruch und bei Hinsehen der Schulaufsicht zahlreiche ungültige Maskenatteste:

Die Seite Schulcluster versucht Deutschlandweit sämtliche Ausbrüche an Schulen zu sammeln. Es werden Schulen aufgeführt, die mindestens 3 Coronainfektionen innerhalb von 14 Tagen aufweisen. Besonders auffällig: Unter den vier Ausbrüchen mit mehr als 100 Infizierten sind vier Waldorfschulen. Auch sonst sind Waldorfschulen überrepräsentiert.

Aus inzwischen fast zwei Jahren Beobachtung der Coronaleugner Szene in Freiburg und Umgebung, fallen mir noch weitere Gegenbeispiele ein: So trat ein Antroposophischer Arzt und Waldorfschularzt aus Staufen als Redner bei Querdenker Protesten auf, Eltern aus dem Umfeld der Müllheimer Waldorschule kandidieren für die Coronaleugner Partei „Die Basis“ und organisieren Proteste.

Auch wenn sich in der Querdenker Bewegung ein breites Spektrum aus Öko-Esoterikern, Menschen mit mystischem Krankheitsverständnis, Anhängern unterschiedlicher Verschwörungsmythen, Rechtsextreme, Reichsbürgern sich vereint, so ist es eben das Umfeld von Waldorfschulen auch ein bedeutender Teil der Szene.

Aus Meiner Sicht ist es an der oft schweigenden Mehrheit der Waldorf-Eltern, Lehrer und Schüler, sich klar abzugrenzen und versuchen dieses Treiben zu unterbinden. Einige positive Ansätze sehe ich bereits. Schulaufsicht und Kultusministerium sollten ihnen dabei helfen und nicht das Problem bagatellisieren.

Nachrichtlich:

Überlingen

Bretten

45 Atteste, davon 44 ungültig.

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