Coronaleugner: Fake News in Freiburg!

Zusammen mit anderen politisch interessierten Personen aus Freiburg beobachten wir die Aktivitäten der Freiburger “Querdenken“ oder „Coronaleugner“ Szene seit März. Der Begriff „Coronaleugner“, ist aus unserer Sicht durchaus angebracht, da diese immer wieder die Existenz des Corona-Virus an sich, dessen Auswirkungen, die Gefährlichkeit oder aber die weltweite Verbreitung in Frage stellen.

Querdenker bei Demo

Bereits im März begannen unterschiedliche Gruppen in der Innenstadt jeden Samstag zu demonstrieren. Am Anfang wurden auf den Kundgebungen vor allem konkrete Sorgen und Probleme der Krise thematisiert, etwa mangelnde Unterstützungsangebote für Selbstständige. Die Menschen hatten Angst um ihre wirtschaftliche Existenz oder konnten wegen geschlossener Grenzen keine Angehörigen oder Lebenspartner im nahen Ausland besuchen.

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Ich bin krank was tun?

Die typischen Anzeichen für eine Ansteckung mit dem SARS-Cov-2 Virus bemerkt man erst einige Tage, nachdem man selbst ansteckend geworden ist.

Sie unterscheiden sich zunächst kaum von einer Grippe: Husten, Schnupfen, Fieber, Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns und bei schweren Verläufen plötzliche Atemnot. ?

Typische Anzeichen für eine Covid-19-Erkrankung sind: Husten, Schnupfen, Fieber, Atemprobleme, Verlust des Geruchs- oder Geschmackssinns

Welche Symptome treten bei COVID-19 auf? Gesund.Bund.de

Von den Erkrankten müssen rund 7% ins Krankenhaus, von diesen müssen wiederum 14% auf die Intensivstation. Von denen die ins Krankenhaus kommen sterben rund 22%.

File:Symptoms of coronavirus disease 2019-german.svg - Wikimedia Commons
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Impfen hilft!

(Titelbild) Der Autor bekommt „Comirnaty“ (BNT162b2, Biontech / Pfizer) mRNA Impfstoff, im Impfzentrum Freiburg gespritzt. Als Mitarbeiter im Rettungsdienst war er in Priorität eins. Daraufhin hatte er drei Tage lang Schmerzen an der Einstichstelle im Oberarm, aber keine weiteren Nebenwirkungen. (Bericht über die Impfung)

Impfstoffe gibt es seit 1796. Seither haben sich Wissenschaft und Forschung weiterentwickelt.

Der genetische Code von Lebewesen und Viren kann heute in Stunden entschlüsselt werden. Das Internet und Computer helfen Wissenschaftler immer schneller zu forschen. In die Entwicklung von Impfstoffen gegen das Corona-Virus haben Regierungen auf der ganzen Welt hohe Summen investiert.

An Impfungen gegen Corona-Viren wird seit der SARS Epidemie 2003 geforscht. Das ermöglicht es schnell mehrere Impfstoffe gegen das SARS-COV-2 Virus zu entwickeln und ausführlich zu testen.

In den Zulassungsstudien wurde über 21.000 Personen der Impfstoff und 21.000 ein wirkungsloses Mittel verabreicht und die Wirkungen und Nebenwirkungen mehrere Monate beobachtet.

Zurzeit haben in der EU zwei Impfstoffe eine normale Zulassung, bei der das Verhalten des Impfstoffs weiter beobachtet wird. Bis zum 18.12021 wurden alleine in Deutschland 1,25 Mio. Impfungen verabreicht.

Nebenwirkungen sind bei beiden, wie bei vielen Impfstoffen: Schmerzen an der Einstichstelle, berichtet wurde auch von Kopfweh und Müdigkeit. In sehr sehr seltenen Fällen kommt es bei Menschen die unter schweren Allergien leiden zu einer kurzen Allergischen Reaktion.

Beide zugelassenen Impfstoffe verringern die Wahrscheinlichkeit an SARS-Cov-2 zu erkranken um 95%. Sie reduzieren auch die Möglichkeit das Virus zu übertragen. Bei denjenigen, die dennoch erkrankten, wurden die Verläufe als mild beschrieben.

Sicherer Schutz gegen Krankheit

Am Sars-Cov-2-Virus verstirbt im Durchschnitt 1% der Angesteckten. Ca. 1/3 der Erkrankten hat langfristige Schäden, wie Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns.

Bei den neuen mRNA-Impfstoffen werden keine Krankheitserreger oder deren Bestandteile (Antigene) in den Körper gespritzt. Durch die Impfung wird den Zellen im Muskelgewebe nur die Information für die Herstellung einzelner Antigene, also Erkennungszeichen für das Corona-Virus, übertragen. Die Zelle stellt dann nach dem Bauplan, der sogenannte mRNA Eiweiße, her die dem Immunsystem gezeigt werden.

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Gegenprotest gegen Coronaleugner Autokorso

Keine Demo aber Plakate und Spruchbänder aufhängen.

Auch am kommenden Dienstag wird wieder aus dem Umfeld von „Querdenken761“ bzw. „Frei-Sein-Freiburg“ zu einem Corona-Beschränkungen-Protest aufgerufen. Viele Menschen finden diese Proteste angesichts weiterhin steigender Corona Fallzahlen, auch in Freiburg, empörend.

Vor diesem Hintergrund rufe ich dazu auf, den geplanten Autokorso mit Transparenten zu begleiten. Dies ist die dritte Autokorso Aktion. Zuletzt beteiligten sich daran ca. 21 Fahrzeuge.

Proteste am Rande von Autokorsos sind deutlich gefährlicher als bei normalen Demonstrationen. So gibt es immer wieder Versuche Gegendemonstranten mit dem eigenen Auto zu rammen, so etwa am Rande der Demonstration eines verurteilten Freiburger Stadtrats: „fuhr ein Lörracher Besucher mit seinem BMW gegen Demoteilnehmende, um sich Zugang zur Wiesentalhalle zu verschaffen“ (Quelle) oder auch laut TAZ: „Nach dem Besuch einer AfD-Veranstaltung fuhr ein Mann Gegendemonstrant*innen an.“

Es ist von einer erhöhten Gefährdung für Gegendemonstranten auszugehen.

Deshalb rufe ich Bürger*innen und Bürger, die diesem fortgesetzten Schwurbel etwas entgegen setzen wollen dazu auf, am Rande der Autokorso-Route mit Transparenten ihre Meinung offenkundig zu machen. Solche Transparente, Plakate oder Spruchbänder können etwa an Hauswänden, Zäunen oder Geländern angebracht werden. Dabei ist auf eine verkehrssichere Anbindung zu achten. Auch bei Wind und Sturm darf das Spruchband nicht herunterfallen oder gar in den Bereich von Oberleitungen geraten bzw. die freie Sicht auf Verkehrsschilder oder andere Verkehrsteilnehmer gefährden. 

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Drei Tage nach Coronaimpfung

Am 30.12.2020 hatte ich die erste Dosis Comirnaty, auch bekannt als BNT162b2 oder Biontech / Pfizer – Impfung. Am 31. hatte ich davon Schmerzen im Arm, wie 83% laut Zulassungsstudie, heute morgen (1.1.2021) nur noch wenn man auf die Stelle drauf drückt, auch beim Bewegen tut es nicht weh. Drei Tage soll man keinen Sport machen und in 21 Tagen, zur zweiten Dosis wieder im Impfzentrum vorbei kommen, das wäre bei mir am 20.1.2020. Währenddessen kann man die Nebenwirkungen der Impfung über die Sa­fe­Vac 2.0 – Smart­pho­ne-App zur Er­he­bung der Ver­träg­lich­keit von CO­VID-19-Impf­stof­fen, des Paul-Ehrlich-Instituts mitteilen.

Jetzt wird das in Freiburg so organisiert: Priorität haben die über 80 Jährigen, die werden in BaWü nicht angeschrieben, müßen über die Medien mitbekommen, dass sie sich impfen lassen können. Das scheint zumindest zu funktionieren und können über 116117 oder über eine Website sich anmelden. Über dieses Verfahren kann sich auch das Rettungsdienstpersonal oder Mitarbeiter*innen von Kliniken anmelden. Oder sie werden über ihre Arbeitgeber und Hilfsorganisationen benachrichtigt. Die kann man dann zwischen Termine schieben und so verhindern das Impfstoff weggeworfen wird.

Beim Impfen habe ich viele Kolleg*innen vom Rettungsdienst getroffen und auch diverse Notärzte. War fast schon eine Art Personalversammlung.

Ich habe bewußt, die Bilder und Nachricht über meine Corona Impfung in sozialen Netzwerken geteilt. Weil ich den Menschen Mut machen will, sich impfen zu lassen. Ich habe gehört, dass sich Menschen eher impfen lassen, wenn sie mitbekommen, das es andere auch tun. (Leider finde ich jetzt dazu keine Belegstelle) Weil die Erzählung, dass Pflegekräfte sich nicht impfen lassen würden, aus meiner Sicht mindestens fragwürdig ist und auch um zu zeigen, dass die übliche Klage „hier ist alles ganz schlecht organisiert“ und „keiner kümmert sich um den Rettungsdienst“ nicht immer zutrifft.

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Das erste Jahr mit der gebrauchten Zoe

Seit dem 27.8.2020 bin ich Besitzer und Fahrer einer gebrauchten Renault Zoe Baujahr 2013. Zeit ein wenig über meine Erfahrungen zu berichten.

Alltag

In den Alltag lässt sich das Auto prima integrieren. Bis auf die Fahrt zum Abholen und eine Fahrt von Freiburg nach Nagold und wieder zurück habe ich die Zoe Corona bedingt, nicht für längere Reisen benutzt. Dennoch habe ich den Eindruck, mit entsprechender Planung und Ladestopps kann man auch solche Fahrten auch gut durchführen. Hauptnutzen ist zum Pendeln zur Arbeit, oder aber für Einkaufen und Freizeitverkehr. Ich würde sie also als eine Art Regionalauto bezeichnen. Schon mehr als ein Stadtauto, wie der Smart aber auch keine Langstrecken Reiselimousine.

Zoe vor Tom Brane Grafitti

Laden

Geladen hab ich das Auto entweder an komerziellen Ladesäulen in der Stadt, da reichte bisher die EnBW Mobility+ Karte völlig aus oder an kostenlosen Ladesäulen bei Einkaufsmärkten. Die Lade Säule am Lidl in Freiburg ist mein neuer Freund und ich kaufe seit her dort auch mehr ein. Jetzt hoffen wir mal, dass auch der Aldi seine Hyperladesäule angeschaltet bekommt, dann gehe ich auch da wieder hin.

Völlig unverständlich ist es warum man als IKEA oder Edeka es nicht schafft seine Ladesäule innerhalb von sechs Monaten zu reparieren. Es wundert mich bei einer großen Freiburger Wohnungsbaugenossenschaft, warum man Ende September eine Ladesäule aufstellt und dann bis Januar hinein es nicht schafft diese zum Laden frei zu geben.

Förderung für eine Wallbox hab ich auch beantragt, und noch im alten Jahr für 16 % Mehrwertsteuer eine Wallbox gekauft. Die kommt irgendwann im Januar und dann kommt hoffentlich auch der Elektriker und ich kann hoffentlich dann auch in der Tiefgarage laden. Der Versuch bei einem Badenova-Projekt mitzumachen, wo die Wallbox Bezahlt worden wäre, hat leider nicht geklappt. Immerhin hat die Eigentümergemeinschaft unser Anliegen sehr offen aufgenommen und beschlossen, dass ich die Wallbox auf eigene Kosten anbringen kann. Wie man diese Lademöglichkeit dann auch anderen Hausbewohnern zugänglich macht, muß man noch überlegen.

Kosten

Ich schätze etwa Betriebskosten von ungefähr einem Drittel im Vergleich zum Škoda Octavia Kombi Bj 2002 den die Zoe ersetzt hat.

einmalige KostenBetrag in EUR
Zoe, mit Zubehör* 6750
Nummernschilder16
Anmeldung47,50
Ladekarten20
Ladeziegel Schuko370
Warnwesten5
Summe7208,50
Einmalige Kosten

*Sommer- und Winterrädern, Ladekabel Typ 2, Verbandskaten, Warndreieck, Fußmatten,

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Corona Leugner Szene in Freiburg im Abwind oder Weihnachtspause

Zu Weihnachten gibt es viele gute Nachrichten: Die Impfungen im Impfzentrum in Freiburg laufen an, und an der Corona-Leugner-Front scheint es trotz ihres „Erfolgs“ am 19.12. eine massive Demobilisierung und Demoralisierung zu geben. So war am letzten Montag 28.12. keine Mahnwache auf dem Platz der alten Synagoge. Jetzt kann es sein, dass es sich hier um eine Art „Weihnachtspause“ handelt, bei der auch viele Menschen mit anderem beschäftigt sind.

Daneben gibt es Samstags keine Demos mehr in den Freiburger Innenstadt. Der Versucht zum Start der Impfungen in Freiburg, etwa vor Altersheimen zu demonstrieren, war wohl auch nicht erfolgreich. Dennoch bemerkt man in den Gruppen der Coronaleugner, das sich die Diskussion weg bewegt von „Lockdown“ oder Beschränkungen und hin zu Anti-Impf-Propaganda.

Auch die „Wahnwachen“ haben kaum noch Zuspruch. In den Telegramm Kanälen scheint man sich auch nicht mehr so richtig aktiv zu sein. Was auch damit zu tun hat, dass wenn es in den Querdenken, Freiheitsboten oder Coronarelleben-Gruppen zu einer „normalen“ Diskussion kommt, also Menschen äußern gegenteilige Ansichten, wird dazwischen massiv von dagegen gespammt (Q/Trump/Impfen/whatever) und irgendwann gelöscht und der Andersdenkende, gebannt.

Derzeit bereite ich vor, das wir einen TAZ Sonderdruck, ein Dossier der taz als Nachschlagewerk für Argumente gegen Mythen, Nonsens und Halbwahrheiten in der Pandemie, in ausreichender Zahl nach Freiburg bekommen und dann auch in den Stadtteilen, in denen es benötigt wird verteilen können.

Selbst die neue Protestform Autokorso hat kaum Mobilisierung. Dennoch sollte man erwähnen, dass inzwischen sogar der Verfassungsschutz vor Anschlägen auf Corona-Impf-Zentren warnt.

Immerhin waren beim Autokorso am 29.12. ca. 21 Autos. Und ein Herr der lange mit mir diskutierte, das er ja nicht fotographiert werden will, weil er so bekannt sei in Littenweiler und nichts mit denen zu tun habe, aber Teil der Demo war – zumindest sich da eingereiht hatte – und auch Thesen von sich gab, die in Richtung Querdenken gingen. Dafür fuhr auch ein Auto mit, auf dem Stand „Impfen = Mord“.

Auch die Corona-Risiko-Verharmloser in den Kultusministerien scheinen nun ihre Behauptung „An Schulen steckt sich keiner an“, nicht mehr halten zu können:

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Das Amtsblatt der Stadt Freiburg in der Coronakrise: Verpasste Chancen zur Krisen-Kommunikation, fehlende Tote, oder wer ist besonders von Corona getroffen?

Ein Jahresrückblick anhand der Amtsblatt Ausgaben seit Beginn der Corona Krise und warum ich glaube das wichtige Informationen zur Bewältigung der Krise gefehlt haben und „besonders von Corona getroffen“ (Zitat Beitrag der Grünen Fraktion 18.12.), eben nicht die Einzelhändler sind.

Es gibt Leute in Freiburg, die haben kein Abo der Badischen Zeitung und die haben auch kein Internet. Etwa weil sie knapp bei Kasse sind. Die sind also auf Informationen, die sie gedruckt in den Briefkasten gesteckt bekommen, etwa die Gratisblätter von der Sonntag (stark eingedampft inzwischen) über Wochenbericht und Stadtkurier bis hin zum Dreisamtäler angewiesen. Leider war der eine gewisse Zeit, recht Schwurbeloffen. (Kritik dazu: Leserbrief, Leserbrief)

Aber die Stadt Freiburg leistet sich ein Amtsblatt, dass recht zeitungsähnlich daherkommt und mindestens was das städtische politische Geschehen betrifft, umfangreich informiert. Da gibt es zu jeder Gemeinderatssitzung mehrere Artikel, jede Fraktion einen Meinungsbeitrag, in Umfang nach große der Gruppierung und natürlich erfährt man alles über Baugebiete, den Haushalt, Wohnen, Mietspiegel, Eröffnungen oder Spartenstiche (Im Amtsblatt vom 18. Dezember 2020 drei Spartenstiche, davon einer virtuell!) 

Jetzt darf ein Amtsblatt nicht über alles berichten, es gibt diverse Gerichtsentscheidungen die diese Berichte einschränken. Es ist etwa nicht zulässig, allgemein Themen aufzugreifen, die von besonderer Bedeutung für die Stadt erscheinen. Berichte müßen einen Zusammenhang mit der Verwaltungstätigkeit haben. Etwa darf die Verwaltung erklären, warum sie das Freundschaftsspiel eines Sportvereins fördert. Anders ist es aber bei Gefahrensituationen: “Im Vordergrund sollte hier die Information stehen, wo Betroffene bei der Verwaltung etwa Hilfe einfordern können, welche Maßnahmen sie ergreifen können und was etwa bei Windböen mit dem Mülleimer vor der Haustür oder der angekündigten Sperrmüllabfuhr ist.“ (Zitat aus Kommunal 8.11.2019)

Das merken wir uns uns für diesen Artikel. Die Bezüge zur Stadtverwaltung dürften aber in der Bewältigung der Corona-Krise umfassend sein: Schließlich wird die Krise vor Ort in den Kommunen bewältigt und auch bearbeitet. Die Kontaktverfolgung macht für die Stadt Freiburg etwa das beim Landkreis Breisgau Hochschwarzwald angesiedelt Gesundheitsamt, die Stadt baut Fieberklinik und Impfzentrum in ihrer Messeauf und muß als Ortspolizeibehörde Maßnahmen wie Quarantäne anordnen und durchsetzen. Auf ihrer Website hat sie dazu ein eigenes Informationsportal eingerichtet. Da findet man recht übersichtlich und schnell viele Infos. 

Das Amtsblatt der Stadt Freiburg

Grundsätzlich besteht es aus etwa 1,5 Seiten Fraktionsbeiträgen, auf der Rückseite eine halbe Seite Stellenanzeigen der Stadt und eine halbe Seite Anzeigen von lokalen Unternehmen. Dann hat es wie jede Zeitung eine Titelseite. Theoretisch erreicht das Amtsblatt alle Haushalte und Erscheint alle zwei Wochen, außer in den Ferien.

Ich werde hier nun die einzelnen Ausgaben vom 28.Februar bis 18.Dezember durchgehen. Wem das zu detailliert ist, der kann einfach klicken und kommt zum Fazit.

Die erste Erwähnung des Corona Virus findet sich am Freitag, 28. Februar 2020 Amtsblatt Nr. 762  auf Seite 3. Unter der Überschrift: „Corona­ Virus: Stadt ist vorbereitet Koordinierungsstelle eingerichtet“ gibt es einen Artikel der erklärt dass eine Koordinierungsstelle eingerichtet sei, der Pandemieplan überarbeitet werde und es gibt gibt Tipps zum Schutz: Händewaschen, gut Lüften, keine Hände Schütteln. Dazu eine Hinweis auf eine Hotline des Landesgesundheitsamtes. Bis zum Ende diesen Jahres, wird dies der einzige Artikel sein, der erklärt wie man sich schützt!

Aufmacher dieses Amtsblatts ist die Schenkung einer Hamburgerin an das Haus der graphischen Sammlungen. Drei Corona Infizierte in Freiburg. / 66 in Deutschland

Amtsblatt 28.2.2020. Keine Angst, die Stadt ist vorbereitet.

Die erste Welle

Die nächste Ausgabe am 13.3. hat das Thema dann schon auf der Titel Seite. Alle Veranstaltung über 1000 Personen, wie der Freiburg Marathon werden abgesagt. Der Ordnungsbürgermeister appelliert an die Bevölkerung: „Bei Veranstaltungen unter 1000 Teilnehmern appellieren wir an die Eigenverantwortlichkeit aller Beteiligten. In der jetzigen Situation muss die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger sowie die Leistungsfähigkeit unserer Kliniken, Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen Vorrang haben.“ 

Die Allgemeinverfügung ist vom 10.3, am 7.3 postet Breiter noch ein Selfie aus dem SC Stadion. Der Oberbürgermeister ist übrigens in Wiwilli. Die Deutsche Welle meldet am 8.3. 366 Todesfälle in Italien und Abriegelung ganzer Regionen. Am 12.3. wird der erste Bundesligaprofi positiv getestet.

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