Anti-Wind BI aus Günterstal hat Vernunftkraft Professor Michael Thorwart eingeladen

Bei der „BÜRGERINITIATIVE Windkraft Günterstal“, das „Anti“ wird gerne vergessen, hat man wieder spannende Veranstaltungen im Line-Up. am 28.6. kommt Professor Michael Thorwart. Der tourt mit seinem Anti-Windkraft Vortrag durch die einschlägigen Initiativen, er ist laut Website der CDU Konstanz sogar „Mitglied des Landesfachausschusses Energie, Umwelt- und Klimaschutz der CDU Baden-Württemberg“. Dabei ist klar, der Professor ist kein Physiker der sich mit Atomenergie oder Energie beschäftigt, sondern mit Quantentheorie.

Windrad im Hamburger Hafen bei Sonnenuntergang

Immerhin schon mal kein Referent der bei der AfD, „die Basis“ oder Querdenker Gruppen auftritt – das ist ja mal ein gutes Zeichen. Wenn man dann so googelt was der gute Herr sonst so an Thesen vertritt, dann wird mir klar, das wir die wohl bald einen vorhaben bezogenen Bebauungsplan für den kleinen Reaktor am Ortseingang Günterstal stellen können: https://reaktorle.de/

Denn wenn man den Bericht aus den Veranstaltungen so liest, dann ist er großer Fan von „Dual-Fluid Reaktoren“:

Eine zukunftsfähigere Alternative seien deshalb Kernkraftwerke der vierten Generation, beispielsweise der „Dual Fluid Reaktor“. Dieser sei sehr sicher, da er bei Ausfall aller Kontrollsysteme selbst herunterfahre, und militärisch uninteressant, weil mit ihm die Herstellung von waffenfähigem Material aufwendig und kostenintensiv sei. Zudem könne er mit vorhandenem Atommüll gespeist werden und damit Deutschland für 24 Jahre komplett versorgen. „(…) Auch lägen die Stromherstellungskosten bei weniger als zwei Cent, während es bei Windkraft bis zu etwa 14 Cent seien. (…) Doch statt Windräder und Photovoltaikanlagen wolle er, dass sie durch neue Kernkraftwerke mit moderner Technik ersetzt werden. Seiner Aussage nach würden 30 bis 35 „Dual Fluid Reaktoren“ ausreichen, um den Energiebedarf Deutschlands zu decken. (…) Wenn der politische Wille da sei, seien die neuen Kernkraftwerke schnell realisierbar.“

Die Thesen sind dann so bizarr, das selbst anwesende CDU Vorstandsmitglieder sich daran aufstiessen.

Kernthese ist im Vortrag dann immer, dass die Energiedichte von Wind niedrig sei und man besser Dual-Fluid-Raktoren bauen solle.

„Schokolade hat eine Energiedichte von 23 Megajoule (MJ/kg). Im Gegensatz dazu liefert Wasserkraft nur 0,001 MJ/kg. Selbst Biomasse erreicht nur das Vierfache, während Öl und Gas mit 43 bzw. 50 MJ/kg (…) Windkraft nur eine Energiedichte von 0,46 MJ/kg. Das ist viel weniger effizient als andere Energiequellen. Die Kernkraft hingegen erreicht mit 640.000 MJ/kg eine nahezu unschlagbare Energiedichte.“ (Quelle: https://blackout-news.de/aktuelles/renommierter-physik-professor-fordert-rueckkehr-zur-kernkraft/)

Windrad bei Rottweil

Das ist aber vorallem ein seltsames Verständnis von „Effizienz“. Schaut man in gängige Lexika dann hat Effizienz nichts mit Energiedichte zu tun: „Effizient beschreibt das Verhältnis zwischen eingesetzten Mitteln (Kosten) und erreichtem Erfolg (Nutzen)“, sprich es ist eben effizient mit dem Fahrrad, die drei km zur Arbeit zu fahren und nicht mit einem Flugzeug, auch wenn die Energiedichte im Kerosin höher wäre als in meinen Muskeln. Demnach ist es eben effizienz aus Licht, das sowieso auf mein Hausdach fällt Strom zu erzeugen, weil das Licht ist eh da. Schön nachlesen etwa hier: https://www.nachhaltigkeit.info/artikel/effizienz_1719.htm – Dann ist auch nicht schlimm wenn der Wirkungsgrad einer Energiequelle die sowieso da ist (also im Gegensatz von Öl, Kohle, Uran) nicht besonders hoch ist. (Lustig, dass Wirkungsgrad Argument kommt übrigens nie bei Elektroautos oder e-bikes, weil deren Wirkungsgrad ist deutlich über dem von Benzinautos). Kernkraftwerke haben übrigens eher so 30% Wirkungsgrad.

Und so gibt es dann auch in Leserbriefen deutliche Kritik am Vortrag:

„Selbst nach optimistischen Angaben der Entwicklerfirma Dual Fluid Inc. wird die Marktreife erst 2034 erwartet. Da ist dann immer noch kein Kraftwerk gebaut. Der Bau modernster Kernkraftwerke dauert heute im Schnitt circa acht Jahre. Kurz: DFRs kommen selbst unter optimistischen Annahmen, Fertigstellung 2042, zu spät und sind kein Beitrag zur Lösung des Klimaproblems. (…) Zum Schluss möchte ich noch anmerken, dass sich eklatante Fehler in den zitierten Ausführungen von Professor Doktor Michael Thorwart finden. Ein Faktencheck: Die benötigte Fläche für Windkraft in Deutschland in dem geplanten Strommix schätzen Experten des Umweltbundesamtes auf 1,3 Prozent und nicht wie von Herrn Doktor Thorwart auf acht Prozent. Für Windenergie geht das Fraunhofer-Institut ISE für 2021 von vier bis acht Cent pro Kilowattstunde Gestehungskosten aus. Die von Professor Doktor Thorwart angesetzten Kosten von 14 ct/kWh für Windenergie sind deutlich zu hoch angesetzt“

Windrad über Schönau

Oberbürgermeisterin mit Eso Telegram Chanel?

in Freiburg laufen sich die ersten Oberbürgermeister Kandidat*innen für die Wahl 2026 warm, auch ich wurde schon Bewerbenden angefragt ob ich bei einer Kandidatur helfen soll.

Heute kam mir die Website: https://www.oberbuergermeisterin-freiburg.de/ unter den Bildschirm.

Valerie Tabea Schult will OB für sein Mentale Gesundheit für „weniger Depressionen in Freiburg bis 2030 mit meinem Masterplan für mehr Wärme und Mitgefühl“, schreibt sie auf der Website. Verlinkt ist der „Masterplan“ nicht, er soll wohl mit den Bürger erarbeitet werden. (Das Wort Masterplan erinnert da ein wenig an den CDU Stadtratsfraktion Anti Schulden Masterplan, der letztlich eine Excel Tabelle war, in der einfach ausgerechnet wurde, wieviel man jedes Jahr tilgen muss)

Daneben ist sie für „Wohnen ohne Konflikte“ und dafür Künstliche Intelligenz Gemeinwohl orientiert einsetzten – dafür gibt es immerhin auch schon eine Veranstaltung bei der sich „Nerds“ oder so zwei lokal gehostete LLMs für demokratischen Diskurs und Verwaltungsaufgaben erledigen sollen. (Sowas läuft schon, aber gut)

Irgendwie sollen Mütter mehr in die Politik einbezogen werden: „Seit jeher stehen Mütter für Fürsorge und Frieden in jeder Gesellschaft.“, auch ein Zitat aus der Website.

Irgendwas konkretes kommunalpolitisches – im Stil von „Straßenbahn soll nach Stadteil X fahren oder Radwege statt Straßen – finde ich nicht. Aber gut Martin Horn hatte auch eher ein Wahlprogramm und Wahlkampf, der sich gut klingenden in Allgemeinplätzen erging.

Politische Erfahrung im engeren Sinne oder Verwaltungserfahrung sehe ich in der von ihr veröffentlichten Biographie keine, dafür aber der Hinweis auf „2010 Abitur, Waldorfschule“.

Schauen wir noch mal an was sie so angibt bei Arbeit. Wir Stoßen auf „Seit 2023 Coach und Communitybuilderin in Freiburg im Breisgau (Drachenherz u.v.m.)“ – googeln wir Drachenherz so findet man eine Art Datingplattform mit Flirt- und Konsensworkshops, Facebook und Telegram Channel.

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Dort als weiterer Coach: Die „Reinkarnationstherapeutin“ Sabine Richter mit Fortbildungen im Bereich Tantra, googlet man Sabine Richter, dann findet man sie beim Manna Festival oder auch in ihrer Website „Engelsenergien“, da bietet sie an Engleskontakt, Aura Cleansing oder Energetische Haus- und Grundstücksreinigungen an.

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Sie betreibt oder betriebt zumindest auch eine Seite bei WIX: Das ist eine „Conscious Community“, die hat einen Telegram Kanal.

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Schaut man sich die Telegram Community an, scheint es sich vorallem um einen Marktplatz zu handeln in dem Esoterisch angehauchte Kurse und Seminare angeboten werden: Unter anderem Klangschalenyoga, Ecstatic Dance, … In der Telegram Community awar sie zumindest bis ich das anderen Gruppen diskutiert habe noch Admin,

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Jetzt bin ich jemand der mit sowas relativ wenig anfangen kann und bei dem dann auch immer der Schwurbel Alaram leicht los geht.

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So bietet eben eine der weiteren Personen aus der Concious Gruppe Freiburg, die „Sozialanthropologin Elena Judith“ eine ganze Reihe interessanter Seminare an: 1:1 Ancestral Healing Mentoring, Hatha Yoga, Yoga Nidra, Talking Circles, Reiki, Online Course: Archetypes of the Goddess, Online Course: Dreaming Reality, Group Mentoring:       The Witch Wound.

Aus meiner Sicht ist Valerie Tabea Schult, die zumindest enge Beziehungen zur örtlichen Eso-Szene aufweist und auch in dieser mit Seminare und Kursen versucht hat Geld zu verdienen. Sie war auf jeden Fall mitbetreiberin entsprechender Telegram Kanäle. Ob das jetzt irgendwie zur Oberbürgermeisterin qualifiziert oder eher skeptisch machen sollte, das darf jeder entscheiden.