Richtig Petitieren Vortrag bei den Tagen der Freiheit

Ich durfte bei den Tagen der Freiheit in Tübingen einen Vortrag für erfolgreiche Petition halten, weil ich ja schon gegen Palantir, für Jugendbeteiligung und für einfacheres Steckersolar erfolgreich (?) petitiert habe.

Was brauche ich für eine erfolgreiche Petition:

  • Partner haben die mitmachen. Und die sollte ich schon vor dem Start dabei haben und auch deren Unterstützung geklärt. Am besten haben die Mobilisierungsstarke Partner große Mailinglisten. Diese Partner sollte ich vor der Einreichung klar gemacht ?(es kann sein weitere springen auf, aber nur bei Erfolg/Momentum)
  • Große Social Media Accounts die Aufrufen und Link weitergeben, am besten Freitags abends, wenn die Leute Zeit haben.
  • Eine Website/Unterseite zur Petition haben, Logo – Damit man nachlesen kann um es geht, die Kampagnenmaterialien zu sammeln, E-Mail Adresse, FAQ, Berichte, …
  • Social Media Kampagne (Sharepics, Videos) vorbereitet haben (Bluesky, Mastodon, Insta, …) – weil die Kampagne los geht, dann braucht man das. Gerade auf „Insta“ sind Videos immer wichtiger, aber brauchen Zeit zur Vorbereitung.
  • Für Kontakt mit Politikern/Presse ein max 2 Seiten Thesenpapier haben, weder die Presse noch Politiker haben endlos Zeit alles nachzuzlesen und wenn ich eine Forderung nicht auf einige Überschriften reduziere, dann werde ich die kaum kommuniziert bekommen.
  • Kurze klare Botschaften die Mehrheitsfähig sind. ?Mainstreamig formulieren: “Bürokratieabbau”, “einfacher”, “Bürgergängelung”, “gegen die Konzerne”, … –
  • Offline sammeln ist mühsam + braucht Organisation, aber effektiv
  • Sofort im Moment der Freischaltung über soziale Medien mobilisieren ?? mit Zwischenständen informieren ? Momentum erzeugen
  • Medien berichten erst bei Erfolg
  • Tag der Freischaltung nicht absehbar / wird ggf. verzögert.

Dann muss ich mich für eine Plattform entscheiden. Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten: Die offiziellen Plattformen von Bundestag oder Landtagen (nicht in allen Bundesländern) und kommunal gibt es oft keine oder die großen (komerziellen) Plattformen.

Beide haben Vor- und Nachteile!

Bei Landtag/Bundestag gibt es bei ausreichend Unterschriften auch eine Anhörung und nicht nur ein Foto zur Unterschriftenübergabe. Wobei auch das Foto und der Zeitpunkt der Anhöhrung nicht frei wählbar sind, kann sein Politiker kommen, kann auch sein sie schicken jemanden aus der Verwaltung und auch eine Anhörung kann raus gezögert werden.

Beim Bundestag/Landtag hat man zumindest in der Anhörung Kontakt mit Politikern und vorher hoffentlich auch intensiver mit denen, die die eigenen Anliegen teilen. Weiterer Vorteil ist, dass die offiziellen Plattformen sehr Datensparsam sind und die E-Mail Adressen nicht rausgeben, auch nicht an den Hauptpetenten.

Nachteil gibt es auch: Zum Teil zögern die Ausschüsse die Veröffentlichung der Petition raus und man kann die Petenten nicht anschreiben.

Die kommerziellen Plattformen wie Campact, hat man ggf. eine professionelles Team dabei das einen Helfen will, aber auch E-Mail Adressen sammeln. Über die kann man dann wenigstens die Leute noch mal anschreiben. Und die Bewerben auch die Petition, wenn sie ihnen in den Kram passt.

Literatur

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