Es geht doch! Freiburger Polizei kontrolliert Auflagen bei Coronaleugner Autokorso

Seit vielen Monaten gibt es in Freiburg jeden Dienstag einen Autokorso der Coronaleugner. Zunächst im Dezember mit Sammelplatz am Mösle, nun seit dem 17.2. weil die Korso auf über 100 Fahrzeuge angewachsen waren (in der Spitze sogar 200) ab dem Parkplatz beim SC Stadion in der Suwonalle.

Gegenüber dem Sammelplatz am Mösle hat das viele Vorteile: Bei der Abfahrt wird der Korso nicht in mehrere Teile durch eine Bahnschranke geteilt, die mindestens alle 15 min geschlossen ist, er kann relativ flexibel nach Westen in Richtung Tuniberggemeinden fahren, nach Norden in Richtung Denzlingen, Süden nach Bad Krozingen oder durch die Stadt nach Osten, wie letzten Dienstag. Vom Mösle aus musste er sich immer zunächst durch die Schwarzwaldstraße quälen, die ja Teils recht eng ist und war damit sehr anfällig für Blockaden von jungen Menschen auf dem Fahrrad. Nicht das so Fahrten durch Gewerbegebiete im Uland, besonders spannend wären. Immerhin scheint man zumindest in bestimmten Orten noch von lokalen Restaurants ein Vesper spendiert zu bekommen.

Wegen dieser Blockaden zog es die meisten Korso der letzten Wochen auch ins Umland, was Umlandbürgermeister, etwa von Ebringen, nicht besonders toll fanden. Landbürger waren darüber so begeistert, dass sie Autos mit einer Rebschere oder Taschenlampe bewarfen.

Der Ablauf ist immer ähnlich: ab ca 17:00 Sammeln sich die Querdenker auf dem Parkplatz vor dem neuen SC-Stadion an der Suwonalle. Es wird sich innig begrüßt, gerne auch mit Umarmen und Herzen. Dann bastelt man die oft schlecht lesbaren Schilder und Blinkvorrichtungen an die Autos, schwätzt miteinander und hat Spaß, ähnlich wie bei einem Fest. Generell schwankt die Stimmung zwischen agressiver Fröhlichkeit, Bierzelt mit Mallorca-Ballerman-Musik, gerne aber auch Reichsbürgerrap oder einschlägigen Szeneliedern und Aggression gegen Andersdenkende.

Meist so gegen 17:15 trifft auch die Polizei ein. Ungefähr mit ca 15 Fahrzeugen. Bisher haben die Polizisten sich dann meist so positioniert, dass mindestens 10 die Gegendemo beobachteten und ein bis zwei das Geschehen auf dem Sammelplatz. Das führte von Seiten der Gegendemo, die natürlich auch die eigentliche Demonstration anschaute, immer wieder zu Aufforderungen doch die Maskenpflicht, die es laut Auflagen gab, durchzusetzen. Dass diese gerne nicht beachtet wurde, davon zeugen auch eine Reihe von Bildern die man mit einer einfachen Handy Kamera machen konnte und die unterschiedliche Personen dem Ordnungsamt vor gelegt haben.

Üblicherweise passierte dann in der Regel wenig. Meist so gegen 17:30 gab es dann von der Polizei die erste Durchsage, die die Versammlung auf die Maskenpflicht hinwies. Etwa 10 bis 15 Minuten später folgte dann, die nächste Durchsage und einige Minuten später, wiederum begab sich dann meist eine Gruppe von Polizeibeamte durch die Aufstellfläche um zu kontrollieren. Dabei wird auch scheinbar die Verkehrssicherheit der Aufbauten kontrolliert.

Wer nach diesen diversen Aufforderungen immer noch verbohrt oder dämlich genug war, die Maske nicht aufzisetzen, der wurden dann Teils ermahnt aber auch Teils mitgenommen und die Personalien festgestellt.

Ein ganz neues Kontrolgefühl

Diesen Dienstag zeigte sich die Freiburger Polizei aber durchaus Kontrollfreudiger: Mehrere Gruppen (!) von Beamten, gingen ab Eintreffen der Polizei (!!) mehrfach (!!!) durch, Sprachen die Teilnehmden an und so war quasi keiner ohne Mundschutz zu sehen. Da fragt man sich, warum man so konsequent nicht immer schon agiert hat.

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No Covid Antrag für die Grüne Mitgliederversammlung

Eine der Aufgaben von politischen Parteien ist es ihren Mitgliedern ein Diskussionforum zu geben, aber auch zur Meinungsbildung in aktuellen politischen und gesellschaftlichen Fragen beizutragen. Auch wenn die Fragen innerhalb der Parteien möglicherweise kontrovers sind. 

Seit über einem Jahr wird ein Großteil des politischen, sozialen, kulturellen, familären und wirtschaftlichen Leben von den Auswirkungen der schlimsten Pandemie seit der “spanischen Grippe” und den Maßnahmen zur Eindämmung dieser bestimmt.

Am Samstag 28.3. wurden 2.149 Infektionen an das Landesgesundheitsamt gemeldet. Da es sich um einen Samstag handelt, dürfte die Zahl höher liegen. Insgesamt sind in Baden-Württembrg 8.632 Personen gestorben, der 7-Tages-R-Wert wird vom Robert Koch-Institut für Baden-Württemberg mit R 1,19 angegeben. Die Intensivkapazitäten sind zu 87,3 Prozent belegt.

Vor diesem Hintergrund warnt der Bundesgesundheitsminister vor einer Überlastung des Geunsheitswesens bereits im April. Was sich so harmlos anhört, bedeutet dass vielen Menschen – egal welcher Erkankung – die Behandlung und Pflege benötigen, nicht mehr geholfen werden kann und dann die Todesraten – bei allen Erkrankungen – deutlich steigen. Auch einfache Krankheiten, wie ein entzündeter Blinddarm könnten dann zum Tod führen.

Modellierer berechnen seit Wochen diesen Anstieg und warnen.

Gleichzeitig sehen wir auch in Baden-Württemberg keine wirksamen Maßnahmen, die diese Ausbreitung verhindern würden. Die dramatischen Folgen, auch für jüngere Menschen und Kindern, habe ich in der Begründung des Antrag ausgeführt.

Deshalb beantrage ich bei der nächsten Mitgliederversammlung diesen Antrag zu diskutieren und mit den Mitgliedern abzustimmen. Für eine Vorberatung in den zuständigen AKs bin ich offen. Ich habe dem Vorstand ebenso konkrete Vorschläge für die Anhörung von Experten vorher unterbreitet.

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„Warum muss man denn an den Schulen so viel testen. Die Kinder sind doch symptomlos und die Lehrer alle bald geimpft?“

Ich war etwas entsetzt, als mir fast ein Jahr nachdem die Coronapandemie Deutschland erreicht hat, eine wichtige Politikerin mit dem Schwerpunkt Familien- und Bildungspolitik, diese Frage stellte. Scheinbar ist der Sinn, noch nicht allen klar, auch nicht Teilen der politischen Elite.

Zur Frage der Tests und Impfungen:

Lehrer:innen, die sich heute impfen lassen, derzeit in der Regel mit dem Impfstoff von AstraZeneka haben ab der ersten Woche bereits einen gewissen Impfschutz, der volle Impfschutz erfolgt aber erst in der Woche nach der zweiten Dosis. Derzeit empfiehlt das RKI einen Abstand von drei Monaten.i Bis alle Lehrer:innen zumindest die erste Dosis erhalten können, wird es sicherlich noch bis Ende März eher bis in den April, dauern. Wie sich das Aussetzen der Impfungen mit AstraZeneka auswirkt, läßt sich im Moment nicht sagen, aber beschleunigen wird es die Impfungen für diese Gruppe nicht. Übrigens werden Lehrer:innen und Erzieher:innen gegenüber der ursprünglichen Impfreihenfolge vorgezogen und konkurrieren nun mit Menschen, bei denen eine Ansteckung, ein schwerer Verlauf und Tod, deutlich wahrscheinlicher ist, wie bestimmte Behinderte und chronisch Erkrankte.

Auch wenn Stand 15. März 2021, 14:15: 7,8?% der Bevölkerung mindestens eine Impfung erhalten hat, also 6.507.159 Personen, reicht dies nicht aus um die Verbreitung des Virus zu reduzieren.i

Sinn und Ablauf der Tests:

Der Sinn von Schnelltests besteht darin unerkannte Infektionsketten, besonders bei Patienten ohne Symptome, wie eben häufig bei Kindern, zu identifizieren. Es ist dabei ausreichend zweimal die Woche jeweils am dritten Tag zu testen. Also etwa Montags und Mittwochs. Derzeit gibt es unterschiedliche Testverfahren, zum einen Tests die durch den Mund oder Nase an der Rachenhinterwand genommen werden, aber auch solche bei denen es reicht wenn man 15 Sekunden in jedem Nasenloch bohrt. Für Lehrkräfte werden diese Tests kostenfrei angeboten, allerdings bedeutet es stets einen zeitlichen Aufwand, selbst wenn der Test vor Ort in der Schule stattfindet. Hier die Kapazität auch durch das Personal im Testzentrum begrenzt.

Hat man nun eine positive Person gefunden, kann sich diese in Absonderung begeben, ihr Umfeld warnen (lassen) durch Scharfschaltung der Corona-Warn-App und Kontaktverfolgung des Gesundheitsamts. So unterbricht man diese Infektionskette. Klar ist, der Test heilt nicht, schützt aber andere.

Mangelnde Testangebote für Schüler:innen

Für die größte Gruppe der am Schulleben beteiligten, gibt es aber bisher weder eine Impfmöglichkeit noch ein Testangebot: Die Schülerinnen und Schüler. Ich lese allerdings §4a der Coronatest Verordung: „Asymptomatische Personen haben Anspruch auf Testung mittels PoC-Antigen-Tests.“ In Zusammenhang mit „für jeden Einzelfall bis zu einmal pro Woche“ (§ 5 Abs. 2 Satz 1 ImpfVO), so dass für jede Person unabhängig vom Alter ein Testanspruch besteht. Allerdings nur so lange dieser auch durch Personal der Testzentren durchgeführt wird.i In Freiburg haben „engagierte Eltern“ gerade ein solches Testangebot an einer Schule gestoppt. Auch wenn nach den Osterferien ein solches Angebot, allen zur Verfügung stünden, dann laufen bis dann halt noch eine Reihe von Infektionen ab. Und es heißt dort: „Ziel ist es nicht, jeden Tag alle 40.000 Schülerinnen und Schüler der Stadt zu testen oder ganze Schulen „freizutesten“

Kinder ebenfalls gefährdet und statistisch untererfasst

Aussagen, das Kinder ein geringeres Risiko haben an Covid-19 sich anzustecken, ist aus meiner Sicht fragwürdig, da die Testkriterien besonders bei Schulkontakten so gefasst sind, dass Kinder deutlich seltener getestet werden und wenn, dann auch an Stellen mit weniger Virus.

Das wahre Ausmaß des Infektionsgeschehens an Kindern, wird dadurch höchst wahrscheinlich deutlich unter erfasst. Zudem kommt noch, dass auch das Gesundheitsamt in Freiburg auch bei deutlich niedrigeren Inzidenzwerten, wie derzeit nicht in der Lage ist, eine stringente Kontaktverfolgung durchzuführen. Auch wird mir immer wieder von einzelnen Eltern berichtet, die eben keine Testung wünschen, da bei einem positiven Test, ja Quarantäne für die ganze Familie ansteht.

Erst nach drei Tagen ansteckend

Quelle: Sience Lu

Dazu kommt eine weitere Eigenschaft, der Corona Erkrankung. Bei vielen Krankheiten ist man selbst erst ansteckend, wenn man Symptome hat. Bei Corona bekommen die Menschen jedoch im Mittel nach drei bis fünf Tagen Symptome und sind aber schon nach dem zweiten Tag ansteckend. Gerade diese Ansteckung, solange man selbst noch keine Symptome hat, macht die Krankheit so tückisch und erleichtert die Ausbreitung. Auch deshalb bleibt für die Kontaktverfolgung nicht viel Zeit, weil auch die Tests nicht sofort nach Ansteckung anschlagen, sondern meist erst ab dem zweiten oder dritten Tag. Bei einem PCR Test gibt es dann noch häufig einen Zeitverzug von mindestens einem Tag zwischen Abnahme und Ergebnis

Varianten für Kinder gefährlicher als Wildtyp

Beim „Wildtyp“ oder der Corona-Klasik Variante ohne Mutationen, scheinen Kinder häufig Symptomlos zu sein. Trotzdem sind in Deutschland 11 Kinder von 0 – 19 Jahren an Corona gestorben.i Dennoch können Sie die, wenn sie erkrankt sind, Viren ausscheiden, auch durch die Atemluft, die Eltern und Großeltern anstecken. Bei bestimmten Mutationen, etwa der B117, die auch in diversen Kindergartenausbrüchen in Freiburg entdeckt wurde, sind die Kinder (und auch die angesteckten Erwachsenen) deutlich ansteckender und sie stecken in der Regel auch ihre Eltern an. Die sogenannte Secondary Attack Rate liegt höher.

Dies wird auch deshalb immer wichtiger, weil Wissenschaftler berichtet, dass sich derzeit gegenüber dem Wildtyp des Coronavirus eine Mutante durchsetzt, die deutlich ansteckender und auch tödlicher ist.ii Es ist davon auszugehen, dass diese Variante deutlich ansteckender ist und hier der R-Wert unter den Bedingungen vor Ort um 0,4 bis 0,7 höher liegt. Der R-Wert gibt an, wie viele weitere Menschen ein Infizierter im Schnitt ansteckt.iii Für Baden-Württemberg gibt das Landesgesundheitsamt, auf Meldung des Verbandes der akkreditierten Labore in der Medizin einen Anteil von 59 % dieser Mutanten in der KW 9 aus. (Tagesbericht COVID-19 Datenstand: Dienstag, 09.03.2021, 16:00)

Aktuell sind die Schulen wieder offen und wir merken, dass deshalb die Inzidenzen wieder deutlich zunehmen. Besonders auch in der Gruppe der Kinder und Jugendlichen. Von diesen Leuten die sich dadurch anstecken, werden ca. 10% im Krankenhaus landen und jeder 100. versterben. 15% werden bleibende Schäden haben. Auch bei den Kindern.

Long-Covid bei Kindern

Recently published data from the Office for National Statistics (ONS) has caused worry. The data suggest that 13% of under 11s and about 15% of 12- to 16-year-olds reported at least one symptom five weeks after a confirmed Covid-19 infection. ONS samples households randomly, therefore positive cases do not depend on having had symptoms and being tested.“i

Das besondere an diesen Daten, ist, dass sie zufällig erhoben werden. Entsprechende Studien fehlen in Deutschland. Stattdessen werden sie aktiv von Schulbehörden behindert, bzw. die Situation schön geredet.ii

Dies würde sich mit anderen Studien decken, die bei etwa 10% der positiv getesteten eines oder mehrere Symptome auch 12 Wochen nach der Erkrankung berichten, etwa Müdigkeit, Kurzatmigkeit, Muskelschmerzen, Kopfweh und Ausschläge. Auch mit deutlichen Auswirkungen auf die Schulische und Berufliche Leistungsfähigkeit.iii Des weiteren muss man davon ausgehen, das etwa 1% der Kinder, die sich mit Covid anstecken, auch bei zunächst symptomlosen oder mildem Verlauf, in der Folge ernsthafte oder lebensbedrohliche Erkrankungen haben.iv

Erhöhte Sterblichkeit ohne Schulschließungen

In Schweden wo die Schule nicht geschlossen waren, heißt es: „unfortunately we see a clear indication of excess mortality among children ages 7-16 old, the ages where ‘kids went to school.’” For the years 2015 through 2019, an average of 30.4 children in that age group died in the four spring months; in 2020, 51 children in that age group died, “= excess mortality +68%,” Ludvigsson wrote.v Erstaunlicherweise kam das raus, weil dort eine beschwichtigende Studie publiziert wurde und dann andere Wissenschaftler kritisch die Daten angesehen haben.

Psychische Belastungen

Derzeit wird auch die psychische Belastung argumentiert, die Kinder und Jugendlichen durch geschlossene Schulen ausgesetzt seien. Dazu einige Punkte: Schule ist nicht für alle Kinder ein immer positiver Erfahrungsraum. In der Schule findet eben auch Mobbing und Ausgrenzung statt. Derzeit haben wahrscheinlich alle einigermaßen rational denkenden Menschen psychische Belastungen durch Corona. Allerdings muss man auch erwähnen, des es im Gegensatz zu psychischen Belastungen, zumindest bei Erwachsenen keine Zunahme der manifesten psychischen Erkrankungen gibt.vi Auch die Suizidrate ist nicht angestiegen.vii

Umgekehrt ließe sich fragen, was es mit Kindern macht, die Corona nach Hause mitbringen aus der Schule und dann ihre Eltern anstecken. Gibt das keine Traumen?

Das auch vor dem Hintergrund, dass man weiß, dass die U20 Jährigen – da sie ja im gleichen Haushalt wie die Eltern wohnen – dass die die Altersgruppe der Eltern, also die 30 bis 45 Jährigen anstecken.viii Zeigt auch die Grafik rechts schön.

Die gefährdete Bevölkerungsschicht beim Öffnen der Schulen sind also zuerst einmal noch die ungeimpften Eltern, dann die Schülerinnen und Schüler mit Long-Covid-Folgen und nicht die die Alten, die zunehmend geimpft sind.

Die rhetorische Formel, dass die Schulen und Kitas “keine Treiber der Pandemie” sind, verbietet aus meiner Sicht, sich vor diesem Hintergrund.

Fazit

Wir müßen hier also die abstrakten Gefahren von weiterhin stattfindendem Fernunterricht, bei dem viele Kinder und Jugendlichen noch immer nicht die notwendigen Endgeräte oder Internetzugang haben, abwägen gegen die konkrete Gefahr der weiteren Verbreitung eines gefährlichen Krankheit. Vor diesem Hintergrund plädiere ich dafür, wieder in den Fernunterricht überzugehen, bis auch allen Kindern ein Impfangebot gemacht wurde.

Material

ihttps://www.theguardian.com/society/2021/mar/02/long-covid-uk-children-date-cause-concern-scientists-say

iihttps://www.tagesspiegel.de/wissen/von-bildungsbehoerde-unterdrueckte-corona-studie-einzelne-person-loeste-masseninfektion-an-hamburger-schule-aus/26753114.html

iiihttps://www.ons.gov.uk/news/statementsandletters/theprevalenceoflongcovidsymptomsandcovid19complications

ivhttps://www.medpagetoday.com/infectiousdisease/covid19/91509

vhttps://www.sciencemag.org/news/2021/03/critics-slam-letter-prestigious-journal-downplayed-covid-19-risks-swedish

vihttps://www.thieme-connect.com/products/ejournals/html/10.1055/a-1222-9067

viihttps://correctiv.org/faktencheck/2020/06/23/corona-massnahmen-irrefuehrende-berichte-ueber-angeblich-gestiegene-suizidzahlen-in-berlin/ und https://kurier.at/wissen/gesundheit/2020-ist-die-zahl-der-suizide-nicht-gestiegen/401200972

viiihttps://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5609774/

i https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1104173/umfrage/todesfaelle-aufgrund-des-coronavirus-in-deutschland-nach-geschlecht/#professional

ii BMJ 2021; 372 doi: https://doi.org/10.1136/bmj.n579 (Published 10 March 2021)

iii https://www.pharmazeutische-zeitung.de/neue-mutante-erschwert-die-pandemie-bekaempfung-122795/

i https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2021/03/04/der-buergertest-kann-kommen

i https://impfdashboard.de/

i https://www.rki.de/DE/Content/Kommissionen/STIKO/Empfehlungen/AstraZeneca-Impfstoff.html

Welche IT braucht man für ein Schnelltestzentrum mit der Tracemedics Software?

In einem der letzten Blogposts, habe ich schon geschrieben, warum es sehr sinnvoll ist, das man sein Schnelltestzentrum mit einer Webiste mit Buchungssystem macht. Einfach weil am man dann viele Anrufe á la: „Ich hätte gerne dann einen Termin“ spart. Die bekommt man sowieso, da ist meine Policy den Leuten zu sagen: „kommen sie, wir nehmen sie dran“, wir schieben sie dazwischen. Das ist gerade bei Menschen mit geringer Computer Literacy einfacher, als ihnen die online Anmeldung zu erklären. Diese Gruppe, wartet dann auch gerne auf das Ergebnis.

Für die meisten Menschen ist es aber einfacher und inzwischen normaler, Termine online zu buchen und auch wieder abzusagen.

Der Arbeitsablauf mit dem Tracemedics System ist dann der: Anmeldung über Website, basiert auf WordPress mit bookly. Dann kommen die Menschen, meist etwas zu früh ins Zentrum. Wir drucken ihnen den QR Code aus und wenn sie das nicht selber gemacht haben, einen Fragebogen und eine Datenschutzerklärung. Sie füllen beides aus. Mit dem QR-Code gehen sie in den Abstrichraum. Auf das Blatt mit dem QR-Code kleben wir mit Tesafilm, den Abstrich und die Verpackung. Damit laufen wir dann, wenn der Test durchgeführt wurde ins Labor und legen die auf einen Tisch. Jeder Abstrich bekommt eine Eieruhr und die Zeit, die er im Labor eingegangen ist notiert. Über das Bookly kann man auch viele Arten von Dienstleistungen einpflegen und auch schnell und einfach die Website aktuell halten.

Nach 10 bis 20 min klingelt die Eieruhr. Wir schauen uns den Test genau an und notiert auf dem Zettel ein + oder – und ein Kürzel für den Ableser. Mit einem Tablet oder Smartphone scannen wir nun den QR-Code und dann geben wir das Ergebnis ein. Der Client bekommt eine E-Mail mit Link zum Ergebnis. Er kann es nach Eingabe von Name, Vorname, Geburtsdatum abrufen. Am Ende des Tags werfen wir die Blätter mit den Tests weg. Blätter in den Papiermüll und die Tests in den Hygienemüll.

Man kann, wenn man gut mit Tablets umgehen kann und einen AirPrint-fähigen Drucker hat, das ganze mit einem Tablet betreiben. Etwa einem refurbed Ipad, das aber noch das akutelle iOS hat. Ich würde das immer über einen seperaten Apple Account laufen lassen, dann hat man vom Ipad nicht zugriff auf andere vielleicht private Daten. Wenn das Gerät LTE kann, dann spart man sich auch den Router im Schnelltestzentrum. Das geht wenn man nicht so häufig Kunden hat.

Wenn man mehr als eine Person im Zentrum hat, was sich schon anbietet, kann man die Aufgaben aufteilen. Eine Person macht die Anmeldung und hat einen zuverlässigen, kann aber gerne ein alter Laserdrucker sein, bekommt man häufig bei ebay Kleinanzeigen und die andere macht Abstrich und Labor. Da es doch mal an der Anmeldung Fragen gibt, Leute spontan kommen ohne Termin, Leute anrufen, … macht das schon Sinn und man kann auf jeden Fall im 10 min Takt Termine machen. Tendenziell hat sich bei uns der 10 min Takt bewährt, da doch mal Leute Freunde, Kollegen, Familie mitbringen, manchmal Firmen vor der Tür stehen, Leute spontan vorbei kommen, … Und man so immer noch jemanden rein schieben kann.

Für so einen Arbeitsplatz an der Anmeldung reicht völlig ein RasperryPi 4 oder Pi 400 mit Bildschirm aus. Häufig hat man ja noch einen alten Bildschirm daheim, der schon HDMI kann, wenn nicht besorgt man sich ein VGA auf HDMI Adapter.

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Klorona Update

Nachdem ich meine E-Mail mit der Bitte um Überwachung des Abwassers auf Coronaviren gepostet hatte, bekam ich auch eine Antwort. Bernd Hünting, der Geschäftsführer des Abwasserzweckverband Breisgauer Bucht schreibt mir:

Diese Form des Abwassermonitorings ist allerdings ganz neu und befindet sich noch in der praktischen Entwicklung. Viele Detailfragen sind noch ungeklärt. Der Abwasserzweckverband Breisgauer Bucht beteiligt sich zum Beispiel an einem Projekt, das vom Helmholzzentrum, der TU Dresden und der DWA Bundesgeschäftsstelle (Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V.) durchgeführt wird. Im Zeitraum vom 18/10/20 bis 26/11/20 haben wir Proben des Abwasserzulaufs zur Kläranlage in Forchheim (Tagesmischprobe) und des Rohschlamms (Stichprobe) dem Helmholzzentrum für Umweltforschung in Jena zur Verfügung gestellt. Erst diese Woche sind die ersten Ergebnisse vorgelegt worden, da für die Untersuchungen der Abwasserproben auf Sars-CoV-2 Viren spezielle Chemikalien benötigt werden, die derzeit auf dem Markt nur schwer zu erhalten sind.

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Freiburger Abwasser auf Corona untersuchen

Ich habe am 4.2. an den Abwasserzweckverband Breisgauer Bucht geschrieben und gebeten unser Abwasser auf Rückstände von Coronaviren zu untersuchen. Bisher habe ich noch keine Antwort erhalten. Eine gute Einführung in das Thema bietet dieser Thread:

Sehr geehrter Herr Dipl.-Ing. Hünting, sehr geehrter Herr Dipl.-Verww. Bechtold, sehr geehter Herr Vorsitzender Neideck, sehr geehrter Herr Bürgermeister Götzmann,

ich verfolge des Geschehen um Corona intensiv, in den vergangen Tagen bin ich auf eine Reihe von Berichten gestoßen, bei denen Kläranlagen ihr Abwasser in regelmäßigen Abständen auf SARS-Cov-2 Virus untersuchen. 

Die gemessene „Virenfracht“ einer Anlage erlaube dabei Rückschlüsse auf die Anzahl der mit COVID-19 infizierten Menschen im Einzugsgebiet.nfizierte scheiden zumindest Fragmente des Coronavirus über Fäkalien aus. Abwasser könnte daher Aufschluss über die Zahl der Coronafälle in der Bevölkerung geben. Dadurch könne man auch auf unentdeckte Ausbruchsgeschen schließen bzw. diese vorhersagen. Die Belastung des Abwassers korreliere  mit der Zahl der COVID-19-Fälle im jeweiligen Einzugsgebiet.
(Siehe: https://www.aerzteblatt.de/archiv/215433/SARS-CoV-2-Coronaviren-im-Abwasser-als-moegliches-Fruehwarnsystem / https://www.medical-tribune.de/medizin-und-forschung/artikel/abwasser-als-corona-fruehwarnsystem/)

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Coronaleuger Autokorsos: Verstöße und Bedrohungen konsequent melden!

Mich erreichen immer wieder Berichte über Gefährdungssituationen durch die Autokorsos der Coronaleugner. Dieser bestand letzten Dienstag aus 102 Autos, also nicht mehr nur aus 20 Kfz wie noch im Januar und war schon alleine deshalb deutlich gefährlicher und unübersichtlicher.

Wer akut während des Autokorsos bedroht wird oder Verkehrsgefährdendes Verhalten bemerkt, sollte dies sofort über den Polizeinotruf 110 melden!

Wer sich über Lärmbelästigung, generelle Gefahren, Verkehrsbehinderungen oder anderes im Nachgang beschweren will, der sollte sich direkt an die Versammlungsbehörde wenden, die dann mit Auflagen, etwa einer Begrenzung der Teilnehmend kann:
polizei-und-gewerbebehoerde@stadt.freiburg.de, man kann auch telefonisch: 0761/201–4873 bei der Versammlungsbehörde vorstellig werden oder – ja das gibt es noch -der per Fax ?: 0761/201-4893.

Ist das „Denunziation“? Nein. Eine Denunziation ist eine Anzeige aus persönlichen, niederen Beweggründen, mit möglicherweise falschen Behauptungen und in der Regel auch anonym. Die Information der Polizei wenn man gerade bedroht wird, weil etwa ein Auto auf einen zugefahren ist oder man mit Pfefferspray angegriffen wurde ist keine Denunziation. Die Wikipedia führt dazu aus: „Im ethischen Sinn wird allgemein von Denunziation gesprochen, wenn in einem nicht freiheitlichen System Menschen auf aggressive Weise bei staatlichen Vollzugsbehörden angeschuldigt werden, obwohl dem Anzeigenden klar sein muss, dass er sie damit der Gefahr der politisch motivierten Verfolgung aussetzt“. Auch eine Straftat den Behörden anzuzeigen ist eben keine Denunziation, sondern bei schweren Straftaten sogar Pflicht jeder Person.

Grundsätzlich empfiehlt es sich auf für die spätere Auswertung möglichst viele Bilder und Filmaufnahmen zu machen. Vor einer Anzeige bei der Polizei, kann man auch gerne selbst ein Gedächtnisprotokoll anfertigen, am besten noch am gleichen Tag. Anzeigen können auch online gestellet werden.

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Verteilung der „CoronaFakten für Freiburg“ abgeschlossen

Dank zahlreicher engagierter Freiwilliger aus Freiburg und Umgebung, ist die Verteilung der 5000 Exemplare „CoronaFakten für Freiburg“ und taz „corona fakten“ abgeschlossen.

Verteilt wurde in Freiburg in den Stadtteilen: Vauban, Rieselfeld, Im Grün, Zähringen und Brüh-Beurbarung. In Südbaden in Staufen und Schopfheim. Zudem liegen Exemplare aus beim Chaos Computer Club in Adlerstraße 12a, bei der Allgemeinarztpraxis von Arno Thiel in Badenweiler und an anderen Orten in Freiburg aus.

Entsetzt bin ich in diesem Zusammenhang über das Verhalten einiger Träger sozialer Einrichtungen in Freiburg. Nachdem mir ein Bild von einem Aufsteller in Weingarten geschickt wurde, bat ich der Institution einige Zeitungen zur Auslage vorbei zu bringen. Als Antwort bekam ich: „leider gehen derzeit die Meinungen darüber, welche Informationen zu Corona seriös sind und welche nicht, weit auseinander. Wir wollen uns daher an dieser Diskussion nicht beteiligen, und deshalb auch Ihre Infozeitung ebenso wie andere Publikationen zu diesem Thema nicht auslegen.

Ich frage mich schon, auf welcher Grundlage man berät, wenn man auf einen Aufsteller unter anderem schreibt: „Brauchen sie mehr verständliche Informationen?“ Und dann genau eine Zeitung, die diese liefern weill, nicht auslegt weil man selbst nicht in der Lage oder Willens ist zu beurteilen was „seriös“ ist. Das war leider nicht der einzige Träge, der sich seltsam verhalten hat.

Die Rückmeldung von Menschen, die diese Zeitung im Briefkasten hatten waren alle durchgehen positiv. So schreibt mir etwa eine Rentnerin: „Ich habe mich sehr über die Zeitung „Corona Fakten für Freiburg“ gefreut. Endlich ein Gegenstück zu all diesen coronaleugnenden Postwurfsendungen.“

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