Schnelltestzentren Resourcen

In Südbaden sprießen immer mehr Schnelltestzentren aus dem Boden. Am Dienstag habe ich in Köndringen eine Fortbildung gegeben und die Prozesse für Tracemedics/Testtermin erläutert. Am Donnerstag hat das Malteser Schnelltestzentrum in der alten Stadthalle in Freiburg aufgemacht und auch gleich einen positiven Test gehabt. Und ab kommender Woche laufen auch die Testzentren in Zarten und Burg-Birkenhof voll digital. Die Vorteile eines voll digitalen Ablaufs, habe ich mal hier beschrieben, hier gibt es noch einen kleinen Bericht, eine kleine Anleitung oder IT Tipps. (Für mobile Testungen vor Ort habe ich mir einen HP Officejet 200 zugelegt)

Für Kirchzarten gibt es nun auch eine eigene Website: kirchzarten-testet.de, auf der alle Testangebote gesammelt sind. Das gleiche gibt es auch für Freiburg: freiburgtestet.de

Dokumente und Resourcen

Da es immer wieder Dokumente gibt, die man für so ein Testzentrum braucht, habe ich hier mal ein paar aufgelistet, jeweils als PDF Präsentation:

Wie meldet man wöchentlich akkurat aus dem Tracemedics System an das Gesundheitsamt? Das habe ich in dieser Präsentation beschrieben.

Die Funktionen des Tracemedics Systems erläutere ich hier in Grundzügen, zum nachlesen:

Welche Abläufe sollte man beachten, wenn es einen Test gibt, der Corona Positiv ausfällt:

Wie informiere ich am Telefon, eine positiv getestete Person:

Für das Zentrum empfiehlt es sich ein Leitsystem zu haben, damit die Leute wissen, wo sie hinlaufen sollen.

Für den Ablauf mit einer positiven Person, gibt es auch noch einen Laufzettel. Gerade vor dem Hintergrund, das es durchaus sinnvoll ist nochmal nach einigen Tagen anzurufen und nachzufragen, ob der Test auch durch PCR bestätigt wurde.

Flyer Vorlage

Es gibt einen Flyer, den wir in diesem Stil für unterschiedliche Testzentren jeweils modifiziert habe.

Liste der Gesundheitsämter in Baden-Württemberg.

günstige Faceshildes, die auch taugen, gibt es hier.

NowCheck Schnelltests werden von Concile in Freiburg importiert, bestellt werden können die direkt.

Luca Update

Diverse wichtige Leute haben den Hinweis auf den Brief geteilt:

Im Artikel des RND wird gut erklärt was alles kaputt ist:

Auch sehr gut erklärt es Ralf Rottmann in diesem Interview / Podcast auf Wochendämmerung: „Die Luca-App trat bei Anne Will, vertreten durch den prominenten Fanta-Vier-Musiker Smudo, als smarte Lösung zur Kontaktverfolgung auf. Gründer und Investor Ralf Rottmann erklärt, warum die Idee gut, die Umsetzung mindestens problematisch und die App selbst massiv in der Kritik ist“

Böhmermann fasst es auf Linktree gut zusammen

Und natürlich tauchen auch täglich neue Lücken auf:

Ich will gar nicht verschweigen, das ich am 1.3. darum gebeten habe, die Einführung der App in Freiburg zu prüfen. Eingeführt wurde sie, geprüft wohl nicht so viel.

offener Brief: Nutzung der Luca App bedenklich

Mitglieder des Freiburger Chaos Computer Club, haben in einem offenen Brief an das Sozialministerium Bedenken über die Nutzung der Luca App geäußert. „In den vergangenen Tagen haben nahezu täglich unterschiedliche Medienberichte und Meldungen in sozialen Medien gelesen, die auf konzeptionelle Mängel, unsaubere Programmierung des Software der Luca App und ein befremdliches Geschäftsgebaren der Betreiberfirma hindeuten. (…) Alles dies lässt aus unserer Sicht den Einsatz und den Erwerb der Lizenz für die App höchst fragwürdig erscheinen.“

Betreff: Nutzung und Erwerbe einer Lizenz für die „Luca App“ durch das Land Baden-Württemberg

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrter Herr Prof. Dr. Lahl,
sehr geehrter Herr Dr. Brink,

Wir schreiben Ihnen, weil wir besorgt sind über den Ankauf einer Lizenz für die Nutzung der „Luca-App“ durch das Land Baden-Württemberg.

In den vergangenen Tagen haben nahezu täglich unterschiedliche Medienberichte und Meldungen in sozialen Medien gelesen, die auf konzeptionelle Mängel, unsaubere Programmierung des Software der Luca App und ein befremdliches Geschäftsgebaren der Betreiberfirma hindeuten. Im wesentlichen sind dies:

1. Es scheint Unregelmäßigkeiten bei dem Erwerb der App gegeben zu haben:

Eva Wolfangel Journalistin bei der Zeit fasst auf twitter zusammen:

In einem internen Vergabe-Dokument des Ministeriums für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung MV wird ein Vergleich zwischen der #LucaApp und acht anderen Check-In-Apps angestellt – mittels von deren Website kopierter Textblöcke. Gespräche fanden offenbar keine statt. Die Vergabe in Mecklenburg wird derzeit rechtlich geprüft – denn andere finden schon, dass es Vergleichbares auf dem Markt gibt: Etwa 50 weitere Startups haben Check-in-Apps entwickelt, von denen mindestens eines aktuell die Vergabe juristisch anficht.“ (siehe: https://twitter.com/evawolfangel/status/1378612565245362176?s=21) Sie führt dann weiter aus, die App sei aufgrund einer fehlerhaften bzw. unvollständigen Markterkundung gekauft worden.

2. Es gibt erhebliche Sicherheits- und Datenschutz- Bedenken aufgrund der Konzeption der App, und das, obwohl es sich um besonders schützenswerte Daten gemäß Art. 9 (1) DSGVO handelt.

So kann etwa der API-Endpunkt zum Versenden der TAN-SMS beliebig ausgelöst werden und somit können ungewollte SMS-Nachrichten an beliebige Telefonnummern gesendet werden. Darauf hat die Betreiberfirma bis heute nicht reagiert, obwohl sie von Mitgliedern des Chaos Computer Club Freiburg darauf aufmerksam gemacht wurde.

Siehe: https://wiki.cccfr.de/luca_app_sms-tan

Die Sicherheitsforscher Stadler, Lueks et al haben eine „Vorläufige Analyse des Schad-Potentials im Luca Kontaktverfolgungssystem“, als wissenschaftliches Paper auf einem Preprint Server vorgelegt. (Quelle: https://arxiv.org/abs/2103.11958). Sie sehen schon vom Konzept her folgenden Hauptprobleme, selbst wenn man beste Umsetzung und Absichten unterstellt:

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Es geht doch! Freiburger Polizei kontrolliert Auflagen bei Coronaleugner Autokorso

Seit vielen Monaten gibt es in Freiburg jeden Dienstag einen Autokorso der Coronaleugner. Zunächst im Dezember mit Sammelplatz am Mösle, nun seit dem 17.2. weil die Korso auf über 100 Fahrzeuge angewachsen waren (in der Spitze sogar 200) ab dem Parkplatz beim SC Stadion in der Suwonalle.

Gegenüber dem Sammelplatz am Mösle hat das viele Vorteile: Bei der Abfahrt wird der Korso nicht in mehrere Teile durch eine Bahnschranke geteilt, die mindestens alle 15 min geschlossen ist, er kann relativ flexibel nach Westen in Richtung Tuniberggemeinden fahren, nach Norden in Richtung Denzlingen, Süden nach Bad Krozingen oder durch die Stadt nach Osten, wie letzten Dienstag. Vom Mösle aus musste er sich immer zunächst durch die Schwarzwaldstraße quälen, die ja Teils recht eng ist und war damit sehr anfällig für Blockaden von jungen Menschen auf dem Fahrrad. Nicht das so Fahrten durch Gewerbegebiete im Uland, besonders spannend wären. Immerhin scheint man zumindest in bestimmten Orten noch von lokalen Restaurants ein Vesper spendiert zu bekommen.

Wegen dieser Blockaden zog es die meisten Korso der letzten Wochen auch ins Umland, was Umlandbürgermeister, etwa von Ebringen, nicht besonders toll fanden. Landbürger waren darüber so begeistert, dass sie Autos mit einer Rebschere oder Taschenlampe bewarfen.

Der Ablauf ist immer ähnlich: ab ca 17:00 Sammeln sich die Querdenker auf dem Parkplatz vor dem neuen SC-Stadion an der Suwonalle. Es wird sich innig begrüßt, gerne auch mit Umarmen und Herzen. Dann bastelt man die oft schlecht lesbaren Schilder und Blinkvorrichtungen an die Autos, schwätzt miteinander und hat Spaß, ähnlich wie bei einem Fest. Generell schwankt die Stimmung zwischen agressiver Fröhlichkeit, Bierzelt mit Mallorca-Ballerman-Musik, gerne aber auch Reichsbürgerrap oder einschlägigen Szeneliedern und Aggression gegen Andersdenkende.

Meist so gegen 17:15 trifft auch die Polizei ein. Ungefähr mit ca 15 Fahrzeugen. Bisher haben die Polizisten sich dann meist so positioniert, dass mindestens 10 die Gegendemo beobachteten und ein bis zwei das Geschehen auf dem Sammelplatz. Das führte von Seiten der Gegendemo, die natürlich auch die eigentliche Demonstration anschaute, immer wieder zu Aufforderungen doch die Maskenpflicht, die es laut Auflagen gab, durchzusetzen. Dass diese gerne nicht beachtet wurde, davon zeugen auch eine Reihe von Bildern die man mit einer einfachen Handy Kamera machen konnte und die unterschiedliche Personen dem Ordnungsamt vor gelegt haben.

Üblicherweise passierte dann in der Regel wenig. Meist so gegen 17:30 gab es dann von der Polizei die erste Durchsage, die die Versammlung auf die Maskenpflicht hinwies. Etwa 10 bis 15 Minuten später folgte dann, die nächste Durchsage und einige Minuten später, wiederum begab sich dann meist eine Gruppe von Polizeibeamte durch die Aufstellfläche um zu kontrollieren. Dabei wird auch scheinbar die Verkehrssicherheit der Aufbauten kontrolliert.

Wer nach diesen diversen Aufforderungen immer noch verbohrt oder dämlich genug war, die Maske nicht aufzisetzen, der wurden dann Teils ermahnt aber auch Teils mitgenommen und die Personalien festgestellt.

Ein ganz neues Kontrolgefühl

Diesen Dienstag zeigte sich die Freiburger Polizei aber durchaus Kontrollfreudiger: Mehrere Gruppen (!) von Beamten, gingen ab Eintreffen der Polizei (!!) mehrfach (!!!) durch, Sprachen die Teilnehmden an und so war quasi keiner ohne Mundschutz zu sehen. Da fragt man sich, warum man so konsequent nicht immer schon agiert hat.

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Kleine Anleitung für das Corona-Test-Zentrum mit Tracemedics / Testtermin.de

Zunächst mal, warum braucht es ein System zur Onlinebuchung und online Ergebnis Übermittlung? Stellen wir uns mal den Prozess vor, wie es ohne so was läuft: Der Kunde ruft an und will einen Termin, die Person an der Anmeldung schaut in einem Papierterminkalender nach, schlägt passende Termine vor und bespricht mit dem Kunden diese Termine. Dann wird der Name, Adresse, Kontaktdaten aufgeschrieben. Optimistisch betrachtet braucht das pro Kunde und Termin gut 5 min. Arbeitszeit.

Je nach Zentrum hat man etwa 200 – 300 Termine am Tag. Bei 200 Terminen am Tag, wäre das schon 16h Arbeitszeit, also etwa zwei Personen mit voller Stelle, die sich um die Anmeldung kümmern. Wenn sie dann den Termin haben, müßen sie etwa 20 – 30 min warten, bis das Ergebnis da ist und ein entsprechender Zettel geschrieben. Das gibt dann eine Menschentraube und ständige Nachfragen. Handschriftlich ausgefüllte Zettel, kann man kaum nachprüfen und auch leicht nachmachen.

Ein Internet gestützten System bietet nun eine Reihe von Vorteilen:

  • Kunde kann online anmelden und sieht passende Termine.
  • Name, Geburtsdatum, Handynummer und E-Mailsind bereits erfasst, müssen nicht diktiert werden und sind auch leserlich.
  • Es gibt keine Wartezeit vor dem Zentrum, keine Menschenansammlung und mehr Diskretion.
  • Öffnungszeiten können flexibel eingerichtet werden.
  • Das Zertifikat hat einen QR Code und kann einfach gegen den Server geprüft werden.
  • Das Zertifikat kann mehrfach gedruckt werden auf Deutsch, Englisch oder Französisch
  • Wenn Kunde mehrfach da ist geht es schneller.
  • Eine Statistik kann einfach erstellt werden und an das Gesundheitsamt übermittelt.

Was braucht man nun: stabiles Internet, gute Drucker, mindestens ein Ipad oder anders Tablet und einen PC (Pi4 reicht). Es empfiehlt sich, das beides doppelt vorhanden ist, falls mal etwas nicht geht.

Wie ist nun der Ablauf aus Kundensicht?

Der Kunde bucht am besten online einen Termin. Er geht dann ins Zentrum und zeigt dort seinen Ausweis, die Person an der Anmeldung druckt einen QR Code aus und erklärt das Procedere. Der Kunde bekommt einen Zettel mit Datenschutzerklärung, Selbsteinschätzungsbogen und QR-Code. Auf diesen Zettel mit QR-Code klebt die Person, die den Abstrich macht, den Schnelltest, schreibt sein Kürzel und die Temperatur drauf.

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Funktionsfähigkeit der VAG Fahrstühle am Hauptbahnhof jetzt online einsehbar

Die VAG hat jetzt im Zuge der Sanierung der Stadtbahnbrücke eine Überwachung der häufig defekten Fahrstühle online geschaltet, damit kann nun jeder sehen, der auf den Aufzug angewiesen ist, ob der geht oder defekt ist.

Bereits im Juli 2018 (!) hatte ich der VAG in der Sache einen Brief geschrieben und auf eine Überwachung der Fahrstühle per TTN/Lora gedrungen. Die VAG hat dann auch eine Besserung zugesagt, die nun nach zwei Jahren eingetreten ist. Das war auch eine Forderung der Liste Teilhabe und Integration.

Der Chaos Computer Club Freiburg überwacht nun den Betriebsstatus per Grafana um zu sehen wie zuverlässig die sind. Vielleicht will ein Nerd auch einen twitter Service bauen?

No Covid Antrag für die Grüne Mitgliederversammlung

Eine der Aufgaben von politischen Parteien ist es ihren Mitgliedern ein Diskussionforum zu geben, aber auch zur Meinungsbildung in aktuellen politischen und gesellschaftlichen Fragen beizutragen. Auch wenn die Fragen innerhalb der Parteien möglicherweise kontrovers sind. 

Seit über einem Jahr wird ein Großteil des politischen, sozialen, kulturellen, familären und wirtschaftlichen Leben von den Auswirkungen der schlimsten Pandemie seit der “spanischen Grippe” und den Maßnahmen zur Eindämmung dieser bestimmt.

Am Samstag 28.3. wurden 2.149 Infektionen an das Landesgesundheitsamt gemeldet. Da es sich um einen Samstag handelt, dürfte die Zahl höher liegen. Insgesamt sind in Baden-Württembrg 8.632 Personen gestorben, der 7-Tages-R-Wert wird vom Robert Koch-Institut für Baden-Württemberg mit R 1,19 angegeben. Die Intensivkapazitäten sind zu 87,3 Prozent belegt.

Vor diesem Hintergrund warnt der Bundesgesundheitsminister vor einer Überlastung des Geunsheitswesens bereits im April. Was sich so harmlos anhört, bedeutet dass vielen Menschen – egal welcher Erkankung – die Behandlung und Pflege benötigen, nicht mehr geholfen werden kann und dann die Todesraten – bei allen Erkrankungen – deutlich steigen. Auch einfache Krankheiten, wie ein entzündeter Blinddarm könnten dann zum Tod führen.

Modellierer berechnen seit Wochen diesen Anstieg und warnen.

Gleichzeitig sehen wir auch in Baden-Württemberg keine wirksamen Maßnahmen, die diese Ausbreitung verhindern würden. Die dramatischen Folgen, auch für jüngere Menschen und Kindern, habe ich in der Begründung des Antrag ausgeführt.

Deshalb beantrage ich bei der nächsten Mitgliederversammlung diesen Antrag zu diskutieren und mit den Mitgliedern abzustimmen. Für eine Vorberatung in den zuständigen AKs bin ich offen. Ich habe dem Vorstand ebenso konkrete Vorschläge für die Anhörung von Experten vorher unterbreitet.

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Warum Tübingen nicht als Vorbild taugt

Keine Evaluation, keine Überprüfbarkeit, Zettel können weitergegeben werden, Schnelltests ohne Qualitätssicherung, intransparente Zahlen, …

Seit einigen Tagen wird Tübingen als Modellstadt für „Öffnungen“ durch die sozialen Medien getrieben. Weil dort könne man dankt breitem Schnelltestangebot normal in Läden einkaufen oder im Straßencafe sitzen. Hier wäre „Normalität möglich“. Abgesehen von der seltsamen Vorstellungen, dass es „normal“ ist, sich ein Stäbchen in den Hals oder Nase stecken lassen zu müßen um dann auf „Shopping“ Tour zu gehen, gibt es zumindest bei der kritischen Twitter Öffentlichkeit einige Anmerkungen.

Zunächst mal: Schnelltestkapaztät ist begrenzt. Zum eine braucht es die Tests, zum anderen Menschen die die durchführen, zum anderen Leute die das organisieren und dann auch noch Räume. Mal so ein Schnelltest in einem Zelt auf der Straße ist eben kein Qualitätsstandard, aus vielen Gründen, unter anderem weil die Tests nur bei Raumtemperatur zuverlässig funktionieren.

Damit so ein System funktioniert, muß es auch kontrolliert werden. Daher entweder ist auf dem „Tagesticket“ meinen Name und mein Foto drauf oder beim Eingang muß ich Personalausweis und Ticket vorzeigen. Am besten noch ein Ticket, das es einen QR Code hat und sich so über einen Server verifizieren lässt. Und dass dann natürlich nach 6 bis 24 Stunden wieder abläuft. Oder das Ticket ist halt auf meinem Handy, wie ein Flugticket, auch das würde Weitergabe und Mißbrauch eindämmen.

Vor Allem gibt es überhaupt keine Evaluation oder unabhängige Begleitung. Die Stadt Tübingen stellt nicht mal ihre Inzidenzzahlen leicht verfügbar online. Wenn aber durch die Öffnung zusätzliche Mobilität erzeugt wird aus der Region, dann ist es gar nicht mehr Nachweisbar ob sich Menschen angesteckt haben oder nicht. Außer man würde relativ aufwändig diesen nachtelefonieren oder sonst wie ein Tracking haben.

Aus meiner Sicht sollten Schnelltestkapazitäten genutzt werden um wichtige, unvermeidbare Treffen in geschlossenen Räumen zu ermöglichen. Vielleicht auch um bei jüngeren Kindern einen gewissen durchdachten Präsensbetrieb in Schulen möglich zu machen, aber nicht um wahllos alles auf zu machen. Dies stets vor dem Hintergrund, das wir laut Gesundheitsminister Jens Spahn bereits jetzt auf eine Überlastung der Klinik im Apri hinzusteuern, nach Aussagen der Uniklinik Freiburg hier in der Region glücklicherweise erst im Mai.

Und dabei habe ich die grundsätzlichen Beschrängkungen noch nicht mal aufgeschrieben und es ist heute noch nicht mal klar wie das mit den Tests an Schulen weitergehen soll nach den Ferien.