Das erste Jahr mit der gebrauchten Zoe

Seit dem 27.8.2020 bin ich Besitzer und Fahrer einer gebrauchten Renault Zoe Baujahr 2013. Zeit ein wenig über meine Erfahrungen zu berichten.

Alltag

In den Alltag lässt sich das Auto prima integrieren. Bis auf die Fahrt zum Abholen und eine Fahrt von Freiburg nach Nagold und wieder zurück habe ich die Zoe Corona bedingt, nicht für längere Reisen benutzt. Dennoch habe ich den Eindruck, mit entsprechender Planung und Ladestopps kann man auch solche Fahrten auch gut durchführen. Hauptnutzen ist zum Pendeln zur Arbeit, oder aber für Einkaufen und Freizeitverkehr. Ich würde sie also als eine Art Regionalauto bezeichnen. Schon mehr als ein Stadtauto, wie der Smart aber auch keine Langstrecken Reiselimousine.

Zoe vor Tom Brane Grafitti

Laden

Geladen hab ich das Auto entweder an komerziellen Ladesäulen in der Stadt, da reichte bisher die EnBW Mobility+ Karte völlig aus oder an kostenlosen Ladesäulen bei Einkaufsmärkten. Die Lade Säule am Lidl in Freiburg ist mein neuer Freund und ich kaufe seit her dort auch mehr ein. Jetzt hoffen wir mal, dass auch der Aldi seine Hyperladesäule angeschaltet bekommt, dann gehe ich auch da wieder hin.

Völlig unverständlich ist es warum man als IKEA oder Edeka es nicht schafft seine Ladesäule innerhalb von sechs Monaten zu reparieren. Es wundert mich bei einer großen Freiburger Wohnungsbaugenossenschaft, warum man Ende September eine Ladesäule aufstellt und dann bis Januar hinein es nicht schafft diese zum Laden frei zu geben.

Förderung für eine Wallbox hab ich auch beantragt, und noch im alten Jahr für 16 % Mehrwertsteuer eine Wallbox gekauft. Die kommt irgendwann im Januar und dann kommt hoffentlich auch der Elektriker und ich kann hoffentlich dann auch in der Tiefgarage laden. Der Versuch bei einem Badenova-Projekt mitzumachen, wo die Wallbox Bezahlt worden wäre, hat leider nicht geklappt. Immerhin hat die Eigentümergemeinschaft unser Anliegen sehr offen aufgenommen und beschlossen, dass ich die Wallbox auf eigene Kosten anbringen kann. Wie man diese Lademöglichkeit dann auch anderen Hausbewohnern zugänglich macht, muß man noch überlegen.

Kosten

Ich schätze etwa Betriebskosten von ungefähr einem Drittel im Vergleich zum Škoda Octavia Kombi Bj 2002 den die Zoe ersetzt hat.

einmalige KostenBetrag in EUR
Zoe, mit Zubehör* 6750
Nummernschilder16
Anmeldung47,50
Ladekarten20
Ladeziegel Schuko370
Warnwesten5
Summe7208,50
Einmalige Kosten

*Sommer- und Winterrädern, Ladekabel Typ 2, Verbandskaten, Warndreieck, Fußmatten,

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Corona Leugner Szene in Freiburg im Abwind oder Weihnachtspause

Zu Weihnachten gibt es viele gute Nachrichten: Die Impfungen im Impfzentrum in Freiburg laufen an, und an der Corona-Leugner-Front scheint es trotz ihres „Erfolgs“ am 19.12. eine massive Demobilisierung und Demoralisierung zu geben. So war am letzten Montag 28.12. keine Mahnwache auf dem Platz der alten Synagoge. Jetzt kann es sein, dass es sich hier um eine Art „Weihnachtspause“ handelt, bei der auch viele Menschen mit anderem beschäftigt sind.

Daneben gibt es Samstags keine Demos mehr in den Freiburger Innenstadt. Der Versucht zum Start der Impfungen in Freiburg, etwa vor Altersheimen zu demonstrieren, war wohl auch nicht erfolgreich. Dennoch bemerkt man in den Gruppen der Coronaleugner, das sich die Diskussion weg bewegt von „Lockdown“ oder Beschränkungen und hin zu Anti-Impf-Propaganda.

Auch die „Wahnwachen“ haben kaum noch Zuspruch. In den Telegramm Kanälen scheint man sich auch nicht mehr so richtig aktiv zu sein. Was auch damit zu tun hat, dass wenn es in den Querdenken, Freiheitsboten oder Coronarelleben-Gruppen zu einer „normalen“ Diskussion kommt, also Menschen äußern gegenteilige Ansichten, wird dazwischen massiv von dagegen gespammt (Q/Trump/Impfen/whatever) und irgendwann gelöscht und der Andersdenkende, gebannt.

Derzeit bereite ich vor, das wir einen TAZ Sonderdruck, ein Dossier der taz als Nachschlagewerk für Argumente gegen Mythen, Nonsens und Halbwahrheiten in der Pandemie, in ausreichender Zahl nach Freiburg bekommen und dann auch in den Stadtteilen, in denen es benötigt wird verteilen können.

Selbst die neue Protestform Autokorso hat kaum Mobilisierung. Dennoch sollte man erwähnen, dass inzwischen sogar der Verfassungsschutz vor Anschlägen auf Corona-Impf-Zentren warnt.

Immerhin waren beim Autokorso am 29.12. ca. 21 Autos. Und ein Herr der lange mit mir diskutierte, das er ja nicht fotographiert werden will, weil er so bekannt sei in Littenweiler und nichts mit denen zu tun habe, aber Teil der Demo war – zumindest sich da eingereiht hatte – und auch Thesen von sich gab, die in Richtung Querdenken gingen. Dafür fuhr auch ein Auto mit, auf dem Stand „Impfen = Mord“.

Auch die Corona-Risiko-Verharmloser in den Kultusministerien scheinen nun ihre Behauptung „An Schulen steckt sich keiner an“, nicht mehr halten zu können:

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Das Amtsblatt der Stadt Freiburg in der Coronakrise: Verpasste Chancen zur Krisen-Kommunikation, fehlende Tote, oder wer ist besonders von Corona getroffen?

Ein Jahresrückblick anhand der Amtsblatt Ausgaben seit Beginn der Corona Krise und warum ich glaube das wichtige Informationen zur Bewältigung der Krise gefehlt haben und „besonders von Corona getroffen“ (Zitat Beitrag der Grünen Fraktion 18.12.), eben nicht die Einzelhändler sind.

Es gibt Leute in Freiburg, die haben kein Abo der Badischen Zeitung und die haben auch kein Internet. Etwa weil sie knapp bei Kasse sind. Die sind also auf Informationen, die sie gedruckt in den Briefkasten gesteckt bekommen, etwa die Gratisblätter von der Sonntag (stark eingedampft inzwischen) über Wochenbericht und Stadtkurier bis hin zum Dreisamtäler angewiesen. Leider war der eine gewisse Zeit, recht Schwurbeloffen. (Kritik dazu: Leserbrief, Leserbrief)

Aber die Stadt Freiburg leistet sich ein Amtsblatt, dass recht zeitungsähnlich daherkommt und mindestens was das städtische politische Geschehen betrifft, umfangreich informiert. Da gibt es zu jeder Gemeinderatssitzung mehrere Artikel, jede Fraktion einen Meinungsbeitrag, in Umfang nach große der Gruppierung und natürlich erfährt man alles über Baugebiete, den Haushalt, Wohnen, Mietspiegel, Eröffnungen oder Spartenstiche (Im Amtsblatt vom 18. Dezember 2020 drei Spartenstiche, davon einer virtuell!) 

Jetzt darf ein Amtsblatt nicht über alles berichten, es gibt diverse Gerichtsentscheidungen die diese Berichte einschränken. Es ist etwa nicht zulässig, allgemein Themen aufzugreifen, die von besonderer Bedeutung für die Stadt erscheinen. Berichte müßen einen Zusammenhang mit der Verwaltungstätigkeit haben. Etwa darf die Verwaltung erklären, warum sie das Freundschaftsspiel eines Sportvereins fördert. Anders ist es aber bei Gefahrensituationen: “Im Vordergrund sollte hier die Information stehen, wo Betroffene bei der Verwaltung etwa Hilfe einfordern können, welche Maßnahmen sie ergreifen können und was etwa bei Windböen mit dem Mülleimer vor der Haustür oder der angekündigten Sperrmüllabfuhr ist.“ (Zitat aus Kommunal 8.11.2019)

Das merken wir uns uns für diesen Artikel. Die Bezüge zur Stadtverwaltung dürften aber in der Bewältigung der Corona-Krise umfassend sein: Schließlich wird die Krise vor Ort in den Kommunen bewältigt und auch bearbeitet. Die Kontaktverfolgung macht für die Stadt Freiburg etwa das beim Landkreis Breisgau Hochschwarzwald angesiedelt Gesundheitsamt, die Stadt baut Fieberklinik und Impfzentrum in ihrer Messeauf und muß als Ortspolizeibehörde Maßnahmen wie Quarantäne anordnen und durchsetzen. Auf ihrer Website hat sie dazu ein eigenes Informationsportal eingerichtet. Da findet man recht übersichtlich und schnell viele Infos. 

Das Amtsblatt der Stadt Freiburg

Grundsätzlich besteht es aus etwa 1,5 Seiten Fraktionsbeiträgen, auf der Rückseite eine halbe Seite Stellenanzeigen der Stadt und eine halbe Seite Anzeigen von lokalen Unternehmen. Dann hat es wie jede Zeitung eine Titelseite. Theoretisch erreicht das Amtsblatt alle Haushalte und Erscheint alle zwei Wochen, außer in den Ferien.

Ich werde hier nun die einzelnen Ausgaben vom 28.Februar bis 18.Dezember durchgehen. Wem das zu detailliert ist, der kann einfach klicken und kommt zum Fazit.

Die erste Erwähnung des Corona Virus findet sich am Freitag, 28. Februar 2020 Amtsblatt Nr. 762  auf Seite 3. Unter der Überschrift: „Corona­ Virus: Stadt ist vorbereitet Koordinierungsstelle eingerichtet“ gibt es einen Artikel der erklärt dass eine Koordinierungsstelle eingerichtet sei, der Pandemieplan überarbeitet werde und es gibt gibt Tipps zum Schutz: Händewaschen, gut Lüften, keine Hände Schütteln. Dazu eine Hinweis auf eine Hotline des Landesgesundheitsamtes. Bis zum Ende diesen Jahres, wird dies der einzige Artikel sein, der erklärt wie man sich schützt!

Aufmacher dieses Amtsblatts ist die Schenkung einer Hamburgerin an das Haus der graphischen Sammlungen. Drei Corona Infizierte in Freiburg. / 66 in Deutschland

Amtsblatt 28.2.2020. Keine Angst, die Stadt ist vorbereitet.

Die erste Welle

Die nächste Ausgabe am 13.3. hat das Thema dann schon auf der Titel Seite. Alle Veranstaltung über 1000 Personen, wie der Freiburg Marathon werden abgesagt. Der Ordnungsbürgermeister appelliert an die Bevölkerung: „Bei Veranstaltungen unter 1000 Teilnehmern appellieren wir an die Eigenverantwortlichkeit aller Beteiligten. In der jetzigen Situation muss die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger sowie die Leistungsfähigkeit unserer Kliniken, Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen Vorrang haben.“ 

Die Allgemeinverfügung ist vom 10.3, am 7.3 postet Breiter noch ein Selfie aus dem SC Stadion. Der Oberbürgermeister ist übrigens in Wiwilli. Die Deutsche Welle meldet am 8.3. 366 Todesfälle in Italien und Abriegelung ganzer Regionen. Am 12.3. wird der erste Bundesligaprofi positiv getestet.

Weiter: Seite2, Seite3, Seite4, Seite5

Coronaleugner aggressiv „Kleinteilig machen lassen“ ist Kontrollverlust als Polizeitaktik zu verbrämen.

Leserbrief an die Badische Zeitung, zu den Umtrieben der Coronaleugner / Querdenker am 19.12. in der Freiburger Innenstadt.

Die Ereignisse am Samstag 19.12. um die verbotene Coronaleugner Demonstration hatten für Freiburg eine neue Qualität der Eskalation. Wenn Bürgermeister Stefan Breiter in der Badischen Zeitung zitiert wird mit: „es sei die Strategie der Polizei, die Versammlung zu zerstreuen“ und deren „Teilnehmer auch mal kleinteilig machen zu lassen“ aufgegangen“, dann erweckt das auf mich den Eindruck, dass hier Kontrollverlust im Nachhinein zur Polizeitaktik erklärt wird.

„Kleinteilig machen lassen“, bedeutete, dass Gruppen durch die Innenstadt ziehen können und Passanten bedrohen und anpöbeln, die eine Maske trugen, ohne dass die Polizei dem Einhalt gebieten konnte. Es erscheint mir auch nicht sonderlich konsequent, einen Teil der Demonstranten einzukesseln und gleichzeitig einen anderen Teil, direkt vor diesem Polizeikessel eine verbotene Kundgebung abhalten zu lassen. Das stellt die Legitimation des Kessels, immerhin ein erheblichen Grundrechtseingriff, in Frage.

Ich muss davon ausgehen, dass Schlägertrupps Teil der Demo-Strategie waren und dass sich auch die Freiburger Querdenker-Aktiven mit diesen gemein machen und gezielt Andersdenke zu identifizieren um sie anzugreifen. Sie probierten auch Polizeiketten zu durchbrechen, führten Stöcke mit sich und lieferten sich Rangeleien mit der Polizei.

Wenn vor diesem Hintergrund das „Polizeipräsidium Freiburg einen insgesamt friedlichen Einsatzverlauf konstatieren kann“, kann ich mir dies nur durch ein defizitäres Lagebild erklären.

An den Umtrieben nahmen auch zahlreiche Personen mit eindeutigen Rechtsextremistischen Symbolen wie Pegida-Pulli, Schwarz-Weiß-Rotem Mundschutz oder eindeutigen Kleidungsstücken teil.

Bisher scheint die Freiburger Stadtpolitik dieser Herausforderung vor allem durch ignorieren begegnen zu wollen. Dabei sickern die von den Coronaleugnern gestreuten Zweifel gegen Schutzmaßnahmen und Impfungen immer weiter durch und erschweren die Pandemiebekämpfung. Wir brauchen dringlich eine umfangreiche Informations- und Aufklärungskampagne und FFP2 Maskenverkteilung die alle Haushalte erreicht.

Siehe dazu auch den Artikel im Spiegel.

Installiert die Corona-Warn-App!! Jetzt auf mehr Telefonen denn je möglich!

Untersuchungen von Mitgliedern des Chaos Computer Club Freiburg haben ergeben, dass bei der Installation der Corona-Warn-App noch Luft nach oben ist! (Bericht in diesem Blog, Bericht der Badischen Zeitung online)

Deshalb hier nochmal der Aufruf: Installiert die Corona-Warn-App!
(für Iphone) (für Android: google Play) (für Android: f-droid)

Der Computerkonzern Apple Inc. hat die Funktionalität auch auf die sieben Jahre alten Modelle Iphone 5s und 6 ausgedehnt. Eine Umsetzung sollte von SAP und Telekom bald folgen.

Open Source Enthusiasten haben die komplette Corona-Warn-App und die notwendigen Hintergrunddienste nun auch im von Google unabhängigen Store F-Droid verfügbar gemacht. Damit können nun auch etwa Besitzer von Huaweii Handys, die durch das US Handelsembargo ausgeschlossen sind oder älteren Geräte die App nutzen.

In der Chaosradio Sendung vom 21.12.2020 haben wir das Thema nochmal aufbereitet.

Daneben wurde die Risikoberechung überarbeitet und die Version 2 des Exposure Notification Framework wird nun verwendet. Wodurch die Risikobewertung genauer wird.

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Närrisches Treiben von Querdenker zeitweise außer Kontrolle in Freiburg

Jeder Bericht von einer Demonstration kann immer nur subjektiv sein, da man selbst immer nur einen Ausschnitt erlebt. Dennoch werde ich versuchen hier aus meinem Erleben, aus Berichten und aus Sozialen Medien eine Darstellung und eine Bewertung zu geben.

Weihnachtlicher Polizeikessel

Auf der Demo waren Menschen aus der südbadischen Querdenker-Szene, Menschen aus dem überregionalen Querdenken-Umfeld, und auch Menschen aus der Hool- und Kampfsportszene. Diese beiden Bewegungen scheinen zumindest Kontakte zu haben oder sich zu vermischen. Es ist schwierig eine genaue Anzahl anzugeben, da die gesamte Masse ja nie an einem Platz war. Persönlich würde ich auf um 300 Menschen tippen, die durch die Innenstadt zogen oder in einer anderen Zone aktiv waren. Darunter auch bekannte Größen der Szene wie Michael Ballweg, Samuel Eckert oder Nana Domena, aber auch lokale „Szenegrößen“ wie Juliane P. Diese Demonstranten wirken erst mal bürgerlich, teils auch alternativ und würden weder in einem Mittelklasse-Restaurant auffallen noch im Alnatura-Supermarkt.

Aber zunächst zum Anfang: Schon letzte Woche hat die Stadt Weil am Rhein die Querdenken-Demo, für die lange mobilisiert wurde verboten. Darauf wurde in diversen Telegramm-Kanälen der Szene als Ersatz zur zunächst erlaubten Samstags-Kundgebung nach Freiburg gerufen, wo auch Szenegrößen wie Ballweg auftreten sollten; diese hat die Stadt Freiburg dann heute früh verboten.

Das schien zunächst erfolgreich. Die Querdenken-Leute kamen in kleinen Gruppen auf dem Platz, wurden dort weggeschickt oder wenn sie blieben wurden die Personalien festgestellt. Zunächst dachte ich, es könnte ruhig bleiben und die Leute würden frustriert nach Hause gehen. Aber diese Gruppen durften dann durch die Stadt ziehen, als wären es nicht die Gleichen. Ebenfalls konnten auffällig große Gruppen – die Stadt war sonst quasi leer, Einkaufen kann man ja nicht – vom Platz der alte Synagoge zum Stadtgarten und von dort auf den Schlossberg und danach wieder in die Innenstadt laufen, größtenteils ohne Begleitung oder Behelligung durch die Polizei.

Zunächst zum Stadtgarten und dann auf den Schlosserg.

Da im Stadtgarten stand auch die Polizei und noch mehr Polizei mit Kastenwägen auf dem Karlsplatz, wo sie die Brücke zum Stadtgarten gut im Blick hatten und tat nichts. Von dort bewegten sich die Leute dann auf den Schlossberg, alles beobachtet von Polizisten in warmen Sprintern. Als die Gruppen schon alle auf dem Berg waren, kam mit Abstand dann ca. 10 Polizeibeamte mit dem Leiter vom Revier Nord und bestiegen auch den Berg.

Bis dahin würde ich vom ganz normalen Querdenken-Geschehen sprechen. Man probiert Demo zu machen, die ist verboten, man geht woanders hin. Unterhalb des Kanonenplatz gibt es auch einen kleinen schattigen Platz mit vielen Bäumen, da standen die Leute die nicht bis ganz auf den Kanonenplatz gingen und fingen eine Art Gottesdienst an. Die Gruppe von Polizisten, die sich den Platz hoch bewegten, gingen die Treppe weiter hoch in Richtung Kanonenplatz.

Dort war auch eine Frau mit lila Jacke und Boombox, die auf unsere Gruppe sportlicher Männer, es waren da noch zwei Bekannte zu mir gestoßen, zeigte und so etwas sagte wie: „Die sind von der Antifa.“ Einer von denen sah aus wie ein Fastnachts-Ninja: Schwarze Trainingsmaske mit Ventilen, schwarze Sturmhaube, schwarze Jacke, Handschuhe und Schlagstockschirm. Er machte uns dann klar, das wir hier zu verschwinden hätten, weil er uns sonst verprügeln würde. Da er uns immer mehr bedrängte und bedrohte, gingen wir schließlich.

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Chaos Computer Club Freiburg ruft zu Computer-Spenden auf!

Der Chaos Computer Club Freiburg hat in den letzten Wochen eine Vielzahl von Hardwarespenden erhalten, meist nicht ganz so alte Laptops, die von Privatpersonen oder Firmen aussortiert wurden. Zusammen mit der Computertruhe hat er diese an bedürftige Menschen in der Region Freiburg verteilt. 

Nun ruft er Bürger*innen auf, die an Weihnachten ein neues Laptop, PC, Tablet oder anderes Gerät bekommen, diese zu spenden, damit sie an Bedürftige weitergegeben werden können.

Spendet eure alten Geräte an den Chaos Computer Club Freiburg, damit er diese an Bedürftige weitergeben kann!

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Corona-Warn-App und PaxCounter

Die Handys sehen 16-18 Corona Warn App Beacons in der Nähe

Mit der Badischen Zeitung / fudder war ich an der Haltestelle Berliner Alle um zu messen wie viele Bluetooth- Beacons der Corona-Warn-App, wir nun sehen. Zeitgleich ist Fuzzle vom CCCFr mit der Straßenbahn durch Freiburg gefahren um zu sehen wie viele WLAN-Geräte man in der Bahn messen und wieviele Corona-Warn-App Beacons man auffangen kann – und wie viele Personen da ungefähr zu sehen sind.

Uns haben zwei Dinge interessiert, zum einen: Wie viele Menschen haben die Corona-Warn-App auf ihrem Handy installiert? Zum anderen: Kann man die Anzahl der Menschen an einem Ort kostengünstig messen?

Weil bei beiden Fragestellungen immer auch Boards mit der PaxCounter Software zum Einsatz kamen und dies auch für eine der Challenges des MobiDataBW Hackaton spannend war, versuche ich beides in diesem Blogartikel zu beschreiben. Wir haben aber unterschiedliche Methoden angewandt: Mit der Software GPSLoggerII und UUID Scanner, geschaut wie viele Beacons man mit dem Smartphone sehen kann, eine Anleitung findet sich auf meinem Blog, eine kleine Kiste mit PaxCountern an zwei Haltestellen und dem Coffeebike aufgestellt, nämlich der Halteststelle Berliner Allee und der Hauptbahnhof Brücke, ich habe unterschiedliche Menschen in meinem Umfeld gefragt, ob sie die App nutzen und Fuzzle ist noch Straßenbahn gefahren und hat gemessen.

Haltestellen

Da gab es einmal vom Freitag bis Samstag (dann war die Powerbank leer) die Haltestelle Hauptbahnhof:

An der sieht man sehr schön die Ausschläge von Wartenden, besonders morgens. Einfach durch Insta klicken. Leider ging da das Board mit dem speziellen Software für die PaxCounter nicht. Aber wir haben auch noch eine Kiste mit zwei PaxCountern an der Haltestelle Berliner Allee versteckt. Was man sehen kann: WLAN-Geräte und Corona-Warn-App Beacons werden mehr, wenn Leute auf die Straßenbahn warten, allerdings sieht man von den umliegenden Bürohochhäusern auch zahlreiche weitere WLAN Geräte.

Daher, schaut man sich den Datensatz über etwa 24h an – dann war die Powerbank leer – sieht man etwa ein Grundrauschen von 40 WLAN-Geräten an der Haltestelle. Das ist angesichts der zahlreichen Bürohäuser nicht verwunderlich.

Nacht wartet dann keiner an der Haltestelle Berliner Allee

Hier ein Screenshot von Mitttags bis Mitternacht. Recht deutlich lässt sich auch der Straßenbahntakt ablesen, immer dann wenn es Spitzen gibt, dann kommt gleiche eine Bahn und viele Menschen warten an der Haltestelle. Das ist hier besonders schön, weil die Haltestelle Berliner Allee auf einer Verkehrsinsel liegt, drum herum wegen Baustelle nicht so viel zum Verweilen einlädt und man auch nicht umsteigen kann.

Hier die Verlaufsgraphik der Personen auf der Stühlingerbrücke auf dem Hauptbahnhof.

Ergebniss: Man kann anhand der PaxCounter abschätzen wie viele Menschen an einer Haltestelle warten und auch versuchen ein Ratio zwischen Menschen, Handys und Corona-Warn-App abzuleiten. Spannend wäre nun an einigen strategischen Stellen im Straßenbahnnetz von Freiburg PaxCounter aufzustellen und die Daten zu validieren. Es würden sich etwa die Haltestellen Bahnhofsbrücke, Berliner Alle, Runzmattenweg, oder ähnliche anbieten. Überall da wo nicht so viel drumherum ist, TTN Freiburg , Abdeckung und Menschen sich nur aufhalten um die Bahn zu nutzen. Dann ließen sich quasi live Daten zur Nutzung des Straßenbahnnetzes schätzen.

In der Bahn

Neben diesen Livedaten von der Haltestelle ist Fuzzle auch noch mit der Straßenbahnlinie 4 durch Freiburg gefahren und hat in der Straßenbahn gemessen und Personen gezählt. Leider schienen wir da technische Probleme mit Empfang oder den Geräten zu haben.

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