Sehr geehrte Damen und Herren,
Im Artikel wird der Spitzenkandidat des BSW zitiert: “(er) sieht das BSW „linkskonservativ“ sowie „konsequent kompromisslos bei Friedens- und sozialen Themen“. In einem weiteren Artikel beschreibt sich der Freiburger Kandidat Rainer Büttner: “Wir sind gegen Cancel Culture und für den Mut zur Debatte,”.
Ich war in den vergangenen Wochen bei zwei Veranstaltungen des BSW in Freiburg und bin entsetzt über die Inhalte dieser Partei. Was ich in den Veranstaltungen erleben konnte, waren verschwörungsideologische Beiträge, dumpfer Populismus gegen “die da oben” und Dog-Whistling, sowohl zur Corona Pandemie, Impfungen oder der Rolle und Bedeutung der WHO. Es wurde dazu eine Referentin eingeladen, die ihre Gegner versuchte juristisch – glücklicherweise erfolglos – Mundtot zu machen.
Auf einer Veranstaltung mit dem stellvertretenden Bundesvorsitzenden behauptete dieser: “Die “Hilfssekretärin von Trump ruft im Kanzleramt an und gibt die Regieanweisungen”. Raunend deutete er an, dass die wahren Entscheidungen sowieso auf einer anderen Ebene gefällt würden. Er unterstellte ebenso – ohne Belege – Epstein sei eng mit dem Mossad liiert gewesen. Ich empfinde dies als mindestens implizit antisemtisch.
Die national-pazifistische Verharmlosung des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine, ist da noch der aus meiner Sicht kleinste Kritikpunkt.
Auf den Veranstaltungen forderten immer wieder Teilnehmende eine Zusammenarbeit mit der AfD. Je nach Referent wird dem Thema empört ausgewichen oder Ankündigt, mit der AfD zu stimmen, wenn diese “vernünftige Vorschläge” mache.
Der BSW ist keine normale Partei, viele der Äußerungen und Ansätze entstammen dem Querfront Spektrum, sie holt knallhart das verschwöungsideologische Spektrum ab und ihre Wahl wäre für unsere Demokratie hoch problematisch. Die journalistische Verantwortung der Badischen Zeitung geböte, hierüber zu berichten.
