AfD erwünscht, Müller muß draußen bleiben – Anti Windkraft BI lässt Masken fallen

Gut vorbereitet hatte die Günsterstäler Anti-Windkraft-BI ihre Veranstaltung am Samstag Nachmittag 24.1.26 in der Mehrzweckhalle: Plakate im Antifa Design, Referenten mit unzweifelhaftem Leumund, Bestuhlt und sogar eine schriftliche Zutrittsverweigerung für mich.

Dabei hatte ich mich doch so bemüht und habe sogar einen Pro-Atomkraft-Info-Stand mit vielen Exponaten, wie kleinem AKW Modell und einem Pro-Atomenergie Flyer vorbereitet.

Aus einem – ihhhhh gititig – Karton für die Lieferung eines Heimspeicher von Marstek wurde ein schneller Stand mit Aufklebern, Flugblatt und Modell. Leider hatte ich wegen etwas Migräne daheim den Asterix Raubdruck und das Castor Modell vergessen. So mussten sich die Standbesucher halt die vielen Vorteile von Castortransporten, wie Sperrung der Straßen, keine lange Bahnfahrt um gegen Castortransporte protestieren zu können, usw halt so vorstellen. Leider hatte ich dann auch keine Möglichkeit mit der Strahlungsmesser App mit dem Handy was am Nukular Koffer des CCC zu zeigen.

Angemeldet hatte ich alles, wie auch das kleine Megaphon, damit man den Stand auch hört und hört wie toll Atomkraftwerke so sind. Irgendwie kam das bei der Günterstaler Bürgeriniative und einem Teil der Besucher nicht so an.

Deshalb wurde schnell einer Bekannten, die auch am Stand war diese Zutrittsverweigerung gegeben und das obwohl mich immer wieder Leute einluden doch in die Veranstaltung zu kommen – auch damit ich noch was lernen könnte.

Man hat mich dann auch tatsächlich physisch am Zugang gehindert. Wer ohne Probleme rein durfte, ja sogar bekannt und willkommen zu sein schien, war AfD Landtagskandidat und Stadtrat Karl Schwarz. Der Ex-Schwermatrose schien nicht nur einige Teilnehmer zu kennen, sondern sich auch exzellent mit den Männern am Stand der Werteunion zu verstehen.

Kalle Schwatz kam sogar zu mir um sich Flyer anzuschauen, die gemeinsame Abstimmung von Teilen der Grünen und AfD im Europaparlament zu loben. Ich forderte ihn auf doch Wärmepumpen zu installieren, da würde er mehr tun für Deutschland als bei der AfD. Gefilmt wurde ich von seinem vermummten Streamer.

Drinnen muss Heindl dann wieder auf Atomkraft als Lösung für die Probleme der Welt gekommen sein, so berichten mir zumindest die von mir eingeschleusten Informanten. (Klingt viel dramatischer als Bekannte, die ich angerufen habe und dir mir erzählt haben was war, aber die Anti-Wind-BI liest das ja auch). Drinnen waren angeblich so ca 60 Leute. Und Heindl erzählte wohl von Dual Fluid Reaktoren und Small Medium Reaktors.

Aber so zeigt es halt eindeutig in welche Richtung die NIMBY Anti-Wind-BI aus Günterstal tendiert: Rechtsoffen. Auch wenn sie darüber wieder ganz empört sein werden.

Update 30.1.26: Im Badische Zeitung Forum tobt unter dem Artikel zur Veranstaltung tobt die Diskussion. Interessant ist wer da diskutiert: Andreas Leipold-Weißenfels einer der Köpfe der Anti-Windkraft (oder sollte man inzwischen sagen Pro-Atomkraft) Bürgeriniative: „Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass der Bericht von bestimmten Entscheidungsträgern der Stadt Freiburg gesteuert geschrieben wurde. (…) Es ging um die Information von interessierten Bürgern. Dazu wurden hoch anerkannte und nicht streitbare Referenten eingeladen“ (Quelle)

Schon diese Aussage ist völliger Quark. Sowohl Heindl als auch der Hydrologe touren seit Jahren durch die Anti-Windkraft-Szene und sind entsprechend umstritten. Auch „interessierte Bürger“ waren eigentlich nicht da, sondern hauptsächlich Leute aus der Szene.

Der Vorwurf Medien seien gesteuert, begegnet einem mindestens seit 2015 in rechten und verschwörungsideologischen Kreisen immer wieder, damals war es das rote Telefon auf dem Merkel in der Redaktion anruft, heute scheint das Martin Horn zu sein. Besonders absurd wenn man weiß, dass der lange zögerlich war bei Windkraft, weil er Angst hatte, dass das seine Wiederwahl gefährden könnte.

Spannend ist auch wer sich sonst noch so im BZ Forum „rumtreibt“. Da gibt es einen Pro Wind Kommentar: „kein Strom ist mit Sicherheit so teuer wie der atomare (…) ja St. Florian macht seinen Urlaub vermutlich nicht in Neckarwestheim (…) Der Mythos Dunkelflaute eignet vortrefflich als die neue Drohkulisse der Sach-Werteunion analog zum Tempolimit“

Und darunter wirft dann ganz engagiert Adrian Kempf, das ist der Mann, der in Kirchzarten einen Anti-Desinformations-Workshop mit Desinformation verhindert hatte, Hypermoralismus vor. Adrian Kempf hat auch den offiziellen Artikel auf der Homepage der Windkraft Bürgerinitative geschrieben.

Und auch in dessen Bericht gibt es zahlreiche Quatschaussagen:

Goldscheider (der Hydrologie Prof vom KIT, Anmerkung des Verfassers) verwies zudem auf Risiken durch Bau- und Betriebsstoffe, mögliche Havarien sowie Brandereignisse, bei denen Schadstoffe unkontrolliert freigesetzt würden.“ – Unkenntnis oder Vorsatz? Es wird der Eindruck erweckt, daß für Konstruktion und Betrieb einer Windenergieanlage weder Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse (FMEA) noch Risikobeurteilungen durchgeführt werden und dass der Betrieb der Mühle völlig ohne Überwachung und Steuerung erfolgt.

„AfD erwünscht, Müller muß draußen bleiben – Anti Windkraft BI lässt Masken fallen“ weiterlesen

Friedens Frauen in Freiburg

Am Samstag war ich beim Stand der Friedens Frauen in Freiburg. Neben mir stand auch Jochen S, der auch am Stand stand und diskutierte. Immerhin konnte man sich einigen, dass der Angriffskrieg auf die Ukraine durch nichts zu rechtfertigen sei.

Wobei, gleich da kam die erste ältere Frau und raunte „Vorgeschichte“, auf die Frage was denn die „Vorgeschichte“ sei und warum sie das rechtfertigen würde, war man dann erst verdruckst. Schließlich kam aber, was man schon aus zig Telegramkälen oder von Daniele Ganser oder ihren Imitatoren kennt:

  • Maydan als CIA Putsch,
  • Putin wolle doch auch Frieden,
  • NATO rückt Russland auf den Pelz
  • „wir werden doch auch belogen“
  • „aber die Vorgeschichte“,
  • In Istanbul hat man sich auf Frieden geeinigt, aber Boris Johnson hat das verboten

Spannend war dann die Frage, die von einer anderen Frau kam: „Warum gibt es in der Ukraine Reiseunternehmen wenn da Krieg ist, ich war im Urlaub und da kam ein Bus aus der Ukraine und das so aus, als ob das Leute Urlaub gemacht hätten.“ Ich habe dann versucht zu erklären, dass der „eigentliche“ Krieg in der Ukraine an der Front stattfindet und das man im „Hinterland“, außer Drohnen Angriffen und Energieabschaltungen „nichts“ bemerkt. Aber es eben auch einen Alltag gibt mit funktionierendem ÖPNV, offenen Supermärkten oder Schulen. Neben mir Stand ein junger Mann, der sah so ein wenig nach Jura Student aus und fragte die Frau ob sie mir zugehört habe und was das jetzt für sie bedeute. So richtig eine Antwort kam dabei nicht raus.

Am Stand waren so ca zehn Frauen 50 plus, die irgendwie dazu gehören schienen. Die wirkten alle nach Freiburger Eso-Öko-Millieu.

Eine der älktern Frauen fragte mich: „Sind sie bei der Antifa?“, denn Waffenlieferungen an die Ukraine ist ein altes Antifa Ding. Man kennt es ja.

Was mich im Nachhinein erschreckt, ist diese Ahnungslosigkeit und eigene Hilflosigkeit „wir sind doch alle gegen den Krieg“, gepaart mit Sendungsbewusstsein.

Allerdings muss man wohl sagen.:Ein Teil der Aktivistinnen kommt aus dem südbadischen Querdenker Umfeld und war auch auf den einschlägigen Demos dabei.

Menschheitsfamilie ist übrigens ein Begriff, den gerne Daniele Ganser verwendet und auch der Rest der Äußerungen dort passte dazu.

Atomkraft Info Stand Günterstal

Für den Samstag, den 24.1.26 um 17:00 Uhr hat die Günterstäler Anti-Windkraft-Bürgerinitiative eingeladen zu einer „Informationsveranstaltung“.

Es werden die üblichen Erzählungen über die Gefahren von Windkraft  und Windrädern erwartet.

Als Heilsbringer wird der emeritierte Furtwänlger Professor Heindl vortragen. Der hat einen YouTube Kanal, bei dem er meist nach ca. 20-30 min darauf kommt, dass man doch Atomkraftwerke bauen soll und den üblichen Reigen aus Atomkraft Fans, KlimawandelleugnerGrünen Bashern, Netzwerk Wissenschaftsfreiheit einlädt: Vince Ebert, Manfred Spitzer, Sandra Kostner oder Gerd Ganteför. Sonst ist Herr Heindl eigentlich ganz ok.

Daneben kommt ein Hydrologen vom KIT, der durch die Lande reist und immer erklärt, dass Windkraft schlecht fürs Wasser ist: Versiegelung, Bodenverdichtung, breite Wege, ….

“Leider” muss man feststellen: Der Anti-Wind-Kampf in Günterstal ist ausgekämpft, die Windräder stehen und bleiben erstmal so die nächsten 20 Jahre.

Dennoch rührt sich Rettung: Auch die Baden-Württemberg FDP ist für Atomkraftwerke, sagt nur noch nicht wo. Auch etwa um Uran und Plutonium Globuli herzustellen, die sie ja seit kurzem auch toll findet. 

Ein kleiner Atomreaktor würde gut nach Günterstal passen, etwa auf den Wiesen vor dem Stadtteil.

“Zu ernst ist weder die Veranstaltung oder die Bürgerinitiative auch nicht zu nehmen, aber völlig ohne Gegenrede will ich das nun auch nicht lassen.”, erklärt Sebastian Müller, Organisator des Atomkraft Info Tisch. 

In diesem Sinne laden wir Sie, für eine kurze Aktion ein und informieren die Bürgerinnen und Bürger vor der Mehrzweckhalle in Günterstal über die “Vorteile” von Atomkraft.

Wir fangen um 16:00 an und um 17:15 sollte auch der Abbau wieder fertig sein.

Wer ist für Notstrom im Altenheim zuständig? Scheinbar keiner

Als in Berlin der Strom ausfiel wurden auch viele Altenheime evakuiert (oder nicht weil für die Bewohner und Mitarbeitende viel Stress), weil es keinen Strom mehr ging, die Heizung nicht mehr lief und so weiter.

Das bindet dann auch Kapazitäten, etwa die sich um Menschen zu kümmern, die auch Hilfe brauchen aber nicht im Altenheim wohnen.

Also habe ich per fragdenstaat.de gefragt wie es denn in Freiburg steht: Welche Altenheime haben Notstrom? Welche eine Einspeisung?

Nun schinbar ist keine Behörde zuständig. Das Amt für Brand und Katastrophenschutz der Stadt Freiburg schreibt mir:

“das ABK ist für diese Information nicht zuständig, wenden Sie sich diesbezüglich bitte an die nach Heimgesetz zuständige Stelle.”

https://fragdenstaat.de/anfrage/liste-der-altersheime-mit-notstromversorgung-bzw-notstromeinspeisung

Die Heimaufsicht im Regierungspräsidium schreibt mir:

“Welches dieser Häuser über eine Notstromversorgung verfügt, entzieht sich unserer Kenntnis. Wenden Sie sich hierzu doch direkt an die Einrichtungsleitungen oder an das Amt für Brand- und Katastrophenschutz der Stadt Freiburg”

Quelle: https://fragdenstaat.de/anfrage/pflegeheim-mit-notstrom-bzw-anschluss/

Scheint so als wäre für das Thema Notstrom im Pflegeheim keiner Zuständig.