Die Plakate der Befürworter. Auch die waren in vielen Teilen nicht immer optimal. Als Dokumentation habe ich hier Fotos der Plakate hinterlegt.
Der SC
Zunächst hat der SC eine Plakatserie mit Köpfen mehr oder weniger Prominenter aus Freiburg plakatiert. Die Plakate hatten jeweils ein Rot-Schwarzes Grunddesign und jeweils viel Text. Der Hinweis auf JA war relativ klein.
Aus der zweiten Serie, die in den ersten Januarwochen hochgingen:
Die waren schon etwas besser, aber immer noch nicht unbedingt ganz klar in der Aussage. Es gab dann noch eine dritte Serie, von der ich aber kein Foto habe.
Fraktionen für ein neues SC Stadion
das rote Plakat mit großem Ja!
Das rote Plakat kam gefühlt einige Tage vor der Wahl.
Deutlich früher ca 3 Wochen vor der Wahl und als Reaktion gab es noch mal das Plakat mit allen Fraktionsvorsitzenden, der das neue Stadion befürwortenden Fraktionen.
Junges Freiburg
hat zwei Plakate. Eines für das neue Stadion und eines das zum WählerInn sein aufruft.
Die Partei
hat auch irgendwelche Plakate aufgehängt. Ob die nun für oder geren das Stadion waren oder einfach nur Nonsens, darf jeder entscheiden:
Nun ist der Bürgerentscheid ein wenig vorbei und es ist Zeit ein bischen auf die Plakate hinzuweisen. Wahlkplakate sind ja immer ein lustiges und spannendes Thema.
Zunächst mal zur Übersicht der Plakate:
Bi pro Flugplatz
Da war die sehr umstrittene Plakatserie, die zunächst anonym in den letzten beiden Wochen des Wahlkampfs auftauchte und zu denen sich dann die Bürgerinitative „Pro Flugplatz“ bekannte:
Als Plakat haben die Texte sehr gut funktioniert: jeweils eine klare Botschaft, optisch deutlich in Primärfarben (jedoch nicht Rot und Schwarz, welche dem SC gehören) . Die Plakate hatten formal jeweils ein Fragezeichen, der Text war jedoch ein Aussagetext, auf den sich jeweils die Antwort: Nein. Anschloß.
Bi Pro Wolfswinkel
zwei Wahlpkate zum Bürgerentscheid in Freiburg am 1.2. aufgenommen in der Kartäuserstrasse.
War eine sehr liebevolle und in der Argumentation eher sachliche, auf positive Bilder wie Kinder, Parkbank, etc… setzende Kampagne. Rhetorisch war auch immer ein positive Aussage. „Nein, aus Liebe zu…“.
Deutlich kein negative Campaiging. Die Plakate hingen vom 19.12. wurden jedoch zum Teil zerstört.
Segelflieger und Fallschirmspringer
Mit sehr deutlichem Bildern und einer klaren Auffordung. Die Plakate hingen vom 19.12. an. Ob nun „Heute wir, morgen ihr“ ein guter Spruch in diesem Zusammenhang ist, bleibt dahingestellt. Aus der Serie gab es ein weiteres Plakat mit Fallschirmspringern drauf
Freiburg Lebenswert
Hat die Köpfe ihrer Stadträte plakatiert. Diese hingen vom 19.12. an. Die Frage warum man den eigenen Kopf bei einem Bürgerentscheid plakatiert ist mir nach wie vor unklar. Es handelte sich um abgewandelte Plakate, die mit den gleichen Köpfen aber anderem Hintergrund bereits bei der Kommunalwahl hingen.
Inhaltlich zielte es darauf ab den Zuschuss zu thematisieren. Ca 2 Wochen vor dem Bürgerentscheid tauchten von Freiburg Lebenswert weitere Plakate auf:
Interessant war hier der Hinweis auf Ehrlichkeit in der Politik. Das Kommentar ist wohl auch eine Antwort auf die Vorwürfe der Befürworter, das mit den Rettungsflügen und den Plakaten der BI pro Flugplatz ein unehrlicher Wahlkampf betrieben würde.
Ein kleines Telefonat mit dem sehr netten Herrn vom Tower Freiburg und das klärt auf: Der Flugplatz rechnet jede Bewegung des Rettungshubschraubers als einen Flug:
Daher der Heli wird alamiert und fliegt zum Einsatz (1. Rettungsflug), dort sammelt er Patient auf und flieg diesen in die Uniklinik (2. Rettungsflug) nun fliegt er wieder zurück auf den Flugplatz und tankt und rüstet Verbrauchsmaterial nach (3. Flug) aber nur ein Einsatz.
Noch krasser etwa: Der Basler Rettungshubschrauber kommt und landet auf dem Dach der Uniklinik (1. Rettungsflug) dann fliegt er wieder ab nach Basel (2. Rettungsflug) hat aber den Flugplatz Freiburg in der Zwischenzeit höchstens gesehen, ist dort aber nie gelandet.
Wenn man rauslässt, das für einen Teil der Rettungsflüge der Flugplatz nur insofern eine Bedeutung hat, das er den Heliport auf dem Dach der Uniklinik mit koordiniert, weil der in der Einflugschneise liegt, kann man vielleicht von 5000 „Rettungsflügen“ sprechen. Wenn der nicht in der Einflugschneise wäre, müßte er das nicht und diese „Flugbewegungen“ kämen auch gar nicht in die Statistik des Flugplatz Freiburg.
Im Grunde ist das aber die Verwendung einer bewußt irreführenden Zahl um Menschen die sich nicht mit der Sache beschäftigen, Angst zu machen.
Da noch ein Foto wie der Heli vor meinem Haus landete, als es die Westarkarden noch nicht gab.
Von wegen Anonyme Plakate. Das will die BI Pro Flugplatz Freiburg nicht auf sich sitzen lassen. Herr Kallinich hat gleich bei mir angerufen. Unten ganz rechts steht in dunkelgrün auf hellgründ wer die Plakate gemacht hat. Der Autor des Blogs fuhr sogleich – es war schon dunkel draussen – mit dem Rad zum nächsten Plakat und machte ein Foto. Zum Größenvergleich hat er auch eine 1-Euro-Cent Münze daneben gehalten.
der Absender der Plakate ist gut sichtbar
Ganz klar, es muß am schlechten Licht liegen, wie konnte man das nur übersehen?
Mal ernsthaft. Zu behaupten man habe im Jahr 2015 die eigene Webadresse vergessen drauf zu schreiben, das ist billig. Webadressen vergisst nicht mal die Antifa oder die Schattenparker auf ihren Plakaten (und die sind sonst gestalterisch völlig katastrophal) aber dann dann sowas draufzuschreiben, das ist wie die Badische Zeitung richtig bemerkt ein Grund für Empörung. Und es ist irgendwie auch billig. Zum Inhalt der Plakate habe ich ja schon geschrieben.
Gelacht habe ich dann als er mir erklärt hat, sie hätten halt die Internetadresse geschrieben. Sonst machte er einen ganz netten Eindruck, so nach älterm Geschichtenonkel. Der mir dann erklärte aufgrund ihres Strömungsgutachtens sei im Grunde der Flugbetrieb in Freiburg und damit auch die zahlreichen Ambulanzflüge mit Kranken und Organen gefährdet.
Quelle: Website Freiburg Lebenswert. Herr Kallinicht setzt sich auch gegen Verkehrslärm ein. Flugzeuge seien ja nicht mehr so laut.
Da habe ich mich mal bei Freunden vom Rettungsdienst informiert, die darüber Überblick haben: Anlieferungen von Erkrankten mit dem Krankenwagen oder dem Rettungswagen zum Flugplatz habe es keine gegeben.
Die Anlieferungen von Organen oder das abholen mit Fahrzeugen des Rettungsdienstes war im Einstelligen Bereich. Gut möglich das solche Fahrten etwa mit Privat PKW oder Taxis erfolgten, aber dann waren sie natürlich ohne Blaulicht und auch weniger dringlich.
Auch sonst war Herr Kallinicht ganz lustig drauf eigentlich und hat dann noch Plakate angekündigt, die die Leute „aufregen werden“. Ich habe ihm dann gesagt, das es seine Sache sei, wen er per Plakat diffamieren will. Ob das seinem Anliegen nutzt, müße er sich überlegen.
Man hätte ja auch das Gutachten in den Vordergrund stellen können, das die BI für viel Geld in Auftrag gegeben hat…
Heute abend war ich noch kurz in der Stadt unterwegs, nachdem ich heute Nachmittag gearbeitet habe. Da stößt einem ein Plakat doch etwas schief auf: Ohne Hinweis auf die Verantwortlichen (quasi anonym) und ohne eine Kontaktmöglichkeit (das kennt man bisher eher von der Antifa oder so) fragt dieses Plakat: „Ohne Rettungsflug?“ und dann die Unterzeile „5000 Rettungsflüge p.a.“.
Zunächst mal ist es handwerklich gut gemacht, was man meiner Meinung nach nicht von vielen Plakaten der Gegner sagen kann. Ich persönlich finde die Plakate von Freiburg Lebenswert eher seltsam – warum das eigene Konterfrei bei einer Sachfrage ablichten? Ist das Narzissmus? Und die der BI Pro Wolfswinkel einfach so, das man sie nur schwer erkennt vom Auto oder auch vom Fahrrad.
Aber wieder zurück zu dem Plakat. Ohne es zu sagen, unterstellt es ganz perfide, das neue SC Stadion würde den Betrieb des Freiburger Rettungshubschraubers gefährden. (Die Zahl von 5000 Rettungsflügen ist, wenn man auf der Website der DRF nachschaut, auch gelogen, im Jahr 2013 waren es 1.341 Einsätze und im 1. Halbjahr 2014: 771).
Das ist sachlich einfach falsch – man kann auch sagen gelogen – selbst wenn der Motorflugbetrieb eingestellt würde, weil der gesammte Flugplatz dichtgemacht würde, dann könnte man trotzdem weiterheinen einen Rettungshubschrauber betreiben. Der braucht nur einen Hubschrauberlandeplatz, einen Hangar und eine Tankstelle für Flugbenzin. So wie etwa in Friedrichshafen.
Aber: den Motorflugbetrieb muß man nicht einstellen, sogar die Segelflieger können wohl bleiben, selbst wenn sie umziehen müßten ist übrigens ein Grundstück und Geld für eine neue Halle in Bremgarten bereits vorgesehen. Auch die Organtransportflüge (das sind weniger als 30 im Jahr) können weiter gehen.
Ein Plakat, das also eine Angst bewußt schürt, die völlig ohne Grund ist.
Sprachlich ist es perfide gemacht: Die Aussage erschliesst sich aus dem Kontext ohne sie expliziet zu machen. Das bekommt man nicht nicht auf die schnelle hin und es ist so gehalten, das man wahrscheinlich nicht juristisch gegen diese Plakate vorgehen kann aber das ganz gezielt Ängste schürt: Wenn das neue Stadion kommt, dann werden Menschen sterben.
Bei dem war auch allen klar: die AFD ist gegen Einwanderung. Sicher: klare Regeln kann auch bedeuten alle dürfen kommen. Aber jeder weiß, vielleicht auch nur ungefähr, das ist nicht wofür die AfD stand. So konnte sich jeder Wähler der irgendwie gegen Ausländer ist, dann ausmalen das es wohl bedueten soll: Klare Regeln = keiner darf kommen. Ein ausländerfeindliches Plakat gemacht ohne das expliziet zu sein und damit genau die Wähler angesprochen die man haben will. Bingo!
Es ist zu hoffen, dass die meisten Menschen nicht so blöd sind, wie sie die anonymen Macher dieses Plakat halten und sich informieren.
„Heute wir, morgen ihr.“ – Den Spruch kommt einem irgendwie bekannt vor. Eine kurze Google Suche, beweist er wird und wurde von einer ganzen Reihe politischer und gesselschaftlicher Gruppen verwendet um auf die eigene Situation aufmerksam zu machen.
„Als die Nazis die Kommunisten holten,
habe ich geschwiegen,
ich war ja kein Kommunist.
Als sie die Sozialdemokraten einsperrten,
habe ich geschwiegen,
ich war ja kein Sozialdemokrat.
Als sie die Gewerkschafter holten,
habe ich geschwiegen,
ich war ja kein Gewerkschafter.
Als sie mich holten,
gab es keinen mehr,
der protestieren konnte.“
Ob man das persönlich angemessen findet, da mag man anderer Meinung sein.
Sicher werden Fallschirmspringer und Segelflieger wegen des Abbaus ihres Landepunktes bzw. der Rasenstartbahn in Freiburg nicht mehr ihren Sport ausüben können. Sicher bedeutet das für beide Vereine eine Einschränkung. Im Grunde ist das die Gruppe der wirklich Betroffenen. (Bei vielen der Gegner aus dem Mooswald habe ich den Eindruck, man bewegt sich schon so lange in einem Kreislauf aus Ablehnung und Anti-Argumenten, das sich dieses Stadion inzwischen in etwas sehr bedrohliches verwandelt hat).
Aber sicher wird ihnen die Stadtverwaltung und der Gemeinderat auch helfen, bei der Suche nach einer neuen Unterkunft. Schlieslich wird der Neubau einer Halle am Flugplatz in Bremgarten sicher nicht die Welt kosten. Möglicherweise liesse sich hier auch gleich eine besser Anbindung von Bremgarten (dem Ort) und dem Gewerbegebiet / Flugplatz per Bus durchsetzen.
hängt unten an einem Verkehrsschild (Eschholzstrasse Ecke Baslerstrasse)
Es gibt fünf Regeln wo Plakate nicht hängen dürfen:
An Bäumen (weil sie die schädigen). Wir leben halt doch in Greencity.
An Verkehrszeichen
So das sie die Sicht auf Verkehr verdecken.
Auf / An VAG Haltestellen.
Auf Privatgelände, auch wenn es öffentlich wirkt. Etwa im Gässle, der Westarkaden.
So schwierig ist das nicht zu beachten. Bei den Junges Freiburg Wahlkämpfen haben wir das den ehrenamtlichen Aufhängern immer beigebracht und das hat recht gut funktioniert. Meist reichte da eine kleine Schulung und eine Kopie der Fairnessvereinbarung aus. Diesmal scheint das nicht der Fall zu sein.
Mein Freund der Baum….und nochmal an einem anderen Baum…und nochmal an der Kreuzung an einem Verkehrsschild
Die Befürworter haben auch eines an einem Baum in der Elsässerstrasse hängen.
Bald gibt es in Freiburg einen Bürgerentscheid zur Platzierung des neuen Stadions. Verschiedene Gruppierungen haben mit dem Plakatieren angefangen oder angekündigt das sie jetzt bald Plakatieren werden.
Aber gleich von der Zerstörung einzelner Plakate darauf schliessen, das Fußballfans generell eher kriminell, gewaltätig und wahnsinning gefährlich sind.
Daher sollte man auf jeden Fall vermeiden das Fußßbalfans durch ein Wohngebiet laufen. Die randalieren quasi überall. Kennt man auch aus den zahlreichen Beschwerden der Anwohner rund um das Stadion im Freiburger Osten. (Nur wer den Sarkasmus nicht versteht, aber in den 10 Jahren in denen ich die Freiburger Kommunalpolitik näher betrachte, habe ich davon nix gehört).
Blöd ist nur das ich in den vergangen Tagen, ohne wirklich darauf zu achten, eine ganze Reihe von Plakaten gesehen habe, die nicht korrekt hängen:
Plakate die zu tief hängen und daher den Fußgängerverkehr blockierenPlakate die an Masten mit Verkehrszeichen hängen was man nun auch wieder nicht darf.noch ein Beispiel für ein Plakat an einem Verkehrszeichen, wenigstens blockiert es nicht die Sicht auf den VerkehrPlakate die an einem Baum hängen. Machen nicht nur die Befürworter, habe ich auch ein paar Mal bei den Gegner gesehen
Plakate, die die Sicht behindern
Hier hat jemand and einer VAG Haltestelle plakatiert, was man nun auch nicht darf. Wurde aber scheinbar später zerstört.
Was darf man nochmal nicht: Plakte auf VAG Haltestellen aufhängen, Plakate an Verkehrszeichen aufhängen, Plakate die den Verkehr behindern oder die Sicht, Plakate in Privatstrassen aufhängen,…
zwei Wahlpkate zum Bürgerentscheid in Freiburg am 1.2. aufgenommen in der Kartäuserstrasse. Unten vom SC oben von der BI pro Mooswald
Dennoch schleicht sich der Eindruck ein, das beide Seiten beim Plakatieren richtig viel Geld ausgeben: Plastikplakate kosten in der Anschaffung zwischen 2 und 4 Euro. In der Regel pro Plakat bei großen Auflagen deutlich weniger. Sowohl Befürworter und Gegner scheinen mit diversen Motiven um sich zu werfen. Beim SC sind es mindestens 9 (mit Personen) und nochmal mindestens 3 mit nur Text. Dazu nochmal Plakatierung an Wechselträgern.
Bei den Gegnern gibt es von der BI pro Wolfwinkel sicher 10 unterschiedliche Plakate (kam noch nicht dazu sie zu zählen), jeweils einen von den Segelfliegern und Fallschirmspringern und nochmal 3 von den Leuten von Freiburg Lebenswert, die zum Teil mit einer Pro Flugplatz BI identtisch erscheinen.
Gerade weil Plakate nicht billig sind, hat sich Junges Freiburg übrigens dazu entschieden erst nach Silvester zu plakatieren. Da gibt es einfach weniger Zerstörung. Ich kann mich aus den 3 Wahlkämpfen bei denen ich bisher mit Plakaten dabei war, daran erinnern, das wir am Ende immer ca 1/3 der Plakatträger am Ende des Wahlkampfs wieder eingesammelt haben. Weil sogar stabile Hartfaserplatten durch Wind, Regen, Schnee, Vandalismus, reissen der Kabelbinder, schlechte Anbringung, etc… verloren gehen.
Kleiner Disclaimer: ich bin für ein neues Stadion am Wolfswinkel.
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