Badische Zeitung Magazin: “Der Mann von drüben”

Anlässlich des hundertsten Todestags von Rudolf Steiner erschien am Samstag, 29.3.25 eine Art Portrait über Rudolf Steiner und die Waldorfschulen. Man kann diesen hundertsten Todestag begehen, indem man sich der Person “Rudolf Steiner” kritisch widmet. Dann würde man in seinem Werk zahlreiche demokratiefeindliche, rassistische, verschwörungsideoloigische Äußerungen finden, die schon zu seinen Lebzeiten problematisch waren. 

Der Verschwörungstheoretiker Rudolf Steiner: „[Menschen] merken nicht, daß diese Strukturen der Demokratie so sind, daß immer ein paar Menschen an den Drähten ziehen, die andern aber werden gezogen (…). Dadurch können aber die dunkeln Mächte gerade am allerbesten wirken."1/x

— Oliver Rautenberg (@anthroblogger.bsky.social) 2025-04-03T07:56:53.096Z

Man sich auch der von ihm begründeten Bewegung, den Schulen kritisch widmen und deren Praktiken hinterfragen oder der Erinnerung der eigenen Schulzeit. Oder man alles irgendwie mischen und kommt dann zu einer Ansammlung verharmlosender Belanglosigkeiten.

Rechts-Anthroposoph Axel Burkart verteilte antisemitische Hetzschriften. Die Anthroposophische Gesellschaft lud ihn zum Versöhnungs-Kaffee ein. Moderator: Christoph Hueck. Waldorflehrer, Anthro-Professor, Querdenker. Und auf dem rechten Auge blind.Siehe:anthroposophie.blog/2020/08/06/s…

— Oliver Rautenberg (@anthroblogger.bsky.social) 2025-04-02T20:18:04.833Z

Der Artikel beginnt schon mit einer seltsamen Behauptung: Die Waldorfbewegung sei die  “größte nicht konfessionelle Schulbewegung”. Dabei wimmelt es in Schupraxis und Grundlagen haufenweise religiösen Überzeugungen, etwa einer Reinkarnationslehre, der Schultag beginnt mit einer Art Gebet, das so nicht heißt, und Rudolf Steiner leitete seine Rolle von Hellseherischen Fähigkeiten ab. 

????Und täglich grüßt das Schwurbeltier:Der Verschwörungsanthroposoph Christoph Hueck ist erbost darüber, dass echte Wissenschaftler & Medien über Steiners okkult-rassistische Evolutionslehre sprechen & hält mit dem Rechtsaußen-Anthro & Rassismus-Apologeten Ravagli dagegen.bsky.app/profile/qrex…

— QReX Recherche & Kritik (@qrexrecherche.bsky.social) 2025-04-02T19:44:28.300Z

Zentral für diese in Teilen sektenähnliche Bewegung ist der Glaube an eine durch Steiner vermittelte geistige Welt, die nur eingeweihten zugänglich ist. Richtige Anthroposophie war stets Schwurbelei plus Hang zur Verschwörungstheorie.

Auch wenn in den Schulen keine offensichtliche Indoktrination betrieben wird, so basiert die Pädagogik auf der wissenschaftlich nicht fundierten „Jahrsiebtlehre“, daneben unterrichten die Schulen teils eine rassistische Menschenkunde oder schwurbeln im Geschichtsunterricht über Atlantis.

Auch an der Freien #Waldorfschule Dresden wird traditionell Russisch ab 1. Klasse unterrichtet und es gibt Schulfahrten nach Russland. Auch während des russischen Angriffskrieges wurden die Reisen ins Partnerland von einigen Waldorfschulen unbeirrt fortgesetzt. "Jetzt erst recht" war das Motto.

— Oliver Rautenberg (@anthroblogger.bsky.social) 2025-03-29T12:13:16.628Z

Man kann entweder der wahren Lehre folgen, dann muss man aber auch die rassistischen, wissenschaftsfeindlichen und anderen problematischen Inhalte reproduzieren oder man stellt sich auf den Boden der FDGO, des Standes der pädagogischen und medizinischen Wissenschaft, dann bliebe aber für entsprechende Schulen wenig mehr als eine Seidentuchästhetik und esoterische Rituale. 

Die Freie #Waldorfschule Dresden war 2015 mit verantwortlich für eine #Masern-Welle, die durch Deutschland ging. Ausgangsort seien oft Waldorfschulen oder -Kindergärten. "Die meisten Fälle gab es mit über 30 Erkrankten an der freien Waldorfschule in der Neustadt" (Dresdner Nachrichten)

— Oliver Rautenberg (@anthroblogger.bsky.social) 2025-03-29T12:10:21.900Z

Immer wieder fallen Waldorfschulen durch Ausbrüche von – besonders für vulnerable Gruppen gefährlichen – Infektionskrankheiten auf, durch die Diskrimierung chronisch Kranker oder durch Kinder, die an impfpräventablen Krankheiten sterben. Das Umfeld südbadischer Waldorfschulen war einer der Quellen südbadischen Querdenker-Szene. 

Alles das sollte man und kann man kritisch Beleuchten – in diesem Sinne war der Artikel aus meiner Sicht verschwendeter Platz.

Offener Brief an die Ver.di Landesleitung

Anlässlich des geplanten Auftritts von Martin Gross, Landesbezirksleiter von ver.di beim „Friedensmarsch“ in Freiburg am 17.4.25 bei der „Friedensbewegung in Freiburg“ habe ich diesen offenen Brief geschrieben:

Lieber Kollege Martin Gross,

mit etwas befremden nehme ich wahr, dass du am planst am 17.4 als Redner beim Friedensmarsch des Verdi OV Freiburg, DGB OV Freiburg, attac, friedensforum freiburger, … und weiterer Gruppen, die eigentlich die gleichen Personen nur in anderer Verpackung sind, zu sprechen.

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In den vergangenen Jahren waren bei diesen “Friedensmärschen”, die Reste der Freiburger Querdenkszene unter dem Label “Freie Friedensaktivisten Freiburg”, Gäste gegen die die Distanzierung maximal hingenuschelt war oder die es auch gar nicht gab (2024 Einzug in die Kundgebung unter Applaus).  Siehe etwa: https://sbamueller.com/2024/03/27/freiburger-friedensbewegung-auf-dem-rechtem-weg/ „Die Distanzierungserklärung wurde dann auch pflichtschuldig schlecht hörbar in ein Mikro genuschelt. Was bei den Querdenkern immerhin Anlass zu Buhrufen war. Am Einzuzug der der ca 15 Querdenker, etwa 20 min vorher störte sich aber keiner.”

Querdenkerin „Sunita“ auf dem Ostermarsch 2024

Auch sonst fehlt eine klare Abgrenzung zu Querdenken in Freiburg. Inhaltlich erscheint die Ausrichtung beim Thema ähnlich. Auch gibt es Überschneidung zu den Positionen, die die AfD bei diesem Thema vertritt. In der Öffentlichkeit bleibt häufig unklar ob eine Position von der Friedensbewegung, dem Ver.di / DGB Ortsverein vertreten wird. 

So ne Art „Friedensdemo“ in Freiburg

2024 war das besonders krass: Auf der Kundgebung sprach Rainer Brauns, ein durchaus und zurecht umstrittener Aktivist, der deutlich machte dass für ihn keine Abgrenzung gegen Rechts notwendig ist, solange die Leute für den Frieden seien. 

In das Gewerkschaftshaus, aber auch auf Kundgebungen wurde mindestens ein Referenten eingeladen, der den. sog. “Euromaidan” als westlichen Putsch darstellte und behauptete  “der Westen” sei Schuld am Ukrainekrieg. (nicht nur Brauns: https://sbamueller.com/2024/03/27/freiburger-friedensbewegung-auf-dem-rechtem-weg/)

Zu Gast waren bei Treffen dieser Organisationen in den vergangene Jahren waren neben Rainer Braun, auch Wolfram Elsner, Andreas Zumach und Sabine Schiffer (Details: https://sbamueller.com/2024/10/13/die-experten-des-friedensforum-freiburg/).

Es dürfte klar sein: Sollte Russland über die Ukraine siegen, Teile oder das ganze Land besetzen, dann wird es dort weder freie Gewerkschaften geben, noch Klimaschutz oder Demokratie. Die jeweils in befreiten Gebieten entdeckten Massaker russischer Truppen sprechen für sich. Russland fördert massiv in Europa rechtsextreme Parteien, wie die AfD und andere anti-demokratische Kräfte, die Arbeitnehmerrechte in Frage stellen. Schon deshalb dürfte sich jede Form der Beschwichtigung gerade als Gewerkschaftsfunktionär verbieten. 

Die Positionierung des Verdi und DGB OVs stehen auch  im Gegensatz zu  der gesammten Osteuropaforschung und der Beschlusslage des DGB (ich zitiere das nochmal): „Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften fordern die russische Regierung auf, die Kämpfe endlich zu beenden und die territoriale Integrität der Ukraine durch den Rückzug ihrer Truppen wiederherzustellen.“

Was auch der diesjährige Aufruf fordert ist ein Ende der Unterstützung der Ukraine, einseitige Abrüstung und eine Gleichsetzung des heutigen Deutschlands und der EU mit dem Dritten Reich. Die russische Stationierung von Atomwaffenfähigen „Iskander-M“ Raketen im Kaliningrader Gebiet seit 2018 (!) wird weder erwähnt noch kritisiert (siehe: https://www.spiegel.de/politik/ausland/russland-laesst-iskander-raketen-in-kaliningrad-auffahren-a-1206355.html) dafür gibt es natürlich Kritik an den Gegenmaßnahmen der NATO. 

Das alles sind Positionen, die von vielen Mitgliedern von ver.di NICHT geteilt werden. 

„Offener Brief an die Ver.di Landesleitung“ weiterlesen

False Balance gegen Windkraft

Gestern hatte der Kreisverband von “DieBasis”, das ist eine verschwörungsideologische Querdenker Kleinpartei zu einer Diskussion über “Windkraft im #Schwarzwald” am Beispiel der Gemeinde Herrischried geladen. Ich war da.

Da war auch: MeinradS und ein Großteil der Freiburger Ex-Coronaleugner Szene. Aber auch in trauter Eintracht der Vorstand der “Bürgerinitative Windkraft Günstertal” (also die Gegner).

Jetzt kommt der Schwarzwald TV Typ. "Wie kann man verhindern, dass die Immobilienpreise fallen? ich bin auch Immobilienmakler." Jetzt eine Frage zu Wasser bei Sprengungen von Windradtürmen das PH Wert von 12 habe. Und der Riss im Windrad, auf den Martin Horn per Geschenkkorb aufmerksam gemacht wurde

— Sebastian Müller (@sbamueller.com) 26 March 2025 at 20:38

Schwarzwald TV zeichnete alles auf und fragte dann auch noch nach der Gefahr sinkender Immobilienpreise.

Als Moderator trat Martin Ruthenberg auf. Bei dem merkt man die Vergangenheit im Zwangsfinanzierten SWR, die Stimme ist geschult, die Andeutungen und Raunen in Richtung Verschwörungsideologie so dass nur eingeweihte sich daran erfreuen.

Auf dem Podium Nikolaus Geiler (AK Wasser, BBU-WASSER-RUNDBRIEF) pro Windenergie, der es schaffte bei noch so bizarren Aussagen oder Fragen aus Publikum und Podium die Gesichtszüge unter Kontrolle zu halten und die gab es reichlich: “Freie Energie”, Infraschall, “die wollen im PFAS versuchten Gebiet auch noch Windräder bauen”.

Als Gegner Theo Feger von der BI „Windverunft an Wolf und Kinzig“ und Frank Häuser von der Bürgennitiative „Gegenwind Kuppenheim“

Und Michael Peter von einer Anti-Pumpspeicher-BI aber auch dem Antroposophischen Lorenz Oken Institut.

Die Sympathien im Publikum waren klar verteilt – welcher normal Mensch tut sich auch sowas an (?) – immer wenn Geiler ein Behauptung (meist von) Theo “Wir Bauern sind nicht dumm” Feger, klarstellte.

Das Windrad sei eine Totgeburt… Enercon Aussteiger…" Kurt Schmidt Gemeinderat aus dem nördlichen Kaiserstuhl, #Weisweil: "Es gibt keinen eskalierenden Klimawandel, es gibt eine eskalierende Ideologie", das Publikum tobt und ist begeistert.

— Sebastian Müller (@sbamueller.com) 26 March 2025 at 20:38

Exemplarisch “Seit die Windräder stehen sind die Quellen trüb”, was Geiler gut erklärte: Klimawandel mehr Starkregen/mehr Trockenheit, deshalb mehr Schwebteilchen. Vorauf Feger antwortete “Und warum an Stelle X nit”, Geiler ausführte “liegt an Bodenbeschaffenheit”.

Oder Geiler auch mal erklären musste, das die versiegende Quellschütttung am Belchen nun nicht von Windrädern kommen kann, weil es da gar keine gibt.

Gunda Herzog aus Oberkirch: Ich bin für die Natur und gegen die Windräder unterwegs. In Kippenheim will man in das PFAS verseuchte Gebiet Windräder bauen. "Wenn man nochmal in ein verseuchtes Gebiet Windräder reinbaut!"

— Sebastian Müller (@sbamueller.com) 26 March 2025 at 20:38

Bei Anti-Wind klatschte das Publikum, bei Pro-Wind oder der Erwähnung des Klimawandels, stöhnte es.

Auch der Umweltamtsleiter war da, antwortete ganz sachlich auf Anwürfe.

Fazit: Problem ist das so ein Abend so tut als wäre es ausgewogen. Als Stünde Pro und Contra in einem fairen Verhältnis. Das war es aber nicht, sondern eher false Balance gegen Windkraft.

Nun ja, solche Veranstaltungen sind durchzogen von false balance. Da werden einseitig Behauptungen gepusht wie die „Schädlichkeit“ der Windräder hier betr. Wasser/Wasserhaushalt/Natur. Wird aber nicht mit fossilen Energien und deren Schäden verglichen. Das beobachte ich ja genauso bei den

Am Ende stand der örtliche Vorstand von die Basis noch auf und fragte wer sich vorstellen könnte bei den Vorstandswahlen im Kreisverband anzutreten.

Wollen die Freiburger Bürgervereine die Stadt vom Eisenbahnfernverkehr abhängen?

Zumindest so liest sich so ein Schreiben der Arbeitsgemeinschaft Freiburger Bürgervereine, das mir in der Entwurfsfassung vorliegt und welches laut BZ auch schon Gegenstand einer Diskussion gewesen sein soll. Unklar ist ob sie es bisher und auch so abgschickt haben.

Screenshot

Zum einen fordert das Schreiben einen Verzicht auf den Ausbau als Hochgeschwindigkeitsstrecke in der Breigauer Bucht, daher die Züge sollen wie jetzt 160 km/h bis zum Haupbahnbahnhof fahren und nicht 200 km/h. Dann kann man auf die „teure“ Kurvenverbesserung und den Batzenbergtunnel verzichten. Das kann man sicher noch irgendwie diskutieren.

https://www.openrailwaymap.org/?style=standard&lat=48.03754877235187&lon=7.79728889465332&zoom=14

Eher absurd wird dann aber der Teil in dem es um die Anlage eines Außenbahnhofs für Freiburg geht. Warum man da den 1977 aufgegebenen Kopfbahnhof von Baden-Baden als Beispiel erwähnt, keine Ahnung. Der Vorschlag will die Güterbahnstrecke, die ja extra gebaut wird um den lauten Güterverkehr aus Freiburg, Emendingen, Bad Krozingen, Denzlingen raus zu halten, als Strecke für den Personenverkehr nutzen. Der Fernverkehr, im Text als „(IC usw.)“ bezeichnet – lustig weil die letzten drei InterCity 2023 in Freiburg abgefahren sind – soll an einem Außenbahnhof halten.

Wie heißt es so schön im Schreiben: „Die vorhandene Personenbahn (Bestandstrecke) müsste nicht für den schnellen Fernverkehr ausgebaut werden und umfangreiche (= teure) Umbaumaßnahmen könnten entfallen.“

Nun da ist aber ein wenig zu kurz gedacht worden. Zum einen müsste man die Breisacher Bahn vom Hauptbahnhof bis mindestens Hugstetten zweigleisig ausbauen. Zum anderen würden dann die Güterzüge, die ja wegen Lärm extra raus aus der Stadt gelegt werden sollen weiterhin durch die Stadt brausen, denn die könnten ja die Fernverkehrsstrecke nicht nutzen, es ist ja gerade das Ziel die Verkehre zu entmischen. Dann auch durch einen deutlich weniger genutzten Hauptbahnhof. Die Bestandsstrecke hätte dann auch keinen besseren Lärmschutz.

Auch für viele Pendler und Fernreisende würde sich die Situation nicht verbessern. Jetzt können viele Menschen aus dem Stühlinger, der Innenstadt oder Zähringen zu Fuß zum Hauptbahnhof laufen. In Zukunft müssten sie auf jeden Fall umsteigen und raus fahren. Das würde die Reisezeiten für alle in Richtung der Freiburger Innenstadt oder Osten deutlich verlängern. Landwasser wäre jedoch deutlich besser angebunden. Nicht das am Ende noch eine Gentrifizierung der Wirthstraße einsetzt.

Daneben wundert, dass Bürgervereine für die der Mooswald sehr wichtig erscheint einen solchen Vorschlag machen, bei dem sicherlich auch Mooswald gefällt werden müsste.

Genau diese bizarren Außenbahnhöfe wie sie in Frankreich teils für den TGV errichtet wurden, die suboptimal an den restlichen ÖPNV angebunden sind, dann große Parkplätze brauchen, neue Tram- und Buslinien, sind es die wir ja gerade nicht wollen. Der ICE (!) soll von Innenstadt zu Innenstadt verkehren.

Aufgeklärt: Die Basis ist gegen Windkraft – keinen wunderts

Die Querdenker Partei “die Basis“ veranstaltet jeden Monate einen Desinfoabende zu aktuellen Themen. Diesen Monat am 26.3. geht es um Windkraft. Windkraft ist in den Querdenker Chats und Gruppen schon seit ca einem Jahr ein Thema. Man versucht hier an Unmut in der Bevölkerung anzuknüpfen und neue Leute für die doch immer kleiner werdende Bewegung zu finden.

Der Ex-SWR Moderator Martin Ruthenberg, der schon lange tief in der Querdenken Szene drin ist moderiert. Konkrete “Experten” werden nicht angekündigt.

Recherchiert man ein wenig zu Herrischried, dann findet man die üblichen Veranstaltungen von Anti-Windrad-BIs mit den üblichen Argumenten: “Infraschall, mangelnde Speicher und schwankende Energieerzeugung, dann weiter zur Verschandelung des Schwarzwalds” und den üblichen Referenten: Dieter “Dualfluid Reaktor” Böhme und Werner Wojtaschek von der LANA.

In Herrischried gab es auch einen Bürgerentscheid: 52,4 % haben sich für das von der Gemeinde angestrebte Flächenpooling für Windräder ausgesprochen.

Ich glaube nicht, dass hier viele hingehen, zumal prominente Zugpferde fehlen.

Abenteuer mit Speicher V

Alpha ESS Vita Power hat sich einen Backstein verwandelt.

Vor einigen Tagen hatte ich die Idee meinen Alpha ESS Vita Power Speicher vom Stromnetz abzukoppeln und an nur über Solar zu laden und über USB-C mein Laptop davon zu betreiben. Halt mal um zu sehen ob das so geht. Die Vita Power hat sich dann entladen. Und seither ist sie ein schwerer Stein. Sie ist wieder am Strom, tut aber nichts. Ich habe dem Support die Seriennummer geschickt und gefragt, aber getan hat sich nix.

Lytran: der Fußwämer im Test

Lytra , den ich zum testen bekommen habe überzeugt maximal als Fußwärmer, aber sicher nicht als Speicher. Er blinkt zwar bunt, ist aber trotz mehreren versuchen nicht dazu zu überreden ins wlan und Internet zu gehen.

Eigentlich das Konzept gar nicht so schlecht: Oben eine Steuerungseinheit mit Elektronik unten Speichermodule, die sich erweitern lassen.

Speicher und einen für die Kontrolleinheit mit Anschluss für Netz, Solarpanel und EPS. Auspacken und zusammenstecken war schon mal kein Problem. Es wird sogar ein Schlüssel für die MC4 kompatiblen Solar Anschlüsse mitgeliefert. Die Steckdosen sind nicht an der Batterie sondern einem Kabel.

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— Sebastian Müller (@sbamueller.com) 4 March 2025 at 21:36

Klar ist: Ein Gerät mit dermaßen vielen Lüftern und Lochblech oben, wird man nicht auf den Balkon stellen können. Zudem deutet das auf nicht gerade sehr effiziente Elektronik hin.

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Leserbrief zu “Auffällig viele jungeInfluenza-Patienten” und “Grippewelle bei Kindern und Jugendlichen”

Leserbrief zu “Auffällig viele junge

Influenza-Patienten” und “Grippewelle bei Kindern und Jugendlichen” beide am Mittwoch, 19. Februar 2025 unter: https://www.badische-zeitung.de/grippewelle-erfasst-kinder-und-jugendliche und https://www.badische-zeitung.de/ungewoehnlich-viele-junge-influenza-patienten-werden-derzeit-in-der-freiburger-uniklinik-behandelt

Wir befinden uns übrigens auch in einer milden Rezession, weil wir es uns leisten ständig krank zu werden, wodurch Menschen nicht zur Arbeit gehen können. Schutzmaßnahmen wurden delegitimiert, obwohl sie unschädlich und sinnvoll sind. Stattdessen hat man den Menschen eingeredet krank zu sein wäre irgendwie gut über die sog. “Immunschuld Theorie”, die klar widerlegt ist. 

Nach dem Infektionsschutzgesetz ist Influenza bei Nachweis meldepflichtig, COVID 19 sogar bei Verdacht auf eine Erkrankung ohne direkten Nachweis. Um das zu umgehen nutzen einige Arztpraxen eine falsche ICD.10 Codierung, etwa J06.9 (Akute Infektion der oberen Atemwege, nicht näher bezeichnet) statt U07.2 (COVID-19, Virus nicht nachgewiesen). 

Dass Influenza nicht eine “harmlose Grippe” ist, sondern eine Krankheit, die auch Kinder umbringen oder ins Krankenhaus bringen kann, sie löst auch bei Kindern lang anhaltende Symptome aus. 

Wir sollten die kollektive Verharmlosung beenden und durch einfache Maßnahmen uns allen ein gesundes Leben ermöglichen:

  • saisonale Corona- und Influenza- Impfungen für alle, auch für Kinder.
  • Tragen von Masken, Handschuhen und Schutzbrille bei Tätigkeiten mit hoher Keimexposition, wie etwa Wickeln in der Kita.
  • in der Grippesaison als Lehrkraft und Betreuungskraft Maske tragen 
  • kranke Kinder konsequent aus der Schule und der Kita fernhalten. 
  • Kein Schulbesuch von mit wilden Mixturen aus Fiebersaft und Ibuprofen gedopten Kindern. 
  • Luftfilter und konsequent Lüften nach CO2 Ampel
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25.0000 Solidarisch gegen Rechts aber schräge Reden bei der Kundgebung

Es war schön mit – laut Polizei – 25.000 Leuten in Freiburg gegen die AfD und gegen Rechts zu demonstrieren. Das ist auch ein Zeichen, das Mut macht, dass /viele Menschen ähnlich denken.



Der Platz der alten Synagoge war voll und die Demo war bunt und ein breites Publikum war da. Organisiert hatte es diesmal ein Bündnis, rund um die örtliche Linkspartei. Im Bündnis war neben vielen anderen Gruppen auch das Students for Palestine.

Man wolle noch einmal explizit klarstellen, dass sich die Demonstration gegen Rechts richte, nicht allein gegen Rechtsextremismus. Das richtet sich natürlich in erster Linie gegen die CDU, aber es wird auch kritisiert, dass auch SPD und Grüne teils rechte Politik mittragen würden. (…) Redebeiträge des Linken-Direktkandidaten Vincent Glaser, von einer Verdi-Sprecherin, einer Kurdin des Frauenrats, den Students for Palestine und von der Gruppe „gemeinsam kämpfen“. (…) Kritik erregt die Rede einer Vertreterin der Students for Palestine. Diese hatte Israel einen Völkermord vorgeworfen, sprach von einem Apartheidsstaat und von einer faschistischen Regierung. Das Massaker der Hamas und die israelischen Geiseln, deren Freilassung noch grausam von der Terrororganisation propagandistisch ausgeschlachtet wird, war der Frau dagegen keine Erwähnung wert“

Badische Zeitung: „Mehr als 20.000 demonstrieren in Freiburg vor der Wahl gegen Rechts“

Und so war auch mein Empfinden. Es gab mehrere Redebeiträge, die man sich so anhört oder halt auch nicht, weil man auf einer Demo dieser Größe ja auch immer viele Bekannte trifft, die man schon lange nicht mehr gesehen hat. Und dann hören eben viele Menschen auch nicht immer aufmerksam zu.

So war das für mich beim Freiburger Linkspartei Direktkandidaten, Vinzenz Glaser, oder dem Beitrag von einer Kurdin, cringe wwar dann die Rednerin von „Students for Palestine“, die Israel „einen faschistischen Apartheid Staat“ nannte und eine Kommunistin die erzählte, dass es eben der Faschismus die Fortsetzung des Kapitalismus sei. Und viele andere Parteien der Mitte auch nicht besser wären als die AfD.

Automatisch generiertes Transkript aus der RDL Aufzeichnung: https://rdl.de/beitrag/25000-demonstrieren-am-tag-vor-der-wahl-diskussionsw-rdige-auswahl-der-redenden

Die Grünen wurden nicht driekt als faschistisch bezeichnet, nur postuliert, dass der Faschismus bereits Realität sei, dass die aktuelle Regierung mit Grünenbeteiligung rassistisch ist und dass sie Völkermord finanzieren und dass Israel ein „faschistisches Apartheidsregime“ sei.

Kritik etwa von Timothy Simms



Die Redebeiträge hatten dann zur Folge, dass die Stimmung nicht mehr so gut war und auch einige der Leute auf dem Platz nicht mehr an der Laufdemo teilnahmen.

Ich geh auf die Demo mit Mangold und Klettermattte, gibts nur in Freiburg

Natürlich kann/darf/soll/muss man die israelische Regierung für ihre Politik in den besetzten palästinensischen Gebieten kritisieren. Und auch Bibi Netanjahu ist kein Linker, sondern knallhart autoritär. Aber ein Tunnelblick, der die Auslöser des aktuellen Krieges nicht benennt, also die Massaker der Hamas ist schon einseitig. Und wenn man dann noch vergisst zu erwähnen, dass die Hamas im Gazastreifen auch ein brutales Unterdrückungsregime betrieb und sicher dem Faschismus näher ist als der Demokratie, dann ist man halt schwer ernst zu nehmen.



Klar kann man solche Stimmen zu Wort kommen lassen. Aber wenn man sagt, es geht einem hier um Meinungsvielfalt, dann müsste man eben auch andere Stimmen auftreten lassen. Das ist aber nicht passiert.



Als ich die Demonstration von oben fotografiert habe auf der blauen Brücke, stellte sich Leute vom @fem_aktion_8m neben mich und entrollten ein Transpi. Ihnen war klargemacht worden, dass sie mit diesem Banner, auf dem auch Antisemitismus kritisiert wurde, nicht auf der Demo willkommen waren.

Interessant ist auch: Ukrainische Gruppen waren nicht unter den aufrufenden.

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Wenn man die die RDL Aufnahmen der Reden durch einen Transkriptionsdienst laufen lässt, dann bekommt man das:

Zum RDL Bericht: https://rdl.de/beitrag/25000-demonstrieren-am-tag-vor-der-wahl-diskussionsw-rdige-auswahl-der-redenden