Noch keine Geschenke?

Aus meiner Sicht als Technikbastelbegeisterter kann ich zu folgenden Geschenken raten:

Selbstgebauter TTN Geigerzähler

Wer schon immer wegen Fessenheim und Radon messen wollte wie Radioaktiv alles gerade ist, der kann sich selbst einen Geigerzähler basteln am 14.12. ca 15:00 – 19:00 in Freiburg, Im Chaos Computer Club, Adlerstraße im Grün. 75 EUR.

The Things Industries Indoor Gateway

Das Indoor-Gateway Things Industries 868 MHz wurde als vollständig konformes, kostengünstiges LoRaWAN-Gateway mit WLAN als Backhaul entwickelt. Er wird mit einem Wandstecker geliefert und kann über USB-C auf 900 mA betrieben werden, wodurch das Gateway selbst für Anwendungen geeignet ist, die eine dynamische Abdeckung erfordern.
85,08 €: bei: RS Online

Review und deutsche Aufbauanleitung bei Björns Techblog:

Selbstgebauter Feinstaubsensor

beim ersten Sensorbasteln

Fast schon der Klassiker unter den Technikbastel Weihnachtsgeschenken. Im Zündstoff in der Moltkestraße kann man noch Teile kaufen. ca 45 EUR Stück.

Balkonsolaranlage

Wer etwas fürs Klima tun will und Geld sparen, dem sei doch als Geschenk eine Balkonsolaranlage angeraten. Die ist zwar so groß, dass sie nicht wirklich unter den Weihnachtsbaum passt, aber warum nicht. Ich habe eine Anlage von Volxpower. Ab 300 EUR.

Oder eine Sensebox Mini?

Ein Jahr Balkonsolar

Zum Geburtstag 2018 bekam ich von meinen Eltern eine Balkonsolaranlage geschenkt. Die steht nun ein Jahr, zunächst mehr oder weniger schräg auf der Terasse und seit einiger Zeit liegt sie fast flach auf dem Dach.

Mit meiner Fritz.Box und einer FRITZ!DECT 210 schaltbaren Steckdose überwache ich die Erzeugung, das Gerät schreibt zwar Verbrauch, aber es handelt sich um die Erzeugung. Deutlich zu sehen in der Grafik: Ab Mai hatten wir das Panel aufs Dach gelegt und im Juli den meisten Strom erzeugt.

so schön liegt es da und erzeugt fleissig Strom.

Bisher sind das insgesammt: 225,12 kWh. Im Durchschnitt verbraucht in Deutschland ein Haushalt mit zwei Personen 3.000 kWh/Jahr. Meine Eltern sind eher sparsam und hatten 2018 einen Verbrauch von 2.046 kWh. Daher sie haben etwas mehr 1/10 ihres Stromverbrauchs, durch diese Anlage abgedeckt. Meine Fritz.box berechnet mir, das ich pro Jahr 61,17 EUR sparen würde, wenn ich im Jahr 244,692 kWh erzeuge. Berechnet habe ich das mit Stromkosten von 25 Cent / kWh, das ist ungefähr das wir zusammen mit Stromsteuer und MwSt. für den Ökostrom24 online bezahlen.

Rein rechnerisch hätte sich dann unsere Anlage im 6. Jahr gelohnt (Kosten für die Verbrauchsmessung und zustätzliche Kabel nicht eingerechnet, dann wäre es erst im 8. Jahr der Fall).

CO2 Sparen wir nominell erstmal keines, weil wir ja sowieso schon Ökostrom haben, der CO2 und Atommüllfrei erzeugt wird.

Einziges Manko: Da unser Netzbetreiber die BN Netze noch immer, verlangt ein 8 Seiten Formular auszufüllen, habe ich die Anlage bisher nicht offiziell registrieren lassen.

http://balkon.solar

Mehr Informationen zu Balkonsolar in Freiburg & Umgebung

Die Stadt Freiburg fördert seit 01.09.2019 die mit Wieland Stecker angeschlossenen Geräte, die die VDE-Norm erfüllen, mit einem Zuschuss von 200 €, daher ich kam leider nicht in den Genuss dieser Förderung, aber sie können das! (Einfach unten den Punkt 3.6. aufklappen)

Die Energieagentur Freiburg hat nun auch ein Infoblatt mit zahlreichen Hinweisen zu Balkonsolar Anlagen in Freiburg online gestellt. Gibt es demnächst auch als Flyer.

Postkarten für Wernigerode

Wir waren für unser Bahnhofsoptimierungsprojekt in Wernigerode. Dann wollten wir schöne Postkarten nach Hause schreiben, aber die, die es gab, sahen alle nach Kleinbildkamera und Gestaltung mit Paint aus. Darum haben wir einfach selbst drei schöne Motive in Auftrag gegeben.

Wer davon welche braucht, der melde sich einfach bei mir.

Bahnhof Wernigerode besser machen

Zusammen mit den Start-Ups: Vesputi, Mobanisto und Andre Eberle optimiere ich für die Bahn den Bahnhof Wernigerode und mache ihn zum Zukunftsbahnhof.

In Wernigerode gibt es wie an vielen Bahnhöfe Hindernisse für Touristen den öffentlichen (Nah-) Verkehr zu nutzen.
Etwa sind die Sichtbeziehungen unklar, man findet die Schmalspurbahn auf den Brocken nicht und Menschen wissen nicht wie sie vom Bahnhof aus in die Stadt kommen oder zum Bus oder zur Toilette im Bahnhof.

Für die Bahn und Tourismus Unternehmen ist es wichtig den ganzem Öffentlichen Verkehr zu erklären, die Nutzer zum Ziel zu navigieren und einen Anknüpfungspunkt am Bahnhof zu bieten.

So würde es auf dem Touchterminal aussehen

Deshalb schaffen wir eine Touristische Platform mit der die Bahn Menschen in die Touristischen Ziele begleitet. Diese Lösung kann tendenziell an an allen Zielen an denen Menschen ankommen (Bahnhöfe, Touristinformationen, Schiffsanlegestelle, Bushaltestellen, …) eingesetzt werden. Sie wird von uns in Wernigerode getestet.

Wir wollen die Touristeninformation an diesem tourismusintensiven Bahnhof verbessern.

Zum Midterm haben wir bereits eine erste Lösung mit Nahverkehr und einigen Points of Interest, die Integration von sozialen Medien und weiteren Features kommt im Laufe des Projektes. Anfang Dezember soll zudem am Bahnhof in Wernigerode ein Touchterminal aufgestellt und ausprobiert werden.

Einige von uns waren schon vor Ort und haben Nutzer befragt und beobachtet, was sie am Bahnhof gerne hätten, brauchen und so weiter.

Wir testen derzeit wie man Nutzende auf unsere Online Platform bekommt: Touchterminal, Flyer mit QR Codes oder gar Plakate?

Projektbestandteile sind

  • Die Einrichtung eines DB Self-Service Touchterminals, mit einer speziellen auf die Umgebung angepassten Software.
  • Im Web ist die Software (Terminaloberfläche) unter harz.mobi zu erreichen.
  • Aufhängen von Plakaten mit QR Codes, auf denen weitere Informationen zu den auf den Plakaten beworbenen Point of Interests, Events etc. für Mobilgerätnutzer zu finden sind.
  • ein Social Media Drucker, der wenn auf einen bestimmten Hashtag getwittert oder instagramt wird diese Einträge ausdruckt.
Hier kann man einiges besser machen.

Das Projekt läuft seit September. Demnächst gibt es eine Testwoche in Wernigerode: 9. bis 15.12.2019 (inkl. Launch des Social Media Druckers Das Projektende ist für Mitte Dezember vorgesehen.

So sieht es derzeit aus wenn man das Interfaxe auf dem Handy bedient

Stakeholder sind die DB Mindbox, DB Station & Services, die HSB, Stadt Wernigerode, Tourismusverband Harz, Mieter im Bahnhof, das örtliche Nahverkehrsunternehmen.

Anti-5G-Amulette

Anti-5G-Amuellte direkt aus dem 3-D-Drucker!

Am Mittwoch Abend war ich bei der Einwohnerversammlung, die die 5G Gegner erzwungen haben. Vorher schickte mir Moritz Bross noch die von ihm erstellten Anti-5G-Amulette für den 3-D-Drucker zu. Gerne habe ich ihm welche ausgedruckt. (Datei auf Thingiverse)

https://twitter.com/P_Bronner/status/1195024140383772672?s=20

Eines gab ich auf der Bürgerversammlung dem Freiburger Physiklehrer Dr. Patrick Bronner, der es gleich in einer Unterrichtsstunde mit dem Thema Elektromagnetische Strahlung Meßen verwendete:

„In der Stadt Freiburg gibt es ein Geschäft, das eine weitere Möglichkeit zum Schutz vor elektromagnetischer Strahlung anbietet: Sticker der Marke „E-Smog frei“ (…) Die Schülerinnen und Schüler des Physikkurses waren sehr skeptisch und kauften sich einen „E-Smog frei“ Sticker zum Sonderpreis von nur 20€ (…) Eine Abschirmung des Magnetfeldes durch den Sticker konnte weder im niederfrequenten noch im hochfrequenten Bereich nachgewiesen werden.“

Siehe: Experiment: Produkttest: Plakette „E Smog frei“

Das ganze wäre nicht so lustig, wenn es einen traurigen Hintergrund hätte. Viele der 5G Gegner behaupten, sie organisierten die ganzen Veranstaltungen, Mahnwachen, etc. … ehrenamtlich. Das glaube ich ihnen auch. Ich glaube ihnen auch, das sie wirklich Angst haben. Aber es gibt in diesem Umfeld auch immer wieder Menschen, die damit Geld verdienen. Teils mit Büchern, Zeitschriften, „Studien“, Vorträgen oder eben noch estorerischer „5G-Detox-Globuli“, „Anti-5G-Yoga“ oder ähnlichem.

Bestes Beispiel eben ein Chip der Strahlung umwandelt. Oder so.

Quelle: Moritz Bross.

Moritz Bross war dann noch so engagiert, einen Flyer zu erstellen. Der ähnlich wie die Flugschriften der 5G-Gegener, häufig, nicht bei allen, neben kruden Bemerkungen, auch noch haufenweise Schreibfehler enthält, also durchaus authentisch ist.

Wer übrigens mehr über meine Besuche bei Veranstaltungen der 5G-Gegner erfahren will, dem empfehle ich diese Artikel auf meinem Blog.

Bürgerversammlung 5G in Freiburg

Video der gesammten Einwohnerversammlung zu 5G, Quelle Stadt Freiburg. Es lohnt sich das ganze anzuschauen und nicht nur auf die Argumente zu achten, sondern auch auf den Stil.

Nachdem die 5G Gegner in Freiburg genug Unterschriften hatten, mußte die Stadtverwaltung eine Bürgerversammlung durchführen. Allerdings bedeutet es nicht, dass ausschließlich die Antragsteller zu Wort kommen, auch die Stadtverwaltung darf sich äußern.

Das lief dann so: Erst gab es eine Einführung in die 5G Technik, durch Prof. Dr. Karsten Buse, Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik IPM.

Folie von Dr. Karsten Buse, zur Einführung. Ganz deutlich ein Aspekt der mir bisher nicht bekannt war: Durch 5G brauchen wir 1/10 der Energie um die gleiche Datenmenge zu übertragen wie bei LTE. Screenshot aus dem Stream der Stadt Freiburg.

Darauf sprach 35 minuten plus 5 minuten durch Überziehung das Aktionsbündnis „Freiburg 5G-frei“. Für diese zunächst mal Dr. med. Wolf Bergmann, Facharzt für Allgemeinmedizin, der erstmal 4:30 min brauchte um zu begrüßen, sich zu bedanken und auf irgendwelche Termine hinzuweisen. Wolf Bergmann machte in einer etwas schwurbeligen Art und Weise Mobilfunk quasi für alle Krankheiten verantwortlich, bis hin zum Krebs. Außerdem führe er zu mehr Konsum und Stress.

Rhetorisch deutlich besser und klarer, war dann aber Jörn Gutbier, Architekt und Baubiologe, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN im Stadtrat von Herrenberg und diverser Anti-Handy und Anti-Medien im Unterricht Vereine. Der konnte immerhin klar formulieren und seine Beiträge wurden immer wiever von Applaus unterbrocen und am Ende mit standing ovations bedacht. Ein Großteil des Beitrages waren eigentlich auch eher Suggestivfragen, als Aussagen, was ja recht geschickt gemacht ist. Außerdem zitirte er wohl die Präsidentin des Bundesamtes für Strahlenschutz aus dem Zusammenhang und „kritisierte“ die Zusammensetzung von Gremien, die die Grenzwerte festlegen.

In seiner Einleitung verwies Dr. Karsten Buse auf autonomes Fahren als eine der Anwendungen für 5G und die große Wahrscheinlichkeit, dass dadurch die Unfallzahlen deutlich zurück gehen würden. Überschlägig berechnet, sei dies etwa ein Unfalltoter pro Jahr in Freiburg weniger. Sicherlich hat so eine Rechnung viele fragwürdige Parameter. Krass war aber dann wie Jörn Gutbier das vom Tisch wischte.

Letzer Redner war Tjark Vogts von ISES e.V., er warnte vor dem frühen Mediengebrauch, bezog sich auf Manfred Spitzer (der ja mit seinen Thesen auch hochumstritten ist, um es jetzt mal nett zu formulieren) und die BLIKK Studie. Außerdem kursierten Kinderpornos auf Schülerhandies und Kriegsspiele auf großen Bildschirmen. All das sei ganz schlimm, habe aber jetzt nix direkt mit 5G zu tun.

„Bürgerversammlung 5G in Freiburg“ weiterlesen

TTN Geigerzähler und Messnetz bauen

14.12. ca 15:00 – 19:00 in Freiburg
Im Chaos Computer Club, Adlerstraße im Grün.

Warum Geigerzähler, wozu messen wir Radioaktivität?
Gerade in Süddeutschland gibt es jede Menge AKWs: Allein an der Schweizer Grenze stehen drei, die EDF betreibt immer noch Fessenheim. Auch wenn sie schon zum x-ten Mal, dessen Abschaltung angekündigt hat.

Natürlich messen die Behörden auch. Wir sagen dazu: Vertrauen ist gut, aber Kontrolle ist auch nicht schlecht. Neben angereichertem Uran in Brennstäben gibt es gibt es außerdem noch andere strahlende Elemente und Verbindungen.

Aktuelle Geräte sind entweder wenig empfindlich oder teuer. Darum bauen wir einen DIY-Multigeiger, der ein hochwertiges Geiger-Müller-Zählrohr besitzt und gleichzeitig kostengünstig ist.

„TTN Geigerzähler und Messnetz bauen“ weiterlesen

Ich 3-D-druck mir Freiburg!

Freiburger Innenstadt von oben, Prusament grau. Maßstab ca 1:2035.

Zum Hackaton bekam ich eine *.stl Datei der Innenstadt von Freiburg vom Open Data Team der Stadt. Während des Hackatons hatte ich keine Zeit um die Datei auszudrucken. Also ging ich einige Tage später ins freilab und probierte dort. Leider ließ sich die Datei nicht drucken.

Detail Ansicht aufs Münster

Warum verstand ich nicht. Aber auch mit den 3-D-Druckern der Stadtbücherei klappte es nicht. Ich ließ die Sachen erstmal liegen, dann kam aber das Make Magazin und schlug mir vor doch einen Artikel zu „schöner Wohnen mit 3-D-Druck“ zu schreiben. Also verbrachte ich viel Zeit auf Webseiten wie Thinigverse und cults3d. Dort gibt es auch Angebote Dateien optimieren zu lassen oder Dinge gestalten zu lassen.

Für 200 EUR optimierten sie mir die Datei, sowie eine Version, die die Innenstadt in 25 Stücke aufteilt.

Eine erste Version in der die 25 Teile 10 x 10 cm lang sind, habe ich mit dem grauen Filament gedruckt, das mit dem Prusa i3 MK3S mitkam gedruckt. Vier Teile gehen dann auf die Platte und es braucht pro Platte ca. 20 Stunden. Damit ließ sich dann das Stadtmodell in etwa 20 Wochen drucken, es wäre schneller gegangen, wenn ich nicht in der Zwischenzeit kleinere Probleme mit dem Drucker gehabt hätte. Aber gut, ist auch das dritte Druckprojekt, an dem ich gearbeitet habe.

Nicht das es in Freiburg nicht schon 3-D-Modelle der Stadt gäbe: Letzte Woche hat der Lionsclub sein 30.000 Euro Messingmodell der Stadt feierlich übergeben. Finanziert hat es zum größten Teil der Lions Club, der 30 000 der 40 000 Euro beisteuerte, der Rest kam von der Stadt und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft FWTM. Und dann gibt es noch den Verein Stadtmodell Freiburg e.V. der sich zum Ziel gesetzt hat, die ganze Stadt auf 80 Holzplatten nachzubauen. Das Messingmodell steht an der Ecke Eisenbahnstraße / Colombipark und das Holzmodell im Keller des Museums für Stadtgeschichte.

Mein Modell ist 50 cm auf 50 cm und mit zwei unterschiedlichen grauen Filamenten gedruckt, einmal eher matt „Prusa Silver“ und einmal eher silber glänzend. Ganz einfach weil die Rolle graues Filament halt beim Drucker dabei war. Kosten bisher: ca. eine Rolle Filament (25€) € eine Siebdruckplatte mit Zuschnitt von Obi (8€), Filzaufkleber für den Boden (2€) und Klebeband (hatte ich daheim). Vielleicht mache ich noch zwei Hacken dran, zum Aufhängen.

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