Ich hatte heute morgen Gerichtstermin beim Landgericht Freiburg. Im Auftrag von Alicia M. hatte mich der Freiburger Rechtsanwalt Dubravko Mandic abgemahnt und versucht das Einbetten eines Tweets von „Endstation Rechts“ zu verbieten.
ich habe mich mit Frau M. darauf geeinigt, diesen tweet nicht mehr einzubetten, sondern nur noch in Form eines Screenshots zu zeigen.
In einem Vergleich haben wir uns darauf geeinigt, dass ich den eingebetteten tweet durch einen Screenshot ersetze auf dem Frau M. nicht zu sehen ist. Ebenso war es Frau M. ein Anliegen, dass ich mich an Endstation Rechts wende und darum bitte, das in Zukunft ihr Name nicht mehr erwähnt wird. Auch das habe ich in Form einer E-Mail getan.
Die Freiburger 5G Gegner verbreiten grundlos Angst: Für Ihre Behauptungen „Handy Strahlung“ – ohne Framing würde man von Radiowellen innerhalb der Grenzwerte sprechen – könnten alle möglichen Krankheiten und insbesondere Krebs verursachen gibt es keine wissenschaftliche Grundlage.
Die von ihnen angeführten Studien sind entweder methodisch fragwürdig oder sie wurden von den Wissenschaftlern zurückgezogen, ihre Ergebnisse waren nicht reproduzierbar oder sie wurden inzwischen wiederlegt. Dies im Detail auszuführen würde den Umfang eines Leserbriefs sprengen, kann aber auf meinem Blog nachgelesen werden.
Ob 5G Mobilfunk Fortschritt oder Risiko ist, das muß jeder für sich selbst beantworten. Ich war nicht beim Vortrag von Peter Hensinger, habe aber zwei nahezu wortgleiche Vorträge von ihm in Freiburg gehört, deshalb vermute ich, dass er auch hier die nahezu gleichen Dinge gesagt hat. Über den Stil und Inhalt der Vorträge in Freiburg, bin ich gelinde gesagt entsetzt.
Freitag gab es im Bürgerhaus Zähringen einen Vortrag der #Freiburg'er #5GGegner, sie hatten Peter Hensinger vom Stuttgarter e.V. "Diagnose Funk" eingeladen. Ich war zusammen mit @cccfr da. @BerndMutter, Klaus Thomas Schüle (CDU Stadtrat), @P_Bronner und andere waren auch da 1/20
— Sebastian Müller ?????? (@sbamueller) July 22, 2019
Der Freiburger Vortrag umfasst 159 Folien und begann mit der Schilderung der so genanten „Funkerkrankheit“ und bereits der Name dient als Hinweis, dass Funkstrahlen gefährlich sei. An dieser Funkerkrankheit litten in West- und Ostdeutschland tausende ehemalige Soldaten, die Radaranlagen – also nicht Funkgeräte – bei laufendem Betrieb reparieren mußten. Beim Betrieb dieser Anlagen, entstand aufgrund der Konstruktionsweise mit Röhren harte Röntgenstrahlung weit über jedem auch damaligen Grenzwert. Nicht nur so entsteht eine rhetorische Verknüpfung, die sich durch den ganzen Vortrag zieht, aber wenig mit Aufklärung über tatsächliche Risiken zu tun hat.
Vor über fünf Jahren war ich Kochenmarkspender für einen Jungen in Portugal. Gestern wurde ich SC Stadion von David Zastrow, kurz vor dem Anpfiff der sehr spanneden Partie SC vs BVB dazu interviewt.
Wie hat sich die Kriminalität in Freiburg in den vergangen Jahren entwickelt? Mehr oder Weniger? Auf diese Frage will das interaktive Tool: „Freiburg Crime“ jedem eine Antwort ermöglichen.
„Freiburg Crime“ funktioniert ganz einfach: Für einige Jahre ist eine Entwicklung vorgezeichnet als Linie auf einer Grafik. Für andere Jahre sind die User gefragt: Man zeichnet ein, was man denkt, wie sich die Kriminaltitä entwickelt hat. Dann klickt man auf die „wie wars wirklich“ Schaltfläche und sieht, ob das Bauchgefühl sich mit den Statistiken deckt.
Als Abschied an die am 30.6. endende 16-jährige Amtszeit von Dieter Salomon hat Altstadtrat Sebastian Müller ein Online-Quiz entwickelt. „Was denken Sie?“
Am Montag Abend war ich mal wieder auf einer Veranstaltung der 5G Gegner. Diesmal war es eine Vortragsveranstaltung von zwei 5G Gegnern, einem Vertreter der „Verbraucherschutzorganisation“ Diagnose Funk e.V. Dipl. Ing. Jörn Gutbier und dem homöopathischen Freiburger Arzt und Verfasser diverser Antimobilfunkappelle Dr. med. Wolf Bergmann. Dr. Wolf Bergmann hat auch schon gegen LED Leuchten gewettert.
— Sebastian Müller ?????? (@sbamueller) July 25, 2019
Während Ingenieur Gutbier relativ fachkompetent klang und auch aus meiner Sicht gute Fragen zu Themen wie Smart City stellte: Wieviele Daten müssen übertragen werden? Wer hat dann die Kontrolle? Bedeutet autonomes Fahren wirklich weniger Verkehr oder weniger Autos?, war der zweite Vortrag vom Arzt Bergmann schon sprachlich irgendwo zwischen Schwurbelei und nettem Märchenonkel, angesiedelt.
Jetzt kann man sicher Wissenschaftliche Fakten auch irgendwie als Märchen verpacken – Märchen haben sicher auch wichtige Funktionen oder Botschaften gehabt – das Problem is aber wenn man seine Botschaften so verpackt, das sie dann auch wie Märchen klingen und man selber wie Käpt’n Blaubär, dann ist es schwierig ernst genommen zu werden.
Und Käpt’n Blaubär hatte ja immer eine Opposition zu seinem Seemansgarn, in Gestalt seiner Enkel Gelb, Grün und Rosa.
Nun kann natürlich auch kritisieren das bei anderen Vorträgen 5G Gegner Märchen quasi wissenschaftlich verpacken. Aber das ist hier nicht das Thema, lesen lohnt sich aber trotzdem und einige der Behauptungen von damals wurden auch am Montag wiederholt.
Und es ist schwierig Aussagen zu überprüfen, wenn man kein Transkript oder schriftliche Stellungnahmen vorliegen hat, sondern nur Fotos von PowerPoint Folien und das was man sich notiert und erinnert. Dennoch habe ich mir fünf Aussagen im Vortrag gemerkt und will zu diesen Stellung nehmen. Dabei handelt es sich um sinngemäße und nicht wörtliche Zitate.
Martin Horn hat mitgeteilt, dass die Abholzung der 190 Bäume ??? am Eugen-Keidel-Bad vorerst vom Tisch ist.
Das ist kein Erfolg von mir alleine – wie jetzt einige auf Facebook schreiben – sondern von den vielen Menschen, die sich in den vergangen Wochen vielfältig engagiert haben. Ob beim Brief der über 60 Bürger*innen, bei der Demo, bei der Petition oder der Anti Abholz Gruppe die sich fast jeden Dienstag, auch in den Ferien, getroffen hat.
Als Protest: rote Herzen an den Bäumen
Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Es wäre jetzt angemessen zusammen mit den Bürger*innen, besonders denen die sich engagiert haben, ein neues Verkehrskonzept zu erarbeiten.
Und der Vorgang hinterlässt ein Geschmäckle, wenn Martin Horn von Anfang an dagegen war, warum hat er dann mögliche alternative Verkehrskonzepte (und damit meine ich nicht ein Parkhaus!) nicht gleich prüfen lassen, sondern reagiert erst auf massiven Druck aus Bürgerschaft und Fraktionen?
Wir sind am Eugen-Keidel Bad und hängen die Reste unserer Transpis ab. An den Bäumen hängen schon Nägel mit Nummern. Jens Kitzler hat heute in der Sonntag schön die Geschichte aufbereitet: „Wie feste Abhängigkeiten doch noch dehnbar werden“ #freiburghttps://t.co/vJMSjyEmqXpic.twitter.com/2ri2uKwntK
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