Ein Atomkraftwerk für Günterstal?


Ich war selbst nicht bei der Veranstaltung „Windkraft am Schauinsland?!“ am 28. Juni 2025 in der Mehrzweckhalle Günterstal, weil ich zum Jubiläum der Deutschen Umwelthilfe eingeladen war. Aber dieser Blog hat ja Korrespondenten und einer dieser hat mich informiert über den Ablauf der Veranstaltung.

Zu der Veranstaltung hatte die Günterstäler Anit-Windkraft-NIMBY-Initiative zwei Gastredner eingeladen, die beide auf ihre jeweils spezielle Art und Weise rhetorisch und argumentativ für die allermeisten TeilnehmerInnen der Veranstaltung sehr überzeugend rüberkamen.

Theo Feger

Erster Gastredner war Theo Feger, den kennen wir schon von seinem Auftritt bei der Coronaleugner-Verschwörungspartei “die Basis”, Wortführer der Windkraftgegner im Kinzigtal und wie schon bei früheren Veranstaltung, führt er sehr engagiert alle negativen Umweltphänomene im Schwarzwald auf Bau und Betrieb von Windkraftanlagen zurück:

Davon ist natürlich nichts haltbar: 

Zu den windigen Behauptungen gegen Windkraftanlagen gehört, dass aus den Rotoren tonnenweise Carbonfasern und Mikroplastik freigesetzt werden. Wenn das tatsächlich so wäre, würden sich Windkraftanlagen gar nicht wirtschaftlich betreiben lassen.

Schon aus kommerziellem Eigeninteresse werden die Hersteller und Betreiber darauf achten, dass sich die Rotoren trotz hoher Belastung (beispielsweise durch Regenschlag) nicht in ihre Bestandteile zerlegen.

Im Übrigen muss unterstrichen werden, dass die Freisetzung und der Abrieb von Mikroplastik, Carbonfasern, PFAS und Lacken durch Windräder Vergleich zu anderen Quellen vernachlässigbar ist. Mehr Infos zur Korrosion an den Rotoren.

Zu den Desinformationskampagnen gegen Windenergieanlagen gehört der Verweis auf eine chinesische Studie, die angeblich gezeigt habe, dass Windparks zu einer Austrocknung der Böden führen würden. In der Studie wurde aber gar nicht ursächlich untersucht, ob es tatsächlich der Betrieb der Windkraftwerke war, die den Feuchtigkeitsgehalt der dortigen Böden um etwa vier Prozent verringert haben soll.

Zudem kann die Umverteilung von Luftschichten durch die sich drehenden Rotoren je nach Wetterbedingungen sowohl trockene auch feuchtere Luftschichten in Bodennähe „blasen“.

Bei hiesigen Windparks konnte eine vorübergehende Austrocknung der Böden allenfalls im Bereich von einem Prozent festgestellt werden.
Windkraftanlagen können also einen geringfügigen Einfluss auf das Mikroklima am Standort haben. (mehr)

Alle diese Argumente bringt er bei jeder Veranstaltung und sie werden auch immer wieder zuverlässig widerlegt, auch auf diesem Blog. Das anwesende Publikum glaubt aber diese Geschichten gerne, bestätigen so doch ihre bereits gefasste Meinung.

Anti-Wind BI aus Günterstal hat Vernunftkraft Professor Michael Thorwart eingeladen

Bei der „BÜRGERINITIATIVE Windkraft Günterstal“, das „Anti“ wird gerne vergessen, hat man wieder spannende Veranstaltungen im Line-Up. am 28.6. kommt Professor Michael Thorwart. Der tourt mit seinem Anti-Windkraft Vortrag durch die einschlägigen Initiativen, er ist laut Website der CDU Konstanz sogar „Mitglied des Landesfachausschusses Energie, Umwelt- und Klimaschutz der CDU Baden-Württemberg“. Dabei ist klar, der Professor ist kein Physiker der sich mit Atomenergie oder Energie beschäftigt, sondern mit Quantentheorie.

Windrad im Hamburger Hafen bei Sonnenuntergang

Immerhin schon mal kein Referent der bei der AfD, „die Basis“ oder Querdenker Gruppen auftritt – das ist ja mal ein gutes Zeichen. Wenn man dann so googelt was der gute Herr sonst so an Thesen vertritt, dann wird mir klar, das wir die wohl bald einen vorhaben bezogenen Bebauungsplan für den kleinen Reaktor am Ortseingang Günterstal stellen können: https://reaktorle.de/

Denn wenn man den Bericht aus den Veranstaltungen so liest, dann ist er großer Fan von „Dual-Fluid Reaktoren“:

Eine zukunftsfähigere Alternative seien deshalb Kernkraftwerke der vierten Generation, beispielsweise der „Dual Fluid Reaktor“. Dieser sei sehr sicher, da er bei Ausfall aller Kontrollsysteme selbst herunterfahre, und militärisch uninteressant, weil mit ihm die Herstellung von waffenfähigem Material aufwendig und kostenintensiv sei. Zudem könne er mit vorhandenem Atommüll gespeist werden und damit Deutschland für 24 Jahre komplett versorgen. „(…) Auch lägen die Stromherstellungskosten bei weniger als zwei Cent, während es bei Windkraft bis zu etwa 14 Cent seien. (…) Doch statt Windräder und Photovoltaikanlagen wolle er, dass sie durch neue Kernkraftwerke mit moderner Technik ersetzt werden. Seiner Aussage nach würden 30 bis 35 „Dual Fluid Reaktoren“ ausreichen, um den Energiebedarf Deutschlands zu decken. (…) Wenn der politische Wille da sei, seien die neuen Kernkraftwerke schnell realisierbar.“

Die Thesen sind dann so bizarr, das selbst anwesende CDU Vorstandsmitglieder sich daran aufstiessen.

Kernthese ist im Vortrag dann immer, dass die Energiedichte von Wind niedrig sei und man besser Dual-Fluid-Raktoren bauen solle.

„Schokolade hat eine Energiedichte von 23 Megajoule (MJ/kg). Im Gegensatz dazu liefert Wasserkraft nur 0,001 MJ/kg. Selbst Biomasse erreicht nur das Vierfache, während Öl und Gas mit 43 bzw. 50 MJ/kg (…) Windkraft nur eine Energiedichte von 0,46 MJ/kg. Das ist viel weniger effizient als andere Energiequellen. Die Kernkraft hingegen erreicht mit 640.000 MJ/kg eine nahezu unschlagbare Energiedichte.“ (Quelle: https://blackout-news.de/aktuelles/renommierter-physik-professor-fordert-rueckkehr-zur-kernkraft/)

Windrad bei Rottweil

Das ist aber vorallem ein seltsames Verständnis von „Effizienz“. Schaut man in gängige Lexika dann hat Effizienz nichts mit Energiedichte zu tun: „Effizient beschreibt das Verhältnis zwischen eingesetzten Mitteln (Kosten) und erreichtem Erfolg (Nutzen)“, sprich es ist eben effizient mit dem Fahrrad, die drei km zur Arbeit zu fahren und nicht mit einem Flugzeug, auch wenn die Energiedichte im Kerosin höher wäre als in meinen Muskeln. Demnach ist es eben effizienz aus Licht, das sowieso auf mein Hausdach fällt Strom zu erzeugen, weil das Licht ist eh da. Schön nachlesen etwa hier: https://www.nachhaltigkeit.info/artikel/effizienz_1719.htm – Dann ist auch nicht schlimm wenn der Wirkungsgrad einer Energiequelle die sowieso da ist (also im Gegensatz von Öl, Kohle, Uran) nicht besonders hoch ist. (Lustig, dass Wirkungsgrad Argument kommt übrigens nie bei Elektroautos oder e-bikes, weil deren Wirkungsgrad ist deutlich über dem von Benzinautos). Kernkraftwerke haben übrigens eher so 30% Wirkungsgrad.

Und so gibt es dann auch in Leserbriefen deutliche Kritik am Vortrag:

„Selbst nach optimistischen Angaben der Entwicklerfirma Dual Fluid Inc. wird die Marktreife erst 2034 erwartet. Da ist dann immer noch kein Kraftwerk gebaut. Der Bau modernster Kernkraftwerke dauert heute im Schnitt circa acht Jahre. Kurz: DFRs kommen selbst unter optimistischen Annahmen, Fertigstellung 2042, zu spät und sind kein Beitrag zur Lösung des Klimaproblems. (…) Zum Schluss möchte ich noch anmerken, dass sich eklatante Fehler in den zitierten Ausführungen von Professor Doktor Michael Thorwart finden. Ein Faktencheck: Die benötigte Fläche für Windkraft in Deutschland in dem geplanten Strommix schätzen Experten des Umweltbundesamtes auf 1,3 Prozent und nicht wie von Herrn Doktor Thorwart auf acht Prozent. Für Windenergie geht das Fraunhofer-Institut ISE für 2021 von vier bis acht Cent pro Kilowattstunde Gestehungskosten aus. Die von Professor Doktor Thorwart angesetzten Kosten von 14 ct/kWh für Windenergie sind deutlich zu hoch angesetzt“

Windrad über Schönau

Oberbürgermeisterin mit Eso Telegram Chanel?

in Freiburg laufen sich die ersten Oberbürgermeister Kandidat*innen für die Wahl 2026 warm, auch ich wurde schon Bewerbenden angefragt ob ich bei einer Kandidatur helfen soll.

Heute kam mir die Website: https://www.oberbuergermeisterin-freiburg.de/ unter den Bildschirm.

Valerie Tabea Schult will OB für sein Mentale Gesundheit für „weniger Depressionen in Freiburg bis 2030 mit meinem Masterplan für mehr Wärme und Mitgefühl“, schreibt sie auf der Website. Verlinkt ist der „Masterplan“ nicht, er soll wohl mit den Bürger erarbeitet werden. (Das Wort Masterplan erinnert da ein wenig an den CDU Stadtratsfraktion Anti Schulden Masterplan, der letztlich eine Excel Tabelle war, in der einfach ausgerechnet wurde, wieviel man jedes Jahr tilgen muss)

Daneben ist sie für „Wohnen ohne Konflikte“ und dafür Künstliche Intelligenz Gemeinwohl orientiert einsetzten – dafür gibt es immerhin auch schon eine Veranstaltung bei der sich „Nerds“ oder so zwei lokal gehostete LLMs für demokratischen Diskurs und Verwaltungsaufgaben erledigen sollen. (Sowas läuft schon, aber gut)

Irgendwie sollen Mütter mehr in die Politik einbezogen werden: „Seit jeher stehen Mütter für Fürsorge und Frieden in jeder Gesellschaft.“, auch ein Zitat aus der Website.

Irgendwas konkretes kommunalpolitisches – im Stil von „Straßenbahn soll nach Stadteil X fahren oder Radwege statt Straßen – finde ich nicht. Aber gut Martin Horn hatte auch eher ein Wahlprogramm und Wahlkampf, der sich gut klingenden in Allgemeinplätzen erging.

Politische Erfahrung im engeren Sinne oder Verwaltungserfahrung sehe ich in der von ihr veröffentlichten Biographie keine, dafür aber der Hinweis auf „2010 Abitur, Waldorfschule“.

Schauen wir noch mal an was sie so angibt bei Arbeit. Wir Stoßen auf „Seit 2023 Coach und Communitybuilderin in Freiburg im Breisgau (Drachenherz u.v.m.)“ – googeln wir Drachenherz so findet man eine Art Datingplattform mit Flirt- und Konsensworkshops, Facebook und Telegram Channel.

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Dort als weiterer Coach: Die „Reinkarnationstherapeutin“ Sabine Richter mit Fortbildungen im Bereich Tantra, googlet man Sabine Richter, dann findet man sie beim Manna Festival oder auch in ihrer Website „Engelsenergien“, da bietet sie an Engleskontakt, Aura Cleansing oder Energetische Haus- und Grundstücksreinigungen an.

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Sie betreibt oder betriebt zumindest auch eine Seite bei WIX: Das ist eine „Conscious Community“, die hat einen Telegram Kanal.

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Schaut man sich die Telegram Community an, scheint es sich vorallem um einen Marktplatz zu handeln in dem Esoterisch angehauchte Kurse und Seminare angeboten werden: Unter anderem Klangschalenyoga, Ecstatic Dance, … In der Telegram Community awar sie zumindest bis ich das anderen Gruppen diskutiert habe noch Admin,

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Jetzt bin ich jemand der mit sowas relativ wenig anfangen kann und bei dem dann auch immer der Schwurbel Alaram leicht los geht.

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So bietet eben eine der weiteren Personen aus der Concious Gruppe Freiburg, die „Sozialanthropologin Elena Judith“ eine ganze Reihe interessanter Seminare an: 1:1 Ancestral Healing Mentoring, Hatha Yoga, Yoga Nidra, Talking Circles, Reiki, Online Course: Archetypes of the Goddess, Online Course: Dreaming Reality, Group Mentoring:       The Witch Wound.

Aus meiner Sicht ist Valerie Tabea Schult, die zumindest enge Beziehungen zur örtlichen Eso-Szene aufweist und auch in dieser mit Seminare und Kursen versucht hat Geld zu verdienen. Sie war auf jeden Fall mitbetreiberin entsprechender Telegram Kanäle. Ob das jetzt irgendwie zur Oberbürgermeisterin qualifiziert oder eher skeptisch machen sollte, das darf jeder entscheiden.

Leserbrief zu „Wie sich auf dem eigenen Balkon Strom erzeugen lässt“

Sehr geehrte Frau Dillig,
sehr geehrter Herr Luef, 
sehr geehrter Herr Reek,

ich schreibe Ihnen bezüglich des Interviews „Wie sich auf dem eigenen Balkon Strom erzeugen lässt” vom 18.5.25 im SZ Magazin.

Einige der Antworten gehen aus meiner Sicht wie Fußbälle die man auf ein Tor schießt am Tor knapp oder weit vorbei und sind so dann nicht hilfreich und lassen mehr Unklarheit zurück als vorher.

Der Bundestag hat mit einer Mehrheit aus SPD, Grüne, FDP, CDU und Linke den § 554 des BGB so geändert, dass Mieter ein Recht auf Steckersolar haben. Dieses Recht umfasst aus unserer Sicht – im Gegensatz zu dem was Thomas Burgert sagt – auch das Recht am Gebäude Substanzeingriffe vorzunehmen. Ähnliches gilt auch im Wohnungseigentumsrecht, hier im § 20 WEG.

Im Moment ist die Diskussion, eher was sind die dem Vermieter zumutbaren baulichen Veränderungen. Eine reine Beeinträchtigung der Optik ist ihm auf jeden Fall zumutbar und kein rechtlich haltbarer Ablehnungsgrund, auch wenn Herr Burgert einen anderen Eindruck erweckt.

Zeitschaltuhren aus dem Baumarkt um die Erzeugung auf die Mittagsspitze auszurichten gibt es ab 3 EUR. Eine Überschussschaltung, die dann Verbraucher einschaltet, wenn das Steckersolargerät viel Einspeist dürfte nach unserer Erfahrung so ab ca 40 EUR realisierbar sein. 

Polykristaline Module gibt es im Gegensatz zu den länglichen Ausführen von Herrn Burgert auf dem Markt keine mehr, die begegnen uns lediglich noch in Bastelprojekten, deren Einsatz endete etwa in den 2010er Jahren. 

Viel bedeutender sind bifarcziale Module, die Licht von beiden Seiten in Strom verwandeln können, etwa bei Zäunen oder der Reflexion von weißen Wänden, dazu leider kein Wort im Interview. 

Besonders bizarr finde ich die Antwort, die Herr Burger auf die Frage: „Muss ich die Installation mit meinem Nachbarn abstimmen?”, in dieser erweckt er den Eindruck der Vermieter könnte wegen “Optik” die Nutzung eines Steckersolargerätes verbieten oder auch weil ich zur Anbringung Bohren muss – genau das schließt ja der neue § 554 BGB aus. 

Auch reine Sicherheitsbedenken, wie die Angst vor Herabfallen bei Sturm, oder Brandgefahr sind eben kein Grund es dem Mieter zu verbieten – die Unzumutbarkeit muss schon inhaltlich und nachvollziehbar begründet werden.

Was man als Vermieter an Auflagen machen darf und was etwa Verhinderungsauflagen sind um den Mieter abzuschrecken: https://balkon.solar/news/2024/11/01/der-kampf-gegen-balkonsolar/

Reflexionen sind bei aktuellen Modulen so gut wie ausgeschlossen, das Licht soll ja auf die Solarzelle und nicht zurückgeworfen werden. Solarpanels reflektieren weniger als Fensterglas.

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Buttenmüllers „Blog“

Die Anti-Windkraft-Bürgerinitative aus Günterstal, hat Ende 2024 von der Stadtverwaltung auf Anfrage mitgeteilt bekommen, dass der Pro Wind Sübaden e.V. von der Verwaltung für Infoaktivitäten (Flyer, Veranstaltungen, …) 4000 EUR bekommen hat. Das hat sie dann dem Littenweiler Dorfblatt erzählt, das zu recherchieren anfing (vulgo bei mir anrief).

Seither versuchen die Windkraftgegner daraus irgendwie einen Skandal zu drehen, es ist aber keiner: Die Stadt darf Vereinen die sich für die Umsetzung von Gemeinderatsbeschlüssen (Windkraftausbau) einsetzen, Geld geben, das macht sie auch für den BalkonSolar und viele andere Gruppen. Das Geld floss nachdem wir als Verein eingetragen waren, ein Konto aufgemacht hatten, die notwendigen Zettel ausgefüllt, dann an den Verein, der davon Auslagen für Flyer erstattete.

Nun hat das Blog des gerne sehr direkt auftretenden Horbener Gemeinderats folgende Elaborat:

Interessant aus meiner Sicht ist die Info, dass der „Auftrags-Blogger“ Sebastian Müller 4.000 € erhalten haben soll. Her Müller hetzt in seinem Pamphlet auf unterstem Niveau gegen Windkraftgegner. Was der da schreibt („Professoren-Stadtteil….“ „Windkraft-Initiative blamiert sich…“ .etc.) hat mit Information nichts zu tun. Ich war selbst bei den von Müller beschriebenen Veranstaltungen dabei. Herr Müller hatte nach meiner Wahrnehmung mehrere Claqueure im Schlepptau die seine plumpen Einlassungen frenetisch beklatschten. Er ist ganz offensichtlich als reiner Stimmungsmacher unterwegs. Wenn diese Info zutrifft dann wirft das auf die Öffentlichkeitsarbeit des Umweltschutzamtes und/oder der Fa. Ökostrom ein bezeichnendes Licht. Wer sich solcher Methoden bedient und dafür auch noch 4.000 € womöglich aus Steuergeldern bezahlt hat nun wirklich keine tragfähigen Argumente mehr! Ganz abgesehen davon dass Herr Müller mit seiner einseitigen billigen Polemik nun wirklich keine Zierde unserer Blogger-Zunft ist!

Auch da wird die Verschwörungserzählung wiederholt, ich sei irgendwie von der Stadtverwaltung unter Martin Horn gekauft. Das ist nun wirklich absurd und auch irgendwie lustig, weil ich ja in vielen Rollen – nicht nur auf diesem Blog – gerne auch mal die Stadtverwaltung kritisiere.

Kleiner Hinweis noch mal zum Mitschreiben: Die 4000 EUR bekomme nicht ich, sondern der Verein für Veranstaltungen und Flyer, es findet keine persönliche Bereicherung statt!

„Buttenmüllers „Blog““ weiterlesen

Wie rechts sind die Leute, die gegen die mögliche LEA im Gewerbepark Breisgau demonstrieren? Ich habe mir die Videos angeschaut, damit ihr es nicht machen müsst.

Das am rechtsoffenen #SchwarzwaldTV ist ja das man eine schöne Zusammenfassung von rechten Veranstaltungen in der Regio bekommt. So etwa vom Protest gegen die geplante #LEA im Gewerpark #Breisgau mit kompletten Reden. Lust auf Niveaulimbo? Es alles unsymbadische geboten! ?

— Sebastian Müller (@sbamueller.com) 1 May 2025 at 18:23

Am 19. April erschien ein kurzer Artikel in der Badischen Zeitung: „50 Menschen protestieren gegen geplante Erstaufnahmeeinrichtung im Gewerbepark Breisgau (…) Redner von Nachbarorten und einer Nachbarfirma äußerten Bedenken, auch wegen ihrer Sicherheit. Ein Gegendemonstrant hatte sich an der Ecke zur Straße postiert und meinte, man müsse die Sorgen verstehen, aber man müsse auch den Menschen helfen.“, in sofern klang das alles ganz harmlos. Der Artikel fasste die Situation auch nicht gut zusammen, es ist möglich, dass dort eine Aufnahmeeinrichtung hin kommt, die soll recht groß werden mit bis zu 1100 Plätzen, aber das ist alles noch nicht eindeutig klar. Die Anzahl der Flüchtenden, die nach Deutschland kommen geht zurück, viele Einrichtungen operieren weit unterhalb der Auslastungsgrenze. Aber gut, dass sich der Staat für eine Notwendigkeit vorbereitet, ist ja nicht so das wir in Zeiten ohne Fluchtursachen leben.

"Nix gege Ausländer (…) wir habe au schon mal ie Hilfe vom Ausland gebraucht, als es bei uns zum zweiten Weltkrieg gekommen ist" – den wir angefangen haben #InGeschichtenichtsoaufgepasst! Seit 2015 Angst beim Joggen in Heitersheim, man fühlt sich nicht mehr sicher weil man Ausländer sieht.

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— Sebastian Müller (@sbamueller.com) 1 May 2025 at 18:23

Man kann sicher gute Argumente gegen eine Erstaufnahmeeinrichtung im Gewerbepark Breisgau haben, schließlich gibt es da eigentlich keinen Ort, der Gewerbepark ist ein ehemaliger Fliegerhorst, der in eine Ansammlung von Gewerbe umgewandelt wurde. Dementsprechend gibt es da keinen Supermarkt, keinen Arzt und auch der ÖPNV dorthin ist schlecht. Selbst Flüchtlinge, die dort nur für kurze Zeit unterkämen, weil sie weiter verteilt werden, kämen erstmal schlecht hiun, schlecht weg und auch schlecht zu Terminen. Dito Übersetzer, Personal und so weiter.

Man kann so rein praktische Gründe anführen, vielleicht auch das man so eine Einrichtung im Moment nicht braucht, der angedachte Platz ungünstig ist usw.

"Weiß einer für was das Kürzel Nazi steht?" "Nicht an Zuwanderung interessiert" Lästern über den Teilzeitmitarbeiter aus Ghana, der nur bis Mittags arbeitet. Integration funktioniert nicht.

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— Sebastian Müller (@sbamueller.com) 1 May 2025 at 18:23

Ich wollte eigentlich hingehen und mir die Demo anschauen, aber leider hatte ich keine Zeit. Aber es gibt ja Schwarzwald TV, das ist ein rechtsoffener, verschwörungsideologischer, Anti-Windkraft YouTube Kanal, bei dem auch schon mal ein „Seher“ zu Wort kommt. Der hat dankbarer Weise alle Reden brav abgefilmt und auf YouTube gestellt.

Ausländeranteil 20%, die machen 50% der Gewalttaten. Falsch: 5 % der Zuwanderer wurden mindestens einmal straffällig. Hierbei ist zu beachten, dass zu den Zuwanderern auch solche Personen zählen, die gar nicht in Deutschland leben, sondern etwa gezielt zur Begehung einer Straftat einreisen.

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— Sebastian Müller (@sbamueller.com) 1 May 2025 at 18:24

Und so wie ein guter YouTube Film hat er die saftigsten Sachen einfach an den Anfang des Videos gestellt, wer sich also selbst ein Bild machen will, der kann sich die Mischung aus Stammtisch, Rechtspopulismus und Ausländerfeindlichkeit gerne mal anschauen.

Da gibts diesen Herrn mit der Deutschland Mütze, der allen Männer die untervögelt seien, unterstellt durchzudrehen. "Halbes Jahr ohne Sex, dann dreht man irgendwennne mal durch" – ich will ja keinem irgendwelche persönlichen Erfahrungen unterstellen. #Flüchtlinge #LEA #Breisgau

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— Sebastian Müller (@sbamueller.com) 1 May 2025 at 18:23

Das krasse ist, dass da eben nicht irgendwelche rhetorisch geschliffenen bekannte AfD Kader aus der Region auftreteten, sondern durchaus „bodenständige“ iiifache Menschen, die sich wahrscheinlich selbst auch gar nicht als „rechts“ empfinden, aber durchaus einer Stimmung Audruck geben die richtig gefährlich ist. Da wird potentiell unterstellt unter 100 Flüchtlingen seien 5 Schwerverbrecher, völlig bizarre Geschichten zum besten geeben oder erzählt man traue sich nicht mehr einzukaufen, weil man da so viele Ausländer sehe. Und Gesichtsausländer gefährden halt das eigene Sicherheitsgefühl.

Geistiger Höhepunkt, ist dann der Herr der sagt: „Weiß einer für was das Kürzel Nazi steht?“, und auch gleich antwortet: „Nicht an Zuwanderung interessiert“.

Der es aber durchaus schafft über seinen Lästern Teilzeitmitarbeiter aus Ghana zu lästern, der nur bis Mittags arbeitet, als Elektriker, aber gleich noch behauptet Integration funktioniert nicht. Und sich irgendwie freut, dass man seine Familie nicht nachholen darf.

"Ich habe in Eschbach als Lehrerin gearbeitet (…) schrecklich wie wenig Widerstand in Deutschland ist (…) die nehmen uns unser Land weg" Das ganze Video ca 1 h: www.youtube.com/watch?v=0UjI… Bei der BZ Reportage klang die Demo deutlich weniger rechts: www.badische-zeitung.de/50-menschen-…

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— Sebastian Müller (@sbamueller.com) 1 May 2025 at 18:24

So weit so gut, irgendwie auch erwartbar, aber im Artikel der Badischen Zeitung findet das alles keinen Niederschlag.

Vizarre an diesen Reden ist, dass die Leute sagen, "sie haben nix gegen Flüchtlinge" aber dann hart rechtes Zeug labern. "Als Anlieger im Gewerbepark muß man aufpassen was man sagt" – nach den Reden haben ich nicht den Eindruck. Grüne Verdienen indem sie bei der Flüchtlingsunterkunft arbeiten

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— Sebastian Müller (@sbamueller.com) 1 May 2025 at 18:24

Leserbrief zu “Sie hätten die Leute dort selbst fragen können”, am Freitag, 02.05.2025 in der BZ

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrter Herr Rogge,

Es ist wirklich schade, dass die Badische Zeitung von der Freiburger Kundgebung der sog. Friedensbewegung keinen Reporter geschickt hat. Dann hätte der oder die selbst sehen können wie ein Stadt-, Polizei- und Jusitzbekanntes Mitglied der AfD in erster Reihe neben dem Anmelder vom DGB steht. Oder wie ein bekannter rechtsextremer Rechtsanwalt unbehelligt durch die Demo durchlaufen kann.

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Im Vorfeld hätte sich ein so ein Reporter mit der Kritik an der Veranstaltung auseinandersetzen können. So begründete etwa der Vertreter der ver.di Landesleitung seinen Redebeitrag so, das er die Einladung annehme, um einen rechten Redner zu verhindern. 

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Der Reporter würde das auch in Beziehung setzen zum Redner von 2024, der erklärte, dass es ihm egal sei, wenn Rechte an der Demo teilnehmen, solange sie für den Frieden seien.

Und wenn der Reporter der BZ gut informiert wäre, dann würde er die Gesichter aus der Querdenker Bewegung erkennen oder wissen, das inzwischen Freiburger Querdenker zu Friedensdemos nach Colmar pilgern. die von rechten Französischen Kleinparteien veranstaltet werden.

Aber vielleicht ist es auch gar nicht notwendig, einen Reporter zu einer Demo mit weniger als 100 Leuten zu entsenden. 

Rede gegen das Wirrkaisertum

Am 13.4.25 ab 11:00 haben wir gegen die Reichsbürger, die sich jeden Sonntag in St. Georgen am Ortsausgang versammeln, demonstriert. Dank RDL gibt es eine Aufzeichnung und ich habe sie noch mal hier zum Nachlesen redigiert.

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Auch bei den Reichsbürgern kam es. Screenshot aus ihrem Kanal.

Die Rede

Die Leute hier versammelt haben in Sankt Georgen, die sich hier gemeinsam dafür demonstrieren, dass allen Menschen klar wird, dass Sankt Georgen kein guter Platz ist, Reichsbürger zu sein. Und noch mal besonders vielen Dank, dass ihr das auch heute macht am Sonntag, wo man zum einen beim Palmsonntag sein könnte mit seinen Kindern und Verwandten, der zwar schon vorbei ist, aber danach gibt es ja manchmal noch eine kleine Familienfeier oder wo man heute auch schon einfach im Urlaub sein könnte und sich irgendwas viel Schöneres kümmern oder entspannen.

Und leider ist das auch eines der Themen, wir Wir könnten heute hier zusammen sein. Wir könnten dafür demonstrieren, dass Deutschland sozial gerechter wird, dass wir den erneuerbaren Energienausbau schneller voranbringen oder vielleicht selber ein Balkonsolargerät am Balkon anbringen. Da bin ich ja nicht ganz unbefleckt in der Hinsicht.

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Aber wir müssen leider heute die hier stehen, Menschen, die gerne wieder zurück zur Verfassung von 1871 wollen – so irre das klingt, so wahnsinnig bescheuert das klingt – klar zu machen, dass die Mehrheit das eben nicht will. Und ich erkläre noch mal, was das eigentlich bedeuten würde, weil manchmal muss man sich das einfach so vor Augen halten.

Die deutsche Einigung, die damals von Staaten ging, die lief so: Erst mal ist Preußen losgegangen, hat Krieg gegen Österreich geführt, dann hat man ein paar Jahre gewartet, dann hat Preußen und der Norddeutsche Bund Krieg gegen Frankreich geführt und dann hat man die deutsche Reichseinigung herbeigeführt.

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Und damit die süddeutschen Staaten und die anderen Bundesstaaten nicht ganz so dachten, sie werden jetzt von Preußen okupiert, hat man in die Verfassung hineingeschrieben, dass das eigentlich ein Bundesstaat sei und der deutsche Kaiser ja nur das Präsidialorgan des Deutschen Bundes. De facto war es aber die politisch bestimmende Kraft war der deutsche Kaiser und der deutsche Kaiser hatte genau einen Minister, den Reichskanzler, den er ernannt hat, der von seinem Vertrauen abhängig war, den er auch jederzeit hätte entlassen können.

Ganz am Anfang war das der lange Bismarck und dann hatte er noch ein paar kleine Ämter. Das muss man einfach so wissen, weil die Leute ja sagen: „Damals hat man nur 10% Steuern bezahlt.“ Das ist klar. Damals hat man nur 10% Steuern bezahlt, aber der Staat damals hatte weder Autobahn gebaut, noch hatte er ein Kraftfahrtbundesamt, das den Automobilverkehr regelt, noch hatte er Konsumentenschutz, noch Umweltschutzämter oder Umweltschutzregelungen, noch Sozialämter, noch soziale Sicherung.

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