Ich habe dazu einen ersten Vortrag gegeben, auf Einladung der Bürgerwerke. Im neuen Jahr gibt es auch ein Fachforum in dem wir Fragen zu dem Thema beantworten werden!
Am Ende vom Jahr kann man immer zurückschauen und vielleicht auch auf die etwas kuriosen Dinge, die passiert sind.
Gegendemo von hintenälterer Herr mit „Friedensposten“ am RollatorFridensdemo SlogansGegendemo
Am 1.9.25 habe ich eine Gegendemo gegen die “Friedensdemo” zu der „Pro-Palästinensische Gruppen” und die Freiburger Friedensbewegung aufgerufen hatten, eingeladen. Gekommen waren hauptsächlich Leute aus dem Umfeld der Ukraine. Am Rande der Demo gab es auch Diskussionen, zum einen mit einigen meist jungen Frauen aus dem Umfeld der Pro-Palästina-Gruppen und auch zweier älterer Herren.
Auch gegenüber der Badischen Zeitung erwähnte ich, dass es uns bei der Gegendemo auch “um Frieden” ginge, was in der Kürze des Artikels nicht rüberkam: Unser Verständnis von Frieden ist nicht “es gibt keine aktiven Kriegshandlungen mehr und Teile der Ukraine bleiben besetzt und in der Zwischenzeit hat Putin sogar noch die Möglichkeit in Ruhe weiter Aufrüsten. Das Verständnis des Gegenübers kann in deren Demo Aufruf nachgelesen werden.
In Folge meldeten sich bei mir zwei Mediatorinnen und boten an, zwischen mir und dem Friedensforum eine Mediation zu organisieren. Ich war offen, gab jedoch zu bedenken, dass Mediation aus meiner Sicht ein spezielles Verfahren ist, bei dem auch daran gearbeitet wird, zu einem gemeinsamen Ergebnis zu kommen oder wieder besser zusammenzuarbeiten. Etwa in einer Baugruppe, Firma oder anstelle eines Gerichtsverfahrens. Es wäre also vorher zu überlegen, welches Produkt am Ende stehen soll? Eine gemeinsame Demo, ein Text, …?
Soweit kam es dann nicht, obwohl ich und das Friedensforum bereit waren zu reden. Denn die Mediatoren kamen dann in der zweiten oder dritten E-Mail mit einer Geldforderung. Pro Stunde sollten beide Parteien 160 EUR/h und nochmal ca 30 EUR für den Raum bezahlen. Nach ihrer Auffassung würde die Mediation sicher mindestens 5 Stunden dauern. Man könne das ja teilen. So dass dann bei ca 400 EUR herauskämen.
Das Friedensforum war bereit sogar so eine Teil zu bezahlen. Meine Position war, dass ich nicht 400 EURO bezahle, um mit dem Friedensforum zu diskutieren. Ganz abgesehen, das andere Mediatoren die gewählte Form für unpassend hielten.
Wie verhalten sich Verbindungen zwischen MC4 kompatiblen Steckern unterschiedlicher Hersteller? Die neue Steckersolarnorm sagt, man darf nur Stecker gleicher Hersteller und gleichen Typs miteinander verbinden, weil alles andere ggf. gefährlich wäre.
Dennoch nutzen viele Maker und auch andere den sog. Kreuzverbau, zum einen weil oft gar nicht klar ist welche Stecker an einem Wechselrichter sind und zum anderen, weil original Stäubli Stecker teils das vierfache der kompatiblen Markenprodukte kosten.
Die Stecker wurden bei verschiedenen Internet Versandhändlern gekauft ohne Hinweis auf irgendwelche Versuche oder den BalkonSolar eV.. Dabei wurde jeweils eine passende Packungsgröße gewählt.
Wir haben uns deshalb einen Teststand gebaut um die Alterung über lange Zeit messen zu können. Als Grundlage dient ein alter Meerschweinschenstall, den uns ein Mitglied gespendet hat.
Dieser wurde auf einem bekiesten Flachdach eines Hauses in Freiburg 48°00 „N 7°49″E in einer Höhe von ca 210m (6 Stock) ausgelegt.
Das Drahtgeflecht wurde auf vier Betonsteinen gelagert und mit weiteren 4 Betonsteinen beschwert.
Die Stecker waren damit direkter Sonne und Regen ausgesetzt und nicht dagegen geschützt.
Gecrimpt wurde von einem erfahrenen Laien mit der jeweils gleichen Crimpzange LY-2546B mit einem Branding von Growatt
Die Installationsbedingungen auch auf dem Dach sind für Steckersolar durchaus realistisch, da wir davon ausgehen, dass etwa die Hälfte der Steckersolarsysteme am Balkon angebracht werden, jedoch ebenso ein erheblicher Teil auf Dächern und Vordächern.
Bestrohmt wurde mit einem Solarmodul mit 395 Wp (Spende eines Vereinsmitglieds aus Geschäftsauflösung), welches wiederum an einen TSUN M350 Wechselrichter (Spende aus Geschäftsauflösung) verbunden wurde. Dies dient einer realistischen Bestrohmung in einem normalen Steckersolargerät in dem jeweils ein Solarpanel an einem Wechselrichter angeschlossen ist.
Gemessen wurde die Erzeugung mit einer kommerziell üblichen Schaltsteckdose von Shelly.
Als Referenz wurde der gleiche Aufbau allerdings ohne acht zusätzliche Verbindungspunkte gewählt. Sinn der Vergleichsmessung war zu testen, ob sich ggf. in der elektrischen Leistung Unterschiede ergeben und so ohne visuelle Inspektion Veränderungen zu bemerken.
Beginn an der Seite mit dem schwarzen Kabelbinder
dort herausgeführt mit MC4 Stecker original von Stäubli.
+ Linie
1. Stäubli MC4 (-) male an Solinq (+) female
2. Sätubli MC4 (-) male an Trina (+) female
3. Stäubli MC4 (-) male an Jingko (+) female
4. Stäubli MC4 (-) male an Sunlit (+) female (wir gehen davon aus Sunlt is gebrandet Jinko, sehen sich sehr ähnlich
5. Stäubli MC4 (-) male an Prevent (+) female
6. Stäublie MC4 (-) male and MC4 KM Adelid.eu female (+)
6a. Stäubli MC4 (-) male auf Revolt/Pearl (+) female
7. Sätubli Mc4 (-) male an Krüger/Tyco female (+)
8. Stäubli MC4 (-) male an Stäubli MC4 female (+)
Ende weiße Kabelbinder
– Linie
Beginn weißer Kabelbinder
1. Stäubli MC4 (+) female auf Solniq (-) male
2. Stäubli MC4 (+) female auf Trina (-) male
3. Stäublie MC4 (+) female auf Jinko (-) male
4. Stäublie Mc4 (+) female auf Sunlit (-) male
5. Stäubli MC4 (+) female auf Prevent (-) female
6. Stäubli MC4 (+f) female auf APV adelid.eu (-) female
6a. Stäubli MC4 (+) female auf Revolt/Pearl (-) female
7. Stäubli MC4 (+) female auf Krüger/Tyclo Solarlook (-) female
8. Stäubli MC4 (+) female auf Stäubli MC4 (-)
Nomenklatur
– Stecker = male, weil innenteil in Hülse gesteckt wird
Wir haben mal angefangen Wechselrichter durchzumessen und uns dafür folgendes Setup gebaut, mit Geräten die wir im Freilab in Freiburg sowieso hatten. Es ging uns darum, zu schauen ob und wie das gehen kann. Und natürlich auch ob das Testen nachträglich außerhalb der Fabrik durchgeführt werden kann.
Es erscheint, dass man mit einer bezahlbaren (<1500€) Kombination aus Gleichstromnetzteil, Oszilloskop und Mehrfachsteckdose prüfen kann ob Kleinwechselrichter die Abschaltzeiten der neuen Steckersolar Norm erfüllt.
Ggf. Lässt sich sogar ein Gerät für den Unit Test bauen und es braucht keine speziellen und zumindest derzeit teuren Schucko Stecker mit Modifikationen um die Norm zu erfüllen.
Damit ließen sich gegebenenfalls die Geräte hier zertifizieren, und man braucht keine komplizierten neuen Stecker und kann so die Vorgaben der Norm erfüllen. Das würde Elektroschrott vermeiden.
Die Anforderungen an die Abschaltung sind relativ klar: Relaistrennung nach 100 ms und nach 1 Sekunde 34 V.
Folie von der DGS
Nun zumindest der TSUN TSOL 350 den wir gemessen haben, schaltete sich innerhalb der vorgegeben Zeit ab.
Ein ABSAAR Wechselrichter den wir haben, scheint defekt und der Hoymiles MI 1200 (gebraucht) schien länger als die 1 Sekunde bis zum Abschalten zu brauchen. Wobei die auch schon alt sind und ich den gebraucht kauft. Daher es wäre zumiundest denkbar das man das durch messen kann und ggf. auch ein Gerät bauen, dass diese Tests automatisiert.
In Freiburg gab es diese Woche gleich zwei Podien in denen sich Politiker, Experten und dann auch Bürger:inen über den Krieg in der Ukraine, Einführung der Wehrpflicht und eigentlich auch viel über sich und die Befindlichkeiten ausgetauscht haben.
Die erste Veranstaltung war von Nadyne Saint-Cast von den Grünen: „Frieden & Sicherheit sichern – Wie gelingt uns das?“ und als Fragen: „Wehrpflicht? mit unserer starken Forschungslandschaft und Innovationskraft beitragen? Wie sicher sind wir heute?“, und unter dieser Vielzahl von Themen, über die man alle einen Abend lang hätte sprechen können, litt auch dieser Abend.
Auf dem Podium war man sich eher einig, die großen Kontroversen des Abends blieben aus, Publikum schien auch eher so grünes Umfeld und Soldaten bzw. Soldatenmütter zu sein. Die meldete sich und sagte: “Ich habe mich damals als Sport LK gefragt, warum ich nicht darf“, und heute sei ihr Sohn bei der Bundeswehr: „Mein Sohn hat in der Grundausbildung 13 kg abgenommen, weil es abends kein warmes Essen gab, ich muss die Abzeichen annähen und die Zelte zusammen. Außerdem gibt es in der Kaserne keine Waschmaschine und keine Trockner.“
Vinzenz Glaser, Linkspartei MdB, Klaus Schüler CDU StadtratJohannes Fechner SPD MdBWe all feel you, VivianeTobias Pflüger, Linkspartei und Informationsstelle Militarisierung
Im Gewerkschaftshaus ging es dann schon kontroverser zu, auf Einladung des DGB Ortsvereins diskutierten Vinzenz Glaser, Linkspartei MdB, Klaus Thomas Schüle, CDU Stadtrat, Johannes Fechner SPD MdB und Tobias Pflüger, auch Linkspartei aber hier als Informationsstelle Militarisierung zum Thema „Zwischen Sozialabbau und Aufrüstung“.
Es waren ca 100 Menschen im Raum, die Verteilung der Sympathien war klar: alte Menschen aus der Freiburger Friedensbewegung, Gewerkschaftler und Linkspartei Anhänger klatschen bei Glaser und Pflüger, Junge Union, Ukrainesolidarische klatschen bei der Schüle und Fechner.
Pflüger startete erstmal mit einer Spitze: „Carlo Massalh, eine der Plaudertaschen aus dem Fernsehen“, der den Deutschen quasi einredete das es eine große Kriegsgefahr gäbe. Seine Grundthese klar: Weil das ganze Geld in die Rüstung geht, gibt es jetzt Sozialabbau und die gesamte Gesellschaft wird durch Militarisiert. Davon rückte er den ganzen Abend nicht ab und man wollte ihn Fragen: Ist diese Militarisierung jetzt im Raum. Außerdem sei die NATO schon jetzt Russland eh überlegen, Krieg schlecht fürs Klima und die Fridays täten nix.
Schüle fing an bei Robert Schuman, kam dann zu „Das erste mal seit 3000 Jahren deutscher Geschichte (sic!) haben wir Frieden zwischen Frankreich und Deutschland.“ Und war den Rest des Abends fest auf der Seite der Ukraine und Israels. Kritisierte das Schlingern von Glaser beim Existenzrecht Israels und der Freiburger Linkspartei. Immer wieder erinnerte an das Maß der Rüstungsausgaben bei Willy Brandt. Auch wenn ich inhaltlich viel bei ihm war, fand ich einige der Beiträge sehr phrasenhaft.
Im Phrasendreschen stand im Vinzent Glaser, selbst Außenpolitischer Sprecher der Linkspartei Bundestagsfraktion mit Master in Friedenspädagogik. „Brauchen mehr Geld für Klimaschutz, Soziales, etc… das ist die Vorraussetung für echte Sicherheit. Sicherheit bedeutet auch am Arbeitsplatz abgesichert zu sein. Viele Menschen meines Alters fühlen sich nicht sicher angesichts des steigenden Rentenalters, Angriff auf 8 h Tag, …“ – Intellektuell war ich angesichts der Oberflächlichkeit häufig enttäuscht. Irgendwann gab es dann noch einen Hahnenkampf zwischen Schüle und Glaser, die sich gegenseitig vorwarfen sich zu unterbrechen. Glaser hatte bei der Friedensbewegung, die er rhetorisch bediente Heimspiel, die das auch goutierte aber substantielle Antworten, über keine Waffenlieferungen, keine Wehrpflicht und Phrasen direkt aus der Linkspartei Zentrale kamen leider nicht.
Der Landtag hat mir mit Schreiben vom 14.11.2025 mitgeteilt, dass der Petitionsauschuss beschlossen hat, der Regierung die Petition als Material zu überweisen.
Meine Enttäuschung über die gestrige namentliche Landtags Abstimmung zu Polizeigesetz & Palantir hält sich in Grenzen. Das Ergebnis war zu erwarten. Dennoch ist es nicht das was ich mir erhofft hatte.
Es ist aber mehr als ein Konflikt unter Grünen! Daher kann und sollte man das Thema auch gegenüber CDU Abgeordneten oder FDP Kandidierenden anbringen. Fragen bei Veranstaltungen sind effektiver als Emails, die sich per Textbaustein beantworten lassen.
In seiner Landtagsrede hat Innenminister Strobel das Wort Palantir nicht erwähnt und immer nur von VeRa gesprochen. Aber dafür so ziemlich alle Terroranschläge von Bataclan über Magdeburg (war ein AfD Anhänger), München (war auch rechte Ideologie), Solingen und Mannheim erwähnt und KinderXXX und wer gegen Gotha ist, sei ja auch irgendwie gegen „unsere Polizei“.
Im Raum waren ca 50 Menschen, alle sicher 50 oder älter. Vom Aussehen könnten sie auch in einer Bürgerinitiative oder Publikum bei einem evangelischen Kirchentag sein, alle gut angezogen und sicher nicht arm. Der Raum war geschmackvoll in leichtem Rosa, Naturstein und Holz eingerichtet.
An einem Rednerpult stand Dr. Valentin Wember, Anzug, Krawatte, blaues Hemd. Man könnte meinen er ist Landtagsabgeordneter oder älterer Mitarbeiter bei einem Bürgermeister oder einer kleinen Bank.
Ich dachte, ja beim Vortrag und Seminar würde es sich um ein Vortrag/Seminar handeln, bei dem es im engeren Sinne um den Ukraine Krieg geht, sprich es werden irgendwelche Inhalte, vielleicht sogar Fakten, über den Krieg vermittelt und dann diskutiert. Die Grundlage im Sinne des Buchs gäbe es ja.
Die Veranstaltung am Donnerstag war ja nur der erste Teil und wurde am Freitag abend und Samstag morgen fortgesetzt, da war ich nicht da, sondern in Köln bei den Grünen. Das ganze war also nur der Auftakt.
Nach seinen Angaben, diente der Abend als Versuch die Grundlage zu legen zum Reden über den Ukraine Krieg. Gut aber, dass es bei Steiner schon eine Lösung gibt: “Wie soll man darüber sprechen, wenn täglich 1000 Menschen sterben… Währen des ersten Weltkiegs hat Steiner mit zwei Sprüchen eingeleitet. An die im Felde stehenden und an die im Felde gefallen. Viele kennen diese Sprüche.”
hohepriesterliches Gebet
Also begann er mit einem Text aus dem Johannesevangelium (bzw. Steiner hat diesen Originaltext stark verändert, er ist also nicht Teil der Standardübersetzung der Bibel, dem hohepriesterliche Gebet), den Steiner für die zwei Sakramente: „Letzte Öhlung“ und „Konfirmation“ vorgesehen habe, das hohe Priesterliche Gebet aus Johannes Kap 17, den Text hat er dann auch mehrfach vorgetragen, durchaus rhetorisch eindrucksvoll. Ich habe aber den gleichen Bibel Text so nicht gefunden, aber in anthroposophischen Quellen findet er sich.
Dann wurde dieser Text interpretiert. Er erzählte wie er über Musik zu diesem Text Zugang gefunden habe.
Lebermetapher
Es ging dann weiter mit einer seltsamen Lebermetapher: „Die Leber ist ein wunderbares Organ, sie produziert die Proteine, sie versorgt den Menschen mit Glucose, sie speichert auch die Vitamine. Ihr Leber Leben Lang. Umgekehrt hat die Leber über eine winzig kleine Arterie die Nährstoffe, die sie braucht. Die Leber findet ihr Glück und ihre Erfüllung darin, für den Organismus die Proteine zu produzieren. Die Leber käme nicht auf die Idee zu sagen der Sauerstoff ist cool, ich wäre gerne Sauerstoff Millionär (…) ich sag auch ich verdiene das. Keine einzige Leber würde so sprechen. Das gilt für alle Organe. Sie arbeiten alle für das ganze… Das gilt auch für die Sinnesorgane, kein Auge sieht sich selbst.“ – Das kam mir auch seltsam vor, wenn mit einem Spiegel sieht es sich ja selbst – „Wenn das der Fall ist hat man ein Problem. Die Sinnesorgan sind zu 100% selbstlos. Das kosmische Prinzip der Selbstlosigkeit ist in den Sinnesorganen und Lebensorten bereits zu 100% inkarniert.“
Übrigens finde man dieses Lebersein, dann häufig bei Waldorfschülern die Projekt fokussiert arbeiten würden und über diesen die Arbeitszeit nicht beachten würden.
Dreigliederung statt Krieg
„Wenn die Leute anders erzogen wären, dann käme man nicht auf die Idee ein anderes Land zu erobern. Dann würde man denken: Die Rohstoffe gehörten Mutter Erde und Mutter Erde erwartet von uns, das wir geschwisterlich damit umgehen“.
Irgendwie schien die Metabotschaft hier: Wenn nur alle Leute im Sinne der Dreigliederung mit einem „freien Geistesleben“, das ist so ein Waldorfkonzept, ohne Übergriffe des Staates oder der Wirtschaft in die Bildung erzogen worden wären, dann gäbe es solche Kriege nicht. Das Schlagwort war die „Lebermentalität“. Aber die Staaten der Welt wollten kein freies Geistesleben, der erste Sündenfall wäre da der „Militärstaat Preußen“ gewesen, das ein staatliches Schulsystem errichtet hätte um Soldaten und Offiziere zu gewinnen. Auch da würde man sagen, ist nicht komplett falsch, aber die Einführung von allgemeiner Schulpflicht und eines staatlichen Schulsystems in den meisten Staaten Europas, war dann doch etwas komplexer.
Beide Motive, das der zweite Weltkrieg nicht gekommen wären, wenn man den Staat nach dem Vorbild der Dreigliederung organisiert hätte und die „Befreiung“ der Bildung von Demokratischer Kontrolle, kommen immer wieder bei den Antros vor.
Wird z.B. das Geistesleben durch Demokratie und Wissenschaft eingeschränkt, komme dies laut Steiner einer “Unterdrückung des Geistes” gleich und dies würde zu Revolten und gesellschaftlichen Erschütterungen – wie dem 1. Weltkrieg führen. Damals wie heute behaupten Anthroposoph*innen, dass gesellschaftliche Probleme, Krisen & Kriege nach Rudolf Steiner auf einen ‚kranken sozialen Organismus‘ zurückzuführen wären, weil im gesellschaftlichen System, die spirituellen Gesetzmäßigkeiten der angeblich ’naturgemäßen Dreigliederung‘ nicht berücksichtigt wurden. Von Anthroposoph*innen wird Steiners Idee der Sozialen Dreigliederung gerne zur Heilslehre verklärt, durch deren „konstruktive Annahme in den 1920er Jahren“ z.B. auch „die Katastrophe der Terrorherrschaft der Nazis & der 2. Weltkrieg“ hätte vermieden werden können
Erschrocken hat mich dann eine Äußerung vom Wember, die im Anschluss folgte: Unter einem übergeordneten Gesichtspunkt machen doch die Staaten alle das gleiche: “Ist doch das beste für ein Kind wenn es ein guter Demokrat wird oder Kommunist oder Faschist.” Und das sei übergriffig, denn der Mensch dürfe nie Mittel zum Zweck sein.
Wie Demokratische Erziehung bzw. die Vorbereitung die Verzweckung des Menschen sein könnte, wurde nicht klar und die Pädagogen die hinter diesen Konzepten stehen, würden das auch ablehnen.
Am Ende dieses Vortrags, der irgendwo bei religiösen Texten Anfing, gab es dann doch noch einen Schwenk in Richtung Ukraine Krieg: Beim Krieg ginge es Selenskyj und Trump um Bodenschätze, vor allem um die sehr guten Schwarzerde Böden der Ukraine.
Man solle beim Konflikt nicht fragen: „Wer ist der Böse? Hältst du zur NATO oder zur Russland?“ Das seien Kindergartenfragen und beide nähmen sich nicht viel im Verhalten. Hier geht mir natürlich der Hut hoch, es ist ja nicht die NATO, die die Ukraine angegriffen hat, sondern Russland, dass einen imperialen Vernichtungskrieg gegen die Ukraine führt.
Und dann wurde es richtig heiß, Wember berichtete: „Wenn jemand in einem meiner Bücher etwas NATO kritisches liest, dann ist man ganz schnell ein Rechtsradikaler oder ein NAZI, das passiert mir jede Woche. Wenn ich dann in einer Schule spreche, wird die Schule unter Druck gesetzt.“, sich damit abzugeben sei aber reine Zeitverschwendung.
„Früher hätte ich Ulrike Meinhof versteckt.“
Denn früher, „Früher hätte ich Ulrike Meinhof versteckt.“, was irgendwie wohl ein Qualitätsmerkmal sein sollte und spannend klingt, denn Wember ist 1957 geboren, Meinhof starb 1976, daher hätte er das als 18-jähriger machen müssen.
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