NATO Impfung und WHO Diktatur

Als NATO Impfung bezeichnete Andrej Hunko bei der Veranstaltung des BSW am 19.2.25 die Impfungen von BionTech und Moderna gegen Sars-Cov-2. Denn sowohl in Cuba, Russland, China und USA/Europa habe es ähnliche Corona Politiken gegeben, aber eben unterschiedliche Impfungen. Das war nicht das schwurbeligste was man an diesem Abend zu hören bekam.

Und irgendwie klang das so es sei ominös oder skandalös oder anrüchig, das bei uns „Sputnik“ nicht verimpft wurde. Wenn man sich richtig erinnert gab es sogar einen Vertrag zwischen Bayern und dem russischen Hersteller, der dann nach der Vollinvasion gecancelt wurde und auch richtig teuer war. Allerdings legte Russland auch lange keine, dann seltsame Daten zur Zulassung vor und bei der Untersuchung fand man etwa in Brasilien erhebliche Produktionsmängel.

Zunächst gab es eine Einführung von Rainer Büttner, Kandidat in Freiburg Ost, der mich auch vor Beginn persönlich begrüßte. Ebenfalls vor Beginn diskutierte Freiburg West Kandidat Peter mit andren Menschen mit Ordner Binde, darüber das er Querfront genannt wurde – das erste Mal das ich bei einer Saalveranstaltung Menschen mit Ordner Binde bemerkt habe. Anwesend war auch Hartmut T. der sich scheinbar auch im BSW einbringt, mit Palli Tuch und „Ich bin im Frieden mit Russland“ Button, sonst bekannt von diversen Querdenker Demos.

Der BSW hatte eingeladen zu „Corona: Blick zurück in die Zukunft?“, denn die „Aufarbeitung“ der Corona Pandemie, ist neben Aufrüstung eines der Themen im Landtagswahlkampf. Egal, dass beides keine wirklich landespolitischen Themen sind. Neben Hunko der in Freiburg ohne Abschluss Medizin studiert hat und dann erst für die Linkspartei und dann BSW im Bundestag saß und im Europarat, trat auch ?Dr. jur. Beate Sibylle Pfeil auf. Und etwa 50 Personen kamen um sich das anzuhören.

Hunko berichtete von seiner Zeit in der parlamentarischen Versammlung des Europarates, in der er zusammen mit Wolfgang Wodarg – damals SPD, ex Amtsarzt und inzwischen Schwurbel – die Schweingegrippe Epedemie „aufgearbeitet“ hatte. Erinnerte wie damals in der Pandemie jegliche Kritik als „rechts“ geframt wurde – ich erinnere mich eher daran wie sehr schnell bei jeder Demo Rechte auftauchten und auch von alternativ wirkenden Leuten Sozialdarwinismus bei den Reden durchklang.

Spaltung der Friedensbewegung

Und natürlich müsse man „die Spaltung überwinden“, die auch gerade die Friedensbewegung plage. Er, Hunko, sei einer der wenigen die noch von beiden Seiten – also traditioneller Friedensbewegung (die in Freiburg eher weniger Berührungsängste hat) und den aus Querdenken hervorgegangen Gruppen eingeladen werden. Er erzählte dann noch wie er auf eine Rede bei „“Macht Frieden Demo” hätte verzichten müssen weil ihn sonst das Anti-SIKO Bündis ausgeladen hätte.

Er kritisierte dann noch die Brandmauer zur AfD und forderte einen Untersuchungauschuss zu Corona und der Nordstream 2 Sprengung und postulierte etwas von Manipulationen bei der Bundestagswahl zu ungunsten des BSW.

Bei der Fragerunde erklärte er dann noch: Es gäbe in der „Qualität sehr unterschiedliche Chargen bei Moderne und BionTech und die Regierung hat andere bekommen als das Volk“, irgendwie schien er im Moment als er das sagte zu bemerken, was das für ein Skandal wäre, für den es Null Anzeichen gib,t um dann gleich hinzuzufügen: „Wahrscheinlich vermutlich geben wird“.

Skandal: Der Sanitätsdienst der Bundeswehr impft!

Er habe sich ich im Bundestag in von Soldaten in Uniform „impfen“ lassen! Das sei eine Symbolik des Militarismus und der Militarisierung.

Ein weiteres Highlight der Fragerunde war, als er erklärte: „Mutationen gehen immer in Richtung der milderen Variante.“, das habe er ja bereits im (abgebrochenem) Studium so gelernt und daher sei ja die „Omicron Panik“ überzogen gewesen. Nur um sicherzugehen, habe ich die Aussage noch mal dem Virologen meines Vertrauens (mit Abschluss) vorgelegt und der meinte: „Gehen immer = falsch. Kann in Einzelfällen so sein = möglich. Aber genauso möglich in die andere Richtung, je nachdem was Transmissionsvorteil bringt. Krankheitsschwere ist meist deutlich nach Übertragungsrate… ist Blödsinn“

Beate Pfeil

Bea, die man gerichtlich bestätigt eine “tragende intellektuelle Vordenkerin der Südbadischen Coronaleugner- und Querdenker-Szenen” nennen darf trat mit ihrer alten Platte auf: Die WHO sei unzulässig mit ihren Geldgebern – an vorderster Front die Gates Stiftung – verwoben, habe sich oder werde sich diktatorische Vollmachten sichern und der Generaldirektor werde von niemanden kontrolliert und könne quasi willkürlich eine Gesundheitsnotlage ausrufen.

Die Ironie, das eine Partie die sich groß auf die Plakate „Meinungsfreiheit“ schreibt, ausgerechnet eine Referentin einlädt, die versuchte ihre Kritiker per SLAPP Klage mundtot zu machen, sei auch hier angemerkt.

Das ist eine mehr oder weniger alte These, die sie so seit einigen Jahren bei jedem vertritt, der ihr eine Plattform bietet, egal ob BSW, DieBasis, Werteunion oder irgendwelche verschwörungsideologische Demos oder YouTube Kanäle.

Und da wird dann heftig zusammen fabuliert. Irgendwie hängt die WHO jetzt auch mit Epstein zusammen, denn der hatte ja Kontakt zur Gates Stiftung und die Gates Stiftung spendet ja viel an die WHO und das 80% des WHO Etats freiwillige Beiträge von Staaten, Stiftungen und NGOs – NGO klingt bei ihr ganz abfällig – seien, ist irgendwie ein Skandal.

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Ein politischer Mittwoch

Mittwoch, den 11.2.26 war politisch viel los in Freiburg. Seit Wochen hatte ein sehr linkes Bündnis gegen die AfD Wahlkampfveranstaltung im Bürgerhaus Zähringen mobilisiert. Als ich dann am Europaplatz war, war ich von der geringen Personenanzahl überrascht, es wurden dann im Laufe der Demo bis zum Bürgerhaus Zähringen wohl insgesamt 1800. Am Europaplatz waren die Reden schlecht zu verstehen, ich erinnere mich das ein Redner mehrfach gegen “die etablierten Parteien” sprach, die alle irgendwie pro AfD wären.

Die Badische Zeitung und der SWR berichten von Durchbruchversuchen von 100 schwarz Vermummten gegen die Polizei Absperrung. widersetzen_fr stellen es auf ihrem Insta anders da und auch andere Linke Gruppen, stellen es anders.

Es wäre gut, wenn es in Freiburg ein bürgerliches und breites Anti-AfD-Bündnis gäbe. Aber daran müsste man arbeiten.

Im Vorfeld gab es dann noch einen Buttersäure Anschlag und es stand im Raum die AfD Veranstaltung in der Weiherhof Schulen Aula durchzuführen. 

Manchen Linken Gruppen ist echt nix zu dämlich.

Die Schulleiterin erklärte in einer E-Mail an die Eltern, die Schule und die Schulkindbetreuung müssten “politisch neutral” sein. Irgendwie hat da jemand die Diskussion seit 2015 oder so nicht mitbekommen. Bei verbeamteten Lehrkräften gibt es ja sowas wie die Treue zum Grundgesetz und Landesverfassung, daher muss man bei einer verfassungsfeindlichen Partei nicht “politisch neutral” sein. Hier besteht Fortbildungsbedarf.

Telco mit Grünen und dem Umweltministerium

Ich war dann nicht bei der Demo dabei, sondern ging in einem Webinar mit Grünen Landespolitikern und der Umweltministerin und einem ihrer Mitarbeiter. Natürlich habe ich da eine Frage zu Steckersolar gestellt: Viele große Kommunale Vermieter – wir wissen aus Freiburg, Heidelberg, Stuttgart und Karlsruhe, praktizieren trotz recht auf Steckersolar eine regelrechte Abschreckungspolitik, was kann das Umweltministerium dagegen tun?

Antwort des Herrn vom Umweltministerium, da könnten sie gar nix machen, die Leute sollen zum Mieterbund oder individuell klagen. Auch ein Förderprogramm für Menschen mit Notstrombedarf, wie Leute die eine CPAB Maschine oder Insulin brauchen, sie nicht nötig, das wäre ja alles so billig geworden. 

Der Mann vom Umweltministerium hat dann noch gesagt, man könne sich auch Heimspeicher ohne Solaranlage kaufen, um von schwankenden Strompreisen zu profitieren. Ich habe dann darauf hingewiesen, dass ich keine Berechnung kenne, bei der das für den Konsumenten sich wirtschaftlich amortisiert. Er sagte dann, er habe auch nicht dazu geraten, das zu kaufen.

Baden-Württemberg als Rüstungsland?


War die Frage, die sich eine Veranstaltung der Freiburger Linkspartei mit Özlem Alev Demirel (MdEP), der Direktkandiatin im Freiburger Westen Sarah Schnitzler und dem Veteranen der hiesigen Friedensbewegung Werner Siebler stellte. 

Im Haus 37 waren etwa 40 Leute im Veranstaltungsraum, als ich ankam und der Roch schon, als hätte man da mehrere Stunden nicht gelüftet. Obwohl es ja große Fenster gibt, die man hätte öffnen können. Ich hab dann doch lieber eine Maske aufgezogen. 

Aber irgendwie scheinen bei der Freiburger Linkspartei sämtliche Lehren aus der Coronazeit verloren gegangen zu sein. Lüften gegen Viren? Oder auch rumraunen um politische Ziele zu erreichen? Alles irgendwie cool.

Hauptgast war Özlem Alev Demirel, die sowohl von Sarah befragt wurde als auch vom Publikum. Demirel wirkt live irgendwie netter als im Fernsehen, aber man hatte auch den Eindruck sie hat sonst irgendwie Sprechverbot und so war es, das immer wenn Sarah Direktkandidatin eine Frage stellte ein wahrer Wortschwall aus ihr herausbrach und man nie so richtig wusste, was denn jetzt eigentlich der Punkt der Äußerung war. 

Aber einige der Aussagen habe ich mir dann noch notiert, weil ich die so interessant fand. 

Es war klar, man ist gegen Militarisierung, Waffen und Waffenlieferungen. Demirel erklärte dann, heutige Mittelstreckenraketen ohne Atomwaffen sind so schädlich wie damals die Hiroshima Bombe.

Auch so einige historische Tatsachen wurden so ein wenig hingeraunt: Demirel erklärte “Es gab den Maidan und dann mußte der Präsident weg gehen“, historisch muß man wohl sagen, dass der damalige ukrainische Präsident, damit war dann Wiktor Janukowytsch gemeint – generell blieb sie eher vage bei Details, was auch vielleicht einer Erkältung geschuldet sein könnte – eher geflohen war, als “weg gegangen”.


Auch sonst war frau eher bei historischen Gegebenheiten etwas frei in der Interpretation: “Der Widerstand der Bevölkerung in Kiew hat dafür gesorgt, dass sich Russland in den Donbass zurückgezogen hat”, kann man so formulieren. Man könnte auch erwähnen, dass die Vertreibung der russischen Luftlandetruppen von Flughafen Hostomel durch die Ukrainsiche Armee und etwa die Lieferungen noch im März von Anti-Panzer-Waffen, wie etwa 10,000 RPG-75 aus der Tschechei oder 100 FGM-148 Javelins [February 2022], MILAN Anti Panzer Raketen aus Estland. Mit der dann der russische Vormarsch von der Ukrainischen Armee und schnell aufgestellten Verbänden der  Territorialverteidigung gestoppt wurde. Zu der sich auch viele Ukrainische Linke gemeldet hatten.

Relativ einfach war die Analyse von Demirel: Die Rüstungsindustrie hat Interesse an Krieg und der Ukraine Krieg sei kein Kampf gegen Faschismus. Sondern ein imperialer Krieg zweier Großmächten auf dem Rücken der Ukrainer – wie sich eine solche These angesichts der doch häufig zögerlichen Waffenlieferungen aus dem Westen, der dauernden Verhandlung Versuche vor und während des Krieges und angesichts von Trumps aktuellem Ende der US Unterstützung halten lässt, keine Ahnung.

Es gab dann auch vom einzigen Anwesenden des Abends, der vielleicht von einer möglichen Wehrpflicht betroffen sein könnte, auch dazu eine Rückfrage. Demirel beantworte auch das souverän wie die Republik Donezk, mit einem langen Wortschwall, der darauf hinausläuft, das sie ja solidarisch mit der Ukraine sei, aber Waffenlieferungen seien nicht solidarisch, sondern verlängerten nur der Krieg.

Eine Aussage, bei der ich spontan an Christina Lindner denken mußte, der wohl dem Ukrainischen Botschafter in Deutschland am Abend des Starts der Vollinvasion riet die Niederlage schnell zu akzeptieren.

Sarah Schnitzler berichtete vom Haustürwahlkampf, bei der viele Leute sagen würden, sie wären ja für die Linke aber wegen der Außenpolitik könnte man sie nicht wählen – im Landtagswahlkampf und sich beklagte, dass das “militärisches Denken pflanzt sich in die Köpfe der Jugendlichen” und die Linke würde wegen der Ablehnung von Waffenlieferungen kritisiert. Die “Menschen haben Angst vor einem Angriff durch Russland”, was irgendwie durch die Mediale Berichterstattung erzeugt würde.

16.8.2010 Rejang Lebong, auf Sumatra in Indinesien. Zeremonie zum Unabhängigkeitsta von Indonesien.

Das war dann auch irgendwie das Stichwort für Werner Siebler, der Badischen Zeitung vorzuwerfen, sie trommle für Aufrüstung und in diesem Zusammenhang mit Medien das Wort: “Aufrüstungshetzer” zu verwenden.

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BSW, oje

Ich war bei der BSW Veranstaltung “Friedensangst” mit Michael Lüders, in Freiburg der war Spitzenkandidat in Sachsen-Anhalt, kandidiert jetzt auf Platz 2 der BSW Liste für das Abgeordnetenhaus und ist seit Dezember 2025 als stellvertretender Bundesvorsitzender.

Selten habe ich bei einer Veranstaltung eine Rede gehört in der so schön alle Elemente des populistischen Dreiecks vorkamen: Dumme deutsche Politiker, Repression gegen das Volk, dass es längst erkannt hat und sowieso steht Deutschland vor dem schleichenden Niedergang. Diesen sehe man auch daran, dass der Döner in Neuköln inzwischen 10 EUR koste.

Kurz gab’s mal ein Lacher als er fragte: „Wie heißt er noch mal unser Stromberg… ah Merz“, aber sonst ist klar die Ukraine ist eines der korruptesten Länder der Welt, dort sterben im Krieg die Menschen wie die Fliegen. Nur zur Sicherheit: ich werde das jetzt nicht alles faktenchecken, aber es ist falsch!

Amerikanische Konzerne hätten sich im Tausch gegen Waffen schon nahezu die gesamten Schwarzwerde Böden der Ukraine gesichert. Und in Moskau seien die Hotels ausgebucht mir russischen Geschäftsleuten. Das habe ihm ein Geschäftsmann erzählt.

Aber wenn man sich gegen Waffenlieferungen an die Ukraine ausspricht, dann wird man in der öffentlichen Meinung fertig gemacht.

Die USA wollen den wirtschaftlichen Niedergang Deutschlands und die “Hilfssekretärin von Trump ruft im Kanzleramt an und gibt die Regieanweisungen”. Die wahren Entscheidungen würden sowieso auf einer anderen Ebene gefällt.

Eppstein sei eng mit dem Mossad liiert gewesen.

Sowieso dürfe man in Deutschland nicht mehr sagen was man denkt – was er an diesem Abend reichlich tat – in den Talkshows säßen sowieso immer die gleichen Köpfe und dort werde nur ein kleines Meinungspektrum erlaubt. „Keiner sagt man muss mit Russland verhandeln.” Das dürfe man nicht sagen. (Wie oft hat das Sarah Wagenknecht eigentlich gesagt in Talkshows?)

Der Vortrag endete dann noch mit ein bischen Relativierung des Vorgehens der iranischen Regierung, quasi seien die Proteste im Iran vom Mossad gesteuert. Auch das alles nicht belegt.

Immerhin die Rede war frei vorgetragen.

Es folgten dann Fragen aus dem Publikum, die noch irrer waren als der Vortrag: Jemand faselte was von Armageddon und Israel, ein anderer von der „Sorros-Rockefeller-Bande“ und fragte: “Wie stehen sie zur AfD?”, er sei hier nicht auf der Anklagebank und dazu stehe alles im Parteiprogramm.

Im Publikum waren auch Teile der Querdenker Szene.

Ich bin dann vor Ende gegangen.

Verballhornung eines Plakats

1 Jahr Reichsbürger in St. Georgen und Gegenproteste

Am 19. Februar 2025 habe ich die erste Gegendemo gegen die Querdenker in St. Georgen, die jeden Sonntag an der Tiengener Straße stehen angemeldet.

Damals war gerade Wahlkampf für die Bundestagswahl und viele Anti-AfD-Demos.

Bild vom 2.3.25

Bilder vom Juni

Bilder vom Juli

31.8.2025

12. Oktober 2025

23.11.2025

Und so geht es ins Land: 4 bis 8 Reichsbürger:innen ohne Zunahme Tendenz stehen Sonntag von 11:00 – 13:00 in St. Georgen und zeigen ihre Flaggen. Es sind glaube ich etwas mehr Flaggen geworden, aber nicht mehr Reichsbürger.

Eine Gruppe von Gegendemonstranten steht etwas in der Nähe mit bunten Fahnen und beobachtet das ganze. Interaktionen gibt es wenige. Den Reichsbürger dient das wahrscheinlich als Virtue Signalling innerhalb ihrer Gruppe. Man zeigt in den Telegramm Kanälen wie toll aktiv man ist.

Was man halt so schreibt im eigenen Telegramm Kanal

Da in St. Georgen kann man das auch weitgehend ungestört, die Busse die Sonntags mittags vorbei fahren sind leer, ab und an gibt es einen Sparziergänger oder Jogger, vielleicht mal jemanden auf dem Fahrrad und manchmal kommt ein Auto vorbei. Das hupt auch. Nicht immer klar ob pro oder Gegen Reichsbürger. Ab und an bleibt auch ein Passant stehen und diskutiert. Aber der Zuspruch ist bisher ausgeblieben.

Es gibt nun ein breites Bündnis das ab und an auch größere Gegenveranstaltungen organisiert und die Leute aufs Korn nimmt.

Fasnet in St. Georgen mit Büttenrede gegen Reichsbürger

Eine Flaggenparade in den Farben Schwarz, Weiß und Rot,

aus einer Zeit weit zurück, man glaubt sie längst tot.

Eine Demo von Reichsbürgern, ich konnt es kaum fassen,

steht da jeden Sonntag am Friedhof. Am Friedhof! Irgendwie passend.

Und neben ihren Flaggen haben die Reichsbürger da auch so ein großes Schild mit sich.

Darauf steht: „Zurück zur Reichsverfassung von 1871“.

Ernsthaft? Das soll unser Aushängeschild am Ortseingang von St. Jerge sein?

Ich hoffe ihr stimmt hier alle lautstark mit ein, wenn ich sage: NEIN!

Okay, wir sind vielleicht nicht immer ganz auf der Höhe der Zeit,

bei unserem Handynetz ist es oft effektiver, wenn man statt zu telefonieren laut schreit.

Wir haben keine U-Bahn, wie Tokyo und Manhattan,

wir wärn schon froh, wenn wir ne Straßenbahn hätten.

Und auch die Deutsche Bahn lässt uns gern mal im Stich,

doch zurück zur Reichsbahn? Das wolln wir nicht! (…)

Unsere Demokratie zu schützen, ist erste Bürgerpflicht,

St. Georgen ist weltoffen, ihr nehmt uns die Freiheit nicht.

Ihr Reichsbürger beruft euch auf eure Versammlungsfreiheit und die Freiheit der Rede,

dabei sind das genau die Rechte, die es unter eurer Reichsverfassung nicht gäbe.

Um mal aus der Büttenrede bei der Narrensuppe zu zitieren

Zum Abschluss noch passende Musik

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AfD erwünscht, Müller muß draußen bleiben – Anti Windkraft BI lässt Masken fallen

Gut vorbereitet hatte die Günsterstäler Anti-Windkraft-BI ihre Veranstaltung am Samstag Nachmittag 24.1.26 in der Mehrzweckhalle: Plakate im Antifa Design, Referenten mit unzweifelhaftem Leumund, Bestuhlt und sogar eine schriftliche Zutrittsverweigerung für mich.

Dabei hatte ich mich doch so bemüht und habe sogar einen Pro-Atomkraft-Info-Stand mit vielen Exponaten, wie kleinem AKW Modell und einem Pro-Atomenergie Flyer vorbereitet.

Aus einem – ihhhhh gititig – Karton für die Lieferung eines Heimspeicher von Marstek wurde ein schneller Stand mit Aufklebern, Flugblatt und Modell. Leider hatte ich wegen etwas Migräne daheim den Asterix Raubdruck und das Castor Modell vergessen. So mussten sich die Standbesucher halt die vielen Vorteile von Castortransporten, wie Sperrung der Straßen, keine lange Bahnfahrt um gegen Castortransporte protestieren zu können, usw halt so vorstellen. Leider hatte ich dann auch keine Möglichkeit mit der Strahlungsmesser App mit dem Handy was am Nukular Koffer des CCC zu zeigen.

Angemeldet hatte ich alles, wie auch das kleine Megaphon, damit man den Stand auch hört und hört wie toll Atomkraftwerke so sind. Irgendwie kam das bei der Günterstaler Bürgeriniative und einem Teil der Besucher nicht so an.

Deshalb wurde schnell einer Bekannten, die auch am Stand war diese Zutrittsverweigerung gegeben und das obwohl mich immer wieder Leute einluden doch in die Veranstaltung zu kommen – auch damit ich noch was lernen könnte.

Man hat mich dann auch tatsächlich physisch am Zugang gehindert. Wer ohne Probleme rein durfte, ja sogar bekannt und willkommen zu sein schien, war AfD Landtagskandidat und Stadtrat Karl Schwarz. Der Ex-Schwermatrose schien nicht nur einige Teilnehmer zu kennen, sondern sich auch exzellent mit den Männern am Stand der Werteunion zu verstehen.

Kalle Schwatz kam sogar zu mir um sich Flyer anzuschauen, die gemeinsame Abstimmung von Teilen der Grünen und AfD im Europaparlament zu loben. Ich forderte ihn auf doch Wärmepumpen zu installieren, da würde er mehr tun für Deutschland als bei der AfD. Gefilmt wurde ich von seinem vermummten Streamer.

Drinnen muss Heindl dann wieder auf Atomkraft als Lösung für die Probleme der Welt gekommen sein, so berichten mir zumindest die von mir eingeschleusten Informanten. (Klingt viel dramatischer als Bekannte, die ich angerufen habe und dir mir erzählt haben was war, aber die Anti-Wind-BI liest das ja auch). Drinnen waren angeblich so ca 60 Leute. Und Heindl erzählte wohl von Dual Fluid Reaktoren und Small Medium Reaktors.

Aber so zeigt es halt eindeutig in welche Richtung die NIMBY Anti-Wind-BI aus Günterstal tendiert: Rechtsoffen. Auch wenn sie darüber wieder ganz empört sein werden.

Update 30.1.26: Im Badische Zeitung Forum tobt unter dem Artikel zur Veranstaltung tobt die Diskussion. Interessant ist wer da diskutiert: Andreas Leipold-Weißenfels einer der Köpfe der Anti-Windkraft (oder sollte man inzwischen sagen Pro-Atomkraft) Bürgeriniative: „Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass der Bericht von bestimmten Entscheidungsträgern der Stadt Freiburg gesteuert geschrieben wurde. (…) Es ging um die Information von interessierten Bürgern. Dazu wurden hoch anerkannte und nicht streitbare Referenten eingeladen“ (Quelle)

Schon diese Aussage ist völliger Quark. Sowohl Heindl als auch der Hydrologe touren seit Jahren durch die Anti-Windkraft-Szene und sind entsprechend umstritten. Auch „interessierte Bürger“ waren eigentlich nicht da, sondern hauptsächlich Leute aus der Szene.

Der Vorwurf Medien seien gesteuert, begegnet einem mindestens seit 2015 in rechten und verschwörungsideologischen Kreisen immer wieder, damals war es das rote Telefon auf dem Merkel in der Redaktion anruft, heute scheint das Martin Horn zu sein. Besonders absurd wenn man weiß, dass der lange zögerlich war bei Windkraft, weil er Angst hatte, dass das seine Wiederwahl gefährden könnte.

Spannend ist auch wer sich sonst noch so im BZ Forum „rumtreibt“. Da gibt es einen Pro Wind Kommentar: „kein Strom ist mit Sicherheit so teuer wie der atomare (…) ja St. Florian macht seinen Urlaub vermutlich nicht in Neckarwestheim (…) Der Mythos Dunkelflaute eignet vortrefflich als die neue Drohkulisse der Sach-Werteunion analog zum Tempolimit“

Und darunter wirft dann ganz engagiert Adrian Kempf, das ist der Mann, der in Kirchzarten einen Anti-Desinformations-Workshop mit Desinformation verhindert hatte, Hypermoralismus vor. Adrian Kempf hat auch den offiziellen Artikel auf der Homepage der Windkraft Bürgerinitative geschrieben.

Und auch in dessen Bericht gibt es zahlreiche Quatschaussagen:

Goldscheider (der Hydrologie Prof vom KIT, Anmerkung des Verfassers) verwies zudem auf Risiken durch Bau- und Betriebsstoffe, mögliche Havarien sowie Brandereignisse, bei denen Schadstoffe unkontrolliert freigesetzt würden.“ – Unkenntnis oder Vorsatz? Es wird der Eindruck erweckt, daß für Konstruktion und Betrieb einer Windenergieanlage weder Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse (FMEA) noch Risikobeurteilungen durchgeführt werden und dass der Betrieb der Mühle völlig ohne Überwachung und Steuerung erfolgt.

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Friedens Frauen in Freiburg

Am Samstag war ich beim Stand der Friedens Frauen in Freiburg. Neben mir stand auch Jochen S, der auch am Stand stand und diskutierte. Immerhin konnte man sich einigen, dass der Angriffskrieg auf die Ukraine durch nichts zu rechtfertigen sei.

Wobei, gleich da kam die erste ältere Frau und raunte „Vorgeschichte“, auf die Frage was denn die „Vorgeschichte“ sei und warum sie das rechtfertigen würde, war man dann erst verdruckst. Schließlich kam aber, was man schon aus zig Telegramkälen oder von Daniele Ganser oder ihren Imitatoren kennt:

  • Maydan als CIA Putsch,
  • Putin wolle doch auch Frieden,
  • NATO rückt Russland auf den Pelz
  • „wir werden doch auch belogen“
  • „aber die Vorgeschichte“,
  • In Istanbul hat man sich auf Frieden geeinigt, aber Boris Johnson hat das verboten

Spannend war dann die Frage, die von einer anderen Frau kam: „Warum gibt es in der Ukraine Reiseunternehmen wenn da Krieg ist, ich war im Urlaub und da kam ein Bus aus der Ukraine und das so aus, als ob das Leute Urlaub gemacht hätten.“ Ich habe dann versucht zu erklären, dass der „eigentliche“ Krieg in der Ukraine an der Front stattfindet und das man im „Hinterland“, außer Drohnen Angriffen und Energieabschaltungen „nichts“ bemerkt. Aber es eben auch einen Alltag gibt mit funktionierendem ÖPNV, offenen Supermärkten oder Schulen. Neben mir Stand ein junger Mann, der sah so ein wenig nach Jura Student aus und fragte die Frau ob sie mir zugehört habe und was das jetzt für sie bedeute. So richtig eine Antwort kam dabei nicht raus.

Am Stand waren so ca zehn Frauen 50 plus, die irgendwie dazu gehören schienen. Die wirkten alle nach Freiburger Eso-Öko-Millieu.

Eine der älktern Frauen fragte mich: „Sind sie bei der Antifa?“, denn Waffenlieferungen an die Ukraine ist ein altes Antifa Ding. Man kennt es ja.

Was mich im Nachhinein erschreckt, ist diese Ahnungslosigkeit und eigene Hilflosigkeit „wir sind doch alle gegen den Krieg“, gepaart mit Sendungsbewusstsein.

Allerdings muss man wohl sagen.:Ein Teil der Aktivistinnen kommt aus dem südbadischen Querdenker Umfeld und war auch auf den einschlägigen Demos dabei.

Menschheitsfamilie ist übrigens ein Begriff, den gerne Daniele Ganser verwendet und auch der Rest der Äußerungen dort passte dazu.

Atomkraft Info Stand Günterstal

Für den Samstag, den 24.1.26 um 17:00 Uhr hat die Günterstäler Anti-Windkraft-Bürgerinitiative eingeladen zu einer „Informationsveranstaltung“.

Es werden die üblichen Erzählungen über die Gefahren von Windkraft  und Windrädern erwartet.

Als Heilsbringer wird der emeritierte Furtwänlger Professor Heindl vortragen. Der hat einen YouTube Kanal, bei dem er meist nach ca. 20-30 min darauf kommt, dass man doch Atomkraftwerke bauen soll und den üblichen Reigen aus Atomkraft Fans, KlimawandelleugnerGrünen Bashern, Netzwerk Wissenschaftsfreiheit einlädt: Vince Ebert, Manfred Spitzer, Sandra Kostner oder Gerd Ganteför. Sonst ist Herr Heindl eigentlich ganz ok.

Daneben kommt ein Hydrologen vom KIT, der durch die Lande reist und immer erklärt, dass Windkraft schlecht fürs Wasser ist: Versiegelung, Bodenverdichtung, breite Wege, ….

“Leider” muss man feststellen: Der Anti-Wind-Kampf in Günterstal ist ausgekämpft, die Windräder stehen und bleiben erstmal so die nächsten 20 Jahre.

Dennoch rührt sich Rettung: Auch die Baden-Württemberg FDP ist für Atomkraftwerke, sagt nur noch nicht wo. Auch etwa um Uran und Plutonium Globuli herzustellen, die sie ja seit kurzem auch toll findet. 

Ein kleiner Atomreaktor würde gut nach Günterstal passen, etwa auf den Wiesen vor dem Stadtteil.

“Zu ernst ist weder die Veranstaltung oder die Bürgerinitiative auch nicht zu nehmen, aber völlig ohne Gegenrede will ich das nun auch nicht lassen.”, erklärt Sebastian Müller, Organisator des Atomkraft Info Tisch. 

In diesem Sinne laden wir Sie, für eine kurze Aktion ein und informieren die Bürgerinnen und Bürger vor der Mehrzweckhalle in Günterstal über die “Vorteile” von Atomkraft.

Wir fangen um 16:00 an und um 17:15 sollte auch der Abbau wieder fertig sein.

Wer ist für Notstrom im Altenheim zuständig? Scheinbar keiner

Als in Berlin der Strom ausfiel wurden auch viele Altenheime evakuiert (oder nicht weil für die Bewohner und Mitarbeitende viel Stress), weil es keinen Strom mehr ging, die Heizung nicht mehr lief und so weiter.

Das bindet dann auch Kapazitäten, etwa die sich um Menschen zu kümmern, die auch Hilfe brauchen aber nicht im Altenheim wohnen.

Also habe ich per fragdenstaat.de gefragt wie es denn in Freiburg steht: Welche Altenheime haben Notstrom? Welche eine Einspeisung?

Nun schinbar ist keine Behörde zuständig. Das Amt für Brand und Katastrophenschutz der Stadt Freiburg schreibt mir:

“das ABK ist für diese Information nicht zuständig, wenden Sie sich diesbezüglich bitte an die nach Heimgesetz zuständige Stelle.”

https://fragdenstaat.de/anfrage/liste-der-altersheime-mit-notstromversorgung-bzw-notstromeinspeisung

Die Heimaufsicht im Regierungspräsidium schreibt mir:

“Welches dieser Häuser über eine Notstromversorgung verfügt, entzieht sich unserer Kenntnis. Wenden Sie sich hierzu doch direkt an die Einrichtungsleitungen oder an das Amt für Brand- und Katastrophenschutz der Stadt Freiburg”

Quelle: https://fragdenstaat.de/anfrage/pflegeheim-mit-notstrom-bzw-anschluss/

Scheint so als wäre für das Thema Notstrom im Pflegeheim keiner Zuständig.