Landtag gibt endlich öffentliche Petition gegen Palantir auf Landtagswebsite zur Unterzeichnung freiBereits 1000 Unterzeichnerinnen und Unterzeichner

Freiburg im Breisgau, 14.10.2025Die Online-Petition „Keine Nutzung der Software ‚Gotham‘ von Palantir in Baden-Württemberg(Az.: 17/04192), eingereicht am 04.08.2025, wurde nach 71 Tagen oder über 10 Wochen (!) endlich nach Beschluss durch den gesamten Petitionsausschuss zur Mitzeichnung auf der Website des Landtags freigegeben. 

Bei jeweils 1000 Unterzeichnenden mehr, gibt’s ein Sharpic.

In einem Schreiben vom 15.09.2025 bestätigt die Verwaltung zwar den fristgerechten Eingang und die Bearbeitung, teilt jedoch mit, dass die Obleute des Petitionsausschusses „kein Einvernehmen“ über die Veröffentlichung hergestellt haben; eine Beratung sei erst für die Sitzung am 09.10.2025 vorgesehen.

Inzwischen ist auch das offizielle Schreiben mit der Bestätigung der Veröffentlichung da.

Nach dieser hat es dann nochmal mehrere Tage gedauert, bis die Petition endlich online gestellt war.

Zur Petition auf der Website des Landtags: https://petitionen.landtag-bw.de/Petitionen/Details/b64b8bd2-08aa-40e2-83f1-1c1f85187da4

Petent Sebastian Müller freut sich: “Nun können Bürgerinnen und Bürger auf einer offiziellen Plattform ihre Meinung zum Ausdruck bringen und alle Landtagsfraktionen informieren. Die Verzögerungstaktik aus der rechten Ecke zeigt, wie viel Angst die Befürworter haben, sonst würden sie sich zeitnah der Diskussion stellen.”

Der gesamte Landtag sei jetzt gefordert, die Petition im weiteren Gesetzgebungsprozess zu beachten. Falls nötig, müssten die Beratungen gestreckt werden, damit öffentliche Beteiligung nicht nur formal, sondern wirksam möglich sei, forderte Müller.

Stand heute Nachmittag haben bereits über 1000 Personen die Petition unterzeichnet.

„Für den ersten Tag ist das ein überragendes Ergebnis“, so Sebastian Müller (Freiburg). 

Ziel sei, dass mindestens 10.000 unterschreiben, damit eine Anhörung im Landtag erzeugt wird.

Zum Unterzeichnen der Petition: https://petitionen.landtag-bw.de/Petitionen/Details/b64b8bd2-08aa-40e2-83f1-1c1f85187da4

Oder: sbamueller.com/gotham

Sebatian Müller (Petent)

Zentrale Forderungen der Petition sind: 

  • Die Software nicht einzusetzen und die Benutzung der Software den nachgeordneten Behörden zu untersagen.
  • Die engen Grenzen und Regeln, die das Bundesverfassungsgericht bezüglich der Nutzung solcher Software und Datenbestände aufgestellt hat konsequent einzuhalten.
  • Eine datensparsame, bürgerrechtsfreundliche und rechtssichere Lösung in das Polizeigesetz aufzunehmen.

Weitere Informationen: https://sbamueller.com/2025/08/04/petition-keine-nutzung-der-software-gotham-von-palantir-in-baden-wuerttemberg/

Grüne Kreisverbände positionen sich gegen Palantir per Musterbeschluss

Auch immer mehr Kreisverbände der Grünen beschließen einen von Müller ausgearbeiteten Musterantrag, der sich gegen die Verwendung von Palantir wendet. Derzeit haben bereits die Kreisverbände Freiburg, Tübingen, Odenwald-Kraichgau, Rems-Murr, Rastatt-Baden-Baden,  Breisgau-Hochschwarzwald und Böblingen entsprechende Beschlüsse gefasst. Weitere sind beantragt. (Update 15.10.25: KV Karlsruhe)

Stand 17.10.25 haben folgende KVs beschlüsse gefasst:

KV Tübingen
KV Freiburg
KV Odenwald-Kraichgau
KV Rastatt-Baden-Baden
KV Karlsruhe
KV Rems-Murr
KV Rastatt-Baden-Baden
KV Breisgau-Hochschwarzwald
KV Böblingen
KV Heidelberg

Das trojanische Pferd
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Nominiert für den Engagementpreis der Umwelthilfe: Bitte abstimmen!

Zur Abstimmung: https://l.duh.de/engagementpreissebastian

Die Deutsche Umwelthilfe hat mich für ihren Engagementpreis „Druck machen – Für die Umwelt!“ in der Kategorie „Umweltheld*in des Jahresnominiert. 

Das ist eine große Ehre. Das ist wohl weil ich in den vergangen Jahren mit dem BalkonSolar e.V. und unseren Mitstreitern einiges erreicht habe: Wir haben das Infoportal für Steckersolar aufgebaut (https://balkon.solar), Bücher geschrieben, (Upcycling) Seminare organisiert und so Millionen Menschen den Einstieg in die eigene Energiewende ermöglicht. Durch unsere Arbeit wurde ein Recht auf Steckersolar im Miet- und Wohnungseigentumsrecht verankert – ein Meilenstein, der Deutschland international zur Vorreiterrolle macht und weltweit gerade kopiert wird.

Aber bevor ich Held des Jahres werde, muss noch das Publikum abstimmen, auf der Website der Deutschen Umwelthilfe:

hier Abstimmen:  https://l.duh.de/engagementpreissebastian

Das Beste: Wenn wir gewinnen, dann bekommt der BalkonSolar e.V. 50.000 EUR! Und diekönnen wir gut für neue Steckersolar Weltrekorde, Beratung von BalkonSolar Begeisterten die vom Vermieter drangsaliert werden, soziale Steckersolarprojekte und unsere Ukraine Hilfsprojekte einsetzen. 

Teilt diese Botschaft bitte auch mit Freunden und Verwandten!

Anti Palantir Demo in Stuttgart

In Stuttgart haben sich Menschen aus ganz Baden-Württemberg am 4. Oktober getroffen um ihren Unmut mit der Einführung von Palantir deutlich zu machen. Und zu sagen wir wollen nicht, das in BaWü diese Software genutzt wird.

Warum ist Palantir so bedenklich: Jede Alternative Software, die wie Palantir funktioniert, technisch Rasterfahndung by Design implementiert hat. Die Ontologie (Semantik) der Daten entspricht technisch einer Rasterfahndung, die grundgesetzwidrig ist. (Mehr)

Palantir läuft im internen Polizeinetz und nicht am Internet. Aber bei der Polizei Bayern und jeder anderen Polizei die es nutzt sitzen dauerhaft Palantir Mitarbeiter vor Ort am System, es lässt sich kaum überprüfen, was die genau machen.

Daher jede alternativen Lösungen hat als Vorrausetzung: Alle Daten in den Polizei Datenbanken und -dateien (ca. 200 Stück, die aufgrund des Grungesetz und Zweckbindung getrennt sind) müssen bei der Polizei bereits gekennzeichnet werden und die Einhaltung der Zweckbindung der Daten muss sichergestellt werden. Eine Zeugenaussage oder eine Aussage einer Geschädigten darf nur dafür genutzt werden und nicht in einer Rasterfahndung durch Palantir oder einer „alternative Lösung“ zu einem anderen Zweck missbraucht werden.

Und nein: Baden-Württemberg oder Deutschland wird nicht immer krimineller. Sagt sogar das Innenministerium selbst:

Mit 4.952 Straftaten je 100.000 Einwohner erreicht die Kriminalitätsbelastung den zweitniedrigsten Wert in den letzten 20 Jahren, abgesehen von den pandemiegeprägten Jahren 2020 und 2021.https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/baden-wuerttemberg-bleibt-eines-der-sichersten-laender

Es gab eine ganz spontane Band, Beiträge aus Parteien, Gewerkschaften und von engagierten Bürger:innen und dann auch noch einen Platzregen.

Die Demo bekam 30 Sekunden in der Landesschau. Viel wichtiger war aber die kleine SWR Recherche dazu: Denn die haben eine Firma aus Baden-Württemberg (!) gefunden, die ähnliche Software für die Polizei in England und Australien liefert und sagt, sie kann das in ein paar Monaten auch für BaWü bereit stellen.

Man muß also nicht 4.5 Jahre warten, wie immer behauptet wird und auch nicht auf die Schwarz Gruppe oder Airbus!

Die Redner

Meine Rede, die deutlich macht, dass Palantir ablehnen keine „Linke Grüne Nerd Sache“ ist, sondern ganz konservativ: Wer Palantir einführt, gefährdet die Souveränität unserer Staates und macht ihn in einer Grundfunktion – der Strafverfolgung und Ermittlung bei Straftaten – von einem amerikanischen Software Anbieter abhängig. Wer Palantir einführt, der gefährdet die nationale Sicherheit und unsere Freiheit.

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Eröffnung Wasserstofftankstelle in Freiburg, ich hätte da mal einige Fragen

In den vergangenen Tagen gab es eine Reihe unkritischer Artikel über das Wasserstoffmüllautoprojekt der ASF. Dazu gab es eine Pressemitteilung der ASF, einen Artikel in der Badischen Zeitung: „Damit ist die Stadt in der Endphase eines ziemlich progressiven Projekts – den Fuhrpark seiner Abfallentsorgung komplett CO2-frei zu gestalten. „Dafür gab es keine Blaupause“, konstatiert ASF-Chef Michael Broglin. Heißt: So früh, so komplett und eben mit Wasserstoff hat das bisher noch keine andere Kommune umgesetzt. (…)  „Im Schwerlastverkehr hat Wasserstoff da eine entscheidende Bedeutung“, sagt Umweltbürgermeisterin Christine Buchheit. Denn bei schweren, energiehungrigen Fahrzeugen, davon ging man zuletzt aus, taugten Batterielösungen eher nicht.“.

Das passt natürlich in die zahlreichen Eröffnungen mit denen sich der OB im Vorwahlkampf gerade feiert. Richtig fertig ist das Projekt auch noch nicht: für die Wasserstofftanke fehlt der Elektrolyseur und ob es sich um „grünen Wasserstoff“ nach der gängigen EU Definition handelt, sie mal dahingestellt. Wie auch ob es sinnvoll ist, in Süddeutschland wo es immer noch eine Winterstromlücke gibt, H2 herzustellen.

Die Experten sagen: in ganz vielen Fällen ist schlicht Batterietechnik einfach billiger.

Dieser Artikel wird dann von einer Reihe von anderen Medien via dpa Medlung auch völlig unkritisch mehr oder weniger kopiert: Zeit, Handelsblatt, Utopia oder Schwäbische. Dabei werden, wie auch schon vorher bei ähnlichen Projekte keine kritische Fragen gestellt.

Das Problem mit Wasserstoff: Es ist immer weniger effizient als ein Batterie LKW (etwa die Hälfte) ich muss also um gleich weit zu fahren doppelt so viele Windräder bauen!

Dabei ist das Wasserstoff Müllauto einfach nur ein elektrischer LKW (gibts auch als Müllauto in Serienfertigung, inzwischen), von denen es inzwischen einige gibt, mit einer Wasserstoffbrennzelle als teurer Rangeextender.

Wasserstoff Lkw mit Kosten von 1,40 EUR/km, Batterie LKW zwischen 0,35 – 0,55 EUR/km

Es beschleicht einen die Befürchtung, das es sich hier um eine teures Experiment handelt, das technisch von der Batterierevolution inzwischen überholt ist, aber den ganzen Leuten die von Wasserstoff faseln, aber einfach nur weiter Gas verkaufen wollen, Futter gibt.

Der ganze Brief unten. Ich hoffe die ASF beantwortet das Schreiben auch.


Sehr geehrte Damen und Herren,

sehr geehrter Herr Broglin

mit großem Intersse habe ich die BZ Berichterstattung zur neuen Wasserstofftankstelle und auch Ihre Pressemitteilung (https://www.abfallwirtschaft-freiburg.de/de/news/Eroeffnung_Wasserstofftankstelle.php) gelesen.

Auch in meinem Umfeld wird dieses Projekt diskutiert. Wir haben folgende Fragen und hoffen, dass Sie diese beantworten können, da wir auch aus der Pressemitteilung nicht ganz schlau werden. Ich plane ggf. auch dazu einen Artikel auf meinem Blog zu veröffentlichen.

In der Pressemitteilung heißt es: “Leistung von etwa 2,6 MWp entstehen. Etwa 40?Prozent (2,5 GWh) des dort erzeugten Stroms werden ab 2026 die bis dahin neu errichtete Elektrolyseanlage versorgen, die jährlich bis zu 140 t grünen Wasserstoff produzieren kann. Zudem wird die Elektrolyseanlage über einen Mix aus regionalem und zugekauftem Grünstrom betrieben: ca. 30 Prozent (1,6 GWh) stammen aus regionalem Windstrom und weitere 30?Prozent (1,9 GWh) aus zugekauftem Ökostrom.”

1. Mit welchen Kosten pro kg H2 rechnet die FSB für den erzeugten Wasserstoff? Ich gehe davon aus, dass ein solcher Preis auch berechnet werden muss, da dieser Wasserstoff ja in der ASF Solar GmbH entsteht und dann in der ASF verbraucht wird. 

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Wirtschaftszukunft für den Schwarzwald

Ich will mal eine kleine überschlägige Rechnung aufmachen, so als Gedankenexperiment zur Diskussion. Der Besitzer von Gastro Team Albiez, dem das Hotel Halte in Wolfsgrund, Skilift Haldenköpüfle, Waldhotel Notschrei, Hubertus Lodge und Naturpark Hotel Grüner Baum gehören, hat einen Brief an den Landrat von Breisgau Hochschwarzwald geschrieben.

Im Brief spricht er sich gegen den Bau von Windkraftanlagen im Schwarzwald aus. Die Argumente sind die üblichen: „Der Verlust der natürlichen Stille, des weiten Ausblicks und der Unberührtheit gefährdet unmittelbar die Existenz vieler Betriebe. (…) Anlagen rechnen sich nur mit Subventionen, produzieren häufig „Geisterstrom“ und müssen regelmäßig abgeschaltet werden. (…) Infraschall (…) Schlafmangel (…) „Bürger-Energie Münstertal“ besteht aus einer kleinen Zahl an Akteuren, die keineswegs die Interessen der gesamten Bürgerschaft vertreten.“

Das ist natürlich x-fach widerlegter Quatsch, der so quasi von jeder Anti-Wind-BI kommt. Dass die Argumente auch immer gleich sind, wundert nicht, denn die nutzen Argumentations- Templates von LANA und Vernunftkraft. Und auch hier sind sie widerlegt: Es gibt für Schall Grenzwerte, die muss ein Windkraftwerk wie jede andere Anlage einhalten, Infraschall beruht auf einem Rechenfehler und natürlich besteht eine Bürger-Energie-Gruppe aus einer bestimmten Anzahl von Akteuren – so wie ein Tourismusverband eben auch.

Gerade das Subventionsargument verwundert: Schließlich geben die Gemeinden, das Land, der Bund, die EU jedes Jahr viel Geld für Tourismus Marketing (allein der Landkreis Waldshut an die Schwarzwald Tourismus GmbH 138.000 EUR Marketing Umlage, Breisgau Hochschwarzwald 490.000 EUR, insgesamt jedes Jahr 1,9 Mio EUR) und Infrastruktur aus. Und auch die Gastro Team Albiez GmbH hat ca 1,6 Mio EUR Corona-Beihilfen bekommen.

Aber vergleichen wir mal die Wertschöpfung der Gastro Team Albiez GmbH mit der eines Windprojekts. Die Gastro Team Albiez GmbH, die macht so ca 12 Mio EUR Umsatz, mit 2023 136.000 EUR Gewinn. Umsatzrenditete 1,1%, EK Rendite 17,5%. Dafür werden Gastro Unternehmen an 4 Standorten betrieben mit  56 Mitarbeitern.  Und bekam 2020 und 2021 insgesamt ca 1,6 Mio EUR Coronabeihilfe (Subvention!).

Die YACH-MÜHLE GMBH, EBRINGEN, der gehören 3 ENERCON E-70-4 und 1 x ENERCON E-101, Windräder. Die zwischen 2006-2013 in Betrieb gingen.

Bilanzsumme ca 8 Mio EUR. In einem Jahr erzeugen die 14.000.000.000 kWh oder  14,9 Mio. kWh/a. Rechnet man 6 Cent/kWh Einspeisevergütung, dann kommt man auf 840.000,00 € Einnahmen pro Jahr. Daher ohne laufende Kosten nach ca 14 ½ Jahren sind die Investitionen draußen.

Läuft die Anlage 20 Jahre, dann erlöst man ca 4,2 Mio. Den Erlös habe ich jetzt eher konservativ gerechnet, da aufgrund des Kapazitätsfaktors in BaWue wahrscheinlich mehr 6 Cent/kwh Einspeisevergütung fließt, ich aber auch keine Daten zu Betriebskosten (Wartung, Versicherung, …) habe.

Quellen: https://www.oekostrom-freiburg.de/regiowind_st_peter
https://www.northdata.de/?id=1497367989

Berechnen wir doch mal den Flächenverbrauch für den Umsatz beider Anlagen:

Waldhotel Notschrei:  2.946,28 m²
Naturparkhotel grüner Baum:  1.102,96 m²
Hotel Hanauer Hof Gesamtfläche: 637,60 m² 
Hubertus Lodge, Gesamtfläche: 674,51 m² 

Ergibt in der Summer etwa 5361 m^2 versiegeltes Land. Für den Skilift rechne ich mal nix, die eigentliche Versiegelung sollte minimal sein, allerdings hat der durch die Nutzung des Hangs auch erheblich problematische Auswirkungen auf die Natur.

Messen wir mal ganz unwissenschaftlich die Grundfläche der Windenergieanalage, kommen wir auf etwas um 100 m^2 versiegelte Fläche.

Wenn wir jetzt Umsatz durch Fläche teilen, dann haben die Hotels etwa 2238 Eur/m^2/a und die Windräder 2800 Eur/m^2/a. Die Berechnung hängt natürlich von vielen Faktoren ab und ich habe die versiegelte Fläche der Windräder eher nach oben geschätzt und die der Hotels nach unten. Sowie eher einen geringen Umsatz bei den Windrädern angenommen.

Man kann sich also fragen ob man mit Gastro und Hotels im Schwarzwald mehr verdient oder mit Windkraft und man könnte zum Schluss kommen, dass wenn man auf Windkraft setzt für jeden Euro Umsatz weniger Fläche versiegelt werden muss, als für ein Hotel.

Man kann also durchaus fragen ob hier nicht einfach eine neue Industrie mit höherer Wertschöpfung eine alte Industrie mit geringerer Wertschöpfugn verdrängt, wie es ja in der Wirtschaftsgeschichte häufig der Fall ist. Abgesehen davon, dass die Touristen ja auch nicht wegbleiben, bloß weil ein Windrad steht.

Veröffentlichung der Landtagspetition zu Palantir verzögert Petent: Hinhaltetaktik damit Kritik nicht mehr vor Beschluss des Polizeigesetz deutlich wird

Update: 14.10.25 Der Landtag hat die Anti Palantir Petition online gestellt
https://petitionen.landtag-bw.de/Petitionen/Details/b64b8bd2-08aa-40e2-83f1-1c1f85187da4

Freiburg im Breisgau, 17.9.2025 – Die Online-Petition „Keine Nutzung der Software ‚Gotham‘ von Palantir in Baden-Württemberg“ (Az.: 17/04192), eingereicht am 04.08.2025, ist trotz Zusage der Landtagsverwaltung, Petitionen in der Regel binnen einer Woche (in Ferienzeiten binnen zwei Wochen) zu veröffentlichen, auch nach mehr als fünf Wochen noch nicht auf der Website des Landtags sichtbar. 

Der Petent bei der Übergabe einer Petition für mehr Jugendbeteiligung im November 2013, diese führte dann zu einer verbindlichen Regelung in der Gemeindeordnung.

In einem Schreiben vom 15.09.2025 bestätigt die Verwaltung zwar den fristgerechten Eingang und die Bearbeitung, teilt jedoch mit, dass die Obleute des Petitionsausschusses „kein Einvernehmen“ über die Veröffentlichung hergestellt haben; eine Beratung sei erst für die Sitzung am 09.10.2025 vorgesehen.

„Diese Verzögerung ist skandalös. Sie verhindert, dass wir Bürgerinnen und Bürger rechtzeitig und konstruktiv vor dem Beschluss des Polizeigesetzes mit einer Rechtsgundlage für den Einsatz von Palantir einbringen können“, erklärt der Petent Sebastian Müller. „Die angekündigte Zwei-Wochen-Frist ist deutlich überschritten. Damit läuft mein Petitionsrecht faktisch ins Leere.“

Interview bei RDL zur Petition: https://rdl.de/beitrag/plalantir-gotham-des-peter-thiel-die-ausforschung-f-r-staat-und-tec-bros-eine-petitition

Der Petent verweist auf das Grundrecht auf Petition aus Artikel 17 Grundgesetz sowie Artikel 35a der Verfassung des Landes Baden-Württemberg

Beide Normen sichern das Recht, Anliegen an die Volksvertretung heranzutragen – verbunden mit dem legitimen Erwartungshorizont einer zeitnahen und transparenten Behandlung. Durch die Bereitstellung einer öffentlichen Plattform für Petitionen, wie dies der Landtag seit dem 1.7.2025 tut, hat er sich auch verbindliche Verfahrensgrundsätze gegeben. In § 1 heißt es: “Voraussetzung für eine öffentliche Petition ist, dass die Petition inhaltlich ein Anliegen von allgemeinem Interesse zum Gegenstand hat und das Anliegen und dessen Darstellung für eine sachliche öffentliche Diskussion geeignet sind. Die Behandlung des Anliegens muss in die Zuständigkeit des Petitionsausschusses fallen”

Alle diese Voraussetzungen erfüllt meine Petition. Der Landtag bzw. seine Mehrheit kann nicht einfach willkürlich politisch unangenehme Petitionen zurückhalten, damit wird auch das Grundrecht auf Gleichbehandlung verletzt. Denn eine ausgedehnte, nicht begründete Verzögerung der Veröffentlichung beschränkt die öffentliche Debatte und unterminiert die Möglichkeit, Unterstützende zu mobilisieren oder fachliche Stellungnahmen einzuholen, bevor parlamentarische Entscheidungen getroffen werden.

Kronleuchte im Landtag
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Musterbeschluss für Grüne Kreis- und Ortsvereine: Palantir verhindern

Ich habe in Freiburg für die kommende Mitgliederversammlung einen Antrag auf Befassen und Beschluss gestellt, sich gegen den Einsatz von Palantir in Baden-Württemberg auszusprechen. Hier gibt es den Beschlusstext zum herunterladen, damit ihr ihn auch in eurem KV/OV beschließen könnt.

Stand 22.10.25 haben folgende KVs beschlüsse gefasst:

  • KV Tübingen
  • KV Freiburg
  • KV Odenwald-Kraichgau
  • KV Rastatt-Baden-Baden
  • KV Karlsruhe
  • KV Rems-Murr
  • KV Neckar-Bergstraße
  • KV Breisgau-Hochschwarzwald
  • KV Böblingen
  • KV Heidelberg
  • KV Kurpfalz-Hardt
  • KV Ulm
  • KV Mannheim

LDK Antrag durch: OV Waiblingen-Korb

Der Beschluss ist bereits beim KV Freiburg eingebracht. Ebenfalls liegen mir Meldungen vor, dass er beim KV Stuttgart und Neckar-Odenwald eingebracht werden soll.

Interview mit RDL zur Anti-Palantir Petition und Demo am 4.10.: https://rdl.de/beitrag/plalantir-gotham-des-peter-thiel-die-ausforschung-f-r-staat-und-tec-bros-eine-petitition

Soweit ich weiß haben der KV Tübingen, der KV Freiburg, der KV Neckar-Odenwald diesen Antrag beschlossen. Im KV Rastatt-Baden-Baden wurde beschlossen das Polizeigesetz nicht mitzutragen!

Der Landtag hat die Anti Palantir Petition online gestellt
https://petitionen.landtag-bw.de/Petitionen/Details/b64b8bd2-08aa-40e2-83f1-1c1f85187da4

Musterbeschlüsse

Ich rate dazu in dem Musterbeschluss einen Satz einzubauen: „Dieser Beschluss richtet sich NICHT auf die Beendigung der bestehenden Koalition“ oder so ähnlich. Bittet berichtet mir über entsprechende Beschlüsse!

FAQ zum Verteilen

Weitere Informationen

Anti-Wind in Furtwangen

Nach einer Woche der intensiven Recherche, Abwägen, Faktencheck und Quellenprüfung hat der Volksverpetzer einen Artikel von mir veröffentlicht, der sich kritisch mit den einigen der Aussagen von Fritz Vahrenholts Anti Windkraft Vortrag in Furtwangen beschäftigt.

An der Kette

Der CDU Bürgermeister von Furtwangen hat die Halle kostenlos den Windkraftgegnern überlassen, das darf er nach Satzung auch, muss es aber nicht tun. Begründung: Es handele sich um eine „politische Bildungsveranstaltung“, das ist aus meiner Sicht ein kleiner Skandal. Denn entweder gelten die Grundsätze der politischen Bildung, daher der Beutelsbacher Konsens mit seinem Überwältigungsverbot und Kontroversitätsgebot, oder eben nicht. Das dürfte zumindest das Tor öffnen, als Befürworter von Windkraft und Energiewende, auch die Halle kostenlos zu bekommen.

Windrad im Schwarzwald

Neben dem Punkten Artikel, finde ich noch eine Reihe Aspekten erwähnenswert, die zum Teil einfach wegen des Umfangs keinen Eingang gefunden haben.

Windräder im Schwarzwald liegen an guten Standorten etwa bei der Prechtaler Schanze über 2.700 Vollasttunden/Jahr und nicht, wie gerne behauptet wird, bei 1000 Stunden/Jahr und sind damit natürlich wirtschaftlich, sonst gäbe es ja die zahlreichen Projekte von privaten Investoren, Stadtwerken oder Bürgerenergiegenossenschaften nicht. 

Volllaststunden ist die Zeit, in der ein Kraftwerk mit voller Last läuft, das hängt zum einen davon ab, wie gut das Kraftwerk ist, ob es ggf. ausfällt oder in Wartung muss. Der Durchschnitt der Deutschen Windkraftwerke liegt bei 2150 Stunden. Den rest laufen sie meist in Teillast. Das ist übrigens eine Metrik, die vor allem bei konventionellen Kraftwerken sinnvoll ist – das Atomkraftwerk will man möglichst immer unter Vollast laufen lassen. Gerade Kernkraftwerke will man möglichst immer mit voller Last, also viele Volllaststunden betreiben, weil die Kraftstoffkosten (Uran bzw. Brennstäbe) im Vergleich zu anderen Kosten (Kapital für Bau, Lohn für Mitarbeiter) gering sind. 

Außerdem ist es billiger, trotz der niedrigeren Volllaststunden Strom in Süddeutschland zu erzeugen, weil man dann nicht teuer über Kabel im Erdboden (Danke CSU) den Strom von Nord nach Süd transportieren muss. Die Produktionskosten liegen im Süden höher, aber die Transportkosten von Nord nach Süd sind deutlich höher, nach Hochrechnung bis zu 10 Cent kwh. 

Windradtransport im Schwarzwald

Man bekommt für neue Windräder in Stunden mit negativem Strompreis ab dem 27.5.25 auch keine Einspeisevergütung mehr. Es wird also für Strom, den „keiner will“, auch nix bezahlt. Das bedeutet aber nicht, das wir auch den Verbrauch flexibilisieren müssen, etwa über dynamische Stromtarife und variable Netzentgelte. Dafür setzte ich mich ja als BalkonSolar Vereinsvorstand auch ein, etwa mit einer Petition.

Denn Solar erlebt einen ungeahnten Boom. Nicht nur in Deutschland, auch in Polen oder Pakistan, Siera Leone oder jedes Land in der EU, wie Bruno Burger so schön zeigt:

Und die Energiewende ist auch kein deutscher Sonderweg, während alle anderen Atomkraftwerke bauen: Alle bauen Solar zu!

Dann wird auch immer behauptet das sog. Referenzmodell würde dafür sorgen, das im Schwarzwald Windräder gebaut werden, die gar nicht wirtschaftlich wären. Das ist falsch und beruht darauf, dass man das Referenzpreismodell falsch wiedergibt.

Windenergieanlagen haben drei Vergütungsmodelle: 

Das wichtigste ist die EEG Vergütung. Wie hoch die Vergütung ist, wird per Auktion ermittelt: Anlagenbetreiber mit Baugenehmigung bieten in einer umgekehrten Auktion, sie sagen etwa: “Ich will für meinen Strom 6,9 Cent/kWh”. Je niedriger ihr Preis, desto eher kommen sie den Zuschlag. (Der durchschnittliche, mengengewichtete Zuschlagswert im Februar 2025 betrug 7,00 ct/kWh, das ist viel billiger als Strom aus Gas und Kohlekraftwerken)

Transport von Flüglen, Drohnenbild

Nun ist nicht jeder Standort gleich gut. Im Norden Deutschlands gibt es keine Berge und damit keine Verwirbelungen und auch die Wege sind einfach zu befahren, zudem weht etwas mehr Wind. Aber: Viele Großverbraucher sitzen im Süden, Strom muss über lange, teure Hochspannungsleitungen zu ihnen geführt werden. Norddeutscher Windstrom ist schon für 6 Cent/kWh zu haben, man muss erhebliche Transportkosten von der Küste nach Süden dazu addieren. 

Es ist also sinnvoll, nicht nur in Norddeutschland Windenergieanlagen zu bauen, sondern auch wegen der kürzeren Transportwege im Süden. Damit das passiert, wird für jeden Standort ein Faktor berechnet, der die Nachteile ausgleichen soll, das sog. Referenzmodell. Das geht auch andersherum: Habe ich einen hervorragenden Standort, dann bekomme ich weniger Geld. Geboten wird immer auf den fiktiven 100% Standort, allerdings sind die Standorte im Norden 88%, im Süden nur 67% im Durchschnitt. Daraus ergibt sich dann ein Korrekturfaktor, sprich ein 67% Standort wird mit 1,329000 multipliziert und bekommt dann beim Gebotswert von 7 Cent 9,30 ct/kWh. Es entstehen aber geringere Transportkosten als beim Strom aus Norddeutschland. 

Nun gibt es noch zwei weitere Möglichkeiten für den Betreiber, seinen Strom zu vermarkten: etwa ein Power-Purchasing-Agreement, das bedeutet, der Betreiber verkauft direkt an einen großen Verbraucher. In Freiburg hat die VAG etwa für den Strom der Straßenbahnen ein solchen Vertrag. Der Preis unterliegt dabei  de freien Aushandeln zwischen Verkäufer und Käufer. Hier sind die Netzkosten niedrig, da der Strom nur eine kurze Strecke über das allgemeine Stromnetz der badenova transportiert wird.

Die dritte Variante ist das öffentliche Stromnetz komplett zu umgeben:  Direktbelieferung, sprich ein Kabel geht vom Windrad direkt zu einem großen Verbraucher wie dem badischen Stahlwerk in Kehl, man zahlt nichts für die Durchleitung an einen Netzbetreiber, etwa einer Fabrik, zu einem fest ausgehandelten Preis. Da ist dann auch nicht entscheidend, dass der Rheinhafen in Kehl nur eine Mittlere gekappte Windleistungsdichte von > 190 – 250 W/m² im Gegensatz etwa zum > 375 – 515 W/m² auf den höchsten Gipfeln des Schwarzwalds (Quelle: Windatlas Baden-Württemberg).