Interview „Der Sonntag“ zum Feinstaubsensorbasteln in Freiburg

https://www.instagram.com/p/BRiWIVnBjRA/
Herr Müller, Sie laden die Bürger ein, kommende Woche in einem Workshop Feinstaub-Messgeräte zu basteln. Wofür soll das gut sein?  Zum Einen setzt man sich so aktiv mit dem Thema Luftqualität auseinander und kann künftig Schadstoffe in seiner Umwelt selbst messen. Auf der anderen Seite lässt sich so vermitteln, dass das sogenannte „Internet der Dinge“ abseits der Schauergeschichten über lauschende Fernseher und gehackte Heizungssteuerungen für die Gesellschaft nutzbringend angewendet werden kann. Denn die Detektoren senden die Luftmessdaten ins Internet, wo sie auf einer Karte dargestellt werden.

Man trifft sich im Haus der Jugend, aus Stuttgart kommt ein Vertreter einer Bürgerinitiative, der hält einen Vortrag – und dann wird gemeinsam gebastelt?  Ja, genau. Frank Riedel von der Initiative Luftdaten.Info wird die sozialen, politischen und technischen Hintergründe erläutern. Und dann werden wir unter Anleitung Sensoren bauen.

Welche Fähigkeiten muss man mitbringen?  Wer schon mal seinen Internet-Router konfiguriert oder einen Videorekorder programmiert hat, der kann auch das Gerät zusammenbauen und anschließen. Man muss weder löten noch programmieren können, sollte aber in der Lage sein, eine technische Anleitung von einem Blatt Papier umzusetzen. Interessierte sollten 35 Euro für das Material mitbringen. Mehr nicht, die Stadt Freiburg fördert die Veranstaltung. Und mit dem fertigen Gerät kann man nach Hause gehen, es am Balkon anbringen und dort Feinstaub messen. Die Daten werden im Internet auf einer Karte (http://freiburg.maps.luftdaten.info/)  live dargestellt, so dass man stets sehen kann, wie groß die Belastung an welcher Stelle ist.   „Interview „Der Sonntag“ zum Feinstaubsensorbasteln in Freiburg“ weiterlesen

04. März World Open Data Day: Freiburgs 1. LoRaWan Gateway

In Freiburg gibt es leider kein Feierlichkeit oder Aktion zum 04. März den World Open Data Day. Aber am 17.3. kann man ja Feinstaubsensoren basteln und seit einigen Tagen habe ich bei mir im Zimmer (und hoffentlich bald auf dem Balkon in einem hübschne Kästchen) einen LoRaWan Gateway!

Long Range Wide Area Network (LoRaWAN) ist ein Low-Power-Wireless-Netzwerkprotokoll, das für die sichere bidirektionale Kommunikation im Internet der Dinge (IoT) entwickelt wurde. LoRaWAN basiert auf dem offenen Industrie-Standard LoRa und wird von der non-profit Organisation LoRa Alliance spezifiziert.

Vorteile der Technik sind hohe Reichweiten und ein niedriger Energieverbrauch, der sich insbesondere für batteriebetriebene Endgeräte eignet. (mehr auf Wikipedia)

Den Gateway habe ich nach Anleitung selber gebaut. Er ist Freiburgs Erster! Was mich auch schon mal sehr wundert. Einen Node, daher ein Gerät das irgendwas mißt und dann Daten sendet habe ich noch nicht, daher kann ich im Moment nicht sagen ob das Teil geht. Aber es leuchtet grün, was mich hoffnungsvoll stimmt. Das Zeil zu bauen war mittel schwer, vorallem bei der Software und der Konfiguartion bin ich mir nicht sicher ob ich alles richtig gemacht habe.

Seit einiger Zeit gibt es nun eine Europaweite Bürgerinitative, die sich the Things Network nennt. Sie hat bereits ganz Amsterdam mit einem entsprechenden Netwerk ausgestattet, lokale Gruppen gibt es aber auch in der Schweiz und vielen anderen deutschen Städten. Dies von ihr betriebene Netzwerk besteht aus drei Komponenten: Nodes, einem Mikrocontroller-Board und Gateways: „04. März World Open Data Day: Freiburgs 1. LoRaWan Gateway“ weiterlesen

Einladung: Feinstaub in Freiburg? Freitag 17.3. 19:30 ?Café Haus der Jugend

Einladung: Feinstaub in Freiburg?
Feinstaubsensoren basteln ?mit Frank Riedel vom Luftdaten.info aus Stuttgart?Freitag 17.3. 19:30 ?Café Haus der Jugend – Uhlandstrasse 4

feinstaub-sensor.png

Für die Veranstaltung am 17.3. haben wir bereits zahlreiche Anmeldungen. Es ist gut möglich, das mehr Personen kommen, als wir Material zum Basteln haben. Am 5.5. um 19:00 wird es in der Landeszentrale für politische Bildung, die nächste Bastelveranstaltung geben.
Verbindliche Anmeldung hier (bitte mit Email Adresse): http://doodle.com/poll/789impnfbkb3rgqx
Wer ganz sicher gehen will, der kann sich das Material selber bei AliExpress bestellen

Beim Theme Feinstaub, denkt man in Freiburg zunächst mal an Stuttgart. Doch auch Freiburg liegt in einem Tal, in dem sich bei kaltem Wetter Abgase sammeln und die Feinstaubwerte steigen Auch in Freiburg wurde in diesem Jahr der Grenzwert bereits achtmal überschritten.

Alstadtrat Sebastian Müller lässt das nicht kalt: “Wir denken immer, Luftverschmutzung ist in Green City kein Problem und wenn dann kümmern sich die Behörden um das Thema.” ?Dies sei nur bedingt richtig: “?Jeder kann einen Beitrag leisten. Zunächst mal um auf das Thema aufmerksam zu machen. Dann auch indem er sein eigenes Verhalten überdenkt. Mit der Aktion will ich zum denken anregen.”

Am 17.3. kommt Frank Riedel von der Stuttgarter Initiative luftdaten.info um 19:30 in das Haus der Jugend in der Uhlandstrasse 4. Er wird erst über das Stuttgarter Bürger Luftdaten Meßnetz informieren, im Anschluß gibt es es dann Gelegenheit selbst einen Sensor zu basteln. Dafür sind keine speziellen Kenntnisse oder etwa Löten notwendig.

Sebastian Müller: “Das wird sehr anschaulich erklärt und angeleitet. Wer schonmal das Ladekabel seines Handys eingesteckt hat, kann auch einen Sensor bauen. Wer schon mal seinen Router konfiguriert hat, den Sensor anschliessen. Ich hoffe, dass dann viele Bürgerinnen und Bürger einen Sensor mitnehmen und bei sich daheim ans WLAN anschliessen, so dass er ständig die Luftdaten misst und wir auch ein Freiburger Bürger Luftdaten Meßnetz bekommen.”

Wer einen Sensor selber basteln will, soll zur Veranstaltung bitte 40 Euro Unkostenbeitrag mitbringen. Für den Betrieb des Sensors wird Strom und WLAN benötigt. ?Weitere Informationen: http://luftdaten.info/feinstaubsensor-bauen/ 

Für den Betrieb des Sensors wird Strom und WLAN benötigt. Er kann auf jedem Fensterbrett oder Balkon montiert werden, das USB Flachkabel zur Stromversorgung kann ohne Probleme durch den Rahmen des geschlossenen Fensters gelegt werden. Der Stromverbrauch beträgt etwa 1 Watt, was ungefährt 2,50 Euro im Jahr an Kosten wären.

Sebastian Müller: “Wir müßen auch in Freiburg die Möglichkeiten des Internet of Things nutzen um die Umwelt und Natur zu schützen. Nur dann kann uns ein Ökologischer Stadtumbau gelingen. Leider ist Freiburg gegenüber Städten wie Stuttgart oder Basel weit hinterher wenn es um Themen wie Open Data, Citizens Science Do-it-yourself-Szene und dem Makermilieu geht!”

https://www.madavi.de/sensor/images/sensor-esp8266-924569-sds011-1-floating.png

Eine interaktive Karte, auf der alle Sensordaten dargestellt werden findet sich auf: ?http://opendata-stuttgart.github.io/feinstaub-map/

Die Daten von Freiburgs erstem Bürgerfeinstaubsensor werden ständig aktualisiert und sind auf: http://sbamueller.com/feinstaub/ einsehbar.

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Feinstaub in Freiburg: Sebis Sensor!

In Stuttgart gibt es eine Gruppe sehr engagierter Menschen, die für Stuttgart ein Bürger Feinstaubmessnetzwerk aufgebaut (Link zum SWR Bericht) haben, die habe ich gestern besucht und seit heute abend steht auch in Freiburg ein solches Gerät um die Freiburger Luft zu messen.

Das ganze Teil sieht von aussen eher unspekatkulär aus: zwei Regenwasserohre aus denen ein Röchrchen ragt. Mit dem Rörchen saugt der Sensor Luft an und misst darin die Feinstaubkonzentration. Der Sensor hängt an einem kleinen Computer, der per Wlan mit dem Internet verbunden ist. Hier mal ein Bild vom Innenleben:

Der Zusammenbau ist auch für technische Laien wie mich gut machbar, man mußte fast nur zusammenstecken. Einzig etwas hackelig war es Zugriff auf den Wlan Acesspoint vom Sensor zu bekommen. Aber auch das hat nach einigen Versuchen geklappt.

Die gemessenen Daten werden dann auf einer Karte dargestellt. Da sollte man auch bald die Daten von meinem Sensor in Freiburg sehen.

Jetzt wird sicher die Frage kommen warum?  Feinstaubbelastung ist auch in Freiburg ein Problem, vielleicht nicht so groß wie in Stuttgart, weil wir nur in einem Tal liegen und nicht in einem Kessel, aber eben auch ein Problem. Es gab ja bereits ein Jahr in dem der Grenzwert überschritten war. Obowohl sich die Kombination aus solchen Tagen nicht unbedingt wiederholen muß und es seitdem auch ruhig war, auch unterhalb des Grenzwertes ist Feinstaub ein Gesundheitsproblem. In Freiburg ist Stickstoffdioxid eher das Problem.

Übrigens für heute, dem Tag an dem ich den Artikel hier schreibe wurde der Grenzwert in Freiburg überschritten!

feinstaub-freiburg

Und insgesamt schon dreimal dieses Jahr: (das ist jeweils der orangene Wert, der kanpp über 50  µg/m3 liegt: (Link zur Grafik)

Durchaus leben wir also nicht im Tal der Seeligen.

Ich finde auch die Idee eines solchen Netwerkes von Bürgern sehr spannend: Bürger sammeln selbst Daten – Citizen Science – setzten sich mit deren Erhebung und Bedeutung auseinander und erlangen so selbst ein Stück Wirkmächtigkeit. Außerdem mag ich das ja mit dem Basteln und so kleinen Projekten. Mein RasperryPie ADSB Empfänger ist aber leider vom Netz, sobald es wärmer wird muß ich da mal ran und schauen woran das liegt.

Beschwingt habe ich auch gleich mal Material für 5 weitere Meßgeräte bestellt um das Freiburger Meßnetz auszubauen. Wer also mitbasteln will, ich plane in Freiburg einen Workshop mit einem der netten Leute aus Stuttgart!

https://twitter.com/riedelwerk/status/824336255139856384