Besser lüften mit CO2 Ampel

Nach der Anleitung von Guido Burger im Make Magazin habe ich mir eine CO2 Ampel gebaut. Meine Octopus Platine zeigt nun nicht nur eine Warnung an (gelb ab 700, rot ab 1000) sondern überträgt die Daten nicht nun auch noch per Thingsspeak (Anleitung im Link).

Damit habe ich nun daheim und im Büro ein wenig die Luft ausgewertet und auch schöne Dashboards gebaut.

Was man an meiner kleinen Wohnung gut sieht: Nachts steigt der CO2 Wert auf über 2000 ppm – im Winter wenn es kalt ist, mache ich beim Schlafen die Fenster zu – sobald morgens gelüftet wird ,sinkt aber der Wert wieder deutlich.

Diesen Wert Messe ich in der Nähe der Wohnungstür, denn da war noch eine Steckdose frei. Auch das Öffnen der Wohnungstür, senkt den Wert deutlich. Querlüften ist übrigens effizienter, wenn ich entweder die Wohnungstür offen lasse oder aber auch den Lüfter im Bad angeschaltet.

Gleichzeitig messe ich auch noch Werte aus dem BME680 Sensor von Bosch: Den Indoor Air Quality Index (IAQ), das CO2 Äquivalent (rechnet der aus dem IAQ raus) und auch noch die Volatilen Organischen Komponenten. Optisch verlaufen die im gleichen Trend, sogar mit dem CO2 aus der Ampel.

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Feinstaub zum Jahreswechsel 19/20

Miska Knapek hat einen alternativen Luftdaten Feinstaub Viewer gebaut. Mit dem kann man relativ einfach den Verlauf der Luftverschmutzung darstellen. Was ich im Video unten gemacht habe.

Deutlich zu sehen. Gegen 12:00 am 31.1.19 ist die Luft in Deutschland noch mehr oder weniger gut. Einzelne Rote Flekcen gibt es im Ruhrgebiet und Rhein-Main (sowie in Flandern).

Ab 23:00 UTC auf dem Film, daher pünkltich 0:00 MEZ, verschiebt sich das dann in Richtung lila. Eine kleine Erklärung der Farben: Alles in Grün ist so die normale Belastung. Rot ist dann schon über den bekannten 50 µg/m³, die wenn sie im 24h Durchschnitt mehr als 25 Tage im Jahr überschritten werden, zu Fahrverbroten führen.

Lila ist dann richtig schlechte Luft. Die angzeigten Werte sind PM 10 µg/m³, Partikel, deren aerodynamischer Durchmesser weniger als 10 Mikrometer (µm) beträgt.

Diese richtig hohen Werte gehen dann im Laufe des 1.1.2020 zurück, bleiben aber durchaus in der Luft, noch weit bis zur Mittagszeit.

Wer sich übrigens fragt, warum es an Silvester immer so neblig wird: Der Pulverdampf und die Feinstaubpartikel sorgen für diesen Nebel, weil sich daran auch der Wasserdampf in der Luft anlagern kann.

Zum Vergleich die Situation in Schweden: Alles bleibt grün.

Hier noch das Bild der aktuellen offiziellen Werte, des Landesumweltamts Baden-Württemberg. Auch hier ist ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen. Wie schon gesagt: Hier macht man sich ganz ohne Not Grenzwertüberschreitungstage, die dann zu Fahrverboten führen.

https://twitter.com/guido_burger/status/1212312311643430913

My Life with the Atmotube

Today my Atmotube arrived, or rather I had to go to my post office and pay 14,08 € customs duty to get it. The waiting time was not that pleasant as I had to wait since 20th of September 2017 when I ordered the device. Apparently the system, couldn’t work with my last name „Müller“ and made it into somethin strange. Umlaute? Have you heard about them?

While opening the package I cut my finger. Then I had to open another cardbord box and then finally a round tube like box in which was another round box, a usb-c cable and little snap hook.

The actual atmotube is made from metal and feels quite heavy for such a small device. It comes with a very tiny manuel (7cm high). Before using it I had to charge it and download the app to my iPhone. My Life with the Atmotube weiterlesen

tatam: der mobile Feinstaublogger

Seit einger Zeit gibt es stationäre Feinstaubmesser. Inzwischen über 800 davon, Entwickelt haben es Leute aus Stuttgart. Dar Projekt hat auch international enormen Anklang gefunden.

Was aber wenn man Feinstaub messen kann wenn man unterwegs ist? Man bräuchte den gleichen Sensor, aber er müßte die Daten sammeln und nicht ins Internet schicken auf die Karte. Und man bräuchte Strom und irgendwie müßten nicht nur die Feinstaubdaten speichern, sondern auch Ort und Zeit.

Sowas wäre toll, dachte ich mir und ging zum Freiburg Hackaton um es da zu bauen. Leider klappte es nicht so ganz. Aber mir lief ein Informatikstudent zu und der setzte sich einige Nachmittage ran und koodete ein Python script.

Das Verbindet nun den RasperryPi, die GPS Maus, den Feinstaubsensor und den mobilen Akku und misst den Feinstaubwert sobald Strom dran ist. Er macht ein Wlan auf „airlogger“ und mit dem Passwort: airloggerpsk kann ich mich einwählen. Auf http://10.17.42.1:5000 gibt es dann eine Übersichtsseite, die den aktuellen Wert anzeigt und auch die gesammelten Werte seit dem Einschalten. Die kann man als CSV und KML Datei runterladen. Bei der KML Datei haben wir alles unter 20 yg/m3 grün gefärbt, 20 – 50 orange und alles darüber rot. Diese Dateien kann man dann auch etwa ins LibreOffice importieren und auswerten.

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1. Sensorbasteln ein voller Erfolg

Freiburgs erstes Feinstaubsensor basteln war ein voller Erfolg. Nicht nur das über 30 Leute da waren, weit mehr als wir Material hatten, die Teilnehmer waren bunt gemischt: Die jüngsten beiden waren geschätzt acht Jahre alt, die älteste Teilnehmerinn 76 Jahre!.

Wir haben gemeinsam mindestens 15 Sensoren gebastelt. Und ich habe alle SDS011 (das ist der eigentliche Feinstaubssensor), der noch eine ESP8266 Platine braucht, unter die Leute gebracht.

 

Frank Riedel hat von seinem Besuch bei uns auch einen kleinen Blogbeitrag verfasst. Was lernen wir daraus: Freiburger Taxifahrer scheinen das Haus der Jugend, was dankbarerweise sein Cafe zur Verfügung gestellt hat, nicht zu kennen. Und in Freiburg gibt es richtig viele Menschen die sich dafür interessieren.

Deshalb werden wir am 5.5. um 19:00 in der Landeszentrale für politische Bildung nochmal basteln. (Anmeldung und Infos hier)  Mein Tipp: Material selber bestellen (– NodeMCU ESP8266, CPU/WLAN SDS011 Feinstaubsensor (früher PPD42NS) DHT22, Temperatur & Luftfeuchtigkeit (optional) – Käbelchen – USB Kabel z.B: flach 2m Micro-USB)  und dann zum basteln mitbringen. Das ist aus vielen Gründen einfacher. (Umsatzsteuer, keine Vorkasse für mich, man weiß was man hat) Auf den hinterlegten Links findet man alles, die Lieferzeit aus China beträgt etwa 6 Wochen. AliExpress ist mindestens so seriös wie ich.

Danke auch an das Umweltamt, dass die Fahrtkosten für Frank übernommen hat.

Inzwischen habe ich viele gute Rückmeldungen ob nun von der Ökostation, den zahlreichen Techniklehrern die beim Basteln da waren, Leuten von der SICK AG und auch aus der Open Data Szene.

Inzwischen sind schon drei Sensoren auf der Freiburg Karte zu senden und es werden hoffentlich bald mehr (brauch ein – zwei Tage nach dem Anschliessen bis die Verwaltung bei Luftdaten.info das eingetragen hat)

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Beim ersten Basteln in Freiburg war die Bude voll. Bild: Fionn Große

 

Feinstaubsensorbasteln 2: Vortrag zu Gefahren von Feinstaub & Möglichkeit Sensor über LoRaWan anzubinden

https://i2.wp.com/www.lpb-freiburg.de/fileadmin/lpb-freiburg/images/Slideshow/eingang_rounded.jpg

Feinstaubsensorbasteln in Freiburg  #2
Freitag, 5.5. 19:00
Landeszentrale für politische Bildung

Bertholdstrasse 55

Am 17.3. hatten wir mehr Teilnehmer als Material. Wer ganz sicher gehen will, das er Material hat, der kann sich das Material selber bei AliExpress bestellen. (Lieferzeit etwa 6 Wochen – den ESP8266 können wir gemeinsam vor Ort flashen)

Verbindliche Anmeldung hier (bitte mit Email Adresse): http://doodle.com/poll/789impnfbkb3rgqx

Veranstaltung bei Facebook.

Dr. rer. nat. Richard Gminski wird einen Vortrag über Feinstaub halten, danach basteln wir Sensore. Es wird noch einen Vortrag über LoRaWan geben.

Wer einen Sensor selber basteln will, soll zur Veranstaltung bitte 40 Euro Unkostenbeitrag mitbringen. (Beim selber bestellen liegen die Kosten bei etwa 35 Euro – Kleinteile werden wir zum Basteln mitbringen)

Ankündigung zum Basteln am 5.5. 19:00 in der LpB in Fudder, mit dem Befehl von fudder: „Warum Du Dir einen Feinstaubsensor basteln solltest“

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Einladung: Feinstaub in Freiburg? Freitag 17.3. 19:30 ?Café Haus der Jugend

Einladung: Feinstaub in Freiburg?
Feinstaubsensoren basteln ?mit Frank Riedel vom Luftdaten.info aus Stuttgart?Freitag 17.3. 19:30 ?Café Haus der Jugend – Uhlandstrasse 4

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Für die Veranstaltung am 17.3. haben wir bereits zahlreiche Anmeldungen. Es ist gut möglich, das mehr Personen kommen, als wir Material zum Basteln haben. Am 5.5. um 19:00 wird es in der Landeszentrale für politische Bildung, die nächste Bastelveranstaltung geben.
Verbindliche Anmeldung hier (bitte mit Email Adresse): http://doodle.com/poll/789impnfbkb3rgqx
Wer ganz sicher gehen will, der kann sich das Material selber bei AliExpress bestellen

Beim Theme Feinstaub, denkt man in Freiburg zunächst mal an Stuttgart. Doch auch Freiburg liegt in einem Tal, in dem sich bei kaltem Wetter Abgase sammeln und die Feinstaubwerte steigen Auch in Freiburg wurde in diesem Jahr der Grenzwert bereits achtmal überschritten.

Alstadtrat Sebastian Müller lässt das nicht kalt: “Wir denken immer, Luftverschmutzung ist in Green City kein Problem und wenn dann kümmern sich die Behörden um das Thema.” ?Dies sei nur bedingt richtig: “?Jeder kann einen Beitrag leisten. Zunächst mal um auf das Thema aufmerksam zu machen. Dann auch indem er sein eigenes Verhalten überdenkt. Mit der Aktion will ich zum denken anregen.”

Am 17.3. kommt Frank Riedel von der Stuttgarter Initiative luftdaten.info um 19:30 in das Haus der Jugend in der Uhlandstrasse 4. Er wird erst über das Stuttgarter Bürger Luftdaten Meßnetz informieren, im Anschluß gibt es es dann Gelegenheit selbst einen Sensor zu basteln. Dafür sind keine speziellen Kenntnisse oder etwa Löten notwendig.

Sebastian Müller: “Das wird sehr anschaulich erklärt und angeleitet. Wer schonmal das Ladekabel seines Handys eingesteckt hat, kann auch einen Sensor bauen. Wer schon mal seinen Router konfiguriert hat, den Sensor anschliessen. Ich hoffe, dass dann viele Bürgerinnen und Bürger einen Sensor mitnehmen und bei sich daheim ans WLAN anschliessen, so dass er ständig die Luftdaten misst und wir auch ein Freiburger Bürger Luftdaten Meßnetz bekommen.”

Wer einen Sensor selber basteln will, soll zur Veranstaltung bitte 40 Euro Unkostenbeitrag mitbringen. Für den Betrieb des Sensors wird Strom und WLAN benötigt. ?Weitere Informationen: http://luftdaten.info/feinstaubsensor-bauen/ 

Für den Betrieb des Sensors wird Strom und WLAN benötigt. Er kann auf jedem Fensterbrett oder Balkon montiert werden, das USB Flachkabel zur Stromversorgung kann ohne Probleme durch den Rahmen des geschlossenen Fensters gelegt werden. Der Stromverbrauch beträgt etwa 1 Watt, was ungefährt 2,50 Euro im Jahr an Kosten wären.

Sebastian Müller: “Wir müßen auch in Freiburg die Möglichkeiten des Internet of Things nutzen um die Umwelt und Natur zu schützen. Nur dann kann uns ein Ökologischer Stadtumbau gelingen. Leider ist Freiburg gegenüber Städten wie Stuttgart oder Basel weit hinterher wenn es um Themen wie Open Data, Citizens Science Do-it-yourself-Szene und dem Makermilieu geht!”

https://www.madavi.de/sensor/images/sensor-esp8266-924569-sds011-1-floating.png

Eine interaktive Karte, auf der alle Sensordaten dargestellt werden findet sich auf: ?http://opendata-stuttgart.github.io/feinstaub-map/

Die Daten von Freiburgs erstem Bürgerfeinstaubsensor werden ständig aktualisiert und sind auf: http://sbamueller.com/feinstaub/ einsehbar.

Einladung: Feinstaub in Freiburg? Freitag 17.3. 19:30 ?Café Haus der Jugend weiterlesen

Feinstaub in Freiburg: Sebis Sensor!

In Stuttgart gibt es eine Gruppe sehr engagierter Menschen, die für Stuttgart ein Bürger Feinstaubmessnetzwerk aufgebaut (Link zum SWR Bericht) haben, die habe ich gestern besucht und seit heute abend steht auch in Freiburg ein solches Gerät um die Freiburger Luft zu messen.

Das ganze Teil sieht von aussen eher unspekatkulär aus: zwei Regenwasserohre aus denen ein Röchrchen ragt. Mit dem Rörchen saugt der Sensor Luft an und misst darin die Feinstaubkonzentration. Der Sensor hängt an einem kleinen Computer, der per Wlan mit dem Internet verbunden ist. Hier mal ein Bild vom Innenleben:

Der Zusammenbau ist auch für technische Laien wie mich gut machbar, man mußte fast nur zusammenstecken. Einzig etwas hackelig war es Zugriff auf den Wlan Acesspoint vom Sensor zu bekommen. Aber auch das hat nach einigen Versuchen geklappt.

Die gemessenen Daten werden dann auf einer Karte dargestellt. Da sollte man auch bald die Daten von meinem Sensor in Freiburg sehen.

Jetzt wird sicher die Frage kommen warum?  Feinstaubbelastung ist auch in Freiburg ein Problem, vielleicht nicht so groß wie in Stuttgart, weil wir nur in einem Tal liegen und nicht in einem Kessel, aber eben auch ein Problem. Es gab ja bereits ein Jahr in dem der Grenzwert überschritten war. Obowohl sich die Kombination aus solchen Tagen nicht unbedingt wiederholen muß und es seitdem auch ruhig war, auch unterhalb des Grenzwertes ist Feinstaub ein Gesundheitsproblem. In Freiburg ist Stickstoffdioxid eher das Problem.

Übrigens für heute, dem Tag an dem ich den Artikel hier schreibe wurde der Grenzwert in Freiburg überschritten!

feinstaub-freiburg

Und insgesamt schon dreimal dieses Jahr: (das ist jeweils der orangene Wert, der kanpp über 50  µg/m3 liegt: (Link zur Grafik)

Durchaus leben wir also nicht im Tal der Seeligen.

Ich finde auch die Idee eines solchen Netwerkes von Bürgern sehr spannend: Bürger sammeln selbst Daten – Citizen Science – setzten sich mit deren Erhebung und Bedeutung auseinander und erlangen so selbst ein Stück Wirkmächtigkeit. Außerdem mag ich das ja mit dem Basteln und so kleinen Projekten. Mein RasperryPie ADSB Empfänger ist aber leider vom Netz, sobald es wärmer wird muß ich da mal ran und schauen woran das liegt.

Beschwingt habe ich auch gleich mal Material für 5 weitere Meßgeräte bestellt um das Freiburger Meßnetz auszubauen. Wer also mitbasteln will, ich plane in Freiburg einen Workshop mit einem der netten Leute aus Stuttgart!