Henri Dunant, Indonesien und so

Merapi in besseren Zeiten
Merapi in besseren Zeiten, als ich ihn letztes Jahr im Oktober bestiegen habe. Die Hand ist nicht von mir.

Ab Freitag werde ich auf Abschlußseminar für mein Weltwärtsjahr gehen und daher möchte ich noch auf diese zwei interessanten Artikel in der Neuen Zürcher Zeitung zu neuen Biographien über Henry Dunant hinweisen: „Der Gründer des Roten Kreuzes ist ein Schweizer Nationalheld und eine globale Ikone der Humanität. Hundert Jahre nach seinem Tod wird der Mensch hinter dem Monument entdeckt. Henry Dunant war auch ein Apokalyptiker und Egomane“

Sowie auf einen Bericht über einen seiner Mitstreiter, ebenfalls in der NZZ.

Ebenfalls ein wenig besorgt bin ich im Moment über meine Freunde und Bekannten in Bengkulu und beim Indonesischen Roten Kreuz, die ja gerade mit zwei Großschadenslagen zu kämpfen haben. Einmal dem Ausbruch des Vulkans Merapi auf Java in der Nähe von Jogjakarta und dem Erdbeben vor Mentari und der Flutwelle, welche die dortigen Inseln vor Sumatra verwüstet hat. Beide Orte sind übrigens mehr als 1300 km voneinander entfernt. Erschüttert hat mich die Nachricht, dass ein Freiwilliger des PMI bei den Rettungsarbeiten rund um den Vulkanausbruch zu tode gekommen ist.

Internet und Indonesien

Meine Zeit in Indonesien ist zuende, und hier möchte ich einige Links präsentieren, die für Menschen, die sich für Indonesien interessieren sicher interessant sein können.

Indonesien

Nachgedanken Berliner Werbetexter, reist durch Indonesien und schreibt darüber.
Jakarta Post
, Englischsprachige Tageszeitung die ihre Texte ins Internet stellt.
Indonesia Matters,
Blog und Website auf Englisch, von in Indonesien lebenden Ausländern.
Fernsehen live gestreamt
– wer schon immer Indonesisches Fernsehn schauen wollte, der findet hier Streams der vier großen privaten Fernsehsender. Ob es legal ist weiß ich nicht.
Was ist höflich in Indonesien? – vom Blog „Nachgedanken“
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Facebook Sprech / Bahasa Facebook

Eine der für mich nach wievor am unverständlichsten Spielarten des Indonesischen ist die SMS und Facebook Sprache. Da die meisten Leute hier kein Laptop besitzen, sondern nur ein Handy sind diese nahezu gleich. Problem bei beiden ist, das nahezu alle Wörter verkürzt werden und man sich selbst durch lautes vorlesen dazu denken muß was die Leute meinen. Leider ist das bei mir nur sehr selten erfolgreich. Anbei ein paar Beispiele…

DRK Bengkulu Programm in Kompas

Beim Kompas lesen vor dem Büro in Curup
Beim Kompas lesen vor dem Büro in Curup

Kompas ist eine große Indonesische Zeitung mit einem recht guten Ruf, die landesweit erscheint. Die aktuelle Ausgabe erreicht uns aber immer erst gegen 12:00 Mittags, weil sie aus Palembang kommt. Heute sind wir im Bildungsteil mit einem Artikel über das DRK/PMI Schul – Katastrophenvorsorgeprogramm. Für die Übersetzung keine Gewähr. (zur Quelle)

Deutschland setzt 42 Schulen auf den Pfad der Katastrophenvorbereitung

Sonntag, 15 August 2010 | 18.40 Uhr

Bengkulu, KOMPAS.com – Das Deutsche Roten Kreuzes betreibt in Zusammenarbeit mit dem PMI Bengkulu ein bahnbrechendes Katastrophenvorsorge Schulprogramm an 42 Schulen in vier Landkreisen und der Stadt Bengkulu.

„Dieses Programm läuft seit Mai 2009 und wird voraussichtlich im Oktober 2010 auslaufen. Jede Schule wird ein Standard-Verfahren für den Umgang mit Katastrophen haben“, sage der Chef des PMI Fortbildungsabteilung Vice Ellese in Bengkulu, am Sonntag (2010.08.15).

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Wie mir der Blackbery beim Indonesien verstehen hilft

Hier in Indonesien gibt es sehr günstige Blackbery Tarife: einen Monat unbegrenzt surfen und Blackberry Email Dienst für 150.000 IDR von Telkomsel als Prepaid! Kürzlich habe ich sogar ein noch günstigeres Angebot von 3 gesehen, nur 99.000 allerdings ist deren Netzabdeckung gerade auf dem Land nicht so gut. Daher werde ich wohl bei Telkomsel bleiben. „Wie mir der Blackbery beim Indonesien verstehen hilft“ weiterlesen

Karaoke – Inbegriff des Luxus

Allgemein ist man hier sehr sangesfreudig. So wird man gerne aufgefordert doch mal ein deutsches Lied vorzusingen, alle Indonesier wollen wissen was die Lieblingsmusik von einem ist. Jetzt habe ich da leider ein Problem, das ich nicht so der geborene Singer bin.

Dies ist eine populäre Weise, gerne wird aber auch englisches von Sinatra oder so gesungen.

„Karaoke – Inbegriff des Luxus“ weiterlesen

Absurdionesien – Ausländer ich nix verstehn!

Beim Schüler salutieren lassen...
Beim Schüler salutieren lassen...

Mehr als sechs Monate in diesem Land, lassen mich manchmal glauben, der treffendere Name für dieses Land wäre Absurdionesien. Manchmal passieren einfach Dinge, die wir hier nicht verstehen und die auch keiner erklären kann. Gut das ist in Deutschland genauso, hält mich aber nicht davon ab hier ein kleines Best of, zu veröffentlichen

Im Restaurant: Mann nimmt Zahnstocher, putzt sich damit die Fußnägel und legt die benutzen Zahnstocher wieder zurück in den Behälter.

Im Büro: Officeboy nimmt Messer, putzt es am Vorhang ab und schneidet damit die Wasserflasche für den Spender auf.

Im Büro 2: Freiwilliger nimmt kleine Katze die sich im Büro aufhält und wirft sie im hohem Bogen, durch die Tür auf den Hof.

Im Logistik Seminar: wird das abmalen von Formularen, ja wirklich das Abmalen (!) geübt. Nicht das es an jeder Ecke einen Kopierladen gibt.

Curup

Seit einigen Tagen bin ich nun hier in Curup in den Bergen. Curup ist etwa 4 Stunden mit dem Bus oder Auto von Bengkulu weg und angenehm kühl. Daher Nachts hat es so 20 °C und Tags nicht mehr als 30 °C.

Hier ist alles viel kleiner und noch ländlich-indonesischer als in Bengkulu.

Ich wohne bei einer älteren Dame, die ein großes Haus besitzt, mit Haushaltshilfe und einem Gärtner, und einem Auto. Sie ist also nach indonesischn Verhältnissen nicht gerade arm. Ihre vier Söhne sind allesamt bei der Polizei, Luftwaffe und dem Heer. „Curup“ weiterlesen