Wir basteln CO2 Ampeln / Meßgeräte Do 24.9.2020 17:00 Chaos Computer Club Freiburg Adlerstraße 12a
Die Meßgeräte werden auf Basis der Octopus Platine von Guido Burger gebaut, dazu noch ein CO2 Sensor, ein paar Kabel und ein Display. Für die Programmierung werden wir die grafische Oberfläche Ardublocks verwenden. Es ist nicht notwendig Programmieren zu können, wir werden vor Ort in die Oberfläche einführen, somit kann jede*r ein Gerät passend für die eigenen Bedürfnisse bauen.
Ardublocks, die grafische Benutzeroberfläche fürs Programmieren.
Es ist notwendig 4 Lötpunkte zu setzen, dies werden wir vor Ort gemeinsam tun und auch in die Verwendung des Lötkolbens kurz einführen, wenn das gewünscht ist.
Das Basteln findet im Innenhof unter freiem Himmel statt, es ist eine Anmeldung mit Name, Vorname sowie E-Mail Adresse notwendig. Wir werden auf ausreichende Abstände, sowie Desinfektionsmittel bereitstellen. Bitte Tragen sie während der Veranstaltung einen Mund-Nasen-Schutz bzw. Maske. Bitte kein Gesichtsvisir.
Wir haben Material für 10 Personen. Bitte bestellen sie die Teile nicht selbst, wir werden eine Sammelbestellung durchführen, dadurch erhalten wir bessere Preise. Die Veranstaltung ist auf 10 Personen begrenzt.
Bei schlechtem Wetter weichen wir mit weniger Personen auf einen Innenraum aus.
Anmeldeschluß 16.9.2020 20:00. !Anmeldung noch möglich! Kosten ca 100 EUR. Bei günstigerer Bestellung gibt es ggf. Geld zurück.
Seit kurzem besitze ich eine gebrauchte Renault Zoe. Eigentlich wollte ich mir erst einen refurbed Car-to-Go Smart von Electrifiy BW kaufen. Ich habe mir einen angesehen und fand die Idee, ein Auto ein wenig aufzuarbeiten und ihm dann eine zweites Leben zu geben sehr charmant, schließlich habe ich das mit meinem Handy und meinem Tablet und anderen Elektrogeräten auch schon gemacht.
Zoe beim Laden an einer ENBW Säule
Aber dann fand ein Freund auf mobile.de ein nur klein wenig teurerers Angebot für eine gebrauchte Zoe. Dieses Angebot überzeugte, schließlich war schon ein Radio drin, die Sitze in Ordnung und das Fahrzeug hatte innen und außen für seine 126.000 km normale Gebrauchsspuren. Im Gegensatz zu den Smarts, die halt nach Einsatz in Madrid als Carsharing Fahrzeuge schon ein wenig abgeschrammelt sind.
Je nachdem hätte ich also ein wenig basteln müßen und neue Sitze einbauen und andere Sachen optisch verschönern. Das hätte sicher auch funktioniert und die netten Menschen von Electrify BW, hätten bestimmt auch geholfen und erklärt. Aber die Zoe war in einem guten Zustand und ist halt schon etwas mehr Auto als ein Smart, mit vier Sitzen kann man auch Menschen mitnehmen.
Nun fahre ich seit einigen Tagen Zoe und lerne viel. Etwa welche Ladekarte und Ladeapp funktioniert und welche nicht.
??@IONITY_EU sign up Prozess geht nicht ?? ??@Plugsurfing?& ?, schnelle Zustellung der ?, noch nicht so ausprobiert ??@shell recharge?& ?, noch nicht ausprobiert, sei aber teuer ?? @badenovaAG ??, ? über Formular bei den man seine Stromrechnungsnummer angeben soll??h
Bisher habe ich an öffentlichen Ladesäulen (Karte) geladen, etwa in Freiburg an der Badenova und an Autobahnraststätten. Das Laden meiner Zoe dauert etwa 1h und dann hat sie wieder 120 km Reichweite. Man muß sich allerdings überlegen, wie man die Ladepause konstruktiv nutzt, bisher war es entweder Kaffee bei McDonalds oder Joggen gehen.
Definitiv kann ich bisher zur Maingau App und zur ENBW App raten, Plugsurfing hat nur wenige Ladesäulen drin, kann man sich sparen. Die Karte Shell ist teuer und Wirelane bzw. Ladenetz sind als Apps langsam.
Aber ich bekomme auch viele lustige Kommentare und Gespräche mit.
„Wollen sie Kennzeichen mit E am Ende?“ „Ja klar, damit ich auf eAuto Parkplätzen parken darf, ich habe auch schon eines reserviert und prägen lassen“ „Wollen Sie auch eine grüne Feinstaub Plaketre für 5€?“ „Wozu?“ „Weil man sonst nicht erkennt, dass sie keine Emissionen haben“
Etwa diese mit einem Chemilehrer: Sebastian: „ich habe mir Elektroauto gekauft“ Bekannter: „Aber Brennstoffzellen ist cooler“ Sebastian: „ein Holzvergaser ist effizienter und praktikabler als Brennstoffzellen“
Ich zeige meine Paketbenachrichtigjng vor. „Ist es was grösseres?“ „Ein Ladekabel“ Er kramt. „Das ist aber ein großes Ladekabel“ „Für mein eAuto“ Tatsächlich ist das Paket so groß, das ich mit der Tram zum Bahnhof fahren muss. #ladesäulengespeächepic.twitter.com/RBAuioedEo
Oder mit einem Verkehrspolizist: „Wo willst du das Auto laden?“ „In meiner Tiefgarage“ „Aber das darf man doch nicht“ „Wieso, ich kann doch ein Kabel von meinem Keller zum Auto legen und an die Schukosteckdose ran“ „Brandschutz“ „Was soll da brennen?“ „Batterien bilden Knallgas wenn sie zu lange hochgeladen werden“
Tatsächlich ist das Laden daheim noch ein Problem. Aus irgendeinem Grund bricht das Auto den Ladevorgang an der Steckdose immer wieder ab. Im Sport geht es. Als mobiele Ladesäule nutze ich eine „Wallbox“ von Lapp. Beim Laden eines Elektroautos mit LiPo entsteht übrigens kein Gas.
Geladen habe ich die Zoe bisher meist an öffentlichen Ladesäulen. Mein Arbeitgeber war noch nicht so begeistert von der Vorstellung, man könnte sein Elektroauto „auf Arbeit“ laden. Und bei mir in der Tiefgararge steigt auch meist der Ladeziegel von Lapp bzw. die Zoe aus. Gehen tut es aber, habe ich im Sport ausprobiert.
Aber vielleicht beteiligen wir uns an einem Badenova Forschungsprojekt und haben dann gute Chancen auf eine Wallbox.
Spannenderweise braucht die @MaingauEnergie Karte die ich seit heute besitze mehr als 10h um die Rechnung für das Laden in der App anzuzeigen. Wundert mich. Druckt da einer in der Säule die Rechnung aus und schickt sie per Post? pic.twitter.com/Rt65Twanoy
Nicht immer ist die Maingau App schnell, sie braucht etwa einen Tag um die Ladeprozesse abzubilden. Manchmal hat man auch Glück und findet an Supermärkten kostenlose Schnelllader und manchmal hat man Pech, wie beim IKEA in Freiburg, da gäbe es sogar zwei Schnellader, aber die sind defekt.
Sinnvolles Zubehör
Kabelbrücken zum verlegen des Ladekabels über Gehweg
Aktives Wahlrecht und Volljährigkeit sind keine Konzepte die notwendigerweise das gleiche Alter bedingen. Die Grenze von 18 Jahren für beide ist willkürlich gewählt. Steuerpflichtig bin ich auf mein Einkommen ab der Geburt. Bereits mit 14 Jahren darf ich nach erfolgreicher Prüfung ein Segelflugzeug fliegen und meine Religion bestimmen. Mit 16 Jahren, ebenfalls nach bestanden Prüfung, darf ich bereits Traktor fahren und ein kleines Motorrad und in Baden-Württemberg und vielen anderen Bundesländern den Gemeinderat und Bürgermeister wählen. Und in Parteien eintreten und über Wahlprogramm und Vorstand entscheiden. Mit 17 Jahren kann ich mit Zustimmung meiner Eltern, als Soldat zur Bundeswehr, was 2018 1.679 Jugendliche taten. Im übrigen ist die Formulierung Bundeswehrsoldat*innen hätten eine „Lizenz zum Töten“, absurd, ja geradezu verleumderisch. Der Einsatz von Waffengewalt erfolgt nach klar vom Bundestag definierten Mandaten, Einsatzregeln und nicht willkürlich.
Mit 18 Jahren bin ich volljährig und darf Verträge abschließen. Ich darf – eine entsprechende Ausbildung als Lokführer vorausgesetzt – aber erst ab 20 Jahren Züge auf Strecke fahren. Bis 2018 durfte ich erst ab 21. Lebensjahr in Hessen den Landtag wählen. Motorräder mit mehr als 48 PS darf ich erst ab 24 Jahren fahren. Zum Bürgermeister in Baden-Württemberg kann ich erst mit 25 Jahren gewählt werden. Leistungen der Jugendhilfe können mir bis zum 27. Lebensjahr gewährt werden.
Kurzum schon jetzt sind viele Möglichkeiten Dinge zu tun an ganz unterschiedliche Lebensalter gekoppelt und nicht vom rechtlichen Konstrukt der Volljährigkeit abhängig. Es gibt auch keine Beschränkung des Wahlrechts oder Prüfung auf Reife oder Demenz bei alten Menschen.
Es spricht nichts dagegen das aktive Wahlrecht auch auf den Kreis der 16 bis 18 Jährigen deutschen Staatsbürger auszuweiten. Gerade in der Coronakrise wurden Jugendliche und Kinder nur als potentielle Infektionsträger und zu beschulende bzw. Betreuende Objekte wahrgenommen. und ihre Stimmen und Interessen kaum gehört.
CO2 Meßgerät selber bauen und damit meßen wie gut die Luft ist und rechtzeitig lüften.
So kann das aussehen: oben rechts am Octopus ist der I2C-Stecker, von dort das Kabel mit dem Hun verbinden
Seit einiger Zeit werden Aerosole, neben Tröpfchen, als Überträger für das SARS-CoV-2 Virus diskutiert. Das Problem ist: „Während insbesondere größere respiratorische Tröpfchen schnell zu Boden sinken, können Aerosole auch über längere Zeit in der Luft schweben und sich in geschlossenen Räumen verteilen“ (Zitat vom RKI).
Da man Aerosole nicht so einfach messen kann, aber weiß, dass diese ungefähr mit der CO?-Konzentration korrelieren, daher ein Raum der schlecht gelüftet ist und indem dadurch die CO?-Konzentration hoch ist, der hat auch eine hohe Aerosol-Konzentration, haben sich schlaue Menschen um Guido Burger und den Umweltcampus Birkenfeld überlegt, wie man einfach CO? messen kann.
Glücklicherweise gibt es inzwischen von Sensirion einen günstigen Sensor und Guido Burger hat mit der Octopus-Platine eine Bauteil, die diesen steuern kann. Programmiert werden kann der Octopus über ArduBlock, eine visuelle Programmiersprache, bei der man keinen Text eingeben muß, sondern einfach kleine visuelle Blöcke zusammenschieben, aus diesen ergibt sich dann das Programm mit seinen Schleifen, Bedingungen und Zugriff auf Sensoren und Ausgabegeräte.
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