Thema seines Vortrags: „Patriarchat, Krieg und Heilige Männlichkeit – was kann die Homöopathie beitragen zur Befreiung der Liebe von Angst?“
Sechs Männer reflektieren das Patriarchat mit Globuli ? , darauf muss man auch erstmal kommen. Seine Verwicklung in die Freiburger Homöopathen Szene verwundert nicht, er ist auch Dozent an der hiesigen Homöpathie Schule.
Neben ihm tritt noch Friedrich Graf auf. Thema seines Vortrags: „Kaum geboren, werden mit jeder Impfung Entzündungen ausgelöst und mit Wiederholungen intensiviert.“
Graf ist laut Psiram: „Graf ist Autor zahlreicher Bücher, in denen auf radikale und polemische Art unwissenschaftliche Anti-Impf-Propaganda verbreitet wird.”
Auch Markus Keil, Leiter der Freiburger Homöopathieschule-Homoeovia, darf auftreten. Immerhin bemüht man sich um Seriosität, so heißt es auf der Homepage:„Nachvollziehbare, reproduzierbare Lerninhalte frei von Spekulationen und unbewiesenen Theorien“. Immerhin laut Ausschreibung ist man sich der „Krise“ bewusst in der man sich befindet: „Die Homöopathie befindet sich in einer öffentlichen Krise. Das liegt zum Teil auch an dem Bild, wie sich die Homöopathie in der Öffentlichkeit präsentiert“. Mein Tipp wäre ja: Weniger auf Querdenkerdemos rumhängen. (Wir erinnern uns an den Arzt aus der Uniklinik).
Ich habe dem Studio Pro Arte eine E-Mail geschrieben. Antwort: „Wir bieten die Räume zur Vermietung und vielseitigen Nutzung an. Bisher kam ich nicht dazu, den Vortragenden des Seminars tiefer auf den Grund zu gehen. Ich kenne die Ärzte nicht (…) Daher hoffe ich, dass diese Veranstaltung denjenigen, die sich dafür interessieren positive Impulse gibt oder kontroverse Diskussionen auslöst. Beides kann natürlich geschehen und beides kann von Nutzen sein.“
Für mein Speicher von AlphaESS hat es zum Ende Oktober, wie versprochen, eine Software Update gegeben. Meinen Shelly 3 EM im Sicherungskasten findet es immer noch nicht. Ich habe das Gerät dann ein wenig umgestellt auf „Smart Mode“.
Screenshot aus der App von Alpha ESS
Der ist so eingestellt, das er sich tagsüber von den Solarpannels lädt und zwischen 17:00 und Mitternacht mit 50 W entlädt.
Screenshot beim entladen
Das ganze scheint, wenn genug Sonne scheint auch gut zu funktionieren.
Der Update scheint zumindest mal geklappt zu haben, damit wird der Speicher durchaus nutzbarer. Spricht der Vorgang eines „Time Shift“ Systems scheint zu funktionieren und ich kann tagsüber laden und abends entladen.
ScreenshotScreenshotScreenshot
Übersicht aus der App.
Was mir gefällt, ist das man den Speicher zum entladen auf 50 W runterstellen kann, das reicht für meine Wohnung aus.
Für alle denen der Artikel zu lang ist: Ich war bei der Anti-Windkraft-Desinformations-Veranstaltung in Günterstal. Den Leuten wurde mit geschickten Weglassen, seltsamen Reihenfolgen, rhetorischen Fragen die Dinge suggeriert. Und massiv gegen Nachbargemeinden geätzt. Es war alles dabei: Lärm, Infraschall besonders gefährlich für Kinder, Bodenverdichtung, Schröpfen der Bürger. Immerhin wurde der Klimawandel nicht direkt geleugnet, aber Deutschlands (historische) Rolle darin schon. Niemand bietet Alternativen an zum Strom aus Windkraft. Umweltprobleme, wie Versiegelung, Einsatz von SF6, Beton, Lärm, Infraschall, Mikroplastik scheint es nur bei Windrädern zu geben, dass diese andere und viel größere Ursachen haben, wird ausgeklammert.
Wir sitzen in der Sporthalle der Schule in Günterstal, die gerade renoviert wird, aber scheinbar kann man doch Veranstaltungen abhalten. Der Anti-Windkraft Verein hat eingeladen, die Bürger:innen zu “informieren”. Gekommen sind sie nicht nur aus Günterstal, sondern auch aus der Umgebung bis hin zur Schweiz. Gefühlt waren alle Stühle voll am Abend und sicher mehr als 100 Leute da. Aber bei ca ? der Leute, die da waren hatte ich nicht den Eindruck, dass sie bei Anti-Windkraft Aussagen geklatscht haben.
Seilbahan stört keinen, Windrad ganz schlimm
Andreas Leipold-Weißenfels
Dort spricht etwa einer der Vorsitzenden: Andreas Leipold-Weißenfels. Ganz vieles von dem, was er über seine persönliche Situation sagt, kann man nachvollziehen. Er ist noch immer dabei, sein Häuschen in Günterstal abzuzahlen und für ihn sei Günterstal ein Refugium: Auf seiner Terrasse sei es in er Regel nur zwischen 30 und 35 Dezibel laut. Eine Windkraftanlage sei aber 105 Dezibel laut. Was er verschweigt: 105 Dezibel misst man am Rotor bzw. am Flügelende, weswegen es ja Abstandsregelungen gibt. (Mehr dazu)
Denn:“Unter Volllast entstehen an der Nabe in 100 Meter Höhe bis zu 105 Dezibel (dB), das entspricht der Lautstärke eines Baggers. In 250 Meter Entfernung sind es dann noch rund 45 dB. Das entspricht der Lautstärke eines rauschenden Waldes oder einer ruhigen Wohnung.”
“Dem Gewummer wird man sich nicht entziehen können, das wird durch die Tallage noch schlimmer, der Schall wird sich im Tal sammeln.”, ist sich Leipold-Weißenfels ganz sicher.
Er kommt zum Thema Infraschall: “Infraschall, ein sehr strittiges Thema, es wird kontrovers diskutiert und seriöse Menschen fordern eine Verbesserung der Studienlage.” Er fragt das Publikum: “Gibt es hier Zuhörer, die Kinder haben? Die Minderjährige Kinder haben?” Der Saal ist eher Silbersee als Fridays for Future und es melden sich nur etwa fünf bis zehn Personen. “Wenn die Studienlage so uneindeutig ist, sind sie dann unbesorgt, dass Kinder nicht besonders krass betroffen sind?”, die Frage stellt er so in den Raum.
Irgendwie seien Kinder und Jugendliche für Außenreize und Schall besonders empfindlich, Wenn dem so wäre müßte man sofort Discos verbieten und Kitas, in denen Kinder laut toben. Wie sich das auf Infraschall überträgt, wurde nicht erwähnt.
Als ich danach ein Mitglied der BI auf diese Art der Rhetorik anspreche, muß ich ihm dog whistle erklären. Der ganz bezaubernde Herr ist auch der Meinung, ich werde von der “Ökostromgruppe finanziert”, das kann ich jedoch ausräumen. “Die seien ja inzwischen größer als Shell oder Esso”.
Aber zurück zu Andreas Leipold-Weißenfels. Der hat auch den Grund gefunden, warum die Stadt Freiburg pro Windkraft ist: Die Pachtgebühren für die Windkraftanlagen sind horrende 200.000 EUR im Jahr – soviel werde am Illenberg gezahlt – dazu käme noch Steuereinnahmen und dann der Gewinn, denn die Badenova gehöre ja auch der Stadt. (Kleiner Hinweis: ca ? und der Überschuss der Badenova wird verwendet um das VAG Defizit zu decken).
Und überhaupt die Regierung: Die habe zahlreiche Gesetze ausgehebelt: Artenschutz, Wasserschutz, auch die guten alten Abstandsregeln von 10 H (galt in Baden-Württemberg nie) und das, wo die neuen “Monsterwindräder” ja 230 – 250 m hoch sind. Sowieso, “Wir” – das muss der kleine Mann mit Haus in Günterstal sein oder die Gruppe mit SUV, die von der Veranstaltung davonfuhr – werden nicht nur über die Strompreise geschöpft, sondern auch über Steuern. Da im Moment der Strompreis niedrig ist, muss die Bundesregierung so viel in das EEG-Ausgleichskonto reinbuttern, geplant wären 10 Mrd EUR, aber dieses Jahr seien vielleicht 20 Mrd realistischer.
Sodann kam Leipold-Weißenfels zu seinem persönlichen Fazit: Windkraftanlagen machen den Wald kaputt, das Landschaftsbild kaputt, den Dorfcharakter kaputt und lassen uns Günterstäler bezahlen! Wegen Optik, Schlagschatten, Schall, Infraschall, sinkende Immobilienpreise und Mikroplastik Eintrag. Das nur, um sich die eigenen Taschen vollzustopfen. (Applaus und Buhrufe) Und um sich politisch gut darzustellen.
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