Günterstaler Gruselgeschichten über Windkraft

Das Publikum & Fazit

Silbersee statt Fridays For Future

Gekommen sind an dem Abend nicht nur Günterstäler:innen, nach 1 1/2 Vortragsstunden melden sich gleich mehrere Vertreter:innen von Anti-Windkraft-Initiativen aus der Region zu Wort. Das sieht man nicht nur an den Kennzeichen der SUVs die vor der Halle parken, sondern auch an den Vorstellungen. 

Da ist Frau Burg aus dem Münstertal, die auf Waldbrandgefahren hinweist und vor “griechischen Verhältnissen” warnt. Sogleich sekundiert ihr Anja Messerschmitt von der IG Lebensraum Blauen bei dem Thema. Kerstin Moniker aus Kappel, die mich irgendwie in Verbindung mit “der Antifa” bringen will. 

Oder auch der Herr vom rechtsoffenen, querndenkernahen Kanal “Schwarzwald TV”, der fragte, warum denn CO2 so schlimm sei und dann nochmal die Photosynthese erklärte. Auch sonst waren eine ganze Reihe bekannter Gesichter aus der Querdenken-Szene im Publikum.

Auch der Eingangs Herr aus der Schweiz weist auf seinen Telegramkanal hin. Sein Thema: PFAS, sogenannte „Ewigkeits-Chemikalien“, deren Verwendung in unzähligen Kunststoffprodukten zunehmend als Problem erkannt wird. Seine Empfehlung: nicht etwa ein Verbot der umwelt- und potenziell gesundheitsschädlichen Chlorchemikalien, er hofft stattdessen, dass ein Ende der Windkraft helfen würde. Warum, bleibt unklar. 

Er folgt damit dem von den Vortragenden mehrfach angewandten  Argumentationsmuster: Bekannte Umweltschädigungen zu beschreiben, um sie sodann ohne weitere Belege mit Windenergie in Verbindung zu bringen. 

Wer als Windkraftgegner:in gekommen ist, wird bestens mit Narrativen bedient. Eine Offenheit für Pro-Argumente existiert nicht. Offen geleugnet wurde der Klimawandel nicht, aber die Verantwortung Deutschlands bestritten. Offenbarend war, als die Akteure über ihre Motive gesprochen haben: Es geht um puren NIMBY-Aktivismus. Es wurden im Grunde die ganzen alten Geschichten wieder rausgeholt. Das ganze mit einseitiger Stimmungsmache versetzt und tendenziös aufgebauscht. Die Nummer mit den Kindern fand ich persönlich rhetorisch besonders übel. 

Wie gesagt zum Gruseln. 

Seilbahnen mit langen Kalben, Gittermasten und Gesundheitsresorts bringen keine Störung des Landschaftsbilds oder Versiegelung. So muß es sein.

Update:

Holger Knorn fordert ich auf Bilder von ihm nicht weiter zu verbreiten und alle Bilder die ich von ihm habe zu löschen.

„SchwarzwaldTV“ hat einen „Bericht“ von der Veranstaltung auf YouTube gestellt.

Kleiner Hinweis zum „Bericht“:

1. Ich war auf der Veranstaltung. Aber sicher nicht als „Spion des Umweltamts“, schon das wäre eine presserechtlich angreifbare Unterstellung. Und sicher auch nicht „verkleidet“.

2. Die Person die sie bei 0:38 zeigen bin nicht ich. Bei der Windrad Eröffnung trug ich keine Maske, war ja draußen und daher bestand keine Gefahr sich mit Corona anzustecken, da sich die Schwebeteilchen mit dem Coronavirus aus der Ausatemluft ja gut verteilen können.

3. Die Frage die ihnen die Frau Professor nicht beantwortet hat: Selbst wenn wir weltweit morgen alle Verbrennungsprozesse von Kohle, Öl, Gas (fossile Energien) einstellen, enstteht durch den Stoffwechsel von Menschen und Tieren noch genug CO2, welches Pflanzen wiederum in O2 und Biomasse verstoffwechseln können. Es wäre genau der gleiche Zustand, wie vor der industriellen Revolution.

Ein Kommentar zu „Günterstaler Gruselgeschichten über Windkraft“

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