Archive for the ‘DV JGR’ Category

Mehr Jugendbeteiligung wagen (Artikel für das Grüne Telegramm)

1. Oktober 2012

Ich habe einen kleinen Artikel über Jugendbeteiligung für das neue grüne Telegramm geschrieben:

Baden-Württemberg halt als eines der ersten Bundesländer bereits Mitte der 90er Jahre gesetzliche Vorgaben in der Gemeindeordnung geschaffen, um Jugendbeteiligung zu ermöglichen. Inzwischen sind diesem Vorbild auch andere Bundesländer gefolgt und haben Baden-Württemberg teilweise sogar überholt.

Vor diesem Hintergrund haben die Koalitionspartner vereinbart den §41a der Gemeindeordnung („Beteiligung von Kindern- und Jugendlichen) zu novellieren.

Dabei ist anzustreben die jetzige kann-Regelung in eine Soll-Regelung zu verwandeln, um die Beteiligung Jugendlicher an sie betreffenden Fragen endlich verpflichtend zu machen, denn  Jugendbeteiligung ist gut für Politik!
Sie führt zu einer höheren Legitimität der Entscheidungen des politischen Systems und verbessert die „Policy Outcomes“, die Ergebnisse der Entscheidungen werden besser. Auf der lokalen Ebene kann sie auch dazu führen, dass Jugendliche eine stärkere Bindung an ihre Kommune entwickeln um sich lokalpolitisch engagieren. (more…)

Seminarplan: Jugendbeteiligung & informelle Bildung am Beispiel der Republik Armeniens

21. September 2012

Inzwischen haben wir es geschafft den Plan für das Vorbereitungsseminar für die Armenien Studienreise fertig zu machen. War nicht leicht, aber es wird ein spannedes Seminar auch für, die die nicht nach Armenien fahren.

Hier der Plan: Programmvorlage DV JGRHadA (PDF)

Ich freue mich auf zahlreiche und baldige Anmeldungen!

Neben Armenien wird es auch um die Themen Jugendbeteiligung und informelle Bildung gehen.

Literatur zum Armenien Seminar und Studienreise

23. August 2012

Für alle die zum Seminar mitkommen oder aber sich für die Studienreise interessieren haben ich hier eine kleine Lektüreliste zum Thema Armenien, informelle Bildung und Jugendbeteiligung zusammen gestellt. Wenn ein Link angegeben ist, sind die Texte online verfügbar, wenn nicht können sie bei mir angefordert werden. (Per Email) Ein Teil der Texte sind auf Englisch, nicht immer ist es sinnvolldie ganze Resource zu lesen, dann ist ein Kapitel oder eine Seitenzahl angegeben

Armenien

Eva-Maria Auch. (2004). Südkaukasien – Staaten mit Territorialkonflikten. Informationen zur politischen Bildung, (Kaukasus-Region). Retrieved from http://www.bpb.de/izpb/24994/suedkaukasien-staaten-mit-territorialkonflikten?p=all
Bundeszentrale für politische Bildung. (2012, August 20). Armenien Das Land in Daten. Nachschlagen | Lexika | Fischer Weltalmanach | Staaten | A | Armenien. Retrieved from http://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/fischer-weltalmanach/65629/armenien?p=all
Prof. Dr. Hannes Adomeit. (n.d.). Die Staaten im Kaukasus. Dossier Russland. bpb. Retrieved from http://www.bpb.de/internationales/europa/russland/47978/kaukasus

informelle Bildung

Informelles Lernen. (n.d.). Wikipedia. Retrieved from http://de.wikipedia.org/wiki/Informelles_Lernen
Zürcher, R. (2007). Informelles Lernen und der Erwerb von Kompetenzen: Theoretische, didaktische und politische Aspekte. Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur, Abt. Erwachsenenbildung V/8. Retrieved from http://erwachsenenbildung.at/service/publikationen/publikationen_bmukk.php
Seite 1 – 21 ggf. auch bis Seite 34, Kapitel 2.4 ab S. 37 ff
Hager, P. J., & Halliday, J. (2006). Recovering informal learning?: wisdom, judgement and community. Dordrecht: Springer. Seite 233 – 250 *

Jugendbeteiligung

Sebastian Müller, (2011) Jugendgemeinderäte in Baden-Württemberg und Finnland, Wissenschaftliche Hausarbeit für das Lehramt an Realschulen, PH Freiburg, unter: http://sbamueller.files.wordpress.com/2011/04/wissenschaftliche_hausarbeit_sebatian_mueller_1403135.pdf
Hinweis: Kapitel 1 – 4 sind interessant in unserem Zusammenhang und bieten einen Überblick über die Lage bei uns.

Soziales Kapital. (n.d.). Wikipedia. Retrieved from http://de.wikipedia.org/wiki/Soziales_Kapital
National Youth Council of Armenia. (2012, August 21). Retrieved from http://www.nyca.am/index.php?l=en besonders den Teil „About NYCA“ unter: http://www.nyca.am/about.php
Salto Youth. (n.d.).Armenia. Eastern Europe & Caucasus RC. Retrieved August 21, 2012, from http://www.salto-youth.net/rc/eeca/eecapublications/eecamanual/eecamanualarmenia/

Reiseführer und verschiedenes*

King, C. (2008). The Ghost of Freedom:A History of the Caucasus. Oxford University Press, USA. Link zur Kindle Version
Noble, J., Kohn, M., & Systermans, D. (2012). Georgia, Armenia & Azerbaijan. Footscray, Vic.; Oakland, CA: Lonely Planet. Lonelyplanet.com
Michael Wrase. (2012, August 24). Armenien nimmt viele Syrer auf. Badische Zeitung. Freiburg. Retrieved from http://www.badische-zeitung.de/ausland-1/armenien-nimmt-viele-syrer-auf–63291233.html
*kann aber muß man nicht lesen

Hinweise

Unverlinkte Texte können bei mir angefordert werden.

Dachverband Jugendgemeinderäte BW: Thesenpapier zur Jugendbeteiligung

16. Juli 2012

Der Dachverband der Jugendgemeinderäte Baden-Würrttemberg e.v.hatte vor einiger Zeit ein Dachverbandstreffen und dort als großes Thema Fortentwicklung der Jugendbeteiligung.

Seit einiger Zeit wird in Baden-Württemberg ja heiß über das Thema mehr Beteiligung und besonders auch mehr Jugenbeteiligung diskutiert. So wollen die Koalitionsfraktionen auch den $41a, der die Beteiligung regelt ändern. Dieses Blog berichtete ja über dies Thema intensiv.

Ich habe ja meine eigenen Gedanken dazu auch in einem Thesenpapier dargelegt. Nun hat sich auch der Dachverband positioniert, vor kurzem gab es auch ein Verbandsübergreifendes Gespräch mit dem Landesjugendring und anderen Akteuern auf dem Gebiet der Beteiligung. Es ist zu hoffen, das hier die Koalition ernst macht und das Thema weiter verfolgt.

Positionspapier als PDF

Inzwischen hat auch Urs Unkauf, Jugendgemeinderat aus Hechingen das Papier kommentiert: „Die im Positionspapier geforderte, sich aus der Existenz des Dachverband ergebende Favorisierung der Jugendgemeinderäte muss eventuell überdacht werden, um ein breites Partizipationspotenzial nicht im voraus zu verbauen. Wenn sich in der Praxis zeigen, dass beispielsweise offene Jugendforen oder schulische Formen der Beteiligung in konkreten Fällen aufgrund der objektiven Sachlage auf breitere Akzeptanz stoßen, als ein verordneter Jugendgemeinderat, würde es sich anbieten, den Dachverband der Jugendgemeinderäte auf mittelfristige Sicht zu einem Dachverband der Jugendvertretungen zu erweitern.“ gesammter Kommentar auf seinem Blog

The ANNALS of the American Academy of Political and Social Science

23. März 2012

The ANNALS of the American Academy of Political and Social Science has devoted its entire issue No. 633 form November 2011 to the topic of youth participation.

Some of the articles I found very interesting and I wish to summarize them here a little bit:

Daniel Hart and Robert Atkins: „American Sixteen- and Seventeen-Year-Olds Are Ready to Vote“ To quote from the abstract: „American 16- and 17-year-olds ought to be allowed to vote in state and national elections. This claim rests upon a line of argument that begins with an exegesis of legal and philosophical notions of citizenship that identify core qualities of citizenship: membership, concern for rights, and participation in society. Each of these qualities is present in rudimentary form in childhood and adolescence. Analyses of national survey data demonstrate that by 16 years of age—but not before— American adolescents manifest levels of development in each quality of citizenship that are approximately the same as those apparent in young American adults who are allowed to vote. The lack of relevant differences in capacities for citizenship between 16- and 17-year-olds and those legally enfranchised makes current laws arbitrary, …“

They argue that by the age of 16 most indicators that stand we use to look on to judge that someone is ready to be a citizen like knowledge about politics, the feeling of political efficacy, the skills needed for political action, the interest in politics and tolerance are comparable to adults or even exceeding some adult groups. Therefore this youth should be given the right to vote. The study is based on a survey conducted by the authors.

In Participatory Niches for Emergent Citizenship in Early Adolescence: An International Perspective Judith Torney-Purta and Jo-Ann Amadeo write about different perspectives and argue that rather then lowering the voting age, campaigns to involve children and youth should be focused on every day participatory niches and that those niches should be expanded: „we argue for promoting “emergent participatory citizenship” during the adolescent years. Directing serious attention to enhancing the politically and civically relevant niches that those between ages 10 and 18 occupy in their everyday lives, in our view, has greater potential for positive effects than does a campaign to lower the voting age worldwide.“ (All the quotes in this section are taken from the article)

The Authors conceptualize the terms as you can see her and try to give us an overview of the factors that help to built citizenship. (more…)

Praxisforum Jugendbeteiligung, Grade der Partizipation

23. März 2012

Vor einigen Tagen war in Freiburg das Praxisforum Jugendbeteiligung. Da waren Jugendliche, Jugendzentrumsmitarbeiter, Stadtplaner, Frau Barth von der LpB und viele andere, die auf diesem Gebiet tätig sind. Neben der alten und leidigen Diskussion warum es in Freiburg mit dem stadtweiten Jugendbeteiligugnsgremium nicht so klappt (wir erinnern uns an „schöne“ Diskussionen zwischen offener Jugendarbeit: „unsere Jugendlichen sind nicht beteiligungsgeignet“ und Politik / Verwaltung: „ihr arbeitet nicht genug“)

Nun ist das Freiburger Konzept bereits 6 Jahre alt, gerade im Jugendbereich eine Ewigkeit, es hat aus verschiedenen Gründen nicht richtig funktioniert und hat auch wichtige Akteure wie die Schulen draussen gelassen. Wie man nun ein funktionieriendes Konzept verwirklichen kann und nicht über die Fehler der Vergangenheit, darüber sollten wir uns unterhalten. (Die Grafik stammt von Freiburg Extra) Von den angedachten Hearings gab es lediglich eins bisher, der Schüllerat ist im moment recht schwach, beim Stadtjugendring ist Politik, wie schon lange, Nebensache und die Probleme der offenen Jugendarbeit habe ich oben geschildert. Lediglich die Projektbezogene Beteiligung durch das Jugendbüro scheint zu arbeiten.

Walter Spiess aus Flensburg hat Vorgestellt welche Grade der Beteiligung es gibt und jeden aufgerufen selbst zu prüfen wie er diese bei sich in seinen Zusammenhängen (Jugendzentrum, Schule, Verwaltung, …) verwirklicht.

Briefwechsel mit Edith Sitzmann zur Änderung des §41a GemO BW

21. März 2012

In den vergangen Wochen war ich trotz starker Belastung durch das Staatsexamen auch in Sachen Jugendbeteiligung und Änderung des §41a GemO BW unterwegs.

Neben der FDP, die sich durch ein schönes Hearing im Landtag hervorgehoben hat, wollte ich auch andere politische Parteien bearbeiten. Sowohl Edith Sitzmann (Grüne) als auch Gabi Rolland (SPD) habe ich einen Brief geschrieben zum Thema Jugendbeteiligung. Mir ging es darum auch bei den Abgeordneten, die sich nicht täglich mit dem Thema Jugendbeteiligung beschäftigen, die Sensibilität für die Position zu schärfen.

Mit Gabi Rolland hatte ich ein sehr interessantes Gespräch in dem ich ihr meine Position* (verpflichtende Beteiligung aber keine Pflicht zur Einführung eines Jugendgemeinderates, bessere Förderung des Themas auf Landesebene, insbesondere auch für den Dachverband der Jugendgemeinderäte) erläutert habe. Gabi Rolland will mir auch noch nach Rücksprache mit den Zuständigen in ihrer Fraktion eine schriftliche Rückmeldung zukommen lassen.

In ihrem Antwortbrief spricht sich Edith Sitzmann für eine Verbesserung der rechtlichen Stellung aus, beim Thema finanzielle Förderung bleibt sie jedoch hart.

(more…)

Bei der FDP im Landtag zu Jugendgemeinderäten

3. März 2012

Am Samstag war ich bei der FDP/DVP Fraktion im Landtag. Die interessieren sich, jetzt wo sie in der Opposition sind für das Thema Jugendgemeinderäte und haben eine Anfrage gestellt: Jugendgemeinderäte (PDF). Die Antwort steht noch nicht online.

UPDATE: Fotographieren scheint inzwischen erlaubt zu sein. Die Antwort der Landesregierung habe ich jetzt einfach mal eingescannt: LT BW 15/1126 Jugendgemeinderäte (PDF) (Sehr engagiert wie sich die FPD da derzeit gibt!)

Am Samstag waren also lauter Jugendgemeinderäte da und haben erst diskutiert mit Wissenschaftlern (Dr. Angelia Vetter) , Gemeinderäten, Bürgermeistern und unserem Vorsitzenden Marcel Wolff (er wurde Wulff von einigen gennant), wie das nun ist mit Jugendbeteiligung.

Ich habe mich auch ein paar mal gemeldet und auf die Bedeutung der Finanzierung, neben einer verpflichtenden rechtlichen Regelung hingewiesen. Derzeit gibt es ja Bestrebungen beim §41a von einer Kann zu einer Soll oder Muß Regelung hinzuarbeiten. Sowohl im Koalitionsvertrag steht dazu was, als auch in einem kürzlichen Schriftwechsel mit den Grünen und der SPD gibt es dazu Bestrebungen.

Das Panel, mit Marcel Wolf vom DV JGR

Zitat aus der Pressemitteilung der FDP Landtagsfraktion:

„In der von Timm Kern geleiteten Diskussion mit kommunalen Entscheidungsträgern kristallisierte sich heraus, dass die Kommunen nicht unbedingt verpflichtet werden sollten, Jugendgemeinderäte zu installieren. Während der Dachverbandssprecher der Jugendgemeinderäte in Baden-Württemberg, Marcel Wolf, für einen verpflichtenden Passus in der Gemeindeordnung warb, setzte sich Städtetags-Dezernent Norbert Brugger dafür ein, den Kommunen vor Ort die Entscheidung über Mitwirkungsmöglichkeiten der jungen Generation zu überlassen.

„Dem Städte-tag geht es um die Bürgermitwirkung insgesamt, darunter fällt auch eine jugendgerechte Weiterentwicklung der Demokratie“, so Brugger. (…)

Dr. Angelika Vetter, vom Institut für Sozialwissenschaften der Uni Stuttgart, warb in ihrem Vortrag für die stärkere Beteiligung aller Altersgruppen an der Politik.

Die aktive Teilnahme am politischen Geschehen legitimiere und kontrolliere die Regierenden, führe zu mehr Verständnis für Demokratie und Gemeinschaft und erhöhe das Wissen in den Entscheidungsprozessen.“