Kürzlich war die Debatte wieder da: Freiburg werde immer krimineller und man brauch um die schlimmsten Auswüchse zu bekämpfen einen Kommunalen Ordnungsdienst, dessen Aufgabe ja Ordnungswiedrigkeiten sind und nicht Straftaten. Schauen wir doch einfach mal was die Statistik hergibt und auf die Kennzahl die gerne von Kriminologen verwendet wird: Morde.
Zunächst mal die absoluten Zahlen: 1974, 1993 und 2016 gab es in Freiburg 12 mal Mord und Totschlag. Im Durchschnitt 1974 – 2016 sind es jeweils 7 mal Mord und Totschlag. 1974 hatte Freiburg 179.196 Einwohner, 2015 hatte es (das sind das letzte Jahr von dem ich Zahlen gefunden habe) 226.393. Also 47.197 mehr!
Rechnet man deshalb Morde und Totschlagsdelikte auf 100.000 Einwohner, kommt man auf diesen Verlauf oder schöner auf dieses Histogramm:
Daher es gibt eine Reihe von Jahren (1974, 1993, 1988, 1985, 1980, 1987) die waren wesentlich tödlicher als 2016. Und auch 2016 hat die gleiche Mordrate / Tötungsdelikte pro 100.000 Einwohner wie 1986. 1992, 1990, 1977 und 1994.
die meisten KFZ Diebstähle auch 1982 – obwohl es deutlich weniger KFZ gab! Die meisten Ladendiebstähle 1993, Brandstiftung war am populärsten 2003 und Widerstand gegen die Staatsgewalt 2006. Das war auch das Topjahr für Sachbeschädigung und Straftaten gegen die öffentliche Ordnun
Während ich schon die Hoffnung hatte, weniger von Stephan Wermter, Freiburgs Trumpverschnitt zu hören, wohl auch weil er mich bei Facebook geblockt hat, ging diese Hoffnung nicht auf. Da ist zum einen Stephan Wermters halbseitige Anzeige in der Badischen Zeitung:
Seite zwei vom Stadtteile Teil der Badischen Zeitung, dürfte etwa 3000 Euro gekostet haben!
Und dann sind da die Äußerungen auf Facebook, die auch jemand der nicht „nicht rechts“ sei, nicht machen würde:
Zum Beispiel würde man als „nicht Rechter“ keinen AfD Tv Beitrag von Alice Weidel teilen und den Eindruck erwecken man bekäme als Ausländer einfach so Geld:
Würde man auch deswegen gar nicht teilen, weil man entsprechende Seiten die einen solchen Beitrag verbeiten, gar nicht aboniert hätte. Und wenn, dann würde man das kritisch betrachten.
Man würde auch keinen Beitrag aus der einschlägig bekannten „Epochtimes„, dem „AFD Wutmedium“ teilen. Übrigens ist es bisher so, das man als Person – unabhängig vom Aufenthaltsort der Kinder, wenn man als Sorgeberechtigter in Deutschland lebt, für diese Kindergeld bekommt und zwar die gleiche Summe. Das will die AfD nun einschränken. Das wollte man in Großbritaninen auch ist dann aber gleich ausgetreten und Siggi Gabriel wollte es auch mal. Gibt aber gute Gründe warum man das vielleicht nicht macht. Übrigens würden dann auch Eltern deutscher Kinder, die gerade ein Jahr im Ausland leben, nix bekommen. Muß man ja gleich behandeln.
Aber wie gesagt, wenn man nicht rechts ist, dann teilt man eher nicht „Epochtimes“.
Und dann ist da noch die Mär mit den „vielen positiven Zuschriften“ von den Leuten. Ja „das Volk“ oder was sich dafür hält schreibt Stephan regelmäßig wie toll es seine Kandidatur halte:
Nun, was passiert aber wenn plötzlich in der von Stephan gegründeten Kastenwagen Facebookgruppe rauskommt, was für ein netter Kerl er ist. Also wenn man am Sonntag Vormittag die Hose runterlassen muß und sich vor 7000 Campingfreunden bekennen:
Tja dann wehrt sich „das Volk“.
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Und dann hat man plötzlich viel weniger Likes für die eigene Kastenwagengruppe.
Natürlich darf man das alles sagen und denken. Aber man muß sich dann nicht wundern wenn andere Leute einen als „Nazi“ oder vielleicht etwas vornehmer als „Rechts“ bezeichnen. Wenn ich kein Fleisch esse, bin ich halt Vegitarier. Und wenn ich rechtes Gedankengut verbreite und AfD Sprech von mir gebe, dann bin ich halt „rechts“.
Als Reaktionen auf die große SWR Recherche gabe es im Landtag, auf Antrag der FDP eine Debatte. Das Video ist verlinkt (Debatte geht ab 1:21:37 los – geht ca 2h). Der SWR fasst das ganze auch in einem Artikel schön zusammen:
So schreiben mir Mitarbeitende aus dem Landkreis Emmendingen:
„wenn man Glück hat fährt Nachts überhaupt ein Auto in Elzach. Geht schon soweit dass wenn sie niemand finden ein RS (Rettungssanitäter, AdR) aufm NEF (Notfalleinsatzfahrzeug, sollte nach Gesetz mit einem Rettungsassistenten besetzt sein) sitzt.
Aus dem Landkreis Lörrach weiß ich, das es ähnliche Probleme gibt, so wurde etwa im September 2015 Nachts der zweite Rettungswagen in Lörrach nahezu durchgängig nicht besetzt und es gab auch große Ausfälle beim Krankentransport. Auch heute scheint es in Lörrach ausfälle bei Rettungswagenschichten zu geben. Für den Landkreis Lörrach habe ich eine ähnliche LIFG Anfrage, wie für die Stadt Freiburg gestellt.
Sicherlich gibt es Personalnot auch in anderen Bereichen, von Bundeswehr, über Bäcker bis Zimmerleute. Aber der Unterschied zur „freien Wirtschaft“ ist, dass wenn ein Bauunternehmen nicht genug Personal hat, dass es dann weniger Aufträge annimmt und die Leute eben länger warten müßen bis ein Haus fertig ist. Aber beim Rettungsdienst und der Krankenpflege gefährdet Personalmangel Leben!
Wie gesagt, es ist aus meiner Sicht unvorstellbar, dass die DRK Landesgeschäftsführer – für Südbaden wäre das Frau Wiloth-Sacherer – über diese Zustände nicht informiert sind und erst aus einer SWR Doku darüber erfahren.
Die Stuttgarter Zeitung bereichtet über eine Bürgerinitative die sich der Sache annimmt:
Und in der Sache einen Brandbrief an den Ministerpräsidenten geschrieben hat. Den Forderungen und den angesprochenen Problemen kann ich vollständig zustimmen.
UPDATE: Eingangsbestätigungen meiner LIFG Anfragen, liegen inzwischen von der Stadt Freiburg und dem Landkreis Lörrach vor. Die Stadt Freiburg hat die Anfrage, an den Kreisbereichsausschuss weitergeleitet.
Aber auch in Freiburg gibt es nicht nur im Rettungsdienst Probleme. Scheinbar hat das St. Josefskrankenhaus beschlossen die Pflegekraft, die sich Nachts um die Kindernotfallpraxis kümmert einzusparen und den Betrieb von der chirugischen Ambulanz miterledigen zu lassen:
Wohl gemerkt die Kindernotfallpraxis ist in der Regel voll mit kranken Kindern und den Eltern. Neben den Kindern sollen die Schwestern auch die Aufnahme durchwischen/putzen, Matrial bestellen, Kranke Erwachsene versorgen denn die Aufnahme macht auch Innere&Chirurgie
Warum ich mich so für ein The Things Network für Freiburg einsetze haben mich in den letzten Tagen viele gefragt. Ja ich habe einiges Unternommen: etwa einen Brief an den Oberbürgermeister, den IHK Präsidenten, das Gründerbüro der Uni und viele andere geschrieben und gefragt ob sie beim Aufbau eines Netzes helfen können. Ich habe auch erreicht, dass das Thema in einer Anfrage besprochen wurde und viele Menschen darauf angestoßen.
Die Fraktionen der Grünen und von JPG fragen offiziell: Wie steht es in Freiburg mit einem TTN Netz und wie hilft die Stadt den aktiven dabei?
Gestern war ich bei einer der seltsamsten politischen Veranstaltungen in meinem Leben. Stephan Wermter hatte eingeladen um mit den Menschen aus Haslach, über ihre Anliegen zu sprechen. Ich kam etwas später, weil ich bei einem anderen Termin war und hatte die Gegendemo verpasst.
Im Raum waren etwa 35 Leute, die meisten davon mittleren Alters und eine Reihe jüngerer Männer mit Vollbärten, die so aussahen als hätten sie Migrationshintergrund.
Zunächst war das Ganze nicht besonders aufregend, ja eher langweilig. Ein mittelalter Herr erklärte es werde bald zu einem riesen Crash kommen (wohl Börse oder Euro), noch dieses Jahr! Er lese da viel im Internet darüber. Der Gleiche fragte dann etwas später, ob Stephan Wermter „als Selbstständiger“ mal das mit dem Bruttoinlandsprodukt erklären könnte, weil das BIP sei ja etwa 2,7 Billiarden EUR und der Bundeshaushalt nur 450 Mrd. EUR, wo sei denn das ganze Geld? Stephan Wermter bemühte sich.
Irgendwie alles so ein wenig auf Stammtischniveau – eine Frau fordert das mehr Demonstriert werden soll und was Unmüssig mache sei ja auch irgendwie legitim – die Ämter seien zu langsam – 50% Sozialwohnungsbau bringt nix
Den ganzen Abend über kam so eine Stimmung auf, dass man als Deutscher gegenüber Flüchtlingen – denen ja eh alles in den Arsch geschoben würde – doch irgendwie benachteiligt sei. Besonders absurd war das, weil Stephan Wermter verschiedene Kategorien aufmachte: Die Flüchtlinge die vor 10 Jahren gekommen seien, die hätten keine Lobby, aber die die jetzt kommen, bekommen alles. Und er habe ja auch nix gegen richtige Flüchtlinge, aber man dürfe nicht die „Verbrecher der gesamten Welt nach Deutschland holen“. Und wenn ein Flüchtling 1200 Euro im Monat bekäme und neue Handys, dann sollte man das als Deutscher auch bekommen. Auf die Frage wer das behaupten würde, erklärte er man solle doch mal beim Vodafone Shop beim Stadttheater nachfragen.
Jetzt haben sie es von der #Frauendemo in #Kandel – in Amerika sei die #Antifa quasi eine terroristische Vereinigung und wenn man jetzt demonstriert wird man von der #Polizei aufgeschrieben!
Lustigerweise gab es eine Frau, die immer so klassenkämpferische Thesen vertrat, die auch auf einer Veranstaltung der Linken nicht fehl am Platze gewesen wären.
Einer aus dem Publikum fragt warum man soviel Geld für Asylanten ausgibt bekommt Antwort von Frau: ihr spielt die Obdachlosen gegen Asylbewerber ab. Kampf untere Schichten gegeneinander. Schüren der Ängste der einfachen Leute @OBMonikaStein könnte die Leute auch abholen
Stephan Wermter verlas dann noch Hassmails gegen ihn und konnte sich nicht erklären, warum ihm damals Menschen wegen des von ihm organisierten Trauermarschs wegen Maria, vorwarfen er würden den Tot der jungen Studentin politisch auschlachten.
Seit einiger Zeit sorgt eine SWR Dokumentation über die Zustände im Rettungsdienst in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz für weniger Aufregung, als sie eigentlich sollte.
Screenshot aus der Doku: „immer wenn das Kästchen rot ist, dann fehlt ein Teil der Besatzung (…) es sind viele rote Kästchen über viele Wochen und Monate“
Dann wird so schön ein Informant zitiert: „Wir haben in Stuttgart bis zu 400 h Ausfall im Monat.“ Würde es sich um einen 24h besetzten Rettungswagen handeln, wäre dieser also etwas mehr als 16 Tage lang (von 31) nicht besetzt. Die Zustände müßen so dramatisch sein, dass sich der Betriebsrat bereits im Oktober 2016 an den Geschäftsführer des dortigen DRK gewandt hat.
Aber nicht nur dieses Problem spricht die Dokumentation an. Sondern es geht um eine Reihe von Symptomen, die alle mit dem Personalmangel zu tun haben:
Ausfall von Fahrzeugen in verschiedenen Rettungsdienstbereichen, besonders im Rettungsdienstbereich Stuttgart. Wo der SWR von rund 11% der Schichten spricht, die in Stuttgart die nicht besetzt wären.
Daraus resultiert der zweite Vorwurf: Wenn man jetzt aber 100% der Leistung abrechnet und dann nur 89% erbringt und das über einen längeren Zeitraum, dann können die Leute, die die Leistungen bezahlen, also die Krankenkassen, ja schon mal fragen was mit dem zu viel bezahlten Geld passiert.
Eng damit im Zusannenhang stehen auch der Vorwurf Rettungswagen würden für Krankentransporte verwendet und eben nicht die sehr viel kostengünstigeren Krankentransportwagen.
Ein kleiner Einschub: Ein Bekannter wieß mich darauf hin, das es sich hier nicht nur um ein Problem in der Region Stuttgart handeln würde. Auf der Facebookseite des DRK Ortsvereins Mauer, im Rhein-Neckar-Kreis finden sich diverse Beispiele von Ehrenamtlichen, die nach ihrer Arbeit am Abend noch einspringen um liegengebliebene Krankentransporte abzuarbeiten.
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Die Reaktion der einzelnen Ärzte ist auch wiederum verständlich: Man hat einen Patienten dem man eine lange Wartezeit – mehr als 4 Stunden – ersparen möchte. Dafür gibt es sicher viele Gründe und auch medizinische Indidkationen. Dann kreuzt man eben auf dem Transportschein Rettungswagen an. Schildert den Zustand etwas dramatischer und bekommt den Transport im Rettungswagen.
Am Rande werden dann noch diverse Gründe für den Personalmangel im Rettungsdienst bennant: Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter, Umstellung von einer zwei- auf dreijährige Ausbildung, gestiegene Einsatzzahlen, Bagatelleinsätze, eine sehr gut laufende Konjunktur die anderweitige Beschäftigungen möglich macht und Abwanderung der Mitarbeiter ins Ausland oder zu Berufsfeuerwehren, …
Nicht der Personalmangel ist der Skandal,
sondern das Vertuschen des Mangels!
Nun ist nicht der wahr Skandal, dass es zu wenig Personal gibt. Das gibt es in vielen Branchen (Pflegekräfte, Kindergartenmitarbeiter, Bau, …). Es ist auch nicht so, dass diese Zustände plötzlich, neu oder unabsehbar aufgetreten wären. Nein schon seit Jahren weißen Fachleute und Insider mehr oder weniger beachtet von der Öffentlichkeit darauf hin.
Der wahre Skandal ist, dass die Landesgeschäftsführer des Baden-Württembergischen Roten Kreuz (umfasst Nordbaden und Württemberg) und des Badischen Roten Kreuz (umfasst die französiche Besatzungszonene) auftreten und sagen sie wüssten davon nichts.
Man stelle sich vor im Oberschulamtsbezirk Stuttgart würde 10 % des Unterrichts ausfallen und die Kultusministerin stellte sich hin und sagte sie wüßte davon nicht. Oder etwa 10% der Hausarztplätze wären nicht besetzt und die Kassenärztliche Vereinigung würde sagen, davon wissen wir nichts. Oder Beim Bundesministerium der Verteidigung würden 10% der Soldaten fehlen und die Verteidigungsministerin würde davon nichts wissen. Oder sagen, das sie nichts weiß.
Kurzum: Entweder sagen die Kreisverbände nicht welche Probleme sie haben (oder sie sagen die nur zu Journalisten wenn wenn die Lokalzeitung bei der jährlichen Bilanzpressekonferenz fragt) oder die Oberen interessieren sich aktiv nicht dafür und schauen weg oder sie lügen schlichtweg. Alle diese drei Erklärungsmöglichkeiten wären für sich genommen ein Skandal. Entweder Mißmanangement oder Schlamperei. Ein Politiker müßte wahrscheinlich zurücktreten, weil ja die Öffentlichkeit getäuscht worden ist.
Man könnte jetzt natürlich fragen, warum „Die Politik“ bei dem Thema nicht genauer hinschaut, dazu will ich selber gar nicht sagen, sondern einfach den Facebook Eintrag eines Bekannten sprechen lassen:
Nun ist es so, dass man für die Arbeit im Rettungsdienst nicht unbedingt gut bezahlt wird: Mit Zuschlägen für Schichtarbeit geht man mit ungefähr 2.200 Euro im Monat raus und im Gegensatz zu anderen Ländern, darf man auch deutlich weniger und befindet sich beim behandeln, weil der Bundestag damals, als er das Notfallsanitätergesetz gemacht hat, vergessen das Heilpraktikergesetz zu ändern, immer in einer rechtlichen Grauzone:
Noch eine Sache zum Geld, diesmal im Krankentransport. Den haben die Kassen über die Jahre kurz gehalten – inzwischen gibt es mehr Geld und hoffentlich in Freiburg auch irgendwann mal wieder einen Nacht Krankenwangen, dann würde der Rettungswagen nacht keine Transporte mehr in die Psychatrie fahren müßen und kranke Leute kämen auch nachts wieder nach Hause aus dem Krankenhaus und würden dort nicht die Notaufnahme verstopfen.
Aber: Besonders seltsam ist es aus meinen Augen, wenn im selben Betrieb junge Menschen die gerade eine Ausbildung zum Rettungssanitäter gemacht haben (ca 3 Monate mit allen Praktika) da normal angestellt (etwa 1200 Euro /Monat) Krankenwagen fahren und im gleichen Betrieb, junge Menschen die es auch nicht länger tun, als Freiwilliges Soziales Jahr Krankenwagen fahre. Die haben dann mindestens die Ausbildung zum Rettungshelfer (also in etwa 1,5 Monate) zum Teil auch die zum komplette Rettungssanitäter Ausbildung und bekommen dafür maximal 400 Euro Taschengeld.
Klar das man denne nicht mehr bezahlen kann liegt auch an der geringen Vergütung im Krankentransport – zum Teil auf bestimmten Strecken billiger als Taxi! Aber Sozialpolitisch ist das verheehrend. Und wenn ich nicht gezwungen werde das zu machen, warum sollte ich nicht gleich studieren gehen. Sozial engagieren kann man sich an vielen Plätzen und auch nebenher im Ehrenamt.
Ich habe am Rande des Grünen Bürgerempfangs zum Ende der Fraktionsklausur 2016/17 in Titisee diverse Grüne MDL auf das Thema angesprochen @salomon_alex#UlrichSkerl#AndreasSchwarz so richtig Interesse hatten sie nicht „die Spitzenverbände sagen alles ok“ @GrueneBW
So berichtet etwa die Badische Zeitung am 03. März 2017 unter der Überschrift:
“Rotes Kreuz in Freiburg und Umland braucht mehr Retter”: “Die Retter brauchen bis zu zehn Kollegen mehr. (…) und neue Mitarbeiter seien derzeit nicht zu finden, sagt DRK-Kreisgeschäftsführer Wolfgang Schäfer-Mai (…) „Bis dieses Delta überwunden ist, haben wir enorme Personalprobleme“, sagt Schäfer-Mai. Damit ist der Kreisverband nicht allein. Schäfer-Mai schätzt, dass in ganz Baden-Württemberg etwa 300 bis 400 Kollegen fehlen.”
Erstaunlich, dass die Kunde vonn den 300 – 400 fehlenden Mitarbeitern nicht bis zum DRK Landesgeschäftsführer durchgedrungen ist. Auch auf der Website des DRK Freiburg und der Freiburger Malteser sind entsprechende Stellenanzeigen zu finden.
Stephan Wermter hat mir ungefragt ein Video eines „Kamingesprächs“ zugeschickt. Da sitzt er in einem Zimmer und wir von einer Bürgerin „Frau Schmidt“ befragt. Spannend ist das ganze nicht und erinnert von der Sprechgeschwindigkeit an Telekolleg. Ich habe es mir angesehen, das ihr es nicht müßt.
Stephan Wermters Aussagen habe ich jeweils mithilfe der Transkript Funktion auf Youtube transkribiert und werde sie hier einem Faktencheck und einer kritischen Beurteilung unterziehen. Ich habe jeweils die entsprechenden Stellen im youtube Video verlinkt, so dass sich jeder selber ansehen kann was er gesagt hat. Zitate sind kursiv gestellt.
Immerhin erkennt er an, dass „was in der Nationalsozialistischen Herrschaft geschah, das schlimmste Kapitel unserer deutschen Geschichte (war)“ um es dann gleich wieder zu relativieren, da (er) “als Nachgebornerer muß ich nicht für die Sünden unserer Väter büßen“ (https://youtu.be/ckqUqzU5pd4?t=168) weswegen Beschimpfungen wie Nazi an ihm abprallen würden.
Ich behaupte in keinsterWeise, dass Stephan Wermter ein Nazi sei. Eher jemand der unbedacht Dinge sagt und dem nicht so klar ist, warum die vielleicht nicht so geschickt sind. Offen bleibt auch wer ihn gebeten hat für die Verfehlungen des Nationalsozialismus zu büßen und was das genau „büßen“ in diesem Zusammenhang wäre.“
Dazu Zitat aus der Pressemitteilung der FTWM: „Freiburg Tourismus 2016: Neuer Gästerekord (…) insgesamt 761.200 Gäste, was einem Plus von 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Damit erzielte die Hotellerie einen Zuwachs von 0,3 Prozent auf insgesamt 1.092 Millionen Übernachtungen.“
Bettensteuer
Auch beim Thema Bettensteuer scheint er nicht ganz so informiert zu sein: (https://youtu.be/ckqUqzU5pd4?t=2755) Wohl gemerkt das Video stammt vom 5.12018.
Dazu kommt noch die Aussage: „Ich werde das als Bürgermeister auf jeden Fall abschaffen“ (https://youtu.be/ckqUqzU5pd4?t=2753) Das wird sich leider etwas schwieriger gestalten, denn der Gemeinderat beschließt über die Einführung und Höhe der Bettensteuer, nicht der Bürgermeister. Er kann das höchstens Vorschlagen.
Gewerbesteuer
„nirgendwo ist die Gewerbesteuer so hoch wie in Freiburg“(https://youtu.be/ckqUqzU5pd4?t=2682) ein kurzer Blick auf das Gewerbesteuer-Infoportal zeigt auch, dass diese Aussage nicht stimmt. Der Gewerbesteuerhebesatz für Freiburg beträgt 420 Punkte, das ist die gleiche Höhe wie Heilbronn, der Neckar-Odenwald-Kreis und Stuttgart in Karlsruhe und Mannheim beträgt er 430 Punkte, Pforzheim sogar 450.
Überschuss der Stadtbau
Die Stadtbau „Soll ja wie man liest es sich um ein durchaus profitables Unternehmen handeln, ich würde das gilt es noch zu prüfen“(https://youtu.be/ckqUqzU5pd4?t=328). Genau das haben wir getan. Etwa durch googeln des Geschäftsberichts des Jahres 2016 oder des Presseberichts in der Badischen Zeitung (vom 12.5.2016) dazu. Dann würde man lesen, dass die Stadtbau Überschuss macht, diesen jedoch nicht als Gewinn an die Stadt auszahlt, sondern komplett im Unternehmen verbleibt, etwa um in Haslach viel Geld in neue Wohnungen zu stecken.
Kinder und Jugendarbeit
Auch hier ein Zitat das aufhorchen lässt: „Kinder- Jugend-Sozialarbeit, gerade für die schwächeren Leute, es tendiert gegen Null“ (https://youtu.be/ckqUqzU5pd4?t=755)Das Zitat ist nicht ganz verständlich. Ich interpretiere es so, das in Freiburg nicht genug für Kinder und Jugendliche getan wird. Das wäre jetzt eine Aussage der ich als ehemaliger Junges Freiburg Stadtrat quasi qua Amt zustimmen müßte. Klar man kann immer mehr tun. Junges Freiburg war in diesem Doppelhaushalt etwa so erfolgreich das Geld für den zweiten Abschnitt des Skateparks eingestellt wurde.
Nun ist diese Aussage ein wenig seltsam: schaut man in den Beteiligungshaushalt werden über 105 Mio. Euro im Jahr für Kinderbetreuung und über 63 Mio. für Familien- und Jugendhilfen ausgegeben. Näheres dazu im Beteiligungshaushalt. Da sind die Ausgaben für Jugendzentren noch gar nicht drin.
Nähe zur AfD
Besonders absurd die Aussage: „Es wird mir eine Nähe zur AfD Unterstellt, das ein richtiger, absoluter Blödsinn“https://youtu.be/ckqUqzU5pd4?t=2846 Richtig ist wohl, das zitiert auch die Badische Zeitung, dass er nicht Mitglied der Freiburger AfD ist, wie man angesichts der Facebook Posts von ihm wohl darauf kommen könnte, wir sich jedem einigermassen verständigem Betrachter selbst erschliessen.
Gewerbesteuer senken und soziale Wohltaten ausschütten!
Agenda:
– ganz kurze Vorstellungsrunde
– Rückblick: Was hat sich seit dem letzten Treffen getan? (neue Gateways, Sensoren, usw.)
– Ideen für 2018?
– Zusammenarbeit mit dritten (Badenova, …)
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