Interview mit Herr Böckenförde

Während meiner Schulzeit, war ich für die Schülerzeitung des Goethe-Gymnasiums in Freiburg tätig. Ein Teil unserer Artikel war auch immer das traditionelle Lehrerinterview. In diesem Jahr ist Herr Böckenförde verstorben. Beim Aufräumen haben die Verwandten wohl das Interview von mir in der Ausgabe 2/99 des „Hermes“ gefunden. Sicher gibt es noch den einen oder anderen der es gerne lesen möchte.

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Freiburg Lebenswert?

In Freiburg gibt es eine neue Vereinigung die auch zur Kommunalwahl antreten will. Sie nennt sich Freiburg Lebenswert und scheint wohl der Ausdruck eines „Grummelns“ bezüglich neuer Bauprojekte und der an vielen Stellen in Freiburg stattgefundenen Nachverdichtung zu sein.

Hohe Dichte ist verträglich wenn sie mit einer hochwertigen Gestaltung der Grünflächen einhergeht.  Einige der am dichtesten besiedelten Stadtteile in Freiburg sind auch die Attraktivsten: Vauban, Rieselfeld, Wiehre.

Jetzt scheint der Ansatz dieser Vereinigung zu sein, den Zuzug nach Freiburg zu stoppen oder zumindest reduzieren zu wollen. Jedes Jahr ziehen rund 21.000 Personen nach Freiburg und rund 20.000 wieder aus Freiburg weg. Wie man das reduzieren will und ob das gut wäre für eine Stadt, weiß ich nicht.

Ich weiß auch gar nicht wie es – so lange das Grundgesetz Freizügigkeit im ganzen Bundesgebiet und die Europäischen Verträge jedem Unionsbürger, Niederlassungsfreiheit, als ein wesentliches und konstitutives Element der Europäischen Staatbürgerschaft garantiert – möglich sein sollte. Grundrechte für die Politiker wie etwa Dr. Conrad Schröder ihr gesamtes Lebenswerk gewidmet haben. Ein Grundrecht von dem Sie und ich sicher auch gerne gebrauch machen, viele Senioren haben inzwischen ihren Altersruhesitz in Spanien.

Ich sehe auch nicht, weshalb es (kommunal-)politisch erstrebenswert sein sollte Freiburg weniger attraktiv zu machen.
Es gelten bei jedem Bauprojekt in Freiburg die Wohnungspolitischen Grundsätze – die bundesweit als Vorbildlich gelobt werden – die sowohl 1/3 der Flächen für geförderten Wohnungsbau zur Verfügung stellen als auch zusätzlich zahlreiche ökologische Standards. Wie etwa Niedrigenergiebauweise, die bei steigenden Energiepreisen, sicher auch den Mietern zugute kommt.

Mooswald der vernachlästigte Stadtteil?

Ein weiterer Vorwurf, den man in diesem Zusammenhang häufig hört, sei die Vernachlässigung des Stadtteil Mooswald.
Der Stadtteil Mooswald ist weder vernachlässigt noch hat er mangelnde Infrastruktur. Als Moswälder Bürger selbst darf ich daran erinnern, das zu bestehenden S-Bahnlinie, derzeit ein direkter Strassenbahnanschluss gebaut wird. Der uns allen sicher eine gute und bequeme Fahrt in die Stadt und darüber hinaus ermöglicht.
Was die soziale Infrastruktur des Stadtteils betrifft, so darf ich sie darauf hinweisen, das:
  • die Stadt die Wentzingerschulen saniert hat, Kosten über 25 Mio. Euro,
  • die Stadt an der Gerhardt-Hauptmann Schule einen Kindergarten mit 6 Gruppen, Inklusiv und nach modernen pädagogischen Standards baut, für mehrere Mio. Euro,
  • das auf dem Brielmann Gelände ein neuer Kindergarten entstanden ist, sowie auch im Hüttinger Areal,
  • das derzeit sowohl von der Universität als auch von der Frauenhofergesselschaft ca. 250 Mio. Euro in Einrichtungen im Mooswald investiert werden,
 Ausfahrt Ga?ssle (2)
Noch ein Wort zum Thema Westarkaden: Sicher wurde hier dicht, viele sagen zu dicht gebaut. Ich sehe jedoch als Anwohner durchaus eine Aufwertung des gesamten Areals: Erstmals sind die Geschäfte bei uns unten im Haus vermietet. Die Eigentümergemeinschaft muss nicht mehr die Nebenkosten tragen. Es befindet sich ein hochattraktives Einkaufsangebot in kürzester Nähe, das neben Läden des täglichen Bedarfs auch zahlreiche Restaurants und ein darüber hinaus gehendes Warenangebot bietet. Immer wenn ich da durchlaufe sind die Läden voll und die Wohnungen scheinen auch alle vermietet zu sein. Ein derart attraktives Angebot hat es im Stadtteil bisher nirgendwo gegeben und stärkt diesen auch sicher. Inzwischen gibt es ja Befürchtungen das zu viel Kaufkraft aus etwa Landwasser abfließt.
Beim Thema Bürgerbeteiligung sehe ich das es im Mooswald einen vom Bürgerverein durchgeführten und von der Stadt unterstützten Stadtteilentwicklungsporgramm mit Leitlinien gegeben hat. Ich war auch kürzlich auf einer sehr frühen Bürgerinfo zur Neubebauung des Geländes des – hoffentlich bald ehemaligen – Eisstadions, wo die Bürger sehr umfassend und früh über mögliche Varianten eine Bebauung informiert wurden.
Erst vor kurzem habe ich ein Schreiben an die Verwaltung gerichtet den Spielplatz im Seepark zu sanieren. Die Einrichtung eines Skateplatzes, wie lange von zahlreichen Freiburger BürgerInnen unterschiedlichsten Alters gefordert, musste leider aufgrund von Wiederstand des Bürgervereins unterlassen werden.

nicht auf Platz 16 der Grünen Liste

Ich hätte gut auf Platz 16 der Vorschlagsliste der Grünen für die Wahl 2014 kandidieren können, das war zumindest der Vorschlag aus den internen Vorabgesprächen. (Für jede Listenaufstellung gibt es intern vorher Gespräche, das war bei Junges Freiburg so, da hat es der Vorstand gemacht mit den Gemeinderäte; bei den Grünen Treffen sich die Leute die kandidieren wollen, bei anderen Listen gibt es eine Findungskomission,…)

Gleichzeitig ist aber Junges Freiburg dabei sich neu zu formieren. Oder man könnte auch sagen: Jetzt gibt es eine Jugendbewegung, die es wieder ins Leben gerufen hat. Es ist jetzt nicht so, dass ich da durch die Stadt getingelt wäre und Leute gesucht hätte – sondern sie sind auf mich zugekommen. Ohne sie wäre es sehr viel leichter für mich und ich hätte mir auch Tage des Grübelns und Marterns erspart.

Gerne wäre ich zu dieser Entscheidung schon früher gelangt, aber manchmal dauert es halt lange.

Ich sehe mich auch in der Pflicht ihnen zu helfen. Das wäre aber sicher schwer, wenn ich auf einer Grünen Liste kandidiere und auf der einen Seite die Grüne Partei Dinge einfordert und auf der anderen Seite Junges Freiburg Dinge einfordert. Diesen Loyalitätskonflikt möchte ich mir ersparen.

Im Vorfeld war ich bei den Grünen verwantwortlich für den Jugendkapitel des Wahlprogramms, mit einem klaren Fokus auf Beteiligung und habe auch so lange genervt bis noch ein Extrakapitel Ehrenamt eingefügt worden ist, in dem sich die Grünen auch klar zum Katastrophenschutzzentrum bekennen. Und einen Wagenburgen Antrag.

Auf Platz 16 sitzt jetzt der Pascal von der Grünen Jugend, der viele Themen die mir nahestehen auch gut repräsentieren kann und auf Platz 18 Ramon, der mir auch versprochen hat, sich für das Thema einzusetzen.

So long. Jetzt hoffe ich das 2014 noch zum Jahr der Kinderrechte wird.

Inzwischen berichtet auch die Badische Zeitung berichtet und hält mich für einen Grünen Stadtrat (was ich ja nie wirklich war):

Grünen-Rat bei Konkurrenz (veröffentlicht am Mo, 16. Dezember 2013 auf badische-zeitung.de)

Gerangel auf den hinteren Plätzen bei den Freiburger Grünen (veröffentlicht am Mo, 16. Dezember 2013 auf badische-zeitung.de)

Bürgerpreis für Skatement

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Am Montag hat skatement den Engagementpreis der Stadt Freiburg bekommen, bzw. nicht skatement sondern Aurelio von skatement, stellvertretend. Der war nur nicht da, sondern ist in Neuseeland und deswegen haben in Aaron (links) und Christoph entgegengenommen.

Jetzt hoffe ich das nach mehr als 10 Jahren Engagement für einen Skatepark in Freiburg, nun endlich der auch kommt.

(mehr Bilder)

 

Vortrag zum Thema Wohnen in Freiburg

Ich war heute abend beim studentischen Bündniss Wohnen einen kleinen Vortrag gehalten zum Thema Wohnen bzw. einen kleinen Überblick über Wohnen in Freiburg.

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Ich hoffe die Diskussion wurde von allen als konstruktiv empfunden und das es in den kommenden Tagen und auch am 26.11.2013 wenn das Handlungsprogramm Wohnen im Gemeinderat ist, dazu eine konstruktive Begleitung auch von Studentischer Seite geben wird.

Als Junges Freiburg im Gemeinderat habe ich dazu auch eine Anfrage gestellt.

unterwegs zur Kinder- & Jugendbeteiligung in Freiburg

Die Fraktionsgemeinsschaft Junges Freiburg / Die Grünen war unterwegs zu ausgewählten Orten der Kinder- und Jugendbeteiligung in Freiburg.

Los ging es in der Kita Fabrik in der Habsburgerstrasse. Die Kita liegt ein wenig versteckt im ersten Stock des alten Fabrikgeländes, bei einem Fahrradladen, Motorradclub und auch diversen anderen Institutionen die sich dort auf dem Gelände befinden. Dort erläurterten uns die Erzieher (beides Männer, erstaunlich, da nur 3% aller Erzieher Männer sind) ihr Beteiligungskonzept: Es gibt mindestens alle 2 Wochen Konferenzen mit den Kindern in der Gruppe in denen über Regeln und gemeinsame Aktionen oder Projekte entschieden wird.

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Die Kinder selbst haben uns dann die Regeln vorgestellt, die sie mit Hilfe von Smilies und Symbolen in den jeweiligen Räumen (Werkraum, Kuschelraum, Kitaraum,…) auf große Papiere in den jeweilien Zimmern geschrieben. Für die Kinder war es klar, obwohl nur gemalt und Symbole immer klar was die Regeln bedeuten.

Wichtig wurde uns bei dem Besuch, das Beteiligung nicht nur im Konzept stehen darf, sondern auch gelebt werden muß. Ich hoffe das alle Kitas so gut sind. Wir werden das demnächst im Jugendhilfeausschuss prüfen. Und auch entsprechende Anträge stellen.

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Mit dem Radel ging es dann weiter zum Spieplatz gegenüber des Max-Müller-Steg (beim Deutsch-Französischen-Gymnasium), wo uns Herr Leser und weitere Vertreter des Garten und Tiefbauamts ihre Pläne zur naturnahen Spielplatzumgestaltung, vorgestellt haben. „unterwegs zur Kinder- & Jugendbeteiligung in Freiburg“ weiterlesen

Bericht aus Parchim

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Dieses Wochenende waren wir in Parchim. Parchim ist eine ganz hübsche Kleinstadt im Osten unsereres Landes. Genauer gesagt irgendwo zwischen Hamburg und Berlin in der Mecklenburgischen Provinz. Rom ist hier noch ein kleines Dorf in der Region.

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Auch wenn unsere Reise nicht ganz ohne Hindernisse verlief, hier sieht man uns beim Aussteigen im Bahnhof Ludwigslust. Scheinbar war der Bahnsteig etwas zu kurz um den ganzen ICE aufzunehmen. Daher mußten wir dann ein wenig improvisieren beim Aussteigen.

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In Parchim haben wir unseren guten alten Freund Marcus Seyfarth besucht der nun hoffentlich auch sein Jurastudium beendet hat. Hier im Bild das Rathaus von Parchim und der ehemalige Sitz des Mecklenburgischen Appelationsgerichts. „Bericht aus Parchim“ weiterlesen