Kommunalwahl 2014: Wer kandidiert in Freiburg?

Einige sehr interessante Übersichten, wo die Kandidaten welcher Parteien in Freiburg zu finden sind, gibt es auf dem Blog von Till Westermeyer: Wer kandidiert 2014 in Freiburg? (Teil I) inkulsive einer Übersicht über die Altersverteilung auf den Listen:

Unser Aussreisser nach oben ist Matthias Bergdoldt, der eigentlich Ersatzbewerber war und dann nachrückte, weil einer der Kandidaten auf der Liste, doch kein Deutscher Staatsbürger war.

Besonders geil ist auch die Übersicht über die Berufe auf den Listen:

Deutlich, das Junges Freiburg dieses mal von SchülerInnen dominiert wird. Die Jahre zuvor war es nicht so, weil wir auch mal viel mehr Studierende auf der Liste hatten bzw. aufgrund der recht strengen Richtlinien in Freiburg, war es stellenweise auch schwierig die genauen Berufe abzubilden. Gerade hinter der Bezeichnung „Geschäftsführer“ kann sich eigentlich alles verberegen, vom Fraktionsgeschäftsführer im Stadtrat, vom Geschäftsführer eines Sozialverbands oder möglicherweise auch eines Bauunternehmens (das fiese Beispiel mit dem Rüstungskonzern lasse ich mal raus).

Demnächst muß ich mal noch zu Wahlkampfkurisoitäten bloggen. Und der Frage ob man sich dem Foto anpassen soll oder weil man inzwischen mit Bart rumläuft neue machen…

Gespendet und wieder auf dem Weg heim

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Und und bin ich wieder auf dem Weg zurück nach Freibrg.

Gestern hat man mir rund 1200 ml Knochenmarkflüssigkeit abgezpaft, indem man in das Becken mit einer Nadel reinstach und es dann abzog. Das habe ich nicht mitbekommen, der Intubationsnarkose sei Dank. Ich muß sagen, diese Narkosemittel scheine ich gut zu vertragen. Nach dem Aufwachen war auch gleich Eisbär Norbert wieder da. So eine Narkose mal selbst zu erleben – sonst stand ich ja in der Ausbildung als Rettungsassistent immer auf der anderen Seite – ist auch mal was spannendes und interessantes.

An der Stelle tut es ein klein wenig weh. Mehr so wie es einem weh tut, wenn man Halbmarathon gelaufen ist oder so. Nicht wirklich schlimm. Die Erzählungen oder Befürchtungen aus dem Umfeld „Das tut doch so weh“ waren also nicht berechtigt.

Nach ein paar Stunden konnte ich auch wieder aufstehen, erstmal an die Bettkante, dann abends auch wieder rumlaufen. Den Volumenverlust merkt man auch, ein bischen mehr wie nach dem ersten Mal Blutspenden. Bei mir wurde übrgiens eine Knochenmarkspende durchgeführt.

Ich kann dann noch rausbekommen an welches Land die Spende ging und ob der Empfänger eine Frau oder ein Mann war.

Meine Betreuerin hat gerade angerufen und mir erklärt, das meine Spende an einen 12 Jahre alten Jungen aus Portugal ging.

Knochenmarkspende

Ich fahre heute nach Köln um Knochenmark zu spenden.

Als guter Lehrer verwurstet man so eine Aktion natürlich auch gleich im Unterricht. In diesem Fall im Englisch Unterricht. So ein Artikel über Kochenmarkspende hat viele schöne Fremdwörter, die man als Schüler nachschlagen kann. Für die Stunde war also der Plan, dass die Schüler den Text von der Website des National Health Service des Vereinigten Königreich lesen, den wir ihnen als Arbeitsblatt zur Verfügung gestellt hatten. Interessant war das meine Mentorin auch noch Fehler in dem Text fand.

Dann sollten sie dann erst überlegen, was die einzelnen Worte heißen könnten, dies notieren und dann nachschlagen in Online Diensten wie Leo, Wikipedia oder Merriam-Webster um herauszufinden was es heißt. Bewußt haben wir uns gegen google Translate entschieden. Dazu auch mehr Infos auf dem Arbeitsblatt.

Das Arbeitsblatt zu der Stunde, habe ich hier als PDF hochgeladen:(PDF) worksheet_bone_marrow_donation

Wahrscheinlich werden wir das Thema nach den Ferien nochmal aufgreifen um dann auch meine Erfahrungen zu verarbeiten.

Weitere Informationen zu dem Thema gibt es auf der Website der DKMS.

 

250 Unterschriften werden gebraucht

unterschriftensammeln

Junges Freiburg hat am Montag morgen angefangen 250 Unterschriften, die wir brauchen um antreten zu können. Ich habe heute am Rande der Demo auf dem Rathausplatz gegen den KOD ganz engagiert gesammelt. Wir brauchen bis Mittwoch Abend diese Unterschriften. Also bitte ganz engagiert sammeln. Wer unterschriebene Zettel hat kann die einfach bei mir oder bei Lukas Mörchen abgeben.

Unterstu?tzungsunterschrfiten (PDF)

Unterstu?tzungsunterschrfiten

Kandidat 2014

Junges Freiburg hat seine Kommunalwahlliste 2014 aufgestellt. Das ist nochmal gut gegangen und jetzt können wir in den Wahlkampf durchstarten. Wenn man mich dazu vor einem Jahr gefrag hätte, hätte ich das nicht geglaubt, aber dann Lukas und andere und haben losgelegt.

Die Rückmeldungen auf unsere Listenaufstellung waren auch durchweg positiv.

Ich werde auf Platz 48 ein wenig das Team unterstützen und freue mich auf einen spannenden Wahlkampf bei dem man wieder viele spannende Menschen treffen wird. Themen wird es genug geben.

Wiwilli

Nachdem die Badische Zeitung schon mit Bildern von Daniel Sanders Facebookaccount berichtet hat: Freiburger Delegation besucht Wiwili will ich nun hier auch ein wenig über unserern faszinierenden Delegationsbesuch in Wiwili berichten. Bewußt habe ich hier ein Bild von einem der zahlreichen Treffen genommen um klarzumachen, das es sich nicht um eine Lustreise von Stadträten handelte, sonderen um intensive Arbeit bei hohen Temperaturen und einer Unterbringung in sehr einfachen Quartieren.

Besonders beindruckend war der Besuch in einer Schule in den Bergen bei Wiwilli, was die Badische Zeitung als Vorort bezeichnete, war erst nach einer gefühlten 1 h fahrt über ungeteerte Strassen zu erreichen. Bei uns würde es Beschwerden geben, wenn ein Feldweg in einem so schlechten Zustand wäre, dort war es die einzige Verbindungsstrasse in diesen Ort. Aber auch der Besuch in einer Vorschule, war beindruckend. Die Schüler bekommen Essen, dann würden mehr kommen, sagte die Lehrerin.

Die Schule wurde durch Spenden der Schüler, Lehrer und Eltern des Droste-Gymnasiums gebaut und hat 6000 USD gekostet. Wenn das nicht mal was für das Gebäudemanagement wäre? Aber ohne Scherz, es war sehr beindruckend, wie wenig Geld hier schon für die Menschen etwa gutes bewirken kann.

Auch die Stadtverwaltung berichtet in einer Pressemitteilung über unseren Besuch: „Mit den Bürgermeistern der Stadt Wiwili und dem Verein für Kommunalentwicklung ADEM „Asociatión de Desarollo Municipal“ fanden deshalb mehrere Treffen und Gespräche statt. Die Bürgermeister aus Wiwili dankten den Freiburgerinnen und Freiburgern herzlich für ihre Unterstützung und Solidarität. Vor zehn Jahren war das letzte Mal eine Delegation mit OB Salomon nach Wiwili gereist. Wie auch damals waren die Stadträtinnen und Stadträte und die Mitglieder der Verwaltung in einfachsten Unterkünften eines Gästehauses auf einem Modellbauernhof von ADEM untergebracht.“

Da Wiwilli aus zwei Städten auf zwei Ufer liegt und keine Brücke hat, muß man halt mit dem Kahn übersetzen.

Mehr Bilder gibt es auf meinem Flickr

Links im Februar

Obama kündigt an, das die USA Iron Man bauen werden:

Deutschlandradio berichtet über die Situation der Kinderrechte in Deutschland: Im Januar war die Bundesregierung zur Berichterstattung über die Verwirklichung der Kinderrechte vor den UN-Ausschuss nach Genf geladen. Man könnte meinen, ein Land wie die Bundesrepublik sollte damit keine Probleme haben. ABER!!!

Aus Freiburg war übrigens eine Delegierte nach Genf gereist. „Kinderbeirätin Josephine Hebling (13 Jahre) ist vergangene Woche nach Genf gereist, um im Kinderrechteausschuss der Vereinten Nationen über das Thema Mobbing zu referieren. Begleitet wurde sie von Andrea Wagner, Leiterin des städtischen Kinderbüros.“

In Zeitzeichen erläutert uns Bischoff Wilhelm Graf, das es keine Christliche Politik gibt und nimmt Stellung zu fragen wie: „Sie haben gesagt, „das klügste politische Engagement von Christen“ bestehe in einer Parteiendemokratie darin, in Parteien einzutreten und dort aktiv zu sein.“ Und lehnt ganz deutlich den Rekurs auf ein christliches Menschenbild in der Politik ab: „es gibt keine christliche Politik. (…) Über die Lösung der meisten politischen Probleme können sich vernünftige Menschen vielmehr unabhängig von ihrer Konfessionszugehörigkeit leicht verständigen. (…) Ich lehne die Rede vom „christlichen Menschenbild“ als gedankenlos ab. Denn Bilder geben keine Orientierung, sie entstehen vielmehr, indem wir sie malen. Und Probleme, die im politischen Raum entstehen, lösen wir nicht durch den Rekurs auf ein Menschenbild, sondern durch rationale Diskurse.“

Erschüternder Bericht wie an ostdeuschen Schulen Lehrer über die DDR sprechen: „Fünf Minuten vor dem Ende der Schulstunde meldet sich wieder die ältere Lehrerin zu Wort: „Ihr Vortrag war nicht objektiv, Herr Grafe! Sie haben nur subjektiv berichtet.“ Und an die Schüler gewandt: „Fragt doch heute mal eure Eltern, wie es in der DDR wirklich war!“ Ob sie ihren Vorwurf belegen könne, frage ich. „Ja. Ich habe mich wohlgefühlt in der DDR„, lautet ihr Argument. „Auch unser Besuch aus Hamburg kam jedes Jahr gern nach Stendal. Und Sie haben heute die DDR schlechtgemacht. Wenn man sich in Diktaturen an die Regeln hält, passiert einem nichts. Ich frage mich, warum Sie wieder hergekommen sind, wenn Sie Stendal nur schlechtmachen.“ Aus der Zeit vom Sachbuchautor Roman Grafe.

Link Sammlung zur Debatte um Schule und sexuelle Identität

Seit einigen Wochen wird nahezu hysterisch darüber diskutiert ob und wie über die sexuelle Identität im Schulunterricht gesprochen werden soll.

Dazu gibt es viele Debattenbeiträge. Auf einige gute möchte ich hier verweisen:

So auf den sehr durchdachten Beitrag von „Schule und sexuelle Identität„, Pater Klaus Mertes, SJ: „Christlich sich nennende Hetzer und Blogger nehmen das Wort „christliches Menschenbild“ in den Mund, um Hass gegen Schwule, Lesben und Transsexuelle auszuagieren.  „Worin du den anderen rich­test, darin verurteilst du dich selbst“ (Röm 2,1). Entsprechend diesem Wort von Paulus wäre es eher christlich, auf sich selbst zu blicken und sich zu fragen: Wo trage ich das Diskriminierungsverbot ge­gen Homosexuelle (vgl. Katholischer Katechismus Nr. 2359) zwar auf den Lippen, aber eigentlich nicht im Herzen?“ Der auch fordert SchülerInnen mit der „die Kompetenz, zwischen Intimi­tät und Öffentlichkeit zu unterscheiden“ auszustatten.

Katholischer Katechismus: „2358 Eine nicht geringe Anzahl von Männern und Frauen sind homosexuell veranlagt. Sie haben diese Veranlagung nicht selbst gewählt; für die meisten von ihnen stellt sie eine Prüfung dar. Ihnen ist mit Achtung, Mitleid und Takt zu begegnen. Man hüte sich, sie in irgend einer Weise ungerecht zurückzusetzen“

Dem Beitrag von Steffan Niggemeier in der Frankfurter Allegemeinen Zeitung „Das Ende der Toleranz“ über die Bedeutung von Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit von Homosexualität, inder er uns nochmal den Unterschied zwischen Toleranz und Akzeptanz erklärt: „Dabei war das die paradoxe Hoffnung, die sich für Konservative mit der Toleranz gegenüber Homosexuellen verband: dass Schwule und Lesben, wenn sie nicht mehr verfolgt werden, wieder unsichtbar würden. (…) Diese Sichtbarkeit empfinden die toleranten Homo-Gegner als Belästigung und als Bedrohung; und die Versuche, Kindern und Jugendlichen sexuelle Vielfalt gleich als Selbstverständlichkeit zu vermitteln, als einen Angriff auf ihr gottgegebenes Recht, Homosexuelle und deren Liebe weiter als unnormal und defizitär abzuwerten. (…) sollten auch Lesben und Schwule ihren vermeintlichen „Lebensstil“ nicht als „erstrebenswert“ anpreisen dürfen – als ließe sich homosexueller Nachwuchs anwerben.“

Deutlich politischer argumentiert Grünen Breisgau-Hochschwarzwald Kreisverbandssprecher (oder war er mal) und hochschulpolitischer Berater der Grünen Landtagsfraktion Till Westermeyer auf seinem Blog „Aus dem Hinterwald“. Zunächst erläutert er uns was die Reform des Bildungsplanes genau soll, was der aktuelle Stand ist und was im Diskussionspapier in dem so oft das Wort ’sexuelle Vielfalt‘ vorkommt, so alles steht. Dann ortet er die Diskussion ein: „Im Klartext bedeuten die oben zitierten Sätze: In den Schulen soll vor Homo- und Bisexualität gewarnt werden, weil das ja Lebensstilentscheidungen wären, die negative Konsequenzen nach sich ziehen. Das ignoriert nicht nur, dass es eben nicht um Lebensstilentscheidungen geht, sondern um vorhandene sexuelle Orientierungen. Zudem scheint den UnterstützerInnen dieser Petition nicht in den Sinn zu kommen, dass die von ihnen aufgeführten Probleme möglicherweise etwas damit zu tun haben, dass nicht der kirchlichen Norm entsprechende Lebensformen bis heute gesellschaftlich nicht akzeptiert sind. (…)

Aber dass auch die FDP – zumindest in Form des Fraktionsvorsitzenden Rülke – sich auf diese Seite stellt, irritiert. Das passt zu Rülke – aber eben nicht zu einem liberalen Menschenbild. (…)

Was richtig und falsch ist, was normal und was abartig zu sein hat, das ist – gerade auf dem Land – leider allzuoft sonnenklar und selbstverständlich. Zu einer anderen Haltung auch zu stehen, erfordert Mut.“ Ein Beitrag der vieles gut einordnet und uns erklärt, warum es wichtig ist über dieses Thema zu sprechen.

Zum Hitzelsberger Outing kommentierrt Harry Nuttin in der Frankfurter Rundschau in: Die Grenzen der Toleranz für Homosexuelle: „Aber selbst die demonstrative Unterstützung, die Thomas Hitzlsperger von vielen Seiten angeboten und umgehend als Indiz für eine solidarisch-mitfühlende Gesellschaft gewertet wurde, vermochte ihre paternalistischen Züge kaum zu verbergen. Als gelte es, jemand beizuspringen, der gerade einen schweren Schicksalsschlag erlitten hat, wurde letztlich auch die politisch intendierte Botschaft Hitzlspergers konterkariert (…)
Die aktuelle Debatte verrät aber einmal mehr, wie dünn der Firnis der sich liberal wähnenden Gesellschaft ist. Es geht nicht um die Normalisierung der sexuellen Differenz, sondern um die Deutungshoheit über die gesellschaftliche Normalität.
Ein markantes Missverständnis betrifft dabei die Voraussetzungen für Toleranz selbst. Noch immer wird es gern als Liberalisierungsfortschritt betrachtet, wenn man Minderheiten tolerante Einstellungen als eine Art freiwilliger Leistung entgegenbringt. Das enthält unausgesprochen aber auch die Konsequenz, dass diese rasch wieder entzogen werden kann.“ „Link Sammlung zur Debatte um Schule und sexuelle Identität“ weiterlesen