Feinstaubsensorbasteln mit dem Schülerrat Freiburg Dienstag, 27.6. 16:00 Haus der Jugend, Uhlandstrasse 4, Raum 032
Sebastian Müller freut sich: “Beim den ersten Feinstaubsensorbastelworkshops kamen jedesmal über 30 Personen. Weit mehr Menschen als wir Platz und Material hatten! Meist waren sie schon im mittleren Alter. Die älteste Teilnemerin war 76 Jahre alt. Deshalb gibt es nun einen Workshop speziell für junge Menschen.”
Jesko Treiber vom Schülerrat Freiburg: „Als Freiburger Schülervertretung freuen wir uns sehr, einen Feinstaubsensorbastelworkshop anbieten zu können. Wir wollen es Freiburger SchülerInnen ermöglichen, Teil des erfolgreichen Feinstaubsensor Projekts zu werden“.
Wer einen Sensor basteln will, bringt zur Veranstaltung bitte 40 Euro Unkostenbeitrag mit.
Bastelsets für Feinstaubsensoren sind inzwischen auch beim Zündstoff in der Moltkestraße 31 erhältlich.
Die Geschichte von zwei Sensoren: Seit dem Winter hängt auf meinem Balkon im 6. Stock der Dunantstr. 3 mein Sensor (Nummer 533), seit kurzem hängt beim Vorsitzenden der Freiburger Jusos im direkt gegenüber von mir im Erdgeschoss auch ein Sensor (Nummer 1939).
Wir haben jetzt also die Möglichkeit die Messungen von zwei Sensoren, die sich nahezu am gleichen Ort, aber in unterschiedlicher Höhge hängen zu vergleichen. Ich habe jetzt noch keine statistischen Auswertungen gemacht, dafür wäre die Zeit auch zu kurz. Aber hier gebe ich mal ein paar Grafiken von unseren Sensoren und so wäre für den Interessierten zumindest ein optischer Eindruck denkbar.
Deshalb hier jeweils zunächst der Erdgeschoss Sensor und dann der 6. Stock Sensor, angegeben sind ausgesuchte Werte (PM10).
Nun hat mir Peter Fürle noch ein python script für einen Twitterbot geschickt und ich habe das jetzt auch auf meinem kleinen Rasperry Pi Zero W am laufen. Dieser hat nun einen leicht anderen Zweck:
Er checkt jeweils um 7, 9, 11, 13,15, 17, 19, 21, 23 um 5 nach alle drei Stunden die PM10 Werte der Freiburger Feinstaubsensoren. Eingetragen sind derzeit die Sensoren: 533, 1224, 1288, 928, 1210, 1264, 1685, 1615, 1667. Weitere Sensoren folgen.
Daher wer wissen wille ob es gerade Anlass zu einem Feinstaub Alarm gibt, sollte stets diesen Account im Auge behalten, am besten abonieren!
Vor einiger Zeit habe ich ja über meinen Twitterbot berichtet, der alle paar Stunden ein Bild von Freiburg macht und es twittert. Peter Fürle hat meinen Bot noch ein wenig aufgemotzt: er twittert jetzt auch die akutellen Feinstaubwerte meines Sensors, die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit!
Blick auf Freiburg mit Feinstaubwerten, Temp & Luftfeuchte 2017/04/22 11:45:51| Temp C:15.60 humidity: 39.10 | PM10: 13.87 PM2.5: 9.62 pic.twitter.com/FT52UhobOD
Daher hat jetzt jeder der es möchte, die Gelegenheit auch ohne Blick auf die Karte: http://freiburg.maps.luftdaten.info/ sich ein Bild der Luftdaten zu machen. Bleibt noch die Arbeit an der Kamera, die immer etwas überblendet.
Material bestellen – hier ist die Anleitung. Bitte bestellen sie ihr Material selber. Ich habe aus verschiedenen Gründen selbst keines mehr Vorrätig. Beim selber bestellen liegen die Kosten bei etwa 35 Euro – Kleinteile werden wir zum Basteln mitbringen.
Wer es nicht zum #Feinstaub Sensorbasteln schafft, bitte mit mir Kontakt aufnehmen.
So sieht es aus wenn Menschen an Sensoren basteln. Bild: Fionn Große
Freiburgs erstes Feinstaubsensor basteln war ein voller Erfolg. Nicht nur das über 30 Leute da waren, weit mehr als wir Material hatten, die Teilnehmer waren bunt gemischt: Die jüngsten beiden waren geschätzt acht Jahre alt, die älteste Teilnehmerinn 76 Jahre!.
Wir haben gemeinsam mindestens 15 Sensoren gebastelt. Und ich habe alle SDS011 (das ist der eigentliche Feinstaubssensor), der noch eine ESP8266 Platine braucht, unter die Leute gebracht.
Frank Riedel hat von seinem Besuch bei uns auch einen kleinen Blogbeitrag verfasst. Was lernen wir daraus: Freiburger Taxifahrer scheinen das Haus der Jugend, was dankbarerweise sein Cafe zur Verfügung gestellt hat, nicht zu kennen. Und in Freiburg gibt es richtig viele Menschen die sich dafür interessieren.
Danke auch an das Umweltamt, dass die Fahrtkosten für Frank übernommen hat.
Inzwischen habe ich viele gute Rückmeldungen ob nun von der Ökostation, den zahlreichen Techniklehrern die beim Basteln da waren, Leuten von der SICK AG und auch aus der Open Data Szene.
Inzwischen sind schon drei Sensoren auf der Freiburg Karte zu senden und es werden hoffentlich bald mehr (brauch ein – zwei Tage nach dem Anschliessen bis die Verwaltung bei Luftdaten.info das eingetragen hat)
Beim ersten Basteln in Freiburg war die Bude voll. Bild: Fionn Große
https://www.instagram.com/p/BRiWIVnBjRA/ Herr Müller, Sie laden die Bürger ein, kommende Woche in einem Workshop Feinstaub-Messgeräte zu basteln. Wofür soll das gut sein? Zum Einen setzt man sich so aktiv mit dem Thema Luftqualität auseinander und kann künftig Schadstoffe in seiner Umwelt selbst messen. Auf der anderen Seite lässt sich so vermitteln, dass das sogenannte „Internet der Dinge“ abseits der Schauergeschichten über lauschende Fernseher und gehackte Heizungssteuerungen für die Gesellschaft nutzbringend angewendet werden kann. Denn die Detektoren senden die Luftmessdaten ins Internet, wo sie auf einer Karte dargestellt werden.
Man trifft sich im Haus der Jugend, aus Stuttgart kommt ein Vertreter einer Bürgerinitiative, der hält einen Vortrag – und dann wird gemeinsam gebastelt? Ja, genau. Frank Riedel von der Initiative Luftdaten.Info wird die sozialen, politischen und technischen Hintergründe erläutern. Und dann werden wir unter Anleitung Sensoren bauen.
Welche Fähigkeiten muss man mitbringen? Wer schon mal seinen Internet-Router konfiguriert oder einen Videorekorder programmiert hat, der kann auch das Gerät zusammenbauen und anschließen. Man muss weder löten noch programmieren können, sollte aber in der Lage sein, eine technische Anleitung von einem Blatt Papier umzusetzen. Interessierte sollten 35 Euro für das Material mitbringen. Mehr nicht, die Stadt Freiburg fördert die Veranstaltung. Und mit dem fertigen Gerät kann man nach Hause gehen, es am Balkon anbringen und dort Feinstaub messen. Die Daten werden im Internet auf einer Karte (http://freiburg.maps.luftdaten.info/) live dargestellt, so dass man stets sehen kann, wie groß die Belastung an welcher Stelle ist. „Interview „Der Sonntag“ zum Feinstaubsensorbasteln in Freiburg“ weiterlesen
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