Carsten ist vor fu?nf Jahren an einem Knochentumor erkrankt.
Sich als junger Erwachsener mit der Diagnose Krebs auseinander setzen zu mu?ssen ist…
Junge krebskranke Erwachsene fallen aus dem Rahmen der etablierten medizinischen und psychologischen Versorgung. Eine wissenschaftlich fundierte Prognose und Behandlung ist selten möglich, da diese Patienten „aus dem Rahmen fallen“. Sie erkranken „zu spät“, d.h. sie sind keine Kinder mehr – denen sicher zurecht eine besondere Aufmerksamkeit zukommt. Andererseits erkranken sie „zu fru?h“, um behandelt zu werden wie „die Mehrheit der Erkrankten.
Der Verein „Jung und Krebs e.V.“ möchte diese Lu?cke schließen.
Die Veranstaltung im Bu?rgerhaus steht unter dem Motto: Hommage ans Leben. Sie soll nicht nur Spendengelder einwerben sondern sie soll ein Fest sein, das verschiedene Bereiche des Lebens abbildet.
Teil I: 17 Uhr – 19 Uhr, ist Kindern (und deren Eltern; Einlass 16:30 bis 17:00) im Alter von 6- 16 Jahren gewidmet. Alle Ku?nstler werden 20 Jahre und ju?nger sein. Das Programm wird aus einer Mischung aus Musikdarbietungen, Tanz / Akrobatik und (Ver-)Zauber(eien) bestehen.
Teil II: 20 Uhr – 3 Uhr (Einlass ab 19:30). Die Ku?nstler und „Sprecher“ des Hauptprogramms sind „optimistisch“.
Gleich zu Beginn seines Vortrages lies Baldo Blinkert eine kleine Bombe platzen: Das DKHW bzw. er hätten die Stadt Freiburg angefragt ob sie sich bei einer Wiederholung der Studie beteiligen wolle, die das Deutsche Kinderhilfswerk gerade in fünf Städten durchführt. Die Stadtverwaltung habe – ohne die Stadträte zu informieren – abgelehnt, man sei derzeit mit der Betreuungssituation U/Ü 3 beschäftigt und bei der Studie 1994 habe man ja bereits gute Ergebnisse erziehlt.
In den aktuellen Studien und auch der von 1994 kam heraus: wie häufig und wie lange Kinder draussen spielen, hängt von der Aktionsraumqualität des öffentlichen Raumes ab.
Aktionsraumqualität ist dabei ein Raum, der zugängllich, ungefährlich, gestaltbar ist und bei dem die Chance besteht andere Kinder zu treffen. Dabei verstehen Soziologen wie Baldo Blinkert den Raum nicht als Container (wie etwa ein Zimmer) sondern als ein als relationales Konzept, der stark mit sozialen Beziehungen zu tun hat.
Denn 74% der Varianz ob Kinder draußen spielen dürfen kann erklärt werden durch Wohnumfeld, soziales Klima und dme Alter der Kinder.
Warum ist draussen spielen nun so wichtig für Kinder? Zum einen weil sich die Kinder bewegen und dies dann Übergewicht oder anderen Krankheiten vorbeugt, zum anderen aber auch weil dies die Kinder besser in der Schule werden lässt und die für ihre Entwicklung wichtige Risikokompetenz steigert. Auch gibt es ihnen einen Raum ihre Kreativität, gemeint ist damit das Erkunden, Herstellen, das Sinnstiften im Rahmen von Erzählen und Erkennen, auszuprobieren und zu fördern.
Quelle: Baldo Blinkert
Erhoben wurde neben der Einstellung der Eltern, wie etwa ihr Sicherheitsbedürfnis und ihre Einstellung zum Lernen der Kinder auch ihre Einschätzung der Sicherheit und des Klimas im Stadtteil. Bei den Kindern über ein Tagebuch ihre Aktivitäten an 3 normalen Werktagen: Wie lange sind Kinder draussen ohne Aufsicht? Wie lange TV? Wie lange Computer? Wie lange in der Nachmittagsbetreuung?
Einer der eindrücklichsten Ergebenisse war: Ist die Aktionsraumqualität sehr schlecht dürfen 75% der 4 Jährigen nicht draussen spielen ohne Aufsicht ist sie sehr gut, dann dürfen 98% draussen spielen , ohne dass die Eltern auf die Kinder schauen. Auch auf die Nachfrage nach Betreuungsangeboten, wie etwa Kindertageseinrichtungen, hat die Aktionsraumqualität Auswirkungen: Je schlechter Wohnumfeld desto mehr geben die Eltern die Kinder in Betreuung und desto weniger ist es für sie vertretbar, sie draussen alleine spielen zu lassen.
Quelle: Baldo Blinkert
Mit dem sinken der Aktionsraumqualität steigen auch die Phasen des täglichen Medienkonsums. Wobei man sich inzwischen von den Befunden der 90er Jahre, dass Medien sind immer schlecht seien, gelöst hätte und in der Forschung akzptiert, das Medien immer zu unserer Welt gehören. Für seine Studie hat Baldo Blinkert unterschieden zwischen Vielnutzern, also solchen Kindern, die mehr als 120 min täglich Medien nutzen und solchen die weniger nutzen. In Stadtgebieten mit schlechter Aktionsraumqualität ist diese Nutzung höher.
Seine Zentrale Ergebnisse hat er durch eine Clusteranalyse herausfiltriert. Und unterscheidet zwei Typen von Kindheit: autonome Kindheit —> Kinder die viel unternehmen, viel draussen sind, selbständig sind, Angebote nutzen: Sport, Musik, dies umfasst ca. 55% und solche Kinder die eine heteronome Kindheit erleben —> viel Kontrolliert werden, in Einrichtung betreut werden und wenig Anregung erfahren.
Gerade an seiner Verknüpfung von Einrichtungen als beaufsichtig, bewegungsarm und wenig Anregend ergab sich Kritik. So sei doch das pädagogische Angebot vieler Einrichtungen, auch gerade der offenen Kinder- und Jugendarbeit anders ausgerichtet.
Dramatisch sei jedoch der Zusammenhang zwischen Urbanisierungsgrad und der Wohnumfeldqualität für Kinder. Je größer die Stadt, desto schlechter sei die Wohnumfeldqualität für Kinder.
Quelle: Baldo Blinkert
Aus den Ergebnissen seiner Studien, leitet Baldo Blinkert folgende Forderungen ab:
Kontiniuerliches Montioring der Soziotopen, mit Soziotopen meint der die Zusammensetzung und das Klima in einem bestimmten Stadteil. Dies solle regelmäßig überprüft werden, davon Verwaltung und Politik berichtet. Ähnlich wie Biotope, seien auch die Soziotope zum Teil unter Schutz zu stellen.
Kinderpolitik als Sozial- und RAUM-Politik. Kinderpolitik werde zu häufig als Sozialpolitik oder Bildungspolitik verstanden. Zentral für das gute Aufwachsen der Kinder, ist jedoch das gebaute Umfeld.
Gegenstand einer Kinderpolitik: die ganze Stadt.
Partizipation: Kinder + Eltern. Durch Beteiligung von Kindern und Eltern an Planung und Gestaltung des Umfeldes wird dieses Kinderverträglicher.
1994 wurde Freiburgs bisher einzige Kinderstudie vom Freiburger Soziologen Baldo Blinkert erstellt. Jetzt nach 20 Jahren wollen wir eine neue Kinderstudie für Freiburg auf den Weg bringen. Dazu gibt es am 11.9. um 17:00 eine Veranstaltung im Haus der Jugend.
Für mich wäre es wichtig, dass die neue Kinderstudie folgende Punkte enthält:
sie sollte nicht rein defizitorientiert sein
sie sollte partizipativ mit und von Kindern und Jugendlichen erstellt werden
sie soll Aufzeigen in welchem Quartier besonderer Handlungsbedarf besteht
die Interessen von Kindern + Jugendlichen aufzeigen, was ja derzeit nicht abgefragt wird, die ja auch beim Beteiligungshaushalt und der Bürgerumfrage nicht einbezogen werden.
Dazu auch ein guter Vortrag bei TED der sich um die Bedeutung von öffentlichen Räumen dreht:
Und auch ein Beitrag in der Badischen Zeitung, wiedermal ist die Familienheim gennant: „Alle waren überrascht, als Anfang August plötzlich der Brief von „Familienheim“ im Briefkasten lag: Basketballspielen sei in den „Familienheim“-Anlagen untersagt. Jugendliche sollen auf Bolzplätze ausweichen, steht in dem Brief. Bewohner und angrenzende Nachbarn würden sich durch den Lärm vom Aufprall des Balles gestört fühlen.“ Viele Gerüchte und kein Gespräch (veröffentlicht am Sa, 23. August 2014 auf badische-zeitung.de)
Skatement ist es gelungen den Autor von Skateboarding, Space and the City: Architecture and the Body. Iain A Borden Nach Freiburg einzuladen, daher bitte im Kalender vormerken:
“Skateboarding, Space & Green City” Vortrag von Prof. Dr. Iain A Borden, University College London am 13.12.2012 um 18:00
im Architekturforum am Lederleplatz
Ein Plädoyer für Skaten im Herzen der Stadt
Der Londoner Professor Iain A Borden spricht im Freiburger Architekturforum über „Skateboarding, Space and Green City“
Auf Einladung der Freiburger Skateboard-Initiative Skatement spricht der renommierte Londoner Architektur-Professor Iain A Borden am Donnerstag, 13.12.2012 um 18.00 Uhr im Architekturforum am Lederleplatz zum Thema „Skateboarding, Space and Green City“. Der per Video-Schaltung live aus London übertragene Vortrag erfolgt in englischer Sprache und wird ins Deutsche übersetzt. Die Veranstaltung wird vom Jugendfonds Freiburg unterstützt. Der Eintritt ist frei.
Wohin mit Freiburgs jungen Skatern? Wo kann ein neuer Skateplatz entstehen? Das sind kontrovers diskutierte Fragen in Freiburg: Die betroffenen Jugendlichen hatten sich für den Standort Seepark am Stadtrand entschieden, der Vorstand des dort ansässigen Bürgervereins lehnte das ab. Jetzt soll der neue Skatepark am Karlsplatz entstehen – im Herzen der Stadt. „Veranstaltung: Skateboarding, Space & Green City“ weiterlesen
Irgendwie scheint es bei der Kommunikation mit der Stadt etwas Probleme gegeben haben. Mehr auch auf meinem Blog.
Weiterhin kann ich hier bereits eine Veranstaltung ankündigen:
„Skateboarding, Space & Green City“ Vortrag von Prof. Dr. Iain A Borden,
University College London am 13.12.2012 um 18:00 in der Uni.
Genauer Ort und Details werden noch bekannt gegeben.
Er ist Autor des Buches: Borden, I. (2001). Skateboarding, Space and the City: Architecture and the Body. Berg Publishers. (Link)
Eine Veranstaltung auf die ich gerne hinweisen möchte und vor der ich hoffe das einige Impulse ausgehen um das JugendDenkmal, später war es ja auch als Z bekannt wieder aufzumachen: „Zukunft des „Z““ weiterlesen
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