mit steigender Corona Inzidenz steigt auch die Querdenker Inzidenz

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  • Aktionsformen haben mehr Zulauf
  • Schulterschluss mit lokaler rechter Szene immer deutlicher
  • Polizei von Situation überfordert
  • Mahnwache am Platz der alten Synagoge am kommenden Samstag 27.11.21 um 13:30

Altstadtrat Sebastian Müller warnt vor einem erneuten erstarken der südbadischen Coronaleugner Szene: „In den letzten Wochen war zu beobachten, das ihre Aktionsformen – Demonstrationen am Samstag in der Freiburger Innenstadt und der Autokorso jeden Dienstag – deutlich mehr Zulauf hatten. So nahmen an der Demo am Samstag bis zu 500 Personen teil. Auch die Anzahl der Beteiligten Kraftfahrzeuge steigt wieder.“

Bis in den September war die Querdenken Szene in Freiburg weniger aktiv, die Autokorsos hatten maximal 25 teilnehmende Kraftfahrzeuge. Bundestagswahl und der Wahlkampf für „die Basis“, schien dann aber die Szene etwas zu vitalisieren. Zu einer Kundgebung morgens um 7:30 vor dem Angell-Gymnasium anläßlich einer Impfaktion, erscheinen etwa über 100 Personen und versuchten Schüler:innen einzuschüchtern.

Daneben fanden in den letzten Wochen Kundgebungen sowie Schuhaktionen in Kirchzarten und Elzach statt. Freitags Abends gibt es an den Ausfallstraßen Aktionen an denen Schilder hochgehalten werden.

Auch inhaltlich sei eine weitere Radikalisierung zu beobachten. An der Kundgebung am letzten Samstag 20.11.21, mit anschließender Demonstration nahmen bekannte Mitglieder der Freiburger AfD teil, darunter AfD Stadtrat Huber. Ein Teilnehmer trug einen Aufnäher im Design eines Judensterns aus der Zeit des Nationalsozialismus mit der Aufschrift „ungeimpft“. Auch weitere Symbole im Grenzbereich zur Volksverhetzung wurden gezeigt, darunter eine Maske im Design der Hakenkreuzfahne.


Die Stimmung sei in den vergangenen Wochen auch zunehmend aggressiver geworden.

„Am vergangenen Samstag galt als Auflage für die Demonstration, wieder eine Maskenpflicht, die Polizei sah sich aber außer Stande diese Pflicht auch zu kontrollieren, geschweige denn durchzusetzen, da sie nach eigenen Angaben, nicht genug Personal zur Verfügung hatte.“, erzählt Müller.

Hier wäre die Polizei gefordert, ein entsprechendes Einsatzdispositiv vorzuhalten um nicht wieder wie letzten Dezember, die Kontrolle über die Innenstadt zu verlieren, als über mehrere Stunden Querdenker Katz-und-Maus mit Polizei und Passanten spielten.

In diesem Zusammenhang ruft Altstadtrat Sebastian Müller, alle Bürger:innen unserer Stadt auf, sich gegen Querdenker und Durchseuchung zu stellen.

Das kann im Alltag passieren, indem man seine Kollegen, Nachbarn oder Angehörige, doch noch in Gesprächen vom Sinn einer Impfung überzeugt, aber auch durch politische Aktionen, wie friedliche Demonstrationen, das Aushängen von Postern oder auch Beiträge in sozialen Medien.

In diesem Zusammenhang verweist er auf eine von ihm angemeldete Mahnwache am Platz der alten Synagoge am kommenden Samstag 27.11.21 um 13:30.

Auch weitere kreative Protestformen von anderen Teilen der Stadtgessellschaft sind geplant.

Gerade in er aktuellen Situation sind wir gefordert, den dramatischen Appellen von Ärztinnen zu folgen, unsere Kontakte zu reduzieren und sich impfen zu lassen. Sonst laufen wir wieder ein eine Situation in der es einen Lockdown geben muß und auch die Schulen geschlossen werden müssen.


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