Ja, zum 8er Rat in Freiburg

Quelle: https://www.facebook.com/8errat Ein erster Konzeptansatz für den 8er Rat: Wie kann es gelingen, das Modell für eine 200.000 Einwohner-Stadt zu pilotieren und zu entwickeln?

In der letzten Sitzung der AG Jugendpolitik hat das Jugendbüro seinen neuen Ansatz zur Verbesserung der Jugendbeteiligung in Freiburg vorgestellt. Es soll ein 8er Rat eingeführt werden!

Der 8er Rat funktioniert in etwa so: aus allen Schularten treffen sich die SchülerInnen der 8. Klasse und suchen sich für ein Jahr ein gemeinsames Beteiligungsthema das sie außerschulisch und innerschulisch bearbeiten. Nach diesem Jahr feieren sie ihre Erfolge und / oder übergeben das Thema an die nächsten 8er. Die 8. Klasse bietet sich an, weil in dieser das Thema Kommune, Gemeinderat usw. in Baden-Württemberg im Bildungsplan und den Schulbüchern vorkommt. In Freiburg ist zunächst der Start mit je einer Werkrealschule, Realschule und einem Gymnasium geplant. Dieses Pilotprojekt soll dann bei Erfolg ausgeweitet werden.

Es ist mir klar, das Jugendliche die sich dann engagieren und ein solches kommunales Engagement kennengelernt haben, sich auch weiterhin einbringen werden wollen.

Beteiligungsspirale nach Bertelsmann Stiftung, Quelle: http://www.mil.brandenburg.de/sixcms/detail.php/582524 Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung Brandenburg

Was ja auch von den gänigen Literatur im Beteiligungsbereich unterstüzt wird. Es ist dann an den Akteuren (Mitlglieder im RPJ, Stadtjugendring, Jugendbüro,…) Angebote zu machen und diese abzuholen. Also eine Chance auch in Zukunft Jugendliche für die eigenen Gruppierungen zu gewinnen.

Das bedeutet auch, das man dem vom Gemeinderat 2006 beschlossenen Stadtweiten Jugendgremium keine Träne mehr nachweihnen sollte. Dessen Einführung scheiterte bei zwei Anläufen. Es gab von Verwaltung und Jugendbüro Anläufe, auch zusammen mit Jugendlichen, etwa aus dem Jugendgipfelen. Leider kam das Jugendbüro zum Schluss, das aus ihrer Sicht dieses Konzept (derzeit) fachlich nicht umsetzbar ist. Was ja nach mehreren Anläufen die keinen Erfolg brachten auch nicht wirklich verwunderlich ist. Jetzt kann man natürlich noch Anlauf 3, 4, und 5 unternehmen oder sich einfach der Realität stellen und mal was neues ausprobieren.

das 2006 konzipierte Stadtweite Jugendgremium, Quelle: http://www.freiburgxtra.de/jugendgremium/rubriken/konzeption-jugendbeteiligung.html
Das 2006 konzipierte Stadtweite Jugendgremium, Quelle: http://www.freiburgxtra.de/jugendgremium/rubriken/konzeption-jugendbeteiligung.html

Weitere Informationen zum 8er Rat gibt es auf dem Partizipationsblog:

  • http://www.partizipations-blog.de/2015/02/der-8errat-ein-neues-beteiligungsmodell-nimmt-fahrt-auf/
  • http://www.partizipations-blog.de/2015/03/im-rausch-des-8errats/
  • http://www.partizipations-blog.de/2014/05/alternative-zum-jugendgemeinderat-das-modell-des-8errat/

und auf der Facebookseite des 8er Rates: https://www.facebook.com/8errat

Links (schon lange mal wieder keine gehabt)

Regionales

Etwas regionales: Was wäre wenn jemand im AKW Fessenheim Geiseln nehmen würde und uns alle erpresst? Ein spanner Krimi über die Terrorgefahr in Kernkraftwerken. „Der Tag der Wahrheit“

Die Kontext Wochenzeitung fällt ein vernichtendes Urteil über Guido Wolf: „Die CDU hat eine neue Lichtgestalt: Guido Wolf, 53, Blutreiter aus dem oberschwäbischen Weingarten und Landrat aus Tuttlingen. Er präsentiert sich heute schon als Oberministerpräsident, und keiner fragt, was er eigentlich vorher geleistet hat. Im Bermudadreieck von Erwin Teufel und Volker Kauder verfliegt der Zauber schnell.

Soziologisches

Im Deutschlandradio kommt einer unserer Freiburger Soziologie Professoren zu Wort und erklärt Details über das unternehmerische Selbst und unsere Selbstvermarktung: „Wie das Ich zu Markte getragen wird

PEGIDA

Die TAZ kommentiert über die „Die reaktionäre Mittelschicht“ und die Ursache von PEGIDA: „Die Grundhaltung des reaktionären Teils der Mittelschicht ist geprägt von Entsolidarisierung, Rassismus und Wohlstandschauvinismus, von Ungleichheits- und Wettbewerbsideologien. Die neoliberale Ideologie, die auf Wettbewerb, Marktfundamentalismus und Individualismus setzt, dürfte hier deutliche Spuren im Bewusstsein der Menschen hinterlassen haben. Es ist zugleich der Schwäche der gesellschaftlichen Linken geschuldet, dass Ansätze der Krisenverarbeitung nicht im Kontext von Solidarität und Kooperation verlaufen.“

Der Deutschlandfunk berichtet über verängstigte Flüchtlinge die in Dresden Leben. Die Morgenpost enthüllt Lutz Bachmanns sehr „er ist wieder da“ Hitler-Nachmache.

Auch ganz großes Kino: Die Pulikative hat ein Video mit einer Rede des Leipziger PEGIA Ablegers. „Es spricht der Föhrer zum Volk.“

Das Wissenschaftszentrum Berlin hat die Teilneher der PEGIDA Demo beobachtet: „Es konnten 670 Handzettel verteilt werden – unter schwierigen Bedingungen. Die Teams berichten übereinstimmend, dass die Mehrheit der Angesprochenen (ca. 1.800) die Annahme der Handzettel und Gespräche verweigerte. Bei bisherigen Befragungen von Demonstranten (u.a. Stuttgart 21, Hartz IV) fanden Fragebögen problemlos Abnehmer.“

Populismus, die AFD und das Märchen vom kranke Menschenverstand, aus „The European“: „Als Beleg für die Richtigkeit einer Aussage taugt er ebenso wenig wie die Berufung auf göttliche Eingebung oder Meinungsumfragen. “ Eine passende und beissend geschriebene Replik auf viele Rechtspopulisten.

Ukraine

Russisches Video, das erklärt (mit entglischen Untertiteln) warum die USA endlich einen Großkrieg brauchen um ihre Staatsverschuldung loszuwerden.

Wesentlich mehr Analyse, weniger Propaganda und mehr SInn: Timothy Snyder erklärt wie es zu seiner Bloodlands Hypothese kommt:

Das große Unbehangen: „Mit Putin wurde alles anders. Denn wir erleben, wie unser Verstehen-Wollen, wie unsere Kompromisssuche keine Wirkung zeigt, keinen Frieden bringt. Im Gegenteil, die andere Seite scheint dieses Bemühen eiskalt einzuberechnen, um mit nackter Gewalt Boden gut zu machen, Städte und Regionen militärisch zu erobern, während wir von Waffenstillstand und Verhandlungslösung reden.“

kein 24h-Lauf für Kinderrechte in Freiburg?

Derzeit herrscht in Freiburgs Kinderrechteszene ein wenig Aufruhr:

Fionn Große schreibt auf Facebook: „Was soll ich sagen?

Für mich ist diese Vorgehensweise ein Schlag ins Gesicht für das Ehrenamt.

Was sind der Stadt bitteschön die Kinderrechte wert?
Was ist der Stadt das Ehrenamt wert?
Wo engagieren sich so viele Leute für die Kinder dieser Stadt?

Der Lauf war ein einmaliges Erfolgsprojekt.
10 Jahre fand er statt, mehrere tausend Menschen engagierten sich Jahr für Jahr, deutlich über 300’000€ wurden erlaufen.

Dass eine Großstadt wie Freiburg es nicht schafft dem Kinderbüro, der Leiterin Frau Wagner (die übrigens nur eine 75% Stelle hat), professionelle Hilfe an die Seite zu stellen, sodass sie diesen Lauf auf die Beine stellen kann, ist denke ich keine Frage der Möglichkeit, sondern des politischen Willens von Frau Stuchlik dem Ehrenamt und den Kinderrechten unterstützend entgegenzutreten…„//Post by 24 Stunden Lauf für Kinderrechte in Freiburg.

Die Verwaltung hat einen Brief geschrieben:

1511218_818797668191607_5980710178226260750_nDer vom Stil her eher nonchalant ist. Während es wohl schon seit einiger Zeit war, das sich Probleme abzeichnen, ist es nun richtig offensichtlich geworden.

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Der Badische Zeitung Bericht erweckt den Eindruck, dass die Verwaltung durch ungeschicktes agieren die Situation verursacht habe. Was sich von hier aus nicht eruieren lässt:
„Es besteht aus einer 75-Prozent-Stelle, die Leiterin Andrea Wagner innehat, und einer Praktikantin. Im Laufe der Zeit, sagt Rathaus-Pressesprecherin Edith Lamersdorf, habe das Kinderbüro mehr Aufgaben übernommen, etwa die Einrichtung und Unterstützung des Kinderbeirats. „Da muss man fragen, ob die Organisation eines Laufes zu den Aufgaben eines Kinderbüros gehören muss“, so Lamersdorf.
„Andrea Wagner hat schon vor einem Jahr gesagt, dass sie das nicht mehr stemmen kann“, so Susanne Gremmelspacher. Offenbar wollte Wagner auf 100 Prozent aufstocken, doch das klappte nicht. Statt dessen verhandelte die Stadt mit der Vereinigung Freiburger Sozialarbeit (VFS), die an Stelle des Kinderbüros übernehmen sollte. In einem Treffen aller Organisatoren im Dezember 2014 wurde das besprochen. Dass die Vereinigung angeblich 10 000 Euro dafür bekommen sollte, gefiel dem ESV, der rund 800 ehrenamtliche Arbeitseinsatzstunden investiert hatte, gar nicht.“
Immerhin muß man sagen das Frau Wagner mit dem Kinderbeirat eine gute Arbeit und das auch ganz alleine, ledigleich von 24 Praktikanten in den letzten fünf Jahren unterstüzt. Das ist noch mehr Praktikantenwirtschaft als beim untergegangen TV Südbaden.
Daher wäre doch jetzt mal darüber nachzudenken ob die Stelle von Frau Wagner nicht aufgestockt werden könnte? Um von 0,75% weg zu kommen?
Der Lauf bringt zwar für Kinderprojekte viel Geld aber man muß mal fragen ob er wirklich so inhalltich ist?

Plakate beim Bürgerentscheid: die Befürworter

Die Plakate der Befürworter. Auch die waren in vielen Teilen nicht immer optimal. Als Dokumentation habe ich hier Fotos der Plakate hinterlegt.

Der SC

Zunächst hat der SC eine Plakatserie mit Köpfen mehr oder weniger Prominenter aus Freiburg plakatiert. Die Plakate hatten jeweils ein Rot-Schwarzes Grunddesign und jeweils viel Text. Der Hinweis auf JA war relativ klein.

Aus der zweiten Serie, die in den ersten Januarwochen hochgingen:

Wahlplakate zum Bürgerentscheid

Die waren schon etwas besser, aber immer noch nicht unbedingt ganz klar in der Aussage. Es gab dann noch eine dritte Serie, von der ich aber kein Foto habe.

Fraktionen für ein neues SC Stadion

das rote Plakat mit großem Ja!

Das rote Plakat kam gefühlt einige Tage vor der Wahl.

Plakat Ja

Deutlich früher ca 3 Wochen vor der Wahl und als Reaktion gab es noch mal das Plakat mit allen Fraktionsvorsitzenden, der das neue Stadion befürwortenden Fraktionen.

Junges Freiburg

hat zwei Plakate. Eines für das neue Stadion und eines das zum WählerInn sein aufruft.

Die Partei

hat auch irgendwelche Plakate aufgehängt. Ob die nun für oder geren das Stadion waren oder einfach nur Nonsens, darf jeder entscheiden:

Wahlplakate zum Bürgerentscheid

Plakate beim Bürgerentscheid: Die Gegner

Nun ist der Bürgerentscheid ein wenig vorbei und es ist Zeit ein bischen auf die Plakate hinzuweisen. Wahlkplakate sind ja immer ein lustiges und spannendes Thema.

Zunächst mal zur Übersicht der Plakate:

Bi pro Flugplatz

Da war die sehr umstrittene Plakatserie, die zunächst anonym in den letzten beiden Wochen des Wahlkampfs auftauchte und zu denen sich dann die Bürgerinitative „Pro Flugplatz“ bekannte:

Lügenplakat
Für dieses Plakat gab es ziemlich Gegenwind.

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Als Plakat haben die Texte sehr gut funktioniert: jeweils eine klare Botschaft, optisch deutlich in Primärfarben (jedoch nicht Rot und Schwarz, welche dem SC gehören) . Die Plakate hatten formal jeweils ein Fragezeichen, der Text war jedoch ein Aussagetext, auf den sich jeweils die Antwort: Nein. Anschloß.

Bi Pro Wolfswinkel

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zwei Wahlpkate zum Bürgerentscheid in Freiburg am 1.2. aufgenommen in der Kartäuserstrasse.
zwei Wahlpkate zum Bürgerentscheid in Freiburg am 1.2. aufgenommen in der Kartäuserstrasse.

Hier hat jemand and einer VAG Haltestelle plakatiert, was man nun auch nicht darf.

War eine sehr liebevolle und in der Argumentation eher sachliche, auf positive Bilder wie Kinder, Parkbank, etc… setzende Kampagne. Rhetorisch war auch immer ein positive Aussage. „Nein, aus Liebe zu…“.

Deutlich kein negative Campaiging. Die Plakate hingen vom 19.12. wurden jedoch zum Teil zerstört.

Segelflieger und Fallschirmspringer

Hier hat jemand and einer VAG Haltestelle plakatiert, was man nun auch nicht darf.

Mit sehr deutlichem Bildern und einer klaren Auffordung. Die Plakate hingen vom 19.12. an. Ob nun „Heute wir, morgen ihr“ ein guter Spruch in diesem Zusammenhang ist, bleibt dahingestellt. Aus der Serie gab es ein weiteres Plakat mit Fallschirmspringern drauf

Freiburg Lebenswert

Hat die Köpfe ihrer Stadträte plakatiert. Diese hingen vom 19.12. an. Die Frage warum man den eigenen Kopf bei einem Bürgerentscheid plakatiert ist mir nach wie vor unklar. Es handelte sich um abgewandelte Plakate, die mit den gleichen Köpfen aber anderem Hintergrund bereits bei der Kommunalwahl hingen.

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Inhaltlich zielte es darauf ab den Zuschuss zu thematisieren. Ca 2 Wochen vor dem Bürgerentscheid tauchten von Freiburg Lebenswert weitere Plakate auf:

Wahlplakate zum Bürgerentscheid

Wahlplakate zum Bürgerentscheid

Interessant war hier der Hinweis auf Ehrlichkeit in der Politik. Das Kommentar ist wohl auch eine Antwort auf die Vorwürfe der Befürworter, das mit den Rettungsflügen und den Plakaten der BI pro Flugplatz ein unehrlicher Wahlkampf betrieben würde.

Was passiert an Wahlkampfständen?

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Exemplarisch jeweils drei Wahlkampfstände am Tag vor der Abstimmung in Freiburg. Aufgenommen etwa aus der Beobachterperspektive.

Ich will ja herausfinden was an Wahlkampfständen passiert. Die meisten wissen – ohne es in der Schule gelernt zu habe was ein Wahlkampfstand ist und wie dieser Aussieht und was man da machen kann.

Es lassen sich die Interaktionen an den Wahlkammpfständen, so will ich das bisher sagen, in folgende Typen einteilen. Eine Interaktion bedeutet für mich, eine Person wird angesprochen oder spricht von sich aus eine der Personen am Stand an oder betrachtet ein am Stand hängendes Plakat (oder ähnliches):

  • der stille Betrachter – sieht sich Stand und Plakate an, geht dann ohne mit jemandem zu sprechen weiter.
  • der Jäger und Sammler – holt sich Material, für sich oder um es im Umfeld zu verteilen
    • Untergruppe: Personen die geschickt wurden (etwa Schüler)
    • Lehrer die für ihre Schüler holen
  • der zufällig vorbei kommende, der gerade in der Stadt war
  • der gezielt Wahlkampfstände abklappernde
  • der der bereits Briefwahl gemacht hat und nun den Menschen am Stand gut zu sprechen will
  • der Empörte (über das was im Wahlkampf oder davor gesagt/ getan wurde)
  • der Unentschiedene
  • der bereits in eine Richtugn neigt
  • der Unsichere
  • der Unterstützer
  • der Motzer (bei der Linkspartei gibt es noch die Untergruppe der gegen die SED Motzer)

Das jetzt mal soweit eine erste typisierung, aufgrund der Erinnerung, von dem was mir Wahlkampfmanager erzählt haben und was ich selber so beobachtet habe.

Zur Anzahl der Interaktionen:

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Die Beobachtung fand am 31.1. am Tag vor dem Bürgerentscheid statt. Entweder habe ich Menschen am Stand gebeten zu zählen, wieviele Interaktionen sie hatte. Das lief nicht immer, weil sie das auch vergessen hatten. Zum anderen habe ich mich gegen über der Stände auf die andere Strassenseite gestellt (ganz unaufällig) mit dem Klemmbrett und gezählt wieviele Interaktionen ich sehe. Dabei ist es denkbar das ich durch Ablenkung (es kamen immer mal wieder Menschen von den Ständen um zu fragen was ich mache) übersehen habe oder doppelt gezählt, gelegentlich fuhr auch mal die Strassenbahn vorbei. Diese Position habe ich aber deshalb gewählt, weil wenn man zu nah am Stand ist, man selbst für einen Teil der Stände gehalten wird und angesprochen. „Was passiert an Wahlkampfständen?“ weiterlesen

Forschung zum Wahlkampf am Bürgerentscheid: Teil 1 die Online Umfrage

Der Bürgerentscheid ist vorbei. In den kommenden Stunden werden wir wissen wie die Bürger in Freiburg entschieden haben. Das ist gut so ich konnte das Thema selber am Ende nicht mehr hören und vielen Leuten die sich damit beschäftigt haben denen ging es genauso.

Neben der Beobachtung von Wahlkampfständen und dem Befragen von Menschen die gerade an einem Wahlkampfstand waren und dem Befragen von Wahlkampfmanager, habe ich auch eine online Umfrage durchgeführt. Diese sollte eigentlich mehr dazu dienen eine ungefähre Zahlenbasis zu haben wie viele Menschen ein Wahlkampfstand gehen und wie bestimmte Plakate erlebet werden.
Eine der Fragen war natürlich auch wie die Menschen planen abzustimmen. Das war für mich nicht wichtig weil ich glaube, damit das Abstimmungsverhalten der Menschen herausfindne zu können, sondern weil ich wissen will ob eine bestimmte Wahlabsicht mit einer vorteilhaften Bewertung der Proplakte etwa einhergeht oder ob Menschen die sich noch unsicher sind, sich noch nicht informiert habe. Dennoch hier mal die Daten:

Auf die Frage: Wie planen Sie am Bürgerentscheid abzustimmen?

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Bekam ic stabil ein 2:1 Verhältniss der Befürworter. 140 Menschen haben an der Online Umfrag insgesammt teilgenommen. Aber, es handelt sich um Personen aus meinem Umfeld. Zudem verzerrt Onlien natürlich auch zu Personen die Internet haben (ca 30% der Bevölkerung hab keines).

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Welche Liste, haben Sie bei der letzten Kommunalwahl überwiegend gewählt?

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Das wäre schon ein Kommunalwahlergebniss wie es mir gefallen würde. Die Koalition aus Grünen und Junges Freiburg würde dann im Gemeinderat so einiges durchsetzen…

Basierend auf der online Umfrage dürften wir Befürworter also den Bürgerentscheid komfortabel gewinnen.  Eine online Umfrage die wahrscheinlich von Personen in meinem Umfeld durchgeführt wurde ist nicht repräsentativ, ich hoffe bald repräsentativere Zahlen anhand der Papierfragebögen die die ich an einigen Schulklassen und der Uni verteilt habe beibringen zu können, aber so eine Dateneingabe ist ein umfangreiches Unterfangen und das braucht natürlich seine Zeit.

Einzelne Plakate

Die Bewertung von Wahlpalkaten ist auch spannend. Zum einen scheinen die Befragen ein durchwachsenes Verhältniss zu Wahlplakaten im allgemeinen zu haben:

Wahlplakate sind eine gute Möglichkeit sich zu informieren

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Ich bin von Wahlplakten eher genervt

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Aber gleichzeitig geben bei Informationsverhalten dennoch viele Befragte an:

Über den Bürgerentscheid habe ich mich wie folgt informiert:

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Wohl gemerkt ich habe jetzt noch nicht geschaut welcher Informationsstand und welche Bewertung bzw. Nutzung von Plakaten miteinander korrelieren.

Es folgen weitere Posts zu diesem Thema…

Stadiongegner: Die Meisterspieler mit der Angst

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Man hätte es nicht gedacht. Normalerweise wirft man ja den Parteien und Politikern vor: Sie bewerfen sich mit Dreck und führen schmutzige Wahlkämpfe, es werde nicht über Inhalte gesprochen sondern die Bürger verunsichert oder mit der Angst und Emotionen der Bürger gespielt.

Aber das was nun im Wahlkampf um den Standort und die Finanzierung des neuen SC Stadions betrifft, scheint nun eine der Bürgerinitativen dagegen – vom Layout her die der Flieger – richtig dreckig zu werden. Nach dem Aufhängen von Plakaten mit irreführenden Zahlen auf denen man versuchte den Eindruck zu erwecken der Rettungshubschrauber sei in Gefahr, Ständen auf denen so getan wurde, als ob man vom SC wäre (mit Schaals) und einer Kettenmail mit vielen seltsamen Behauptungen, kommt nun die Steigerung. Nun man könnte eine Flyer auf dem irgendwelche Zahlen zusammengeschmissen werden seltsam und komisch finden. Aber warum muß man auf einem Flyer behaupten, dass wenn das Stadion gebaut wird, dass dann die Mieten bei der Stadtbau steigen werden?

Schon eine interessante Argumentation für eine Gruppe von Menschen, mit einem der sicherlich teuersten Hobbies, die man in Freiburg ausüben kann. Und zudem auch eine weit hergeholte: Wohnen ist in Freiburg teuer, weil hier viele herziehen. Ungefähr 1000 Menschen pro Jahr. Das hat mit der guten Entwicklung der Wirtschaft und den vielen Arbeitsplätzen zu tun die jedes Jahr geschaffen werden. (Ist ja auch schön in einer Region zu leben, in der es genug Arbeitsplätze für die Menschen gibt, oder?)

Wenn nun das Stadion teuerer wird – was übrigens der SC zu zahlen hätte – und wenn dann die Stadt mehr zahlen müßte – was unwahrscheinlich ist, weil ja bereits 10% Kostenpuffer in der Planungen drin ist – dann würde dass die Stadt zahlen. Die Stadtbau hat damit nix zu tun. Die Stadtbau hat auch noch nie Gewinn an die Stadt abgeführt, sondern dieser wird jedes Jahr für den Bau neuer Wohnungen verwendet. Leider ist auch das Problem genügend Flächen zu finden (auf der Fläche des Stadions kann man wegen der Nähe zum Flugplatz übrigens keine Wohnungen bauen)

Das ganze ist also ein billiges Manöver um Angst und Emotionen zu schüren. Oder wie die Person, welche mir ihn empört zuschickte schreibt: „Der Flyer wurde gezielt heute und gezielt nur an Haushalte der Stadtbau verteilt. Damals hatten die Leute wirklich Angst um ihr Zuhause. Dass der Kalinich jetzt auf die Ängste anspielt und den Leuten nichtmal die Zeit gibt, nachzudenken, ist einfach ne riesen Sauerei und in derart dreckig…“