Ist Freiburg Lebenswert rechtspopulistisch?

Für die berta* das Magazin des Studierendenrates der Albert-Ludwigs-Universität habe ich mich mit der Frage auseinandergesetzt: Ist Freiburg Lebenswert rechtspopulistisch? Die kurze Antwort: Zumindest sind rechtspopulistische Elemente zu finden und die Argumentationsmuster gleichen denen, die man sonst bei Rechtspopulisten findet.

Dieter Salomon, Oberbürgermeister der Stadt Freiburg, beschuldigte im Laufe des Bürgerentscheidswahlkampfs um das neue SC Stadion, die Stadiongegner und insbesondere Freiburg Lebenswert (FL) als „rechtspopulistisch“. FL weißt diese Einordnung erregt zurück und bezeichnet sie als Nachtreten eines auch sonst1 verbal aggressiven Politikers. 2

Wahlplakate zum Bürgerentscheid

Hat Salomon recht mit seiner Einordnung von Freiburg Lebenswert als rechtspopulistisch? Anhand von Aussagen von FL auf Homepage, in Amtsblattsartikeln und Plakaten der Gruppierung soll dies im folgenden untersucht werden.

Salomon im Interview: „Mit dem Begriff Clique – man könnte auch sagen Mafia oder System – wird eine Verschwörung konstruiert, und die lautet: wir einfache Bürger hier unten – im Osten heißt das: “Wir sind das Volk – gegen „die da oben“”, “die, die gegen die legitimen Interessen des Volkes handeln”.” (…) Wenn auf Plakaten steht: für eine ehrliche Politik…(…) wird ja nicht einmal gesagt, wer die unehrliche Politik macht, sondern es geht gegen das System, gegen die Systemparteien, gegen die Systempresse. Und was das System ist, weiß man nicht, außer dass es einen im Griff hat und man sich dagegen wehren muss.”3

Er identifiziert drei zentrale Motive von Rechtspopulisten: Die Verschwörung, „Der-Da-Oben“, in diesem Falle einer „Clique im Rathaus“, „unehrliche Politik“ und die rhetorische Konstruktion eines „Systems“ gegen das man sich auflehnen müsse.

Schauen wir uns zunächst eine der wissenschaftlichen Definitionen für Rechtspopulismus an; etwa von der Bundeszentrale für politische Bildung, die ihn dort so definiert: „Populismus ist kein Substanz-, sondern ein Relationsbegriff. Er zeichnet sich aus durch Anti-Elitarismus, Anti-Intellektualismus, Antipolitik, Institutionenfeindlichkeit, sowie Moralisierung, Polarisierung und Personalisierung der Politik”4. Alle diese Elemente lassen sich bei Freiburg Lebenswert (FL) finden. Sebastian Reinfeldt etwa spricht von einem rechtspopulistischen Viereck aus: Wir (den Bürgern und Steuerzahlern) welche im Widerspruch zum „Nicht-Wir“ (den Fremden, Zuziehenden oder im Freiburger Fall: Fußballfans) steht, sowie dem „Die-Da-Oben“ welche auf Seiten der „Nicht-Wir“ im Gegensatz zum „Nicht-Die“ (Dem Volk) steht.5

Alle diese Argumentationstrukturen sind bei FL zu finden, bespielt auf eine für FL eigene Art und Weise. Die Forschung vermerkt, dass die ausgegrenzte Gruppe nicht notwendigerweise die andere Nation oder eine andere Ethnie sein muss. Im Falle von FL ist es Freiburg und als „Nicht-Wir“ sind es diejenigen die nach Freiburg ziehen (wollen).

Wahlplakate zum Bürgerentscheid

Im Gegensatz zum „normalen“ Oppositionsverhalten werden beim rechtspopulistischen Diskurs “Die-da-Oben” als ein homogener, einheitlicher Block dargestellt, deshalb sind hier verschwörungstheoretische Elemente relativ zentral.6 FL beginnt mit dem Cliquenvorwurf bereits in der eigenen Gründungspressemitteilung. Zunächst wird referiert, dass Bürgerbeteiligung in Freiburg nur Scheinbeteiligung sei, denn: “über bereits im kleinen Kreis gefällte Entscheidungen” würden die Bürger nur informiert, Mitsprache fände nicht mehr statt.7 Das wiederholt sich bei später: “Beraten wird hinter den Kulissen“.8 Ein in Demokratien üblicher Vorgang: Ausschusssitzungen, so gibt es die Gemeindeordnung vor, sind in der Regel nicht öffentlich und sicher gibt es Gründe warum nicht zu jeder Besprechung die Öffentlichkeit zugelassen werden sollte.

FL präsentiert sich als Gruppe, die sich für die Interessen der “einfachen Leute” gegen „Die-Da-Oben“ einsetzt: “Für die Berücksichtigung bürgerschaftlicher Interessen bei…9”. Die Aussage impliziert auch, das durch die bis zur Wahl von FL im Gemeinderat vertreten Listen, die Interessen der Bürger keine Berücksichtigung fanden. Oder auch: “Ist FL/Für Freiburg denn tatsächlich die einzige Fraktion, die sich der überheblichen Ignoranz und Arroganz des OB nicht anschließt?”10 Dieser Arroganzvorwurf wird regelmäßig wiederholt, wenn Menschen anderer Meinung als FL sind.

Immer wieder hebt FL auch darauf ab, das sie “engagierte Bürger im Gemeinderat” seien11, was die Stadträte von FL diskursiv als “engagierte Bürger” gegen “die Politiker”, der bestehenden Parteien oder Listen positioniert. Gleichzeitig inszenieren sich deren Stadträte Gerlinde Schrempp, Wolf-Dieter Winkler und der in der Öffentlichkeit weniger auffällige Karl-Heinz Krawczyk als jene, die sich trauen zu sagen was von “den Politikern” verschwiegen wird. Auch dies eine übliche sprachliche Figur rechtspopulistischer Bewegungen.

FreiburgLebenswert_Plakate_BuergerentscheidDas Verlangen nach einem Oberbürgermeister der sich quasi als “Pater-Urbanitas” generiert und hinter dem sich alle versammeln können. “Der tritt nun nach, statt die Stadt wieder zu einen, wie es seine Aufgabe als OB12”, Man spürt wie die Verfasser, die starke und gütige Führerfigur herbeisehnen. Eine Rolle, die einem Oberbürgermeister in einer aufgeklärten und pluralistischen Gesellschaft nicht zukommen kann.

Dazu kommen dann noch typische Selbststilisierungen als Opfer eines „Medienkartells“: “Wer nicht einstimmt in den Hurra-Patriotismus wird ausgestoßen und diffamiert“13 Und der Wunsch nach Law-and-Order, etwa in der Forderungen nach einem Kommunalen Ordnungsdienst, der “Die unhaltbaren Zustände – nicht nur am Augustinerplatz – zu entschärfen. (solle).”14 Sowie die rhetorische Konstruktion einer Gefährdungslage: “bestimmte Brennpunkt-Areale wie der Stühlinger Kirchplatz, aber auch der Augustinerplatz, zu rechtsfreien Räumen werden, an die sich weder Ordnungskräfte noch Polizei mehr trauen,”15. Verbunden mit der Konstruktion einer neuen Outgroup: Feiernder (angeblich Jugendlicher), die aus dem Umland kämen und die innere Sicherheit durch Lärm bedrohten. Was wiederum für Rechtspopulisten bezeichnend ist. So stellen eine Reihe von Autoren fest, dass es zum Repertoire rechtspopulistischer Gruppierungen gehört eine innere Bedrohungslage zumindest rhetorisch zu konstruieren. 16

Rassismus spielt bei FL keine Rolle. Das hat damit zu tun, dass das Freiburgs politisches Klima zu offenen Rassismus vergleichsweise wenig Nährboden gib. Etwa bei Bundes- und Landtagswahlen kommen solche Parteien hier auf eher unterdurchschnittliche Wahlergebnisse. Auf den Listen der Kommunalwahl waren vielen Personen mit deutlich sichtbaren Migrationshintergrund (Hautfarbe, Name) auf oberen Plätzen und sind nun auch im Gemeinderat. „Ist Freiburg Lebenswert rechtspopulistisch?“ weiterlesen

Interviews zur Geschichte von Junges Freiburg

Für die Junges Freiburg 16 Jahre im Gemeinderat und ein Jahr Neugründung der Wählervereinigung habe ich eine Reihe von Freiburger Persönlichkeiten interviewt. Hier die Interviews in voller Länge.

Das erste Interview führte ich mit Alexaner Bonde im Carl-Schurz-Haus:

Alt-Stadtrat Florian Braune von Junges Freiburg:

Stadtplaner Daseking

Prof. Dr. Ulrich Eith

und zuletzt den intensiven und langjähringen Beobachter zahlreicher junger Listen, Udo Wenzl

Mal ernsthaft: Warum nicht den Flugplatz bebauen?

Mit der Pressemitteilung am 1.4. hat Junges Freiburg darauf hingewiesen: in Freiburg gibt es eine immer besser erschlossene Fläche (derzeit S-Bahn, bald auch Strassenbahn), die Stadtnah ist und auch kein richtiges Naturschutzgebiet. Infrastruktur ist vorhanden, z.B. Schulen sind in der Nähe und gerade saniert, auch öffentliche Bäder (Westbad, Lehnerbad), die Fläche liegt in der Nähe von vielen Arbeitsplätzen (sowohl Gewerbegebiet Nord, Hochdorf als auch auf dem Güterbahnhof) und für die Nutzungen liessen sich Ausweichstandorte finden.

Ja, richtig ich rede vom Flugplatz Freiburg.

Papstbesuch_6028
Platz für ihre Wohnung?

Sicher da gibt es eine Flugschule, einen Rettungshubschrauber und diverse andere Betriebe und Sportvereine (die übrigens zum Teil jetzt schon nach Bremgarten umziehen müssen), sicher Bremgarten hat eine andere Flugtechnische Einstufung. “Der Sonderlandeplatz ist für Geschäfts- und Sportflugzeuge bis 20 t zugelassen” heißt es auf deren Website. Laut Wikipedia dürfte der größte Unterschied sein: “Im Gegensatz zu einem Verkehrslandeplatz dürfen auf dem Sonderlandeplatz nur der Betreiber und auf Anfrage auch Dritte starten und landen. Es existiert keine Betriebspflicht, Öffnungszeiten sind also nicht vorgeschrieben.”

Daher er hat keine entsprechende Genehmigung und keinen entsprechenden Betrieb. Der Betrieb hängt vor allem an der Verlustabdeckung, die beim Flugplatz Freiburg auch jedes Jahr durch die Stadt erfolgen muss. In Bremgarten ist die Landepiste sogar noch 250 m länger und es gibt im Anflugbereich auch keinen Wald und noch viel wichtiger er führt auch nicht über die Innenstadt.

Klar auch hier wären Investitionen nötig: Den Freiburger Flugplatznutzern müsste der Umzug nach Bremgarten finanziell versüsst werden. Aber ernsthaft: Gegen eine entsprechende Entschädigung ist doch denen egal ob sie jetzt ihre Flugschule in Freiburg oder bei Eschbach betreiben. Vielleicht muss man auch den öffentlichen Nahverkehr nach Eschbach (und ins Gewerbegebiet am Flugplatz) ausbauen, hätte sicher viele positive Nebeneffekte.

So könnte es mal aussehen. Merke die Grünfläche ist wegen der Unibebauung weg, nicht wegen dem Stadion! Quelle: http://www.freiburg.de/pb/,Lde/755915.html
So könnte es mal aussehen. Merke die Grünfläche ist wegen der Unibebauung weg, nicht wegen dem Stadion! Quelle: http://www.freiburg.de/pb/,Lde/755915.html

Dann gäbe es noch ein weiteres Problem: Für eine Bebauung als reines oder gemischtes Wohngebiet ist es dort, auch aufgrund des SC Stadions, an manchen Tagen wahrscheinlich zu laut. Dafür böten sich verschiedene Lösungen aber an. Entweder bekommt das Stadion ein Dach (kostet halt ein paar Mio. mehr, das Abends und bei Regen den Lärm abschirmt) oder aber man weißt das Gelände als Mischgebiet aus Wohnen und Gewerbe aus (so wie historisch etwa der Stühlinger war, an dieser Stelle als Übergang zur Messe und zum Industriegebiet) und / oder belegt die Wohnhäuser mit einer Grundlast (im Kaufvertrag und im städtebaulichen Vertrag) das Fußball- und Stadionlärm hinzunehmen ist. Für ähnliche Konstellationen gibt es Beispiele etwa aus Mainz, wo man Grundlasten eingetragen hat für Ausgeh- und Partylärm.

Diesen Prozess kann man sicher schneller voranbringen als die Entwidmung eines mehrfach geschützten Naturschutzgebietes oder die Planung eines neuen Stadtteils im Dietenbach. Klar es gab einen Bürgerentscheid in den 90er Jahren. Aber inzwischen hat sich die Situation geändert – insbesondere die Mieten und Wohnugspreise steigen und auch vorübergehende Abhilfe ist nicht in Sicht. Und der Bürgerentscheid hatte auch das Quorum nicht erreicht und die Bindungswirkung beträgt rechtlich auch nur 3 Jahre). Wenn eine Bebauung in den 90er Jahren rechtlich möglich war und auch planbar, warum sollte es dann heute nicht der Fall sein?

Nochmal die Situation hat sich geändert und da muss man neu Nachdenken und vielleicht auch neu entscheiden.

Neue Leitstelle und Sanierung der Feuerwache, so eine Nebengeschichte

Als ich Stadtrat wurde gab es eine Leitstelle im Roten Kreuz in der Dunantstrasse von der der Rettungsdienst und die Notärzte koordiniert wurden und eine bei der Feuerwehr von der aus die Feuerwehr disponiert wurde. Das war schon lange nicht mehr zeitgemäß. Daher resuliterte das Anliegen beide zusammen zulegen.

Was dann auch passiert ist.

IMG_9895

Heute dreht sich das Rat weiter: in der Schönauerstrasse, dem Katastrophenschutzlager ist dermassen viel Schimmel, das es nicht mehr genutzt werden kann. Bei der Feuerwehr soll eine Erweiterung entstehen. Dagegen gibt es – wie gegen so vieles in dieser Stadt – eine Bürgerinitative.

Verbieten, Verbieten, Verbieten! Die CDU kann es nicht lassen.

Dieser Artikel ist aus dem Jahr 2015! Eine akutelle Liste der CDU Verbote findet sich hier. Schließlich liefert die CDU ja auch ständig neues Material!

Alle Jahre wieder, meist vor irgendeiner Wahl, kommt die alte Leier wieder: “die Grünen sind eine Verbotspartei”, diese Aussage wird dann mit einer selbst gemachten Listen, angeblicher Verbote untermauert, für die sich einzelne Grüne Parteimitglieder, grüne Subgruppen wie Landes- oder Kreisorganisationen der Grünen Jugend oder sonst wer der Grün hinter oder vor den Ohren ist, mal eingesetzt haben.

skate_verbot
Übrigens gegen Skaten ist die CDU auch: http://www.bz-berlin.de/berlin/mitte/schluss-mit-skaten-an-den-spittelkolonnaden

Ohne diese Liste nun im einzelnen widerlegen zu wollen, hier mal eine kleine Liste für welche Verbote sich die CDU in den letzten Jahren so eingesetzt hat:

Das Tanzverbot. In Baden-Württemberg ist es seit Jahrhunderten ein wesentlicher Teil des gottgefälligen Lebens, das vor christlichen Trauerfesttagen, das Tanzen in der Öffentlichkeit verboten ist. http://www.bild.de/regional/stuttgart/cdu-gegen-aenderung-des-feiertagsgesetzes-13570030.bild.html

Die Homoehe: Eine Ehe besteht für die CDU aus einem Mann und einer Frau. Für die CSU aus einem Mann, einer Frau und der geschwängerter Sekretärin, aber das ist ein anderes Thema. Deshalb setzt sich die CDU auch weiterhin dafür ein, dass die Heirat von zwei Personen gleichen Geschlechts nicht möglich bleibt.

Cannabis. Beser als der Handverband könnte ich es selber gar nichts ausdrücken: „In ihrem Wahlprogramm werden Drogen nur am Rande bzw. als Teil einer fürchterlichen Kriminalitäts- und Terror-Soße genannt, die es mit aller Gewalt zu bekämpfen gilt. Politiker der Unionsfraktionen sind bei dem Thema sehr aktiv und zwar immer dann, wenn es darum geht, gegen Drogen(konsumenten) oder Legalisierungstendenzen zu wettern. Das Gedankengut ist fest ideologisch verankert, dass selbstbestimmter Drogenkonsum nicht möglich sei und eine Legalisierung bzw. jede Form der Liberalisierung eine Gefahr für Jugendliche und kranke Abhängige. Teilweise kommen von diesen Leuten groteske Forderungen wie die Schließung der Grenzen zu den Niederlanden, regelmäßige DNA-Analysen und -Archivierung bei einfachen Drogenvergehen – oder die Senkung der Umsatzsteuer auf das Grundnahrungsmittel Bier!” http://hanfverband.de/nachrichten/news/wahlpruefsteine-cannabis-unsere-einschaetzung-der-parteien

Die Burka – sicherlich ein unserer Kultur fremdes Kleidungsstück. Gut früher gab es in Deutschland auch keine Bikinis und Basecap aber daran haben wir uns inzwischen gewöhnt. Ob man es nun gut findet, das Frauen eine Burka tragen oder nicht, darüber kann man sicher geteilter Meinung sein. Ob es allerdings Sinn macht oder mehr Freiheit bringt ein Kleidungsstück zu verbieten. Sei dahingestellt. Fordern kann man es und man kommt damit sicher auch mal in den Medien vor.
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-12/burka-verbot-cdu

Koranverteilung – Eine Gruppe deutscher Muslime, einige behaupten sie seien Slawisten, hat sich das sportliche Ziel gesetzt jeden Deutschen mit einer gedruckten Ausgabe des Koran zu beglücken. Klar viele haben noch kein Internet und ihnen ist auch sonst der Ziel verwehrt sich selbst einen zu kaufen. Zu diesem Zweck stehen sie auch bei niedrigen Temperaturen in der Fußgängerzone und verteilen ihre Korane. Das gehört verboten, findet die CDU, denn wo käme man dahin wenn jemand in der Innenstadt steht und da religöse Texte verteilt oder gar auf sein Weltsicht aufmerksam macht.

CDU-Politiker: Koran soll weg von den Straßen

DDR Symbole –  Ja es gibt einige inzwischen wahrscheinlich einzelne ältere Herren die sich an ihre glorreiche Zeit beim Wachregiment der Stasi und ihren Einsatz im und für den Arbeiter und Bauern Staat erinnern. Dazu schlüpfen sie gerne mal in ihre alten Uniformen. Ob das nun einfach gaga ist, Veröhnung der Opfer oder sonst was, egal. Das gehört Verboten findet die CDU.
http://www.welt.de/politik/deutschland/article116368983/CDU-fordert-Verbot-von-DDR-Symbolen.html

Big Brother – Leider eine Sendung die wie die Gedichte Johan-Wolfgang-von-Goethes: „Wer fährt so spät durch Nacht und Wind, es ist der Sanitäter mit seinem Kind…“, Autobahnen und der Gartenzwerg inzwischen auch Teil der populären Kultur(en) unseres Vaterlands ist. Leider will es die CDU im Gegensatz zur Vorratsdatenspeicherung verbieten.
http://www.spiegel.de/panorama/jetzt-wird-s-ernst-cdu-fordert-verbot-von-big-brother-a-73951.html

Die Liste liesse sich noch mit folgenden Verboten fortsetzen: „Verbieten, Verbieten, Verbieten! Die CDU kann es nicht lassen.“ weiterlesen

kein 24h-Lauf für Kinderrechte in Freiburg?

Derzeit herrscht in Freiburgs Kinderrechteszene ein wenig Aufruhr:

Fionn Große schreibt auf Facebook: „Was soll ich sagen?

Für mich ist diese Vorgehensweise ein Schlag ins Gesicht für das Ehrenamt.

Was sind der Stadt bitteschön die Kinderrechte wert?
Was ist der Stadt das Ehrenamt wert?
Wo engagieren sich so viele Leute für die Kinder dieser Stadt?

Der Lauf war ein einmaliges Erfolgsprojekt.
10 Jahre fand er statt, mehrere tausend Menschen engagierten sich Jahr für Jahr, deutlich über 300’000€ wurden erlaufen.

Dass eine Großstadt wie Freiburg es nicht schafft dem Kinderbüro, der Leiterin Frau Wagner (die übrigens nur eine 75% Stelle hat), professionelle Hilfe an die Seite zu stellen, sodass sie diesen Lauf auf die Beine stellen kann, ist denke ich keine Frage der Möglichkeit, sondern des politischen Willens von Frau Stuchlik dem Ehrenamt und den Kinderrechten unterstützend entgegenzutreten…„//Post by 24 Stunden Lauf für Kinderrechte in Freiburg.

Die Verwaltung hat einen Brief geschrieben:

1511218_818797668191607_5980710178226260750_nDer vom Stil her eher nonchalant ist. Während es wohl schon seit einiger Zeit war, das sich Probleme abzeichnen, ist es nun richtig offensichtlich geworden.

10990879_818797634858277_2570869983833824431_n
Der Badische Zeitung Bericht erweckt den Eindruck, dass die Verwaltung durch ungeschicktes agieren die Situation verursacht habe. Was sich von hier aus nicht eruieren lässt:
„Es besteht aus einer 75-Prozent-Stelle, die Leiterin Andrea Wagner innehat, und einer Praktikantin. Im Laufe der Zeit, sagt Rathaus-Pressesprecherin Edith Lamersdorf, habe das Kinderbüro mehr Aufgaben übernommen, etwa die Einrichtung und Unterstützung des Kinderbeirats. „Da muss man fragen, ob die Organisation eines Laufes zu den Aufgaben eines Kinderbüros gehören muss“, so Lamersdorf.
„Andrea Wagner hat schon vor einem Jahr gesagt, dass sie das nicht mehr stemmen kann“, so Susanne Gremmelspacher. Offenbar wollte Wagner auf 100 Prozent aufstocken, doch das klappte nicht. Statt dessen verhandelte die Stadt mit der Vereinigung Freiburger Sozialarbeit (VFS), die an Stelle des Kinderbüros übernehmen sollte. In einem Treffen aller Organisatoren im Dezember 2014 wurde das besprochen. Dass die Vereinigung angeblich 10 000 Euro dafür bekommen sollte, gefiel dem ESV, der rund 800 ehrenamtliche Arbeitseinsatzstunden investiert hatte, gar nicht.“
Immerhin muß man sagen das Frau Wagner mit dem Kinderbeirat eine gute Arbeit und das auch ganz alleine, ledigleich von 24 Praktikanten in den letzten fünf Jahren unterstüzt. Das ist noch mehr Praktikantenwirtschaft als beim untergegangen TV Südbaden.
Daher wäre doch jetzt mal darüber nachzudenken ob die Stelle von Frau Wagner nicht aufgestockt werden könnte? Um von 0,75% weg zu kommen?
Der Lauf bringt zwar für Kinderprojekte viel Geld aber man muß mal fragen ob er wirklich so inhalltich ist?

Plakate beim Bürgerentscheid: die Befürworter

Die Plakate der Befürworter. Auch die waren in vielen Teilen nicht immer optimal. Als Dokumentation habe ich hier Fotos der Plakate hinterlegt.

Der SC

Zunächst hat der SC eine Plakatserie mit Köpfen mehr oder weniger Prominenter aus Freiburg plakatiert. Die Plakate hatten jeweils ein Rot-Schwarzes Grunddesign und jeweils viel Text. Der Hinweis auf JA war relativ klein.

Aus der zweiten Serie, die in den ersten Januarwochen hochgingen:

Wahlplakate zum Bürgerentscheid

Die waren schon etwas besser, aber immer noch nicht unbedingt ganz klar in der Aussage. Es gab dann noch eine dritte Serie, von der ich aber kein Foto habe.

Fraktionen für ein neues SC Stadion

das rote Plakat mit großem Ja!

Das rote Plakat kam gefühlt einige Tage vor der Wahl.

Plakat Ja

Deutlich früher ca 3 Wochen vor der Wahl und als Reaktion gab es noch mal das Plakat mit allen Fraktionsvorsitzenden, der das neue Stadion befürwortenden Fraktionen.

Junges Freiburg

hat zwei Plakate. Eines für das neue Stadion und eines das zum WählerInn sein aufruft.

Die Partei

hat auch irgendwelche Plakate aufgehängt. Ob die nun für oder geren das Stadion waren oder einfach nur Nonsens, darf jeder entscheiden:

Wahlplakate zum Bürgerentscheid