Beteiligungskongress in Stuttgart mit Rap!

Am 22. Mai 2012 war ich beim Beteiligungskongreß der Landesregierung in Stuttgart. Neben drei interessanten Impulsvorträgen, darunter von Roland Roth und Elke Löffler, Gouvernance-Beraterin aus Birmingham, gab es auch wieder eine interessante Diskussionrunde mit Udo Wenzel (wem sonst?) zum Thema Jugenbeteiligung.

Eine Dokumentation ist noch nicht online, hoffen wir das es die Landesregierung noch vor Ende der Legislaturperiode schafft.

Beteiligungsrap

Nicht so ganz begeisterter Südkurier Artikel zu dem Kongress.

Ökotopia

Ernst Callenbach der Autor des Buchs über eine bessere und umweltfreundlichere Gesselschaft ist gestorben. Auf der Website des Englischen Seminars findet sich ein Nachruf.

Man hat wohl auf seinem PC noch „Last Words to America“ gefunden, die sicher auch lesenswert sind. Als eine Art Vermächtniss an sein Land.

Nich zu letzt noch der Hinweis auf sein Buch: Ecotopia Das auch für mich sehr bewegend und unterhaltend war, ich habe es zunächst als Schüler einmal so als Science Fiction Roman gelesen und dann später im Seminar an der PH sehr viel reflektierter.

 

Politik Prüfung

Während die meisten das Lesen, habe ich gerade meine Prüfung in Politikwissenschaft und ihrer Didaktik. Schwerpunktthemen sind Kommunalpolitik und Methodenvergleich.

Das Thema Lokalpolitik hat auch einen ganz aktuellen Bezug, denn in England gibt es gerade Referenden über die Einführung direkt gewählter Oberbürgermeister. Siehe dazu den Artikel im Guardian: „Yes campaign for city mayors criticises government – Lack of clarity over mayoral powers blamed for expected low vote on referendums for new leadership role in 10 English cities“

Zum zweiten Thema gibt es auch eine schöne Mindmap:

Einige Methoden habe ich da auch schon, auf die ich mich konzentriereren will finden sich auf der sehr spannendne Seite der Akademie für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen:

Maßband-Methode – Eine Methode bei der sich Schüler anhand eines lanen Maßbandes zu einem Thema positionieren und dann ihre Positionierung begründen müßen. Ist aber eher eine Mikromethode die sich zum Unterrichtseinstieg eignet oder aber um Positionen nach und vor einem Unterricht abzufragen.

Mindmapping – Um Ideen, Konzepte miteinander zu vernetezen, Beziehungen aufzuzeigen, aber natürlich eine Mikromethode. Aber auch zur Strukturierung, Mitschreiben, für die Rechte und Linke Gehirnhälfte.

Struktur-Lege-Technik – Leider ist die Anleitung bei der Landesakademie… nicht ganz so super. Daher: wichtige Begriffe sammeln, entweder selbst oder durch den Lehrer vogegeben –> sich in Zweiergruppen erklären –> Nach Bedeutun zusammenlegen –> Zusammenhänge realisieren.

Zukunftswerkstatt – schon eher eine Markomethode die auch ihre Zeit in Anspruch nimmt. Thematisch offen, aber mit einer vorgegeben Struktur. Zur Bearbeitung gemeinsamer Probleme und deren integrativer Lösung.

Sozialstudie – Probleme aus dem Nahbereich der Schüler durch eigene Untersuchung begreifen. Sozialwissenschaftliche Forschungsmethoden anwensen, soweit dies an der Schule möglich ist. Beobachten und Aufzeichnen lernen.

Expertenbefragung – Eine Möglichkeit zur Befragung von Experten zu bestimmenten Themen, anhand der Informationsbschaffung, Handlungsorientierung aber auch Problem- und Interessenorientierung der Schüler einbezoen werden.

Rollenspiel – Hineinversetzen in andere Rollen, Rollenverhalten ausprobieren und verändern.

Links

Wegen Staatsexamensbelastung nur mal eine kleiner Blogbeitrag

Till Westermeyer plädiert brilliant für eine Fusion von FDP und Piraten: http://blog.till-westermayer.de/index.php/2012/03/25/fdp-und-piraten-jetzt-fusionieren-10-grunde/

Felix Neumann, der auch seine Magisterarbeit über die Piraten geschrieben hat, erklärt uns was zu Piratenpartei als Spaßpartei: http://fxneumann.de/2012/03/25/spass-und-protest/

Britain destroyed records of colonial crimes form the Guardian:  http://www.guardian.co.uk/uk/2012/apr/18/britain-destroyed-records-colonial-crimes

Reading

Some words to the books I have been reading in the past weeks, despite the heavy preparations for the exams, but of course some of the books I will use for my exams anyway.

State of Mind – „Where will the 99%, America, and the world be in twenty years? “State of Mind” is a future thriller that is relevant today.“ says the LA Times, the book is using cross media heavily. What would happen if chips for the mind would be available? Not only for accessing the internet but for controlling our bodies as well? Well written and a good thriller.

But to some more serious reading:

Pakistan: A Hard Country: A Hard Country – a very insightful book about one of the most troubling and interesting countries on the globe, which will be important to our future.

War of Words: Language Politics and 9/11 – How did the use of language prepare the (american) nation (or us) for the post 9/11 wars? Why did we hear phrases like „Global War on Terror“? A very interesting book.

Skateboarding, Space and the City: Architecture and the Body, Iain Borden –  writes about why skateboarding is important, why it is a counter consumerist discurse and why skate spaces in the city have to be built. I hope we can manage to get Mr. Borden to the city of Freiburg for a lecture, the city planners would love him.

The ANNALS of the American Academy of Political and Social Science

The ANNALS of the American Academy of Political and Social Science has devoted its entire issue No. 633 form November 2011 to the topic of youth participation.

Some of the articles I found very interesting and I wish to summarize them here a little bit:

Daniel Hart and Robert Atkins: „American Sixteen- and Seventeen-Year-Olds Are Ready to Vote“ To quote from the abstract: „American 16- and 17-year-olds ought to be allowed to vote in state and national elections. This claim rests upon a line of argument that begins with an exegesis of legal and philosophical notions of citizenship that identify core qualities of citizenship: membership, concern for rights, and participation in society. Each of these qualities is present in rudimentary form in childhood and adolescence. Analyses of national survey data demonstrate that by 16 years of age—but not before— American adolescents manifest levels of development in each quality of citizenship that are approximately the same as those apparent in young American adults who are allowed to vote. The lack of relevant differences in capacities for citizenship between 16- and 17-year-olds and those legally enfranchised makes current laws arbitrary, …“

They argue that by the age of 16 most indicators that stand we use to look on to judge that someone is ready to be a citizen like knowledge about politics, the feeling of political efficacy, the skills needed for political action, the interest in politics and tolerance are comparable to adults or even exceeding some adult groups. Therefore this youth should be given the right to vote. The study is based on a survey conducted by the authors.

In Participatory Niches for Emergent Citizenship in Early Adolescence: An International Perspective Judith Torney-Purta and Jo-Ann Amadeo write about different perspectives and argue that rather then lowering the voting age, campaigns to involve children and youth should be focused on every day participatory niches and that those niches should be expanded: „we argue for promoting “emergent participatory citizenship” during the adolescent years. Directing serious attention to enhancing the politically and civically relevant niches that those between ages 10 and 18 occupy in their everyday lives, in our view, has greater potential for positive effects than does a campaign to lower the voting age worldwide.“ (All the quotes in this section are taken from the article)

The Authors conceptualize the terms as you can see her and try to give us an overview of the factors that help to built citizenship. „The ANNALS of the American Academy of Political and Social Science“ weiterlesen

Praxisforum Jugendbeteiligung, Grade der Partizipation

Vor einigen Tagen war in Freiburg das Praxisforum Jugendbeteiligung. Da waren Jugendliche, Jugendzentrumsmitarbeiter, Stadtplaner, Frau Barth von der LpB und viele andere, die auf diesem Gebiet tätig sind. Neben der alten und leidigen Diskussion warum es in Freiburg mit dem stadtweiten Jugendbeteiligugnsgremium nicht so klappt (wir erinnern uns an „schöne“ Diskussionen zwischen offener Jugendarbeit: „unsere Jugendlichen sind nicht beteiligungsgeignet“ und Politik / Verwaltung: „ihr arbeitet nicht genug“)

Nun ist das Freiburger Konzept bereits 6 Jahre alt, gerade im Jugendbereich eine Ewigkeit, es hat aus verschiedenen Gründen nicht richtig funktioniert und hat auch wichtige Akteure wie die Schulen draussen gelassen. Wie man nun ein funktionieriendes Konzept verwirklichen kann und nicht über die Fehler der Vergangenheit, darüber sollten wir uns unterhalten. (Die Grafik stammt von Freiburg Extra) Von den angedachten Hearings gab es lediglich eins bisher, der Schüllerat ist im moment recht schwach, beim Stadtjugendring ist Politik, wie schon lange, Nebensache und die Probleme der offenen Jugendarbeit habe ich oben geschildert. Lediglich die Projektbezogene Beteiligung durch das Jugendbüro scheint zu arbeiten.

Walter Spiess aus Flensburg hat Vorgestellt welche Grade der Beteiligung es gibt und jeden aufgerufen selbst zu prüfen wie er diese bei sich in seinen Zusammenhängen (Jugendzentrum, Schule, Verwaltung, …) verwirklicht.

Briefwechsel mit Edith Sitzmann zur Änderung des §41a GemO BW

In den vergangen Wochen war ich trotz starker Belastung durch das Staatsexamen auch in Sachen Jugendbeteiligung und Änderung des §41a GemO BW unterwegs.

Neben der FDP, die sich durch ein schönes Hearing im Landtag hervorgehoben hat, wollte ich auch andere politische Parteien bearbeiten. Sowohl Edith Sitzmann (Grüne) als auch Gabi Rolland (SPD) habe ich einen Brief geschrieben zum Thema Jugendbeteiligung. Mir ging es darum auch bei den Abgeordneten, die sich nicht täglich mit dem Thema Jugendbeteiligung beschäftigen, die Sensibilität für die Position zu schärfen.

Mit Gabi Rolland hatte ich ein sehr interessantes Gespräch in dem ich ihr meine Position* (verpflichtende Beteiligung aber keine Pflicht zur Einführung eines Jugendgemeinderates, bessere Förderung des Themas auf Landesebene, insbesondere auch für den Dachverband der Jugendgemeinderäte) erläutert habe. Gabi Rolland will mir auch noch nach Rücksprache mit den Zuständigen in ihrer Fraktion eine schriftliche Rückmeldung zukommen lassen.

In ihrem Antwortbrief spricht sich Edith Sitzmann für eine Verbesserung der rechtlichen Stellung aus, beim Thema finanzielle Förderung bleibt sie jedoch hart.

„Briefwechsel mit Edith Sitzmann zur Änderung des §41a GemO BW“ weiterlesen