Es geht doch! Freiburger Polizei kontrolliert Auflagen bei Coronaleugner Autokorso

Seit vielen Monaten gibt es in Freiburg jeden Dienstag einen Autokorso der Coronaleugner. Zunächst im Dezember mit Sammelplatz am Mösle, nun seit dem 17.2. weil die Korso auf über 100 Fahrzeuge angewachsen waren (in der Spitze sogar 200) ab dem Parkplatz beim SC Stadion in der Suwonalle.

Gegenüber dem Sammelplatz am Mösle hat das viele Vorteile: Bei der Abfahrt wird der Korso nicht in mehrere Teile durch eine Bahnschranke geteilt, die mindestens alle 15 min geschlossen ist, er kann relativ flexibel nach Westen in Richtung Tuniberggemeinden fahren, nach Norden in Richtung Denzlingen, Süden nach Bad Krozingen oder durch die Stadt nach Osten, wie letzten Dienstag. Vom Mösle aus musste er sich immer zunächst durch die Schwarzwaldstraße quälen, die ja Teils recht eng ist und war damit sehr anfällig für Blockaden von jungen Menschen auf dem Fahrrad. Nicht das so Fahrten durch Gewerbegebiete im Uland, besonders spannend wären. Immerhin scheint man zumindest in bestimmten Orten noch von lokalen Restaurants ein Vesper spendiert zu bekommen.

Wegen dieser Blockaden zog es die meisten Korso der letzten Wochen auch ins Umland, was Umlandbürgermeister, etwa von Ebringen, nicht besonders toll fanden. Landbürger waren darüber so begeistert, dass sie Autos mit einer Rebschere oder Taschenlampe bewarfen.

Der Ablauf ist immer ähnlich: ab ca 17:00 Sammeln sich die Querdenker auf dem Parkplatz vor dem neuen SC-Stadion an der Suwonalle. Es wird sich innig begrüßt, gerne auch mit Umarmen und Herzen. Dann bastelt man die oft schlecht lesbaren Schilder und Blinkvorrichtungen an die Autos, schwätzt miteinander und hat Spaß, ähnlich wie bei einem Fest. Generell schwankt die Stimmung zwischen agressiver Fröhlichkeit, Bierzelt mit Mallorca-Ballerman-Musik, gerne aber auch Reichsbürgerrap oder einschlägigen Szeneliedern und Aggression gegen Andersdenkende.

Meist so gegen 17:15 trifft auch die Polizei ein. Ungefähr mit ca 15 Fahrzeugen. Bisher haben die Polizisten sich dann meist so positioniert, dass mindestens 10 die Gegendemo beobachteten und ein bis zwei das Geschehen auf dem Sammelplatz. Das führte von Seiten der Gegendemo, die natürlich auch die eigentliche Demonstration anschaute, immer wieder zu Aufforderungen doch die Maskenpflicht, die es laut Auflagen gab, durchzusetzen. Dass diese gerne nicht beachtet wurde, davon zeugen auch eine Reihe von Bildern die man mit einer einfachen Handy Kamera machen konnte und die unterschiedliche Personen dem Ordnungsamt vor gelegt haben.

Üblicherweise passierte dann in der Regel wenig. Meist so gegen 17:30 gab es dann von der Polizei die erste Durchsage, die die Versammlung auf die Maskenpflicht hinwies. Etwa 10 bis 15 Minuten später folgte dann, die nächste Durchsage und einige Minuten später, wiederum begab sich dann meist eine Gruppe von Polizeibeamte durch die Aufstellfläche um zu kontrollieren. Dabei wird auch scheinbar die Verkehrssicherheit der Aufbauten kontrolliert.

Wer nach diesen diversen Aufforderungen immer noch verbohrt oder dämlich genug war, die Maske nicht aufzisetzen, der wurden dann Teils ermahnt aber auch Teils mitgenommen und die Personalien festgestellt.

Ein ganz neues Kontrolgefühl

Diesen Dienstag zeigte sich die Freiburger Polizei aber durchaus Kontrollfreudiger: Mehrere Gruppen (!) von Beamten, gingen ab Eintreffen der Polizei (!!) mehrfach (!!!) durch, Sprachen die Teilnehmden an und so war quasi keiner ohne Mundschutz zu sehen. Da fragt man sich, warum man so konsequent nicht immer schon agiert hat.

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Eltern verhindern Corona-Schnelltests an einer Freiburger Schule

(29.3.) Update: Nach Ostern wird getestet.

Wenn man denkt, es geht nicht mehr irrer in der Corona-Pandemie, dann schazt man sich in Richtung Schule und Pandemie, besonders im Vauban. In einer Freiburger Kita, die direkt neben besagter Schule ist gab es Anfang März einen Kita-Ausbruch mit der Mutante B117. Das Gesundheitsamt und die Stadt Freiburg haben sich bei der Kommunikation dazu nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Immerhin gab es das 31 Folgefälle, davon auch mindestens ein Vater, der bis heute an Long-Covid leidet. Als das ganze öffentlich wurde, war das Ausbruchsgeschehen schon seit 17.1. am brühen.

Vor dem Hintergrund hatte sich die Leiterin einer Schule in der Nähe gedacht, sie bietet allen Kindern ein freiwilliges Testangebot. So weit so gut, sie ging auf Sponsorensuche, organsierte Eltern die dabei helfen würden und besorgte sich Kindgerechte Test, die man vorne in der Nase macht, so wie halt Popeln.

Nun sieht sie sich von einigen Eltern unter Druck gesetzt und schreibt an alle Eltern: „aufgrund einer großen Abwehrhaltung mancher Eltern gegen die Kinder-Testungen, werde ich auf Empfehlung des Schulamts, die geplanten freiwilligen Testungen bei den Kindern absagen.Obwohl das Schulamt mich in meinem Vorhaben in Eigenregie bestärkt hatte, habe ich mich entschieden aus Eigenschutz diesen Schritt zu gehen.“

Wegen Druck einzelner Eltern, wurde das freiwillige Testangebot nun abgesagt!

Tests wäre jetzt ideal gewesen, früh eine Ausbreitung über ein Cluster hinaus und sogar innerhalb eines Clusters zu verhindern, jedes Kind das sich nicht ansteckt ist ein Gewinn. Da auch Kinder von den Long-Covid Folgen betroffen sind.  Nun werden hunderte Menschen in “Geiselhaft” genommen und gefährdet. Das bedeutet für die Familien in dieser Schule, sie müssen nun wohl leider im Blindflug fliegen und statistisch vorrausichtliche gibt es Mitte der Osterferien einen Ausbruch, den man auf dieses nun entstandene Versäumnis zurückführen kann. Die Lehrer:innen sind in den Klassen nun, was man in der Tierhaltung den “Sentinel” nennt oder den Kanarienvogel im Berbau: Sie können sich regelmäßig testen lassen und wenn der Lehrer positiv war, sind es einige im Cluster auch. Das ganze ist noch perfider, weil die Leher:inen im Gegensatz zu Schüler:innen und vielen Eltern teils sogar schon die erste Impfdosis haben und nicht mehr schwer krank werden. Die Kinder aber, so lange es keinen Impfstoff gibt schon.

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Dr. Blaubärs Impfstoff Märchenstunde

Derzeit kursiert eine „Einladung zu einer ärztlichen Zweitmeinung vor und nach der Anwendung von sog. mRNA- und Virus-Vektor-Impfstoffen“ von Dr. Wolf Bergmann. Bevor wir uns mit den Inhalten in dieser ungefragt zugesandten Zweitmeinung befassen, schauen wir mal, welche Inhalte Dr. Bergmann sonst noch vertritt:

  • Er warnt z.b. vor LED Leuchtmitteln: „Das Lichtspektrum ist äußerst unnatürlich.“ LED Leuchtmittel sind in unterschiedlichen Lichtspektren verfügbar, so wie es über den Tag auch durch das Tageslicht unterschiedliches Licht (Helligkeit, Farbe, Intensität) gibt und dies unterschiedliche Wirkungen auf den Körper hat und für unterschiedliche Situationen (Aufmerksamkeit, Aufwachen, zu Bett gehen, Entspannen, …) angemessen ist. (Gute Erklärung hier, Tipp bringt Wohlbefinden)
  • Im Zusammenhang mit der Diskussion um 5G behauptet er, dass z.b. „Handystrahlung“ Krebs, Schlaganfälle und den sog. Geldrolleneffekt erzeugt. Für nichts davon hat er Belege.
  • Er stützt sich auf ein völlig absurdes Verfahren mit Wasserkristallbildern. Die sind zwar schön, haben null wissenschaftliche Aussagekraft.

Beste Voraussetzungen also, sich als Mediziner zu Impfstoffen und Corona zu äußern.

Impfungen (Übersicht)

Bevor ich hier auf einige Punkte in diesem „Flugblatt“ eingehe, nochmal ein paar Informationen zur Impfung im Allgemeinen.

Stand: 27. Februar 2021, 09:30 Uhr sind 2.029.047 Personen (2,4?% der Gesamt­bevölkerung Deutschlands) vollständig geimpft. Insgesamt haben 3.881.490 Personen mindestens eine Impf­dosis erhalten. (Quelle: Impfdashboard).

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) berichtet über 7.690 aus Deutschland gemeldete Verdachtsfälle von Nebenwirkungen oder Impfkomplikationen im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung mit den mRNA-Impfstoffen Comirnaty (BioNTech), COVID-19 Vaccine Moderna und COVID-19 Vaccine AstraZeneca von Beginn der Impfkampagne am 27.12.2020 bis zum 12.02.2021. Dabei handelt es sich um „vor allem vorübergehende Lokalreaktionen und Allgemeinreaktionen, die auch in den klinischen Prüfungen vor der Zulassung berichtet wurden (…) In dem aktuellen Sicherheitsbericht der britischen Arzneimittelbehörde wird ausgeführt, dass sich bei ca. drei Millionen verabreichter Impfdosen die gemeldeten unerwünschten Reaktionen für den COVID-19-Impfstoff AstraZeneca mehrheitlich auf Reaktionen an der Injektionsstelle (z. B. ein schmerzender Arm)“ oder grippeähnliche Symptome bezieht. Auch eine erhöhte Sterblichkeit für geimpfte wird nicht berichtet.

An Impfungen gegen Corona-Viren wird seit der SARS Epidemie 2003 geforscht. Das ermöglicht es, schnell mehrere Impfstoffe gegen das SARS-COV-2 Virus zu entwickeln und ausführlich zu testen. In den Zulassungsstudien wurde für jeden Impfstoff über 21.000 Personen der Impfstoff und 21.000 Personen ein wirkungsloses Mittel verabreicht und die Wirkungen und Nebenwirkungen mehrere Monate beobachtet. Alle zugelassenen Impfstoffe verringern die Wahrscheinlichkeit an SARS-Cov-2 zu erkranken um bis zu 95%. Alle Impfstoffe reduzieren auch die Möglichkeit das Virus zu übertragen. Bei denjenigen, die dennoch erkrankten, wurden die Verläufe als mild beschrieben.

unverlangt eingesandt.

Flugblatt

Aber nun zu einigen Aussagen des Flugblatts.

Bei der sog. mRNA-Impfung (z.B. Biontech-Pfizer) handelt sich um das Einbringen eines gentechnisch erzeugten Botenstoffes, der mittels Nanotechnologie in das Zellplasma gelangen soll. Dieser Botenstoff soll dort die Bildung von körpereigenen Eiweißkörpern mit einer virus-spezifischen Oberfläche, sog. „Spike-Antigene“, veranlassen.

Text aus dem Flugblatt

Die mRNA Synthese ist in technisches Verfahren. Die Qualifizierung „gentechnisch“ ist hier sehr fragwürdig. Die Wortwahl „Nanotechnologie“ ist Framing, die Wortwahl “körpereigener Eiweißkörper” ist auch wieder sehr eigenartig. Wir bestehen ja zum grossen Teil aus Eiweiss – ohne Ei.

Gute Erklärungen zur Funktion von mRNA Impfstoffen finden sich etwa hier und hier auf Deutsch .

Gelangen diese Antigene in die Blutbahn, soll das Immunsystem mit der Bildung von Antikörpern gegen diese Antigene beginnen. Das soll zu einer Immunisierung gegen Covid führen. 

So schreibt es Wolf Bergmann in seinem E-Mail Verteiler Flugblatt.

Die Antigene gelangen nicht in die Blutbahn. Die Körperzellen im Bereich der Impfstelle werden angeregt, die aufgenommene Bauanleitung – mRNA in Spike-Protein zu übersetzen. Kurz darauf wird das Spike Protein in der Zelle auch schon wieder “verdaut”, von speziellen kleinen “Schreddern” in unseren Zellen, denn die Zelle kann mit dem Spike-Protein nichts anfangen. Bereits nach wenigen Stunden nach der Impfung ist die mRNA im Übrigen “gelöscht”. Denn mRNA ist ein sehr instabiles Molekül, das im Körper von RNAsen ständig abgebaut wird. 

 Image of a spike protein (green) protruding out of the viral envelope (brown). This image shows the structure of a spike protein divided into several subdomains. Each subdomain comprises a specific function necessary for binding and fusion. Quelle:

Die Spike-Proteine sind sozusagen der “verräterische” Teil der Virushülle. Normalerweise würde das Immunsystem bei Infektion dagegen sofort selbst Antikörper bilden. Nun bekommen also einige Zellen an der Impfstelle den Bauplan dieser Viruskomponenten, die alleine keine schädliche Erkrankung entfalten können. es ist ja nur die “Verpackung”. 
Die geschredderten Spike-Proteine werden nun auf der Oberfläche der Zellen “präsentiert”. So kann das Immunsystem ständig kontrollieren, ob es im Körper gerade etwas gibt, das da nicht hingehört. Es gibt dann die Streifenpolizisten in Zellen im Körper, die Monozyten, dendritische Zellen und Makrophagen, die ständig durch das Gewebe patrouillieren, oder fest drin eingebaut sind. Die erkennen nun, dass da Zellen etwas produzieren, was unter Umständen nicht in den Körper gehört, nehmen es auf und bringen es “auf Verdacht” mit in den Lymphknoten. Dort wird nun von den antikörperproduzierenden Zellen geprüft, ob das Spike-Protein “eigen” oder “fremd” ist. Gegen fremde Bruchstücke werden dann Zellen produziert, die diese fremden Eiweisse erkennen, sowie auch Antikörper, die uns langfristig vor einer echten Infektion schützen.

Bei der sog. Virus-Vektor-Impfung (VVI) (z.B. Astrazeneca) wird direkt ein gentechnisch hergestellter „Bauplan“ für ein Antigen in ein tierspezifisches Adenovirus eingebracht. Dieses infiziert als Träger dieses Bauplans menschliche Zellen und soll dann ebenfalls die Bildung von Körperzellen mit einer Antigenoberfläche anregen. Wie bei der mRNA-Technik sollen diese körpereigenen toxischen Eiweißkörper dann in der Blutbahn eine Antikörperbildung auslösen.

Noch mehr Wolf Berger

Das Adenovirus ist “leer”, enthält nur noch die mRNA fuer Spike Protein. Es transportiert die mRNA in die Zelle, was sonst halt Lipidhuellen, also Hüllen aus Fetten, bei den anderen Impfstoffen machen. Was ist eine Körperzelle mit Antigenoberflaeche? Jede Koeperzelle ist mit Proteinfragmenten, Antigenen “dekoriert”, die eben ständig präsentiert werden. Siehe oben. Es sind also fremde Antigene, die eine Reaktion auslösen. Die Eiweisskörper sind zu keinem Zeitpunkt toxisch. Toxisch ist die Wirkung des aktiven Virus. Das Wort toxisch zu verwenden, ist auch hier wieder Framing.

Beide Varianten sind im engeren Sinn keine Impfung. Es handelt sich um eine beim Menschen wenig erprobte Technologie, die „genetic engineering“ genannt wird.

Wolf Berger
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