Die ganz neutrale Anti-Windkraft Veranstaltung des Ortsverein Günsterstal

Die Einladung war sachlich und eher nüchtern formuliert: „Die Nutzung von Windenergie bildet einen wichtigen Eckpfeiler der Energiewende in Deutschland. Beim Projekt Windkraftanlagen auf dem Illenberg treffen Befürworter und Kritiker aufeinander. In Bürgerbefragungen wurden die Positionen erfasst. Auch der Ortsverein Günterstal versucht zu erfassen, was ein Bau der geplanten Windkraftanlagen für die Bewohner unseres Stadtteils bedeutet. Direkt eingebunden wurde er von offizieller Seite aber bislang nicht.“, heißt es auf der Website des Ortsverein Günterstal.

Eher Letztwähler als Erstwähler

Also dachte ich, hier wird sicherlich sachlich und nüchtern informiert, über das für und wieder und dann vielleicht noch diskutiert. Denkste. Zum einen zitierierten die Vortragenden aus einem Gespräch mit der Stadtverwaltung, bei dem offensichtlich Mitarbeiter aus dem Umweltamt und sogar dessen Leiter anwesend waren. Was schon mal dagegen spricht, das bislang nicht von offizieller Seite eingebunden sei.

Scheinbar hatte die Stadtverwaltung sogar angeboten die Veranstaltung zusammen mit den Leuten vom RP, dass die Windkraftplanung macht durchzuführen und andere Experten, aber das wollte man wohl beim Ortsverein nicht.

Eine anwesende Mitarbeiterin der Stadtverwaltung war auch empört, so fühlte sie sich teils aus dem Zusammenhang gerissen und auch schlicht falsch zitiert.

Auch sonst hatte die Veranstaltung, aus meiner Sicht, einen eher fragwürdigen Charakter, kamen ja wirklich alle Vorurteile oder „Argumente“, gegen Windkraft irgendwie zu Wort, sei es durch die beiden Vortragenden oder eine Frau in grünem Jackett aus dem Münstertal.

Windräder visualisiert

So wurde natürlich auf den Abrieb von Windenergieanlagen hingewiesen, Lärm und insbesondere Infraschall, der noch viel zu wenig erforscht sei. Windräder würden ja immer größer, größer als ein A380 inzwischen! Außerdem habe man eine Studie des Potsdam Institut für Klimafolgen Abschätzung die darauf hinweise, das in Sichtweite von Weinkraftwerken die Immobilienpreise sinken.

Googelt man die Studie, dann findet man aber: „Die Studienautoren fanden auch heraus, dass es bei Windkraftanlagen, die nach 2017 gebaut wurden, keinen Effekt mehr gab.“ Tja, auch für Deutschland kann man da wohl Entwarnung geben: „Dagegen verlieren Häuser in Stadtrandlage bei gleicher Entfernung zu einer Windkraftanlage kaum an Wert.“ Bei dieser Studie ging es übrigen um Daten von bis 2007.

Als ich danach einen der Redner darauf hinwies, dass das wohl schon eine Anti-Winkdraft-Veranstaltung gewesen sei, war er empört. Man sei schon für Windkraft, aber die solle doch bitte in Norddeutschland an der Autobahn stehen und nicht im unberührten Schwarzwald. Hier wolle man nur sachlich und neutral informieren.

Auch dieses Bild durfte nicht fehlen. Warum genau war mir nicht klar, irgendwas mit Wirbeln.

So sachlich und neutral, das ausschließlich Infomaterial von Anti-Windkraft-BIs aus lag, Erderhitzung von vornherein ausgeklammert wurde und auch sonst jede Diskussion unerwünscht war.

Wenn man wohlwollend unterwegs wäre, könnte man vermuten die Veranstalter sind einfach selbst gegen die Windräder, wollen sich aber als neutral darstellen und schaffen es nicht. Wollte man weniger wohlwollend sein, könnte man vermuten, hier sollte unter dem Deckmantel einer „neutralen“ Veranstaltung gegen Windkraft Front gemacht werden.

Zum Thema Infraschall:

Und ist jetzt der Strom sehr teuer, wegen Erneuerbaren Energien?

Und vielleicht sind bei einem Windrad, das sich langsam dreht, die Umgebungsgeräusche sogar lauter, als das Windradt?

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