Corona Leugner Leserbrief im Dreisamtäler

Ich bin einigermaßen entsetzt über einen Leserbrief in der Wochenzeitung „Dreisamtäler“: Darin werden völlig unwiedersprochen eindeutige Fakenews und falsche Inhalte wiedergegeben. Leserbriefe sollen die Meinung der Leserschaft wiedergeben. Aber ebenfalls sollten Leserbriefe nicht zur Verbreitung von Fake News dienen. Deshalb habe ich folgenden Leserbrief verfasst:

Im Leserbrief von Frau Hackenberg sind zahlreiche Falschbehauptungen enthalten, die ich an dieser Stelle richtig stellen möchte. Im Gegensatz zu ihren Aussagen hilft das Tragen von Alltagsmasken gegen die Infektion mit SARS-COV-2 Viren und reduziert auch die Schwere der Krankheit.
Völlig haltlos ist die Behauptung es gäbe mehrere Kinder, die an oder mit Mund Nasen Bedeckung verstorben seien. Zahlreiche Medien sind diesen Behauptungen der „Coronarebellen“ oder Bodo Schiffmanns nachgegangen, es gibt keine Bestätigung. Teilweise mußten sogar Bestatter auf Facebook bitten, diese Behauptungen zu unterlassen. Das zu verbreiten ist ein zynisches Spiel mit der Sorge um unsere Kinder.
Diese und andere Gerüchte untergraben den Kampf gegen ein gefährliche, potentiell tödliche Infektionskrankheit.

Leserbrief

Quellen: https://www.mimikama.at/aktuelles/tod-von-kindern-schutzmaske/
oder: https://www.mimikama.at/aktuelles/4-tote-kinder-im-detail/

Neue Blöcke für den Octopus und WLAN Zugang mit QR Code

Ohne das sie es groß bekannt gemacht haben, haben die netten Leute vom Umweltcampus Birkenfeld gleich ein paar neue Blöcke für die Octopus Platine bereitgestellt.

Recht unspektakulär aber nützlich, sind die beiden C code Blöcke. Mit diesen kann man freien, eigenen C Code einfügen, bereits im Ardublockly und nicht erst in der Arduino IDE. Die finden sich bei Kontrollstrukturen.

Viel spektakulärer ist der CO2-Server Block. Er stellt auf dem Octopus einen kleinen Server zur Verfügung, der eine kleine Ampel darstellt. Diese kann mit jedem Gerät, das sich in ein WLAN einwählen kann und Webseiten darstellen, ausgelesen werden.

Ich habe sie mit dem AcessPoint Block kombiniert. Nun spannt der Octopus sein eigenes WLAN auf und man kann auf der Adresse http://192.168.4.1 auf die Website zugreifen. Die Werte die er unter Value empfängt, etwa aus dem SCD30 Block werden zum einen als Wert dargestellt, zum anderen lassen sich auch „Limits“ Schwellen eintragen, ab denen das Smiley gelb und rot wird. Die Adresse wird beim hochfahren im Seriellmonitor angezeigt. Zugriff auf diesen im Ardublock Übersicht Button „Seriellmonitor“

Bei Sensor 1 und Value 1 lassen sich dann einfach weitere Sensoren hinzufügen. Das praktische ist, das sich so ohne eine zusätzliche Anzeige, mit einem Mobilgerät die Werte auslesen lassen. Wodurch man nochmal den Preis senken kann (nicht jede Platine hat ja Neopixel dran).

Man kann die Daten für den WLAN Acesspoint etwa in einen QR Code eingeben, dann können es die Anwesenden gleich abscannen. Und ggf. einen zweiten QR Code mit dem Link.

SSID: MeinOctiWLAN mit Passwort: MeinOctiWLAN zum scannen
URL: http://192.168.4.1

Fertige Ardublock & Code für CO2 Ampel auf Octopus Basis

Lange habe ich mich gesträubt einen fertigen Code bzw. ein Bild eines fertigen Ardublock Codes zu veröffentlichen für die CO2, so ist ja ein Teil des Spaßes an den Workshops selbst mithilfe der Fallunterscheidungen (wenn/dann/sonst) herauszufinden, wie man sich so eine Ampel baut. Aber im letzten Bastelworkshop hat ein Teilnehmer den folgenden coolen Code für einen CO2 Ampel auf Octopus Platinen Basis entwickelt:

Was macht der Code: Ganz oben sehen wir die Zahl-Variabel, die bezeichnet die Werte aus dem CO2 Sensor. Als erstes wird der Wert im LCD Display angezeigt. So weit unspektakulär. Dann aber wird es spannend.

Pi & Octopus ?

Die erste Falls/Sonst Unterscheidung testet ob der CO2 Sensor überhaupt einen sinnvollen Wert liefert. Wenn er aber 0 ausgibt, dann blinkt der rechte Neopixel blau/weiß. Die nächsten beiden Fall/Sonst Unterscheidungen arbeiten dann wie immer bei den Ampeln: Zunächst wird geprüft ob der Wert größer ist als 1000 ppm CO2. Wenn ja dann blinkt der rechte Neopixel rot. Wenn nein dann bei über 700 leuchtet sie gelb und bei unter 700 leuchtet sie grün.

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Hitlergruß und maskenloser Mandic

Ich will ja weniger über die wöchentlichen Kundgebungen der Coronleugner von Querdenken 761 in Freiburg schreiben. Darum hier mal so ein Aufwasch über das was die letzte Wache insgesammt so war. Auf der sonntäglichen Kundgebung war eine Dame – in gelb, ohne Schuhe – die einen Hitlergruß zeigte und Heil Hitler brüllte. Dafür wurde sie dann mitgenommen auf das Revier Nord.

Maskenlos in der Stadt

Sonst war die Musik weniger schrecklich als sonst, 200 Leute da und die Polizei hat darauf verzichtet die Personalien, der Menschen aufzuschreiben, die ohne Maske kommen. Obwohl dies nicht nur gegen die Demoauflagen verstößt, sondern auch gegen die allgemeine Maskenpflicht in der Innenstadt.

Am Samstag als Dubravko Mandic in der Stadt einkaufen war ohne Maske und ca 15 Leute, darunter etwa 5 Teenager, wurden zumindest noch die Personalien kontrolliert. Allerdings lief die Gruppe, inklusive der Kinder dann doch durch die Stadt und verteilte Flyer. Koordiniert wird das ganze über Telegramgruppen.

Ein guter Thread und Bericht vom Geschehen ist auch bei Chris Köpper zu finden:

Obwohl die Fälle nach wievor exponentiell ansteigen, hält das natürlich die ein oder andere Gastro-Einrichtung nicht davon ab, jetzt nochmal eine „ab morgen ist alles verboten lassen wir es noch mal krachen“ Party zu schmeissen.

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Octopus und Raspberry Pi

Immer wieder gibt es Fragen: Kann ich die spezielle ArduBlock Umgebung auch auf dem Raspberry Pi nutzen? Die gute Nachricht: Ja es geht. Michael Mattern vom Innovationslabor Digitalisierung (INNODIG), dem Makerspace am Umweltcampus Birkenfeld hat eine spezielle Version der Arduino IDE zusammengestellt. Gerade wenn wir eine CO2 Ampel bauen wollen, kann uns das helfen.

Was brauche ich?

Der Imager

Als erstes Laden wir von Raspberry.org den Raspberry Raspberry Pi Imager herunter. Das ist ein kleines aber schönes Programm, in dem wir schon alle notwendigen Betriebssysteme angeboten bekommen.

Wir wählen Rasypberry Pi Os (32 Bit) aus

Der Imager ist total komfortabel. Sobald wir im gesagt haben auf welche SD Karte wir das „flashen“ sollen, schreibt er das Betriebsystem auf diese. Beim ersten Mal muß er die ca 1 GB nochmal runterladen, das kann also ein wenig dauern.

Da wir den Pi nicht „headless“ betreiben wollen, sondern mit Bildschirm und Tastatur und Maus, brauchen wir auch keine weiteren Einstellungen zu ändern. Was wir einstellen, können wir direkt am Pi über dessen grafische Benutzeroberfläche. Also Pi anschließen und starten. Der erste Start-Up dauert dann etwas länger.

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Leserbrief zu „Erspart uns die Panikmache mit völlig irrelevanten Labortests!“ von Volker Amend

Der Leserbrief von Volker Amend enthält eine Reihe von Behauptungen, die bei näherer Recherche nicht standhalten:

Er behauptet, der Corona PCR Test sei nicht validiert und nicht standardisiert. Richtig ist aber, dass der Corona Test schnell nach vorliegen der entsprechenden Virus Proben standardisiert und validiert wurde. Und zwar vom Labor an der Charite zusammen mit der Universität Hongkong, der Universität Rotterdam, der nationalen Public-Health-Organisation in London. Ein entsprechender Journal Beitrag (Detection of 2019 novel coronavirus (2019-nCoV) by real-time RT-PCR.) erschien bereits am 22.1.2020. Dieser Test grenzt auch gegen andere (Corona) Viren ab und schlägt nur beim SARS-Cov-2 Virus an.

Weiter behautet er, die Fehlerquote läge bei bis zu 2 Prozent. Immer wieder haben unterschiedlichste Medien dargelegt, dass die Labore – nach Empfehlungen des RKI – die „Dual-Target“-Methode verwenden, daher bei positiven Test, wird im Labor nochmal die gleiche Probe überprüft. Damit kommt an auf eine Spezifität von 99,99 Prozent bzw. ein Fehler würde bei einem von 10.000 Tests auftreten. (siehe: https://correctiv.org/faktencheck/hintergrund/2020/09/09/pcr-test-auf-sars-cov-2-warum-in-der-praxis-falsch-positive-ergebnisse-selten-sind/).

Er behautet ebenso: „die Fehlerquote deckt sich mit Prozentzahl der positiven Corona Tests“. Auch diese Behauptung ist irreführend. In der Kalenderwoche 37 waren 0,86% der Tests positiv, in der KW 41 2,49 % und in der letzten Woche (KW 42) 3,62%. Die Anzahl der insgesamt durchgeführten Corona Tests stieg dabei nicht.

Infografik: Anteil positiver Corona-Tests steigt kontinuierlich | Statista
Quelle
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Querdenken 761 jetzt mit Antisemitismus und Anzeige wegen Volksverhetzung

Ich hatte gedacht, das nach den 350 Personen beim Besuch von Bodo Schiffman am Donnerstag heute vielleicht nicht so viel los wäre. Leider war das nicht so, im Vergleich zu letzter Woche war gefühlt mehr los und eine größere Fläche des Platzes bedeckt.

Gefühlt waren die Reden heute rhetorisch besser, nicht von den Aussagen oder Inhalten, die sind deutlich schlimmer geworden, aber von der Art wie sie vorgetragen wurde.

Querdenken 761 bei der Arbeit

Zunächst als ich auf den Platz kam, redete dort ein Herr mit vielen Zitaten, von Rudolf Steiner, Karl Jaspers durchaus eloquent über Wissenschaft und man hätte fast glauben können, das es sich vom Stil her um einen Beitrag von Hannah Arendt handeln würde. Leider ging es eher darum, dass wenn man eine Maske trägt man sich irgendwie untertan macht und irgendwie das mit der Gesichtsfeldtheorie von Steiner oder so Probleme gibt. Während das alles eher auf dem Niveau von Geschwurbel lief, hatte die nächste Rede eines Apothekers im Ruhestand es in sich:

Der wiederholte so ziemlich jede Verschwörungserzählung über Coroan der letzen Monate: Coronaerkrankungen korrelierten mit 5G und Millimeterwellen Bestrahlung, die Pharmaindustrie wolle alle Menschen impfen, statt natürlicher Imunität, die Impfung würde die Gene verändern, es würden Autoimunerkrankungen durch Impfen verschwiegen. Außerdem seien die Krankenhäuser ja nie voll gewesen und Corona sei auch nicht gefährlicher als die Grippe. Durch Impfen drohe ein neuer Holocaust. Dafür gab es kräftigen Applaus von den Anwesenden und von mir eine Anzeige wegen Volksverhetzung bei der Polizei.

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Bodo Schiffmann in Freiburg

Wer braucht keine Maske tragen, weil er ein Attest hat? Alle die die Hände hochhalten.

Gestern hatte ich zu einer Gegenkundgebung anläßlich des Besuchs von Bodo Schiffmann in Freiburg aufgerufen. Trotz des sehr kurzfristigen Aufrufs waren ca 30 Personen aus den unterschiedlichsten Bereichen dem Aufruf gefolgt: Mitglieder der CDU, der Linkspartei, der Grünen (Jugend), aus dem Chaos Computer Club, des DGB, aber auch einfache Bürgerinnen aus Herden, die sich spontan unserer Kundgebung anschlossen.

Die Gegenkundgebung verlief aus meiner Sicht völlig Problemlos. Bei den Querdenkern waren rund 350 Personen anwesend.

Dieser bietet eine gute Zusammenfassung

Von Seiten der Querdenker gab es immer wieder die Aufforderung mit Bodo Schiffmann zu diskutieren. Wir haben ihn darauf auf unsere Kundgebung eingeladen (über die diversen Ordner) die dieses Angebot überbrachten, aber die Polizei hat jeden Kontakt zwischen beiden Kundgebungen strikt unterbunden.

Erschreckend war aus meiner Sicht, das von den „Querdenkern“ nahezu alle ein Attest hatten, das ihnen erlaubt, auf solchen Versammlungen keine Maske zu tragen. Es ist mir nicht erklärlich wie in einer Gruppe von 350 Persohnen nahezu alle solche (Lungen?) Erkrankungen haben, die es ihnen erlaubt zwar mit dem Rad oder zu Fuß zu solchen Demonstrationen anzureisen, sich dort mehrere Stunden aufzuhalten, aber nicht in der Lage sind eine Maske zu tragen. Diese Häufung erscheint mir nur insoweit erklärlich, dass hier Menschen sich Atteste erschlichen haben oder aber Ärzte ohne weitere Abklärung diese ausstellen.

Die Polizei tut sich mit der Kontrolle dieser Atteste einigermaßen schwer, zwar konnten wir beobachten, dass durchaus Personen aufgefordert wurden diese Atteste zu zeigen. Die Polizei scheint dann auch aufzschreiben welche Ärzte diese ausgestellt haben und will wohl auch prüfen ob es da Häufungen gibt.

Eine weitere interessante Beobachtung: In dem Auflagenbescheid bezüglich der Versammlung gestern, der mir zuging heißt es:

“3. Alle Teilnehmer_innen haben eine nicht-medizinische Alltagsmaske oder eine vergleichbare Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.“

Im YouTube Stream (https://www.youtube.com/watch?v=GAtgSHonEW8&feature=youtu.be) der Veranstalter, kann sehen, dass zu Beginn “spezielle Masken, die auch die Einsatzkräfte der Polizei in Berlin tragen” (sinngemäß) an die Ordner verteilt werden. Diese Masken würden keinen Wiederstand erzeugen und könnten deshalb problemlos getragen werden.

Während der Versammlung kam einer der Ordner zu uns, ich gehe davon aus, das er eine solche Maske trug. Aus der Nähe konnte ich erkennen, das es sich um einen Stoff handelt der mit zahlreichen kleinen Löchern versehen war. Was sich auch mit der Aussage im Video decken würde, dass die Mundnasenbedeckung “keinerlei Widerstand” bieten würde bzw. dass man dadurch den Mund sehen kann. Aus meinem Verständnis kann ein Stoff mit Löchern, der keinen Widerstand verursacht auch keinerlei Filterwirkung haben.

Ich gehe mal davon aus das auch an eine Alltagsmaske gewissen Mindestanforderungen gestellt werden und es auch einem medizinischen oder physikalischen Laien klar sein sollte, dass eine gehäkelte oder gestrickte Maske oder eine Maske aus löchrigem Stoff keinen Schutz bietet und ja auch eine Narrenmaske oder ähnliches nicht als Maske im Sinne der Auflagen zu werten ist. Ich habe deshalb an die Polizei geschrieben, mal sehen was raus kommt.

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