Antwort an das Ehepaar Dierdorf

Sehr geehrte Damen und Herren,

in ihrem Leserbrief vom 15.8.20161 behaupten Herr und Frau Dierdorf, dass durch: Umbau des Rotteckrings, dem “von der Stadtverwaltung erzwungenem Bürgerentscheid Stadionneubau” und den Rathausneubau bleibe kein Geld mehr für die Sanierung der Schulen, für das ArTik und “weitere zur Förderung der Jugend notwendige Ausgaben”.

Nun sei die Stadt “gezwungen” das Gebäude des Amtes für öffentliche Ordnung zu verkaufen, statt es als eine Anlaufstelle für die Bürger zu erhalten.

Von diesen Behauptungen trifft so ziemlich nix zu.

Der Bürgerentscheid zum Stadion wurde nicht von der Verwaltung erzwungen, sondern einstimmig – auch mit den Stimmen der Stadiongegner vom Gemeinderat – beschlossen.2

Neubau Technisches Rathaus in Freiburg
Trotz oder gerade wegen dem neuem Rathaus werden Schulen saniert… Bild: Wikipedia

Der Rathausneubau, der damit verbundene Umzug zahlreicher Ämter in das Verwaltungszentrum und die Aufgabe Teils sanierungsbedürftiger (Wohn-) Gebäude, wie etwa dem Amt für öffentliche Ordnung, sind nach den Wirtschaftlichkeitsberechnungen externen Gutachter, welche vom Regierungspräsidium geprüft wurden, über den Lebenszyklus des Gebäudes rund 30 Mio. Euro günstiger. Ebenso wurde nachgewiesen, das im Vergleich zum Bestand tatsächliche Einsparungen von ca 1 Mio Euro pro Jahr entstehen.3Daneben entsteht ein energetisch hochwertiges Gebäude mit exzellenten Arbeitsbedingungen, dass den Bürgern als gut erreichbare, behindertengerechte Anlaufstelle dienen wird.

wirtschaftlichkeitsberechnung rathaus
Verwaltungszentrum ist billiger als Bestandsfortführung! Quelle: Anlage zu Drucksache G 12/085

Im Doppelhaushalt 2015/16 sind alleine für die Sanierung der Schulen über mehr als 13 Mio. Euro, für die Sanierung des Haus der Jugend 1 Mio. Euro, über 7 Mio. Euro im Kulturbereich für Investitionen enthalten. Zum Vergleich der Umbau des Rotteckring kostet 6 Mio Euro4.

Von sich aus hat die Stadtverwaltung vorgeschlagen 450.000 Euro für den Umbau eines Gebäudes für ArTik bereit zu stellen plus ein jährlichen Mietkostenzuschuss von über 100.000 Euro. Man kann sicher diskutieren ob es angesichts dieser Kosten nicht sinnvoll ist genau zu schauen ob eine Unterbringung nicht anderswo günstiger geht und vielleicht auch mehr vom gewünschten Konzept verwirklichen kann.

Weiterhin führen sie aus, durch den Bezug auf die Flüchtlinge würde der Eindruck erweckt diese seien Schuld an der Misere. Ein Blick in den Haushaltsbericht führt auch hier zur Klärung:5 Es sollte jedem klar sein, dass wenn eine Stadt die Geflüchtete aufnimmt, dafür auch Kosten. Menschen brauchen ein Dach über dem Kopf, Essen, Betreuung, Gesundheitsversorgung, Kindergartenplätze und so weiter. Nach Freiburg kamen nun mehr Geflüchtete als prognostiziert, folglich kostet das auch mehr als bei der Aufstellung des Haushalts gedacht. In unserem Fall 20 Mio mehr – die Kosten für Unterkunft und Heizung, eine Leistung die überwiegend Einheimischen zu gute kommt, steigen übrigens um 8 Mio. Euro –6 Das Land hat versprochen die Flüchtlingskosten im vollem Umfang zu tragen, bis es das Geld überweist müssen diese aber durch Kredite zwischenfinanziert werden.

Das transparent im Haushalt auszuweisen und darauf auch politisch hinzuweisen, ist die Pflicht des Oberbürgermeisters und keine Hetze. Hetze wird daraus wenn diese Information in einen nicht existenten Zusammenhang mit Kürzungen gestellt wird. Genau das haben aber die Verantwortlichen nicht getan. Im letzten Absatz des Berichts schlagen die Verantwortlichen lediglich vor, erst angefangene Vorhaben zu beenden bevor neue begonnen werden. „Antwort an das Ehepaar Dierdorf“ weiterlesen

Die vier Tage von Nijmegen

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Nun bin ich seit einigen Tagen wieder von Nijmegen Marsch da. Viele Fragen: „Wie wars? Und wie kommt man darauf sowas zu machen?“

Nun. Im Nachhinein betrachtet hat es Spaß gemacht. Währenddessen war ich mir manchmal nicht sicher. Besonders am 3. Tag Abends, kam ich kaum die Treppe im Haus meiner Gastfamilie hoch und auch kaum zum letzten Tag wieder runter. Aber es ging. Der letzte Tag war ein Kampf, mit Starkregen am morgen, aber irgendwann kam dann auch wieder die Sonne.

Erstmal 50 km laufen, ist für jeden, auch für jeden trainierten – ich laufe ja immer Halbmarathon und gehe ins Cross Fitt – eine Anstrengung. Selbst an Tagen an denen ich joggen gehe laufe ich eigentlich selten mehr als 25 Kilometer – ch habe da jetzt so eine App, die das überprüft. Das liegt auch daran, das ich in Freiburg meistens alle meine Wege mit dem Rad mache.

Auf der anderen Seite war ich schon mal einzelne Tage wandern und das waren dann circa 50 km. Aber immer nur an einem Tag.

Die ersten beiden Tage gingen für mich gut, der dritte war auch noch in Ordnung und er vierte war dann ein Kampf.

Am ersten Tag bin ich sogar 35 km durchgelaufen ohne anzuhalten, also vielleicht mal um Wasser zu trinken aber tatsächlich doch war ich ständig in Bewegung undhabe mich nach erst nach 35 km im eine halbe Stunde hingesetzt. Das eigentliche Problem war dann, dass wieder los laufen und da konnte ich die ersten Minuten wirklich nur Schleichen, bis ich dann meine Schenkel wieder warm, trotzdem hatte ich dann gar keine so schlechte Geschwindigkeit.

Dennoch habe ich gemerkt dass ich jeden Tag 1 Stunde länger gebraucht habe.

Am dritten Tag war ich morgens beim Blasenposten und die haben erst mal mir das gesamte Compeed von den Füßen gekratzt. „ Das kann man vielleicht mal so zum tanzen gehen anziehen aber nicht wenn man länger läuft“

Dann hat mein Behandler Fotos von den Blasen gemacht „Schau dir die an, das ist ein Prachtexemplar“ und mir die Blasen auf gestochen, die Flüssigkeit darin rausgelassen, mit Hansaplast verklebt  und den Fuß trocken gepudert und mich wieder losgeschickt. Das hat leider 1,5, h gekostet nach nur 12 km und zwang mich dann bei einem Teil des dritten Tages mit einer ziemlichen Geschwindigkeit zu laufen um überhaupt noch rechtzeitig ins Ziel zu kommen. Einmal sah ich schon den Besenwagen stehen.

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Das Foto hat der nette Herr im Blasenposten gemacht, der mir dann die Füße neu verbunden hat.

Nun was kann ich für die Lehren draus ziehen, wenn ich wieder mitlaufen sollte: Regelmäßige Pausen, ordentlich Essen und Trinken, nützliche Kleidung und Schuhe wechseln. Doppelsocken!

Was kann man so über die Leute sagen, die da mitmachen:

Franzöische Soldaten und Gendarmen scheinen meist langsam und still vor sich hin zu leiden, ich habe nie erlebt dass ich von denen überholt worden bin. British Army Cadets haben einen ziemlichen Zahn drauf. Eine Gruppe Deutscher Offiziere pfiff immer wenn sie Schwedne überholten die Titelmelodie aus Pipi Langstrumpf.

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Mit John aus Yorkshire

Es ist manchmal ganz geschickt wenn man sich an eine Gruppe dran hängt die zügig marschiert weil die einen ziemlich treibt und man damit der auch diskutieren kann. Unter anderem habe ich mich mit einem norwegischen Offizier über deutsche Flüchtlingspolitik unterhalten, mit einem deutschen Offizier über Solar Energie, mit einemholländische Soldaten der Kultur Wissenschaft studiert hat über Einwanderungspolitik und Migranten, mit Deutschen und Dänischen Polizisten über ihre Arbeit und das Abnehmen.

Ganz wichtig sind die Leute am Rand die einem zu jubeln und auch Gurkenscheiben, Kekse, Wasser, Kaffee oder eine Sitzmöglichkeit anbieten und sogar massieren. „Die vier Tage von Nijmegen“ weiterlesen

Antwort vom DRadio Kultur

Ich hatte mich ja an DRadio Kultur gewandt, wegen eines Beitrages in ihrer Sendung „Nachspielzeit“ zum neunen Stadion in Freiburg. Nun hat mir der zuständige Redakteur geantwortet und räumt doch Fehler ein:

„Allerdings gebe ich Ihnen natürlich Recht:  Die „enorme Jugend- und Integrationsarbeit“ der Fallschirmspringer zu betonen, hat mich schon damals kaum bis wenig überzeugt.  Zahlreiche Sportarten sind da offener und breiter aufgestellt und effektiver.  Wie die Kostensteigerung von 38 auf 70 Millionen zustande kommt, kann ich nicht mehr rekonstruieren.
Auch in einem weiteren Punkt kann ich Ihre Kritik verstehen:  Die komplexe Gemengelage dieses Themas ist schwer in insgesamt rund 12 Minuten differenziert darzustellen (…)  Trotzdem war ich unter dem Strich mit dem Gesamtprodukt leidlich zufrieden.“

Nun, ich finde es immernoch einen schlampigen Beitrag und hätte gehofft, das gerade die sachlichen Fehler, doch auch richtig gestellt werden. Vielleicht schreibe ich nochmal eine Email. Denn gerade, dass man einfach so eine Kostensteigerung um nahezu 100% in den Raum wirft, ohne dass man weiß woher die Zahlen kommen (und für die es auch nach meiner Recherche gar keinen Grund gibt) zeigt ja schon das man hier einfach ungeprüft sämtliche Behauptungen der Stadiongegner übernommen hat.

ArTik im Vorderhaus

Wenn man lange weg war, dann gewinnt man zu den Dingen in Freiburg einen gewissen Abstand. Dieser Abstand ist ganz schön wenn man wieder zurück kommt und es einem erlaubt die Dinge daheim mit anderen Augen zu sehen.

Also ging ich zur ArTik Podi und hörte mir an, was da so gesprochen wurde. In der kurzen Zusammenfassung kann ich sagen: Alle auf dem Podium wurden ihren Rollen gerecht. So ganz nach Goffmann.

https://twitter.com/sbamueller/status/743877245643685888

Leider waren wichtige Leute eben nicht auf dem Podium: Eigentlich hätte die CDU ihre „junge, urbane, intelligente, Jugendpolitik“ – Darstellerin schicken sollen und die Grünen ihren „Ökozunsel mit Vollbarth aus dem Vauban“ – Darsteller. Denn die hätten zu dem Thema offensiv und aus Kenntnis der Zusammenhänge argumentiert. Leider waren die geforderten Darsteller nicht verfügbar und so mußte man sich mit der Ersatzbesetzung zufrieden geben: Dem gut frisierten Jungunioisten der gerade auf dem Weg zu einer Party in einem Verbindungshaus ist war und dem einem grünen Altstadtrat, aus der Kulturszene.

So begann das ganz erstmal mit einer intensiven Exegese einer Freie Wähler Pressemitteilung. Der Moderatorendarsteller kam ja vom Caritas und da exegiert man wahrscheinlich dann mal Bibel, päpstliche Schreiben und halt auch Pressemitteilungen. Nun hätte man auch die ganz trefflich mit der Anke Dallmann, besetzte Rolle der Freie Wähler Stadträtin, befragen können was die Pressemitteilung denn nun genau bedeutet. Hat man auch, aber vorher lieber ein wenig Exegese. „ArTik im Vorderhaus“ weiterlesen

Plauner Spitzen

So nachdem mein Leserbrief in der Plauner Zeitung als Reaktion auf meine Studie erschienen ist hat sich das Wasser dort scheinbar beruhigt.

Es gab einen weiteren Leserbrief der meine Studie nicht so toll fand und ganz viele nette Zuschriften von Menschen die es gut fanden, dass ich mich mit dem Thema befasst habe. Es wurde an manchen Formulierungen oder Rechtschreibfehlern Kritik geübt, aber insgesammt doch das Thema ganz sachlich aufgefasst. Und es gab auch viel Lob. So muß ich sagen die Reaktionen danach haben mein Plauen Bild doch stark verbessert.

Was mit „Wir sind Deutschland“ passiert, weiß ich nicht. Zumindest finden laut Website und Facebookseite eigentlich keine weiteren Treffen statt.

Demnächst muß ich nach Weimar, vielleicht schaue ich da mal in Plauen vorbei.

Übrigens wurde das Paper mit 4 von 5 bewertet, was dann in Deutschland ein Gut wäre…

Leserbriefe zum Beitrag „Student legt Studie über WsD-Protestgruppe vor“

GQf1Nr_6Leserbriefe zum Beitrag „Student legt Studie über WsD-Protestgruppe vor„. In einem Forschungsprojekt für die Finnische Universität Turku wurden 20 Stunden Videoaufnahmen von den Kundgebungen in Plauen analysiert.

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit großem Interesse habe ich die Beiträge zu meiner Hausarbeit gelesen. Sie fragen richtigerweise wer diese beauftragt hat: Niemand. Die Hausarbeit schreib ich im Seminar “Nationalisms” bei Universitätsdozent Dr. Matti Jutila. Ich habe das Thema aus reinem Interesse untersucht und dafür weder Geld noch sonstige Leistungen erhalten. Für Kritik an der Methodik der Studie bin ich offen.

Auf der einen Seite weisen die Veranstalter stets darauf hin, dass die Redebeiträge nicht ihre Meinung, sondern die der Redner wiedergeben. Das ist sicher richtig. Aber mir gegenüber hat Frau Ohheim erklärt, dass sie sich von jedem Redner ein Manuskript vorlegen lassen und nach “krasse Sachen” durchsehe und diese bespreche.

Der Moderator zahlreicher Veranstaltung Gunnar Gemeinhart, kommentierte rechtspopulistischen Beiträge in der Regel wohlwollend.

In einem ausführlichen Telefonat mit einem Plauener WsD-Kritiker wurde ich darauf hingewiesen, dass bei der 20. Sonntagsdemo ein Herr zum Thema sprach und dann als er vom „genehmigten“ Manuskript abweicht, von der Bühne kolportiert wird. (Zu sehen im Youtube Video https://youtu.be/T7uFbAW-F8g ab ca 13:30)

Er wies auch daraufhin das etwa Ken Jebsen von den Veranstaltern eingeladen wurde, was Ken Jebsen auch in einem seiner Videos ebenfalls so darstellt.

Daher komme ich zu dem Schluss, dass die Veranstalter sowohl kontrollieren wer redet und auch was dort gesagt wird. Vereinzelte Minderheitenmeinungen werden geschickt eingebunden um dadurch die Fassade von Meinungsfreiheit und Vielfalt aufrechtzuerhalten. Diese Redner werden jedoch regelmäßig ausgebuht. „Leserbriefe zum Beitrag „Student legt Studie über WsD-Protestgruppe vor““ weiterlesen

Höreremail an DRadio Kultur: Bei Nachgespielt stimmt kaum was…

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich Bericht über den Stadion Neubau in Freiburg reizt mich doch ihnen höflich Antwort zu schreiben.
Ich habe leider die gesamte Sendung nicht gehört, sondern nur 5:58 min welche auf der Website von Freiburg Lebenswert hinterlegt wurden: http://freiburg-lebenswert.de/neues-stadion-mit-faulem-kompromiss-erkauft/

Mir kommt der Bericht recht einseitig vor. Werden in ihm auch nicht die Befürworter zitiert, derer es genug gibt (alle Gruppen im Gemeinderat außer Freiburg Lebenswert, diverse Bürgergruppen, die beiden Ultra Gruppen, Stadtverwaltung, …) Sondern ausschließlich die Gegner. Nicht, dass die Gegner ausschließlich Menschen sind denen es uneigennützig um ihr Wohl ginge, darunter waren wesentlich auch die (Sport-) Flieger und die besagte Flugschule.


Lassen sie mich ber kurz ausholen und zwei Platzierungsfragen stellen: Ist es sinnvoll ein Bundesliga – Stadium in einem Wohngebiet zu platzieren, bei dem die Fans von der Strassenbahn durch dieses durch müßen? Bei dem keine Trennung zwischen Gäste und Heim – Fans im Ankunft Bereich möglich ist? Wahrscheinlich nicht. Würde keiner so heute machen.

Würde man heute einen Flugplatz so platzieren, dass der Anflug genau über der Innenstadt verläuft und diese vollärmt? Wahrscheinlich nicht. Würde keiner so heute machen. Nach meiner persönlichen Meinung wäre es sinnvoll eine solche Fläche eben nicht für einen Flugplatz zu nutzen, der zwar kein Defizit macht, aber dessen Investitionen komplett von der Stadt zu tragen sind. Ökonomischen Nutzen hat er nennenswert eigentlich keinen.
Städtebaulich sinnvoll könnte man eine solche Fläche die auch bald Strassenbahnanschluß hat besser für Wohnungsbau nutzen.
Aber das ist meine private Meinung. Alle Befürworter, von den Grünen die mal Anfang der 1990er Jahre den Flugplatz schliessen wollten, aber in einem Bürgerentscheid unterlagen bis hin zur Stadtverwaltung, haben betont, dass der Motorflugbetrieb aufrecht erhalten wird.
Es wurden also nie Umweltschützer damit geködert, dass wenn das Stadtion kommt, dass dann der Flugplatz geht!

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So könnte es mal aussehen…

Es gibt übrigens in der Region einen Landeplatz dessen Piste so lang ist, das selbst 747s dort landen könnten, der ehemalige kanadische Fliegerhorst Bremgarten, 20 min mit dem Auto von Freiburg weg.
„Höreremail an DRadio Kultur: Bei Nachgespielt stimmt kaum was…“ weiterlesen

ReDesign of Society 2040

On Monday we opend our exhitbiton on ReDesign of Society 2040. Which Utopia do we want? How can we reclaim the future?

There are two exhibits in which I participated: The republic of knowledge and Finnland as a Utopia. I will post later information to the republic of knowledge our proposal to a new more democratic form of schooling. Which I designed with two other students from Aalto university: Soujanyaa Boruah, Jami Sarnikorpi.

I had the following idea: Often people travel to Finland and report from it. And these reports are often used as a projecton space to highlight things you want for your own country. Very explicit was this in the reports in Germany about the Finish Education System:

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Finnland the education utopia?

 

In 2000 the results of the PISA study on student achievements were published. Germany was rated dismal and Finnland best. The German media invented a new term „Pisaschock“. (literally schocked by Pisa results) German  scientists, politicians, teachers, students and journalists flew to Finland and tried to find out why it was so good. Everyone who traveled found design decisiosn that suited his ideology or preconceptions:
Some concluded it was the one school for all, others that it was the good social status of the teachers, others progressive or conservative teaching methods, the lutheran tradition of literacy, free school food or even the cold weather where children stay at home and read instead of playing outside. Less utopian aspects were never highlichted.
Indeed after some years of study most scientists concluded it was a range of factors and they could not easily point it down.
But indeed everyone could project onto Finland what he oer she liked…

So why does Finland function so well as an utopia?

And with some thinking you may find other examples of this in present day media.
Finnland ist distant and close at the same time. Distant in the sense that you have to fly for more then two hours from Frankfurt or take a boat for about 20 hours to travel from Germany to it.
It’s language is very distant from German, although it has numerous German loan-words (teigi – Teig, Kaffeepaussi – Kaffepause,  kivääri – Gewehr, …).

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It is a country where very few Germans go on holiday unlike Sweden, Italy or Spain and it is fairly small. For most of its history it was also not important as a trading partner or source of raw materials for Germany.
And it is a rather dull and peaceful place with no conflict or burning political issue to report on. If German media have a correspondent the person is in Stockholm and covers all of Scandinavia and maybe even the Baltics.
All this makes it easy for the occasional traveling reporter, scientist or political entrepneur to pass through and pass  back information about the wonders of this great society and country. Some examples you find here.
And indeed there are many wonderous things to report, but often they are simplified and have not one particular source: the baby box is not the sole reason for low child mortality, the well repsrected teacher not the sole source for good PISA results and so on…

The most controversial of the four sides on the Finland as an utopia pillar is the „Nazi Utopia“ side. I do not claim that Finland ever was a Nazi utopia. But I claim that at some point in the past it was marketed to Germans as such.

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The exhibtion is open until 5th of June and it its in the ground floor of Kluvi Shoping centre: