Derzeit untersuche ich die Interaktionen an Wahlkampfständen im Rahmen eines Seminars zur qualitativen Sozialforschung. Dabei möchte ich herausfinden, was passiert an einem Wahlkampfstand? Warum gehen die Menschen da hin (es gibt ja auch andere Möglichkeiten zu diskutieren oder sich Informationen zu beschaffen) oder geht es um ganz andere Dinge? Frust ablassen? Sich vergewissern, alte Bekannte treffen, …
Deshalb werde ich in den Tagen bis zum Bürgerentscheid Menschen befragen, die sich gerade an Wahlkampfständen aufgehalten haben.
zwei Wahlpkate zum Bürgerentscheid in Freiburg am 1.2. aufgenommen in der Kartäuserstrasse.
Und ich untersuche die Wirkung von Wahlplakten beim Bürgerentscheid zum neuen Stadion für den SC Freiburg. Wahlplakate gehören zu jeder Wahl. Wie sie genau wirken, weiß man aber nicht. Daher frage ich: Was nehmen Menschen von Wahlplakaten war? Erinneren sie sich an diese?
Dazu werden sie hier bald den Link auf eine Online Umfrage finden.
Ich weiß, das ich mich bei der Forschung mit meiner politischen Meinung zurückhalten muß. Dennoch habe ich eine. Kurz, ich bin für das neue Stadion. Sicher werde ich aus meiner Sicht noch einmal die Argumente darlegen und auch was ich von den Wahlplakten der Befürworter und Gegner halte.
hängt unten an einem Verkehrsschild (Eschholzstrasse Ecke Baslerstrasse)
Es gibt fünf Regeln wo Plakate nicht hängen dürfen:
An Bäumen (weil sie die schädigen). Wir leben halt doch in Greencity.
An Verkehrszeichen
So das sie die Sicht auf Verkehr verdecken.
Auf / An VAG Haltestellen.
Auf Privatgelände, auch wenn es öffentlich wirkt. Etwa im Gässle, der Westarkaden.
So schwierig ist das nicht zu beachten. Bei den Junges Freiburg Wahlkämpfen haben wir das den ehrenamtlichen Aufhängern immer beigebracht und das hat recht gut funktioniert. Meist reichte da eine kleine Schulung und eine Kopie der Fairnessvereinbarung aus. Diesmal scheint das nicht der Fall zu sein.
Mein Freund der Baum….und nochmal an einem anderen Baum…und nochmal an der Kreuzung an einem Verkehrsschild
Die Befürworter haben auch eines an einem Baum in der Elsässerstrasse hängen.
Bald gibt es in Freiburg einen Bürgerentscheid zur Platzierung des neuen Stadions. Verschiedene Gruppierungen haben mit dem Plakatieren angefangen oder angekündigt das sie jetzt bald Plakatieren werden.
Aber gleich von der Zerstörung einzelner Plakate darauf schliessen, das Fußballfans generell eher kriminell, gewaltätig und wahnsinning gefährlich sind.
Daher sollte man auf jeden Fall vermeiden das Fußßbalfans durch ein Wohngebiet laufen. Die randalieren quasi überall. Kennt man auch aus den zahlreichen Beschwerden der Anwohner rund um das Stadion im Freiburger Osten. (Nur wer den Sarkasmus nicht versteht, aber in den 10 Jahren in denen ich die Freiburger Kommunalpolitik näher betrachte, habe ich davon nix gehört).
Blöd ist nur das ich in den vergangen Tagen, ohne wirklich darauf zu achten, eine ganze Reihe von Plakaten gesehen habe, die nicht korrekt hängen:
Plakate die zu tief hängen und daher den Fußgängerverkehr blockierenPlakate die an Masten mit Verkehrszeichen hängen was man nun auch wieder nicht darf.noch ein Beispiel für ein Plakat an einem Verkehrszeichen, wenigstens blockiert es nicht die Sicht auf den VerkehrPlakate die an einem Baum hängen. Machen nicht nur die Befürworter, habe ich auch ein paar Mal bei den Gegner gesehen
Plakate, die die Sicht behindern
Hier hat jemand and einer VAG Haltestelle plakatiert, was man nun auch nicht darf. Wurde aber scheinbar später zerstört.
Was darf man nochmal nicht: Plakte auf VAG Haltestellen aufhängen, Plakate an Verkehrszeichen aufhängen, Plakate die den Verkehr behindern oder die Sicht, Plakate in Privatstrassen aufhängen,…
zwei Wahlpkate zum Bürgerentscheid in Freiburg am 1.2. aufgenommen in der Kartäuserstrasse. Unten vom SC oben von der BI pro Mooswald
Dennoch schleicht sich der Eindruck ein, das beide Seiten beim Plakatieren richtig viel Geld ausgeben: Plastikplakate kosten in der Anschaffung zwischen 2 und 4 Euro. In der Regel pro Plakat bei großen Auflagen deutlich weniger. Sowohl Befürworter und Gegner scheinen mit diversen Motiven um sich zu werfen. Beim SC sind es mindestens 9 (mit Personen) und nochmal mindestens 3 mit nur Text. Dazu nochmal Plakatierung an Wechselträgern.
Bei den Gegnern gibt es von der BI pro Wolfwinkel sicher 10 unterschiedliche Plakate (kam noch nicht dazu sie zu zählen), jeweils einen von den Segelfliegern und Fallschirmspringern und nochmal 3 von den Leuten von Freiburg Lebenswert, die zum Teil mit einer Pro Flugplatz BI identtisch erscheinen.
Gerade weil Plakate nicht billig sind, hat sich Junges Freiburg übrigens dazu entschieden erst nach Silvester zu plakatieren. Da gibt es einfach weniger Zerstörung. Ich kann mich aus den 3 Wahlkämpfen bei denen ich bisher mit Plakaten dabei war, daran erinnern, das wir am Ende immer ca 1/3 der Plakatträger am Ende des Wahlkampfs wieder eingesammelt haben. Weil sogar stabile Hartfaserplatten durch Wind, Regen, Schnee, Vandalismus, reissen der Kabelbinder, schlechte Anbringung, etc… verloren gehen.
Kleiner Disclaimer: ich bin für ein neues Stadion am Wolfswinkel.
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in German:
„In „Information Civilization“, dem Buch, an dem sie gerade schreibt, will sie ausführen, wie ein sozialer Entwurf auszusehen hat, der nicht mehr auf Massenproduktion und Massenkonsum zugeschnitten ist, sondern auf die dezentralisierte Welt des Individuums.“ aus der FAZ
„Wir sollen uns doch bitte nicht so aufregen. Vor ein bisschen Überwachung und ausufernden Sicherheitsbehörden hätten „anständige Bürger“ doch gar nichts zu befürchten.“ Die Gefahren des Überwachungsstaats…
Jugendliche fordern und die Parteien antworten, Junges Freiburg kommt gut weg und das Jugendbüro macht gute Arbeit. Aus der Badischen Zeitung.
Die Forderung Bildungslandschaften zu Beteiligungslandschaften umzubauen, stammt vom Bundesnetzwerk Kinder- und Jugendbeteiligung.
Letzte Woche war ich am Freitag in Tübingen, wegen des gemeinsamen Artikels über Jugendgemeinderäte, den ich mit Urs Unkauf schreibe. Wir haben von unserem Professor noch einige Hausaufgabe bekommen bis der Artikel Publikationsreif ist.
Am Donnerstag durfte ich für die AWO bei Bonn eine Methodenfortbildung zur Beteiligung von benachteiligten Jugendlichen geben. Jetzt ist die Beteiligung von Benachteiligten sicher das schwierigste Feld auf dem ganzen Gebiet der (Jugend-) Beteiligung. Per Definition schon: Wer benachteiligt ist, der ist eben nicht beteiligt.
Ich habe versucht basirend hauptsächlich auf dem Methodenkoffer der Bundeszentrale für politische Bildung, einige Methoden den TeilnehmerInnen vorzustellen und einige auch durchgeführt.
Hoffentlich konnte jeder etwas davon mitnehmen. Im Bild das 11-Worte Telegramm der Teilnehmer zum Ende.
Hoffentlich wird dieses ambitionierte Projekt der AWO Erfolge zeigen. Gerade diese Zielgruppe, wird eben von vielen traditionellen Beteiligungsmethoden und Verfahren nicht erreicht. Übrigens Erwachsene aus diesen Millieus eben auch nicht.
Meine Botschaften waren:
Beteiligung geht immer. Auch beim Notfall!
Beteiligung braucht Zeit.
Beteiligung braucht Ressourcen.
Beteiligung ist eine Haltung.
Beteiligung muss gewollt sein.
Beteiligung muss klare Grenzen haben und diese deutlich Kommunizieren.
Beteiligung ist nicht gleich Entscheidung.
Beteiligung muss scheitern dürfen.
In diesem Sinne hoffe ich den erfahrenden Fachkräften, die aus ganz unterschiedlichen Zusammenhängen kamen, einige Tipps und Hinweise auf den Weg gegeben zu haben. Aber jeder muß für sich entscheiden wie er seine Beteiligung vor Ort durchführt.
Ich würde mich freuen wenn ich in Zukunft viele weitere inspirende Beteiligungsworkshops durchführen könnte. Die Diskussionen am Rande waren sehr interessant.
Obama war ja vor einiger Zeit in Indonesien. Zunächst war der Besuch ha viel früher geplant und zu diesem Zeitpunkt hatte ein Indonesier Regiseur auch gleich einen Film über Obamas Kindheitsjahre im Jakartaer Vorort Menteng gedreht. Ein Ausschnitt dazu habe ich hier verlinkt. Ich hoffe dass ich nun auch eine DVD bekommen habe, so dass ich mir den ganzen Film einmal ansehen konnte. Das ist nicht ganz leicht, es gibt ihn nicht auf Amazon.com und Gramedia scheint nicht nach Deutschland zu liefern.
Am Dienstag hatten die Unabhängigen Listen die Leiterin des Müncher Sozial Referats Dr. Eva Jüsten eingealden um über die Erfahrungen in München mit dem Projekt Allparteiliche Konflikt Moderation in München zu berichten.
Jetzt bei #KOD Ade! Was nun? Der UL3 schade das ich es damals nicht schaffte Dr Jüsten nach Freiburg zu bringen pic.twitter.com/R7CtL5vpaX
AKIM kümmert sich dabei nicht nur um die Konflikte im Öffentlichen Raum, etwa am Münchner Gärtnerplatz, sondern auch etwa vor der Münchner Asylbewerber Erstaufnahmeeinrichtung Bayernkaserne.
Aber nun zu Münchens Version des Augustinerplatzes, dem Gärtnerplatz: Oder wie es München.de schreibt: „Der Gärtnerplatz wurde 1860 als zentraler Platz der Isarvorstadt errichtet. Heute ist der Platz mit seinem südländischen Flair Mittelpunkt des Münchner Szene-Viertels.“
Gärtnerplatz in der Isarvorstadt, Quelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:MUC_G%C3%A4rtnerplatz-2013-07.jpg
Seit 14 Jahren gibt es wohl am Gärtnerplatz Konflikte zwischen Anwohnern und Nutzern, in der zwischenzeit auch mal einige bauliche Veränderungen, die aber den Platz nur noch attraktiver gemacht hätten. Traditionell sei der Platz durch ein geringe Polizeipräsens geprägt. Da auch die Münchern Polizei – ähnlich wie die Freiburger über den Augsustinerplatz sagt: das ist nicht der Platz an dem wir was zu tun haben. Hier gibt es keine Schlägereien und auch „nur Ruhestörungen“. Der Platz ist rund um dicht bebaut und die Konflikte tragen auch weiter in angrenzende Stichstrassen. Auch das kennt man ja in Freiburg.
Zwischen Juli 2010 und Mai 2011 habe es eine Mediation gegeben, leider waren nur die Anwohner und nicht die Nutzer anwesend.
Tagsüber sei der Gärtnerplatz ein Ort mit vielen Personen, zahlreiche Geschäfte und Cafes mit Freischankflächen, die teils bis 0:00 geöffnet hätten. Abends träfen sich hier Stammbesucher und wechselndes Publikum, auch viele Touristen, viele Besuche die von der Isar kommen, am Platz seien Schwerpunktmässig junge Leute, aber auch Ältere, je später desto alkohlisierter. Aber so Dr. Jützen: man kann aber mit ihnen bis spät in die Nacht sprechen. Auch die angetrunkenen seien Aufforderungen wie: „Bitte stellen sie ihren Ghettoblaster leiser“ zugänglich.
An verregneten Tagen habe dieser 100 in warmen Sommernächten bis zu 1500 Besucher am Platz, an einem normalen Abend 500 Besucher. Bis 0:00 sei die Grundlautsärke hoch, danach geringer, aber es gäbe dann Geräuschspitzen durch Gröhlen, Musik, zerdeppern von Bierflaschen und Ähnlichem.
Am 30.1.2014 hat dann der Stadtrat von München AKIM gestartet und dies befände sich derzeit in der Aufbauphase. Man sei mit Sozialarbeitern, Mediatoren und Studierdenden der Sozialarbeit gestartet und habe im ersten Jahr 12.000 Euro ausgegeben im kommenden Jahr würde das Projekt auf hauptamtliche Kräfte umgestellt und dann wahrscheinlich für 4 Stellen für die ganze Stadt 350.000 Euro kosten. AKIM orientiere sich im Gegensatz zum normalen Streetwork nicht an Personen sondern gehe eben vom Platz aus.
Dr.Jützen wir versuchen Bewußtsein für die Anwohner wecken ? dies habe etwas bewirkt sei ruhiger geworden – ein Plan für #Freiburg? #August
Der Einsatz sei nun von Fr-Sa 23:00 – 4:00 Nachts, von Anfang Mai bis Ende August gewesen an heißen Abenden mit zwei Tandems, an normalen Abenden mit einem und bei Regen gäbe es keine. Die Sozialarbeiter seien mit roten Westen mit knalligen gelben Buttons ausgestattet, mit Handies und Visitenkarten. Ihre Strategie sei es gerade nicht als Ordnungsbehörde vorzugehen, sondern freundliche anzusprechen das man eben mit dem urinieren aufhören soll oder einfach etwas ruhiger sich verhalten.
Dr.Jützen "sie haben im Grunde keine Alternative als #AKIM auszuprobieren"
Und genau diese Ansprache funktioniere. Es war schon beinahe komisch wie der Reporter vom SWR fragte: „Ja sagen sie mal genau was sagen sie zu den Menschen“ und Dr. Jützen antwortete: „Bitte stellen sie ihren Ghettoblaster leiser, hier gibt es auch Anwohner die Schlafen möchten.“ Schon alleine das Menschen da wären, die mit Westen zu erkennen wären, würde etwas ausmachen.
Der Ansatz Bewußtsein für die Anwohner wecken und zu erklären, diese wollten schlafen, dies habe etwas bewirkt!
Hier könnte ich es nun mit diesem Beitrag bewenden lassen. Außer vielleicht mit der Aufforderung, sich auch in Freiburg auf ein solches Konzept einzulassen. Vielleicht zusammen mit einem oder mehreren Freien Trägern, die sich bereits auf dem Feld engagieren (etwa Downtown Street Team oder der AWO) mal die 20.000 Euro in die Hand zu nehmen um etwas zu starten.
Aber, dann kamm wieder die Aussage von den Anwohnern: „Ja in München geht das, weil die habne 700 Polizisten die sich nur um die Innenstadt kümmern“ und daher habe ich mal versucht diese Aussage nachzuvollziehen – auch wenn Frau Jützen selbst sagte, ja klar gibt es die Polizeit aber die kommt bei einer Ruhestörung auch in München nicht in 5 min. In Bereich des Polizeipräsidium München (München Stadt und Landkreis mit zusammen 1,7 Mio Einwohnern) gibt es rund 4900 Uniformierte Polizeibeamte. Wären die Alle im Wechselschichtdienst tätig – a 8 h Schichten und wel sicher auch mal einer krank, auf Fortbildung und im Urlaub wäre – hätte man ständig etwa 1200 Polizeibeamte im Einsatz. Nicht eingerechnet, das es auch viele gibt die nur Tagdienst machen, wie etwa die Jugendsachbearbeiter. Für die ganze Stadt München.
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