Freiburg vor der OB Wahl (2): Der Amtsinhaber

Dieter Salomon, der Amtsinhaber. Viel schlechtes ist in Freiburg nicht in den letzten fast 16 Jahren nicht passiert.

Nahezu jedes Jahr gab es neue Rekorde bei den Steuereinnahmen, Gewerbeflächen sind so nachgefragt, das man sich die Firmen die darauf investieren wollen aussuchen kann, jedes Jahr gibt es in Freiburg mehr sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze, die Stadt investiert in Schulsanierungen und andere Renovierungen so viel, das inzwischen Personal- und Handwerker fehlen, Freiburg ist so attraktiv, das viele Menschen hierher ziehen um zu arbeiten und zu studieren.

Das Augustinermuseum ist saniert und wird ausgebaut, die Westerweiterung der Innenstadt inklusive neuer Stadtbahnlinie läuft. Der Ausbau der Schulsozialarbeit liegt gut im Plan, beim Aufbau der Kindertagesbetreuung hackt es eher am fehlenden Personal als am Willen der Stadt, das zügig auszubauen.

Dieter Salomon wird der OB Kandidat sein, für alle die keine Experimente wünschen. Und sich als sichere Bank präsentieren. Quelle: Wikipedia

Eigentlich hackt es in Freiburg nur an zwei Stellen: Dem durch Zuzug und steigende Quadratmeterfläche pro Kopf ausgelösten starken Nachfrage nach Wohnraum (wie in jeder anderen sogenannten Schwarmstadt). Und den Nebenfolgen: steigende Mieten, vermehrt Wohnungslosigkeit, neuer Stadtteil, Bebauung von umstrittenen Freiflächen und die sonstigen Probleme in einer dichter besiedelten Stadt.

Der andere Punkt sind die eher kulturelle Natur: Dieter Salomon tritt häufig arrogant auf im persönlichen Auftreten gegenüber Menschen die ihn kritisieren. „Freiburg vor der OB Wahl (2): Der Amtsinhaber“ weiterlesen

Freiburg vor der OB Wahl (1): Wer ist ganz abstrakt ein guter Bürgermeister?

Seit einigen Wochen spekuliert die Badische Zeitung und andere wer denn nun gegen den Dieter Salomon bei der OB Wahl antreten wird.  Ich werde meine Gedanken dazu in einer kleinen Blogartikel Serie hier aufgreifen und freue mich auf eure Kommentare.

Bei Bürgermeisterwahlen darf in Baden-Württemberg erst mal jeder antreten, der es schafft eine bestimmte Anzahl von Unterstützungsunterschriften zu sammeln. Das sind in Freiburg 250 Stück. Ich erinnere mich mal für Junges Freiburg eine ähnlich Zahl gesammelt zu habenund die waren mit Hilfe von einigen engagierten jungen Menschen in ca 1 Woche drin.

Beim Sammeln von Unterschriften für Junges Freiburg.

Solch niedrige Kriterien sind erstmal gut, da es sicher Talente gibt, die sonst nicht kandieren würden um man am Ende in einer Singapur Situation landet, wo es für viele Posten nur einen Kandidaten gibt. Was natürlich der Regierung gefällt (dazu nicht mehr im Artikel geht es um die Freiburger Kommunalwahl und nicht um Wettbewerbsautoritarismus).

Ich schlage daher für die Wähler*innen  ein zweistufiges Prüfungsprinzip vor:

  1. Ist ein Kandidat, nach meiner Einschätzung, in der Lage das Amt des Oberbürgermeisters auszuüben.
  2. Stimme ich mit seinen politischen Orientierung mehr oder weniger überein oder lehne ich sie grundsätzlich ab.

Wie komme ich auf dieses Prüfschema:

Ich habe mal das Jugendforum zur Bürgermeisterwahl in Grenzach-Wyhlen moderiert und da waren Kandidaten, die für mich schon bei Punkt 1 durchfielen. Ja sogar solche, die man fast vor sich selbst schützen mußte, damit sie nachher nicht in ihrer beruflichen Zukunft oder im sozialen Umfeld am Ort nicht leiden würden.

Generell sollte der Wähler bedenken, dass eine Kommunalverwaltung zu führen nicht einfach ist. Führungsqualitäten oder Erfahrungen die man an anderer Stelle erwirbt sind möglicherweise nicht oder nur begrenzt transferierbar.

Eine Kommunalverwaltung ist kein gewinnorientiertes Unternehmen, macht viele Dinge die wirtschaftlich erstmal nicht notwendig sind und die sich auch wenig rationalisieren lassen. Auch habe ich ganz andere Stakeholder, als etwa ein Unternehmen vergleichbarer Größe, das wären für Freiburg: ca. 4500 Mitarbeiter und ca. 1 Mrd. Euro Bilanzsumme.

Bei der Bundeswehr wäre das übrigens von der Anzahl Personen die geführt werden, etwa eine Brigade und die wird in der Regel von einem Brigadegeneral (so eine „Einsternegeneral“ umgangsprachlich) oder Oberst (oder Kapitän zur See) geführt. Für Star Trek Nerds Captain Picard kommandiert “nur” 1212 Personen auf der Enterprise.

Daneben muß man als Oberbürgermeister mit ganz vielen unterschiedlichen Anspruchsgruppen umgehen und die etwa zufriedenstellen: Gemeinderäte, diversen Szenen die sich für sehr wichtig halten, etwa die Kulturszene, Ökoszene. Der lokalen Wirtschaft mit unterschiedlichen Interessen von Einzelhandel bis Solarstartups. usw. „Freiburg vor der OB Wahl (1): Wer ist ganz abstrakt ein guter Bürgermeister?“ weiterlesen

Erster TTN Meetup in Freiburg

Am Mittwoch hatten wir das erste TTN Treffen in Freiburg. 15 Interessierte, leider alles Männer, haben sich im Chaos Computer Club Freiburg, zusammen gefunden und überlegt wie wir in Freiburg ein von Bürgern betriebenes Funk Daten Netz aufbauen. Auch von der Open Data Stelle der Stadt Freiburg war ein Vertreter da und hat uns Mut gemacht, die Stadt überlege sich wie sie mit Gruppen wie uns zusammenarbeiten könnten.

Wir werden uns wahrscheinlich wieder am 24.1. um 19:30 im Haus 037 im Vauban treffen. Bis dahin wird auch viel passieren: ein weiterer Gateway für die Wiehre ist bereits im Bau, ein weiterer Gateway der auf Gutleutmatten in Haslach stehen wird ist bereits bestellt und wir hoffen, dass TTN ihre Gateways auch bald liefert.

Ich habe inzwischen mal ein paar Leute in Freiburg angesprochen ob sie Gateways hosten würden und ein paar spannende Leute aus der Umgebung ob sie nach Freiburg für Workshops kommen würden.

Infos zu LoRa und Einladung zum ersten Treffen mit vielen Informationen. Ein Gutes Projekt wären LoRa Feinstaubsensoren und die Abfallwirtschaft würde sogar mit einem Müllauto mappen.

Wer sich vorstellen könnte ein Gateway bei sich daheim oder am Arbeitsplatz aufzustellen, soll sich bitte melden! (am besten unter sbamueller@gmail.com)

Ein sehr guter Bericht des SWR über das Verschwörhaus in Ulm und deren LoRaWan Projekt und noch ein guter Bericht youtube Vortrag zum Thema LoRaWan / TTN Ulm:

 

 

 

Feinstaubsensorbasteln beim Chaos Computer Club Freiburg

Feinstaubsensorbasteln
beim Chaos Computer Club Freiburg

am 29.11 um 18:30 Uhr
im Chaos Computer Club Freiburg,
Dunantstraße 16A, 79110 Freiburg im Breisgau.

Anreise: Strassenbahnlinie 4 bis Berliner Alle, dann über den Aldi Parkplatz rüber laufen und scharf links.
Siehe: https://www.openstreetmap.de/karte.html?zoom=17&lat=48.00572&lon=7.82768&layers=000BTT

In Freiburg und Umgebung hängen derzeit über 50 Feinstaubsensoren. Es wäre super wenn es mehr werden würden. Auch gerade jetzt im Winter beginnt wieder die Feinstaubsaison.

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Der Bürgerverein Wiehre hat beschlossen, dass alle Vorstandsmitglieder einen Feinstaubsensor für den Balkon bekommen um damit die Wiehre Flächendeckend überwachen zu können. Zusammen mit Fionn Große habt Ihr also die Möglichkeit, den Bau eines Feinstaubsensors zu üben und für Euch selbst auch einen zu bauen.

Nachdem es in Freiburg nun schon mehr als 50 Sensoren gibt, wollen wir nochmal einen Bastel-Workshop veranstalten und den Menschen die Möglichkeit geben, Sensoren zu basteln.

Sebastian Müller wird kurz über das vom OK Lab Stuttgart initierte Projekt sprechen (weitere Infos: http://luftdaten.info/ ) und dann das basteln anleiten. Löten ist nicht notwendig. Technisch wenig begabten Menschen wird geholfen.

„Feinstaubsensorbasteln beim Chaos Computer Club Freiburg“ weiterlesen

1. Freiburger The Things Network Treffen am 22.11. 19:30

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Stand des Mapping vom 6.11. Deutlich zu sehen ist die bessere Abdeckung nach Osten, von da habe ich freien Blick auf die Stadt. Innenstadt, Münsterplatz, Stühlinger, Teile von Haslach, von Herdern und Mooswald sollten aber schon jetzt abgedeckt sein. (Quelle: http://ttnmapper.org/?blocks=on)

Das erste Freiburger Treffen für interessierte am
„The Things Network“ findet am 22.11. 19:30
im Chaos Computer Club – Freiburg Dunantstraße 16A, Freiburg im Breisgau statt.
Zur Anmeldung

TTN-Network Freiburg ist eine offene Community. Ziel der Gruppe ist der Aufbau eines Internet of Things-Netzwerkes aus Gateways (das sind die Geräte die zwischen den Sensoren und dem Internet vermitteln, vergleichbar mit dem WLAN Router daheim und Sensoren) in der Region Freiburg im Rahmen des THE THINGS NETWORK.(https://www.thethingsnetwork.org/).

Die NZZ beschreibt sehr gut um was es bei The Things Network geht: „Ist die Luft in Zürich sauber? Fährt jemand mit meinem E-Bike davon, oder hat er es bloss am falschen Ort abgestellt? Stören sich die Nachbarn eigentlich an meiner Musik? Diese und viele weitere Fragen sollen sich in Zürich bald rasch und unkompliziert beantworten lassen: The Things Network (TTN), eine global vernetzte Gruppe von IT-Tüftlern und Netzaktivisten, baut seit 18 Monaten an einem lokalen Internet der Dinge auf Lora-Standard (siehe Kasten), das jede und jeder rund um Zürich gratis nutzen kann. (…)

Das offene Netzwerk von TTN basiert auf Lorawan (Long Range Wide Area Network): ein Übertragungsprotokoll, auf das sich die Industrie geeinigt hat, um das «Internet der Dinge» voranzubringen. Mit Lora-Standard lassen sich Informationen mit sehr wenig Energie und über nicht exklusiv verteilte Funkfrequenzen weiterleiten. Jeder darf ein solches Netzwerk aufsetzen, ohne Gebühren entrichten zu müssen.“

Für mich gibt es verschiedene Anwendungen für LoRa die ich nutzen möchte: Zum einen Wasser im Keller zu detekieren (daran arbeiten wir gerade), Feinstaubsensoren an Orten anschließen an denen es kein WLAN gibt und auch möglicherweise mein Fahrrad zu tracken und so gegen Diebstahl abzusichern. „1. Freiburger The Things Network Treffen am 22.11. 19:30“ weiterlesen

Feinstaubsensoren im LoRaWan

Seit einiger Zeit bastele ich rund um Freiburg bei diversen Gelegenheiten Feinstaubsensoren, das sind die netten kleinen Dinger, die die Leute von luftdaten.info entwickelt haben und mit denen man selbst die Luftqualität bei sich vor Ort messen kann. Entwickelt heißt in dem Fall: einen Server programmiert auf dem ich die Daten live als Karte sehen kann, Software für die Platine entwickelt die den Sensor steuert und eine gute Anleitung geschrieben, so dass einigermassen jeder das ganze zusammenbauen kann. Inwischen gibt es über 1200 Sensoren weltweit und über 300 in Stuttgart.

Am Donnerstag Abend war ich nun in Basel um dort mit den Leuten vom IOT Stammtisch Sensoren zu basteln. Diesmal aber ganz besondere: Dank Lukas Haas und Urs Marti gibt es nun Software mit deren Hilfe wir einen ESP32, einen LoRaWan Chip (RFM95) und den Sensor verbinden können und die Daten auf die Karte von luftdaten.info pushen.  „Feinstaubsensoren im LoRaWan“ weiterlesen

Feinstaubsensorbasteln in Basel

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beim ersten Sensorbasteln in Freiburg, bald auch in Basel!

Feinstaub ist Open Data

Was? Erstes öffentliches Feinstaubsensor- Basteln mit Sebastian Müller, Altstadtrat aus Freiburg, und Lukas Haas, Elektroingenieur aus Basel
Wann? Donnerstag, 2. November 2017 um 19:00 Uhr
Wo? Starship Factory, Auf dem Wolf 13

Beim Thema Feinstaub denkt man als erstes vielleicht an die Problematik in Stuttgart. Doch auch durch Basel führen zwei Autobahnen und Rheinschiffe sowie die Chemie erzeugen Abgase, die sich bei kaltem Wetter sammeln. So wurde beispielsweise der Grenzwert an der Messstelle Basel St. Johann dieses Jahr bereits fünfmal überschritten.[1]

Sebastian Müller aus Freiburg ruft deshalb zusammen mit Lukas Haas zu einem öffentlichen Feinstaubsensor-Basteln auf: «Wer schonmal das Ladekabel seines Handys eingesteckt hat, kann auch einen Sensor bauen; wer schon mal seinen Router konfiguriert hat, den Sensor problemlos mit seinem WLAN verbinden. Ich hoffe, dass viele Baslerinnen und Basler einen Sensor bauen und bei sich zuhause anbringen, so dass er ständig die Luftdaten misst und wir so auch ein Basler Bürger Luftdaten Messnetz bekommen.»

Lukas Haas von der Internet-of-Things Meetup Gruppe Basel: «Das Internet der Dinge ist eben nicht nur der intelligente Kühlschrank zuhause, der den Detailhändlern mein Konsumverhalten mitteilt oder von russischen Hackern manipuliert wird, um den amerikanischen Wahlkampf mitzuentscheiden, sondern kann ­– richtig eingesetzt –auch Gutes tun und den Menschen unterstützen. Dieser digitalen Transformation kann man sich verschliessen oder aber man setzt sich mit ihr auseinander. Wir wollen mit der Aktion den Menschen auch die Angst nehmen vor diesem Thema und anhand des Beispiels vom Feinstaubsensor zeigen, wie man mittels Technologie die Welt ein kleines bisschen besser machen kann.»

Sebastian Müller betont, dass es nicht darum gehe den Menschen das Autofahren zu verbieten: «Wir wollen aber auf das Thema Luftqualität aufmerksam machen. Jeder kann einen Beitrag leisten. Mit der Aktion wollen wir letztendlich zum Denken anregen.»

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My Life with the Atmotube

Today my Atmotube arrived, or rather I had to go to my post office and pay 14,08 € customs duty to get it. The waiting time was not that pleasant as I had to wait since 20th of September 2017 when I ordered the device. Apparently the system, couldn’t work with my last name „Müller“ and made it into somethin strange. Umlaute? Have you heard about them?

While opening the package I cut my finger. Then I had to open another cardbord box and then finally a round tube like box in which was another round box, a usb-c cable and little snap hook.

The actual atmotube is made from metal and feels quite heavy for such a small device. It comes with a very tiny manuel (7cm high). Before using it I had to charge it and download the app to my iPhone. „My Life with the Atmotube“ weiterlesen