Warum Schweden kein Vorbild ist: doppelt so viele Tote wie Baden-Württemberg bei ca gleich viel Einwohner

Ich will kurz aufschreiben, warum Schweden aus meiner Sicht, derzeit kein Vorbild sein kann.

Das Schwedische Fernsehen hat eine Datenjournalismus Seite eingerichtet, bei der man selbst auswählen kann, welche Kurven angezeigt haben will. Jeweils auswählbar sind viele Länder, die Gesamtzahl der Erkrankten, der Toten und die Relation beider Zahlen auf 100.000 oder 1 Mio Einwohner. Dadurch lässt sich relativ gut ein Zeitverlauf darstellen und auch Länder in Beziehung setzen.

nichts ist besser in Schweden

Bezogen auf Schweden sollte man davon ausgehen, dass dort das Gesundheitssystem ähnlich gut ist wie in Deutschland und vielleicht die Leute sogar noch etwa gesünder. Die Lebenserwartung in Schweden betrug 82,31 Jahre (2017), zum Vergleich in Deutschland nur 80,99 Jahre (2017), als mehr als ein Jahr weniger.

Schaut man sich jetzt aber die Outcome Performance an, dann sieht man, dass deutlich mehr Menschen an der Infektion mit dem Corona Virus sterben als Deutschland.

Todesfälle auf Millionen Einwoner. Schwarze Kurve Deutschland, gelbe Kurve Schweden. graue Kurve Südkorea, blaue UK. Bild vom 9.5.2020 / Quelle: SVT

Im Gegensatz zu Deutschland gib es auch deutlich mehr Infektionen:

Infektionen pro 1 Mio Einwohner. Die schwarze Kurve aus Deutschland geht deutlich zurück, die gelbe Kurve aus Schweden scheint auf hohem Niveau zu stagnieren. Ähnlich in UK. Bild vom 9.5.2020 / Quelle: SVT

Auch andere Daten stützen diese These. So steigt etwa die Exzess Mortalität in Schweden deutlich an, gerade im Gegensatz zu anderen nordischen Ländern. Gerade die Tweet von Markuu Peltonen dürften als gute Quellen gelten, der arbeitet als Professor für Epedemiologie bei der Finnischen Gesundheitsbehörde.

Auch im Vergleich mit anderen ähnlich großen Ländern in Westeuropa schneidet Deutschland, was die Anzahl der Verstorbenen oder Erkrankten angeht, besser ab.

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Jetzt ist es relativ schwierig genau herauszubekommen, welche Maßnahmen unterschiedliche Länder genau ergriffen haben. Im ZDF heute Journal von gestern hieß es in Schweden plane man einen Weg der Herdenimunität, Arbeit finde im wesentlichen im Homeoffice statt, aber Freizeit sei nicht runtergefahre. Zumindest die weiterführenden Schulen sind wohl geschlossen, Grundschulen aber wohl nicht.

Die Universität Oxford rechnet einen „Stringency Index“ für von der Regierung beschlossene Maßnahmen.

Am 8.3.2020 scored Schweden auf 0 und Deutschland bei 35. andere Länder mit deutlich weniger Fällen waren deutlich strikter, etwas Japan. (Quelle)
Für den letzten Tag an dem Daten vorliegen scored Deutschland etwa bei 80 und Schweden bei 40. Also ein deutlicher weniger krasser lockdown.

Eine Übersicht über die Maßnahmen findet sich hier.

Schätzungen von Ökonomen gehen auch nicht davon aus, dass die Auswirkungen auf die Wirtschaft, weniger stark sind als in anderen Ländern.

PolityEinwohnerCorona ToteCorona Erkrankte
Schweden10,23 Mio3.22526.322
Baden-Württemberg11 Mio1.54533.190
Deutschland82 Mio7.569172.000
Daten vom 11.5.2020 Quelle

Als Zusammenfassung in Schweden gibt es derzeit 3.225 Todesfälle auf 10,23 Mio Einwohner durch Covid19, in Deutschland 7.569 auf 82 Mio Einwohner. Oder um es mal zu vergleichen in Baden-Württemberg wohnen mit 11 Mio Menschen etwas mehr, es gibt aber nur 1.545 Tote von Corona.

Was die Schweden machen oder nicht, ist doppelt so tödlich wie das wir in Deutschlan machen. Das muß nicht sein!

Update: Auch die Exzess Mortalität in Schweden ist deutlich höher als in Deutschland.

Herdenimunität

Als ein Argument warum Schweden vielleicht doch nicht so schlecht dastünde, wird die bereits erreichte Herdenimunität gennant. Auch dieses Argument zieht aus meiner Sicht nicht wirklich.

Zum einen sind die Berechnungen einer Durchseuchung von bereits 25% der Bevölkerung im Großraum Stockholm wohl deutlich zu hoch:

Auch in weiteren Ländern, deuten Untersuchungen in der breiten Bevölkerung eher auf Durchseuchung bzw. Antikörper bei etwa 5% der Bevökerung.

Für Frankreich – mit inzwischen 27.000 Toten und einem deutlich schlimmeren Ausbruch als in Deutschland – wird inzwischen eine Durchseuchung der Bevölkerung zwischen 2,2 – 7,2% angenommen.

Für Spanien wie auch Frankreich in den betroffenstend Gebieten ca 10%.

Drei Demos gegen Corona

ja aber anders als du denkst. Bild von der Demo auf dem Platz der alten Synagoge. Eigenes Foto.

Begann der Samstag mit ganz guten Nachrichten: Seit drei Tagen keine weiteren Covid-19-Todesfälle im Raum Freiburg und nur drei Neuinfektionen, so endete er mit der Nachricht, dass das RKI die Reproduktionsrate wieder auf einen Wert über 1 schätzt. Dazwischen lag für mich der Besuch bei drei mehr oder weniger bizzaren Demonstrationen.

Zunächst mal: Es ware schon fast ein Sommertag und die Kajo und die anderen Straßen in der Stadt waren voll. Gefühlt nicht so voll, wie beim Megasamstag, aber durchaus schon voll.

Auf dem Rathausplatz waren etwa 50 Personen versammelt und eine Gegendemo aus Antifa und etwa 5 Leute von der Partei „die Partei“, welche die Veranstaltung trollten. Auch da war ein bekanntes Freiburger AfD Mitglied. Die Demo schien sonst aus Leuten zu bestehen, die den „Schwedischen Weg“ irgendwie toll fanden, 5G doof – eine ältere Dame kam gleich auf mich zu und versuche mir zu erklären, dass Corona nur eine Ablenkung sei, damit die Leute drin blieben, während überall 5G Masten aufgebaut würden. Immer wieder betonten Redner, dass es ihnen um die Meinungsfreiheit ginge. Dabei auch immer wieder der Hinweis, das man nicht mit Nazis oder AfD Mitglieder gemeinsam demonstrieren müße.

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Das ganze fühlte sich stellenweise an wie in einem absurden Kabarettstückchen über Demonstrationen. Stellenweise war es so absurd, das sogar die Polizei die Demo auslachte.

Deutlich wenige lustig, war es dann schon auf dem Platz der alten Synagoge, da hatte sich ca 200 Personen und ein Huhn versammelt, meist eher ältere Leute, Frauen in Leinenkleidern, Männer im bunten Sommerhemden, und auch viele die Meditieren. Man hätte denken können, das es Menschen sind die gerade noch im Alnatura eingekauft haben.

Leider war der Ton auf allen Demos nicht so gut, so dass ich häufig das Problem hatte zu verstehen was nun gefordert wurde.

Viele der Transparente hatten irgendwas mit Impfen zur Aufschrift, anderen ging es um Menschenrechte, die Meditirenden trugen alle keinen Mundschutz und von denen die Zusammenstanden, näher beim Redner auch viele eher keinen. Da habe ich es nicht erlebt, dass die Polizei einschritt.

Blick auf den Platz der alten Synagoge mit Demo. Es war friedlich.

Am krassesten war dann schon die „Freunde der Freiheit“ Veranstaltung auf dem Münsterplatz. Zum einen weil das gefühlt die meisten Menschen waren, sicher mindestens 200 und auch die empörteste Stimmung.

Hier ging die Polizei tatsächlich durch die Demo und wieß immerwieder Personen darauf hin doch einen Mundschutz zu tragen. Was sie auch taten, aber offensichtlich ist es OK auf einer Demo zu rauchen, da trägt man dann natürlich kein Mundschutz.

Und auf der Veranstaltung muß ein deutlich rechteres Publikum gewesen sein, auf jeden Fall auch Menschen, die mit einer sehr seltsamen Symbolik aufwarteten oder deutlich agressivere Sprüche auf ihren Transpis hatten.

Auf dem Schild: „Lebenslänglich für Dr. Drosten, Verursacher der Panhypochondire“
Krankheitsfälle in Schweden ?? (gelbe Kurve) und Deutschland ?? (schwarze Kurve) obwohl die Fälle in Schweden später losgehen und langsamer Steigen ist das Infektionsgeschehen noch nicht beendet. QuelleQuelle

Immer wieder auch hier der Verweis auf Schweden und die Angst vor Impfungen. Wohlgemerkt eine wohl nie angedachte Impfpflicht – mit einem Impfstoff, den es ja noch gar nicht gibt und vielleicht auch erst in einem Jahr.

Todesfälle pro 100.000 Einwohner im Vergleich:
?? grüne Kurve
?? gelbe Kurve
?? schwarze Kurve
?? graue Kurve
QuelQuelle
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Eines muß dann wohl konstertieren: Die Demos haben sich verfestigt. Insgesamt haben am Samstasg sicher über 400 Menschen demonstriert, das ist das 10fache von dem was die AfD auf die Straße bekommt und es ist ein deutlich bürgerliches Publikum, das wohl bis weit in „die Mitte“ anschlußfähig sein dürfte.

Dabei ist wohl nach aktuellen Demoskopischen Zahlen, die Mehrheit der Deutschen ganz zufrieden mit dem Handeln der Situation durch unsere Regierung. Auch wenn die Zufriedenheit oder Zustimmung zu einzelnen Maßnahmen etwas abnimmt.

Besonders krass finde ich, dass dieser krasse Protest gegen „die Maßnahmen“ zu einer Zeit kommt, in der viele Maßnahmen ja schon wieder weg sind oder absehbar aufgehoben werden sollen. Sicherlich ist in vielen Teilen noch kein Leben wie vor der Krise da, aber auch kein absoluter Ausnahmezustand mehr.

Es bleibt aber die Frage was man gegen diese seltsamen Demos unternimmt. Zum einen scheinen die Teilnehmden gerne die Infektionsschutzregeln zu mißachten, zum anderen braut sich hier eine gefährliche Mischung zusammen und weit rechts stehende Gruppen wittern Morgenluft.

#freiburghältzusammen – SoNaTe mehr als ein Soziales Netzwerk für Sozialarbeiter und Senioren?

Seit einigen Tagen gibt es für Freiburg ein eigenes Soziales Netzwerk (https://freiburghaeltzusammen.de), das gestartet ist um eine Vernetzung in der Coronakrise zu ermöglichen, gerade auch für Menschen die sich (noch) nicht in den gänigen Netzwerken wie Facbook tummeln oder für die Messenger Dienste wie Telegramm – auch da gibt es Hilfgruppen – nichts ist.

Auch ich habe mich angemeldet, wollte aber mehr wissen. Deshalb habe ich einige Fragen an die Stadt gestellt, die mir am Freitag beantwortet wurden:

Eine App sei bisher zwar geplant, aber wegen Coronakrise verschoben. Natürlich kann man das Angebot dank responsivem Design auch auf dem Mobilgerät nutzen, aber Apps haben halt den Vorteil, das ich mich nicht einloggen muß. Gerade auch um junge Menschen zu erreichen wäre das sinnvoll.

Der große Vorteil wäre, das bei #freiburghältzusammen (#fhz) keine Daten kommerziell ausgewertet werden oder an Dritte weitergegeben oder verkauft. Das deutsche und europäische Datenschutzrecht wird wohl erfüllt. Nach dem Förderzeitraum soll der Quellcode in eine offene Lizenz überführt werden, allerdings wird über den Umfang der Veröffentlichung und die passenden Lizenzen derzeit noch beraten.

SoNaTe firmiert bereits als e.G. in Gründung (i.G.). Sobald die Gründung durch ist soll Prof. Dr. Klie als Institutsleiter von AGP Sozialforschung im FIVE e.V. mit Simon Jacobs von den IT-Strategen in Karlsruhe der neuen Genossenschaft vorstehen. Den Aufsichtsratsvorsitz hat Prof. Schindelhauer von der Universität Freiburg inne.

Sobald die Genossenschaft da sei, kann auch die Stadt oder andere regionale Körperschaften Mitglied werden. Moderiert wird der Content von SoNaTe. Richtigerweise stellen die Grünen selbst auch viele Anfragen, etwa nach der Meinungsfreiheit in einem städtisch oder kommunal betriebenen oder finanzierten sozialen Netzwerk oder auch nach der Selbstdarstellung der Stadt und ihrer Dienststellen.

Dann ist natürlich die Frage ob es Sinn macht in einer Krise ein eigenes soziales Netzwerk aufzubauen oder ob es nicht sinnvoll wäre oder ist, andere digitale Infrastruktur für Schulen oder andere Einrichtungen aufzubauen. Immerhin gibt es nun einen vorrübergehendne Projektleiter. drei Personen im Büro von Kirchbach, die neben dem Netzwerk auch das Hilfetelefon betreuen und beim DIGIT Amt ebenfalls drei Personen, die sich um Technik und Konzept kümmern. Daneben kamen noch zeitweise Personen aus anderen Ämtern hinzu und es wurde ein externes Büro beauftragt für Supportkonzeption, Videotutorials, Er- scheinungsbild und Social-Media-Werbung. Ingesamt wohl bis zu 120.000 EUR, die aus Umschichtungen des DIGIT und des Sozialdezernates und aus noch nicht verausgabten städtischen Fördermitteln des BMBF im Rahmen des Projektes SoNaTe kommen.

So sieht dann der Feed aus.

Mit Stand am 08.05., 18.50 Uhr hatte das Netzwerk 1.465 Nutzende bezogen in Freiburg, ich denke es werden langsam mehr, bei mir selbst sind es aber allerdings hauptsächlich Grüne, Senioren und Sozialarbeiter die ich kenne.

Bisher ist das ganze noch nicht so spannend, während für mich klar ist, dass ich die relevanten Infos und Neuigkeiten über twitter, zum Teil auch über Facebook und Instagram bekomme und auch auf diesen Kanälen als Person, aber auch für viele Projekte, sende, ist da halt noch nix los. Da bisher die Anwendung auch noch keine Möglichkeit eines Crosspostings bietet – daher mein nettes Instafoto wird direkt übernommen – muß man immer noch händisch beide Plattformen bespielen. Eine Öffnung der Plattform mit verschiedenen APIs ist aber angedacht und auch wohl gewünscht.

Wo nix los ist geht man nicht hin und wo man nicht hingeht ist auch nix los. Das kann sich natürlich auch ändern, aber das wird seine Zeit brauchen.

Neben meinen Fragen, lag der Verwaltung auch eine Anfrage der Grünen Stadtratsfraktion vor. Deren Antwort mir inzwischen auch vorliegt und hier am Ende des Artikel hochgeladen ist.

Ich will hier noch keine Wertung abgeben, sondern lediglich darstellen was der aktuelle Stand ist. Vielleicht ergibt sich ja daraus etwas sinnvolles, dafür müßen aber auch alle mitmachen.

Dokumente:

Warum Corona immer noch gefährlich ist

Jetzt bin ich von Beruf Rettungsassistent und kein Virologe oder Epidemiologe. Daher habe ich soviel Ahnung wie der Dachdecker von der Klempnerei. Aber so wie der Klempner weiß, dass wen er aufs Dach steigt, sich sichern sollte und vielleicht auf den Dachdecker hören, hat er vielleicht mehr Verständnis davon, als ein sagen wir mal Kulturwissenschaftler.

Zunächst mal: Wir haben Glück. Die Covid-Fälle in Freiburg und Südbaden gehen deutlich zurück.

Die Grafik von mir zeigt auch, das es auch bei einem R, das unter 1 liegt noch fast 3 Wochen dauert, bis es keine neue Infektionen mehr gibt. Dann wird es noch weitere Wochen geben, bis die letzten die Infektion überstanden haben.

Bei der Arbeit sehe ich wie gut sich Kliniken und auch der Rettungsdienst auf das Thema eingestellt haben und auch die Kontaktbeschränkungen – die wesentlich weniger streng waren als in Italien, Spanien oder Frankreich – vielleicht gewirkt haben. Wir sehen glücklicherweise in Deutschland keine Übersterblichkeit, wie etwa in der Schweiz.

Diese Übersterblichkeit betrifft vorallem alte Menschen:

Quelle: Statisik England

Auch für diejnigen die nicht daran sterben, ist Corona gefährlich:Sicherlich verlaufen etwa 80% der Infektionen, leicht, viele davon sogar erstmal ohne Symptome. Auch von denen die Symptome bekommen, die dann ins Krankenhaus müßen, dürften sich die meisten erholen.
Schwerst krank und beatmungspflichtig werden eben nicht nur alte, kranke und schwache, sondern auch gesunde Menschen (und selbst wenn: ist das Lebensunwertes Leben?).

Quelle: Economist – die meisten gestorbenen hätten noch 10 Jahre Leben vor sich.

Oder um das RKI zu zitieren: „Schwere Verläufe können auch bei Personen ohne bekannte Vorerkrankung auftreten (29) und werden auch bei jüngeren Patienten beobachtet (35)“

Wir wissen aber, dass der Virus noch ganz andere Symptome machen kann:

Auch über die Ausbreitung und welche Interaktionen gefährlich sind und welche nicht, lernen wir täglich mehr. Deshalb gilt aus meiner Sicht, immer noch: Vorsichtig bleiben.

Die Querfront ist die Herausforderung, nicht die AfD

Die Querfront und Hygiene Demos sind nicht harmlos, sie sind gefährlicher als die AfD Veranstaltungen und brauchen eine Antwort der Zivilgeselschaft.

Bild von der letzten Demo in Freiburg

Am Samstag gab es in Freiburg diverse Demos. Mandic von der AfD schaffte es, trotz drücken auf alle rhetorischen Knöpfe des rechten Lagers kaum eine Schulklasse an Anhängern zu mobilisieren. Denen stellten sich im Regen über 800 Personen entgegen.

Man hat den Eindruck, diese Afd Demos dienen mehr zum Ausleben des eigenen Na(r)zißmus als dem Versuch „das Volk“ zu erreichen. Und bei den Gegendemonstranten vielleicht auch nur um sich gegenseitig zu vergewissern, was man für tolle Antifaschisten ist.

Denn trotz Aufforderungen – wie man sie im Stil nicht anders vortragen würde, wenn man eine Satire über Nazisdemos inszenieren würde – schloß sich keiner an. Auch sonst ist die AfD ziemlich eingeschlafen in der Krise: Sie wiederspricht sich selbst und ist nur peinlich, Weidel ist wohl in der Schweiz abgetaucht und in Umfragen bricht sie ein.

Außerdem hat die AfD ihre Position mehrfach geändert. Erst für krassere Lockdowns (den es ja so nie gab, sondern nur Ausgangsbeschränkungen) und dann jetzt viel schnellere Öffnungen fordert.

Viel gefährlicher ist aus meiner Sicht was sich derzeit an Querfront, Verschwörungsphantasien und dumpfer Wut auf „die da oben“ zusammenbraut. Zum einen ist diese Wut oder das Gefühl verarscht zu werden verständlich.

Viele Menschen haben durch die Beschränkungen in der Krise wirtschaftliche Existenzängste – selbst wenn die Beschränkungen aufgehoben würden, gehen dann nicht sofort alle morgen sofort teuere Güter (Möbel, Autos, …) einkaufen. Aus Sicht des klugen Angestellten, der Angst hat Arbeitslos zu werden oder Selbstständigen der keine Aufträge hat, macht es ja Sinn das Geld erstmal zusammen zu halten.

Diese Ängste und Unsicherheiten werden in den Wochen eher zunehmen. Denn selbst wenn wir hier in Deutschland keine zweite Welle bekommen und die Beschränkungen nicht nochmal verschärft werden (müßen), dann gibt es die noch in andere Länder. Außerdem ist für viele Firmen gerade fraglich ob ihre Exportmärkte Güter aufnehmen können oder die Zulieferer gerade arbeiten. (VW hat hatte ja die Montage nicht eingestellt weil sie es mußten, sondern weil niemand Autos kaufen wollte und sie nicht wußten ob sie die Teile bekommen)

Auf der anderen Seite ist jede Regelung immer ein wenig willkürlich. Warum darf X aufmachen und Y nicht (hier kann jeder einsetzen: Kindergarten, Kneipe, Bundesliga, Möbelhaus, Kulturdings, …). Außerdem wird es immer Härten geben, die man nicht abfedern kann.

Am Samstag hatten die drei Querfrontdemos die ich teils beobachtet habe, durchaus Zulauf: 200 Personen auf dem Münsterplatz, 50 wohl auf dem Rathaushplatz und noch mal ca 40 Leute an den Ständen am Kartoffelmarkt.

Man sollte eines nicht glauben, diese Bewebung entsteht nicht „von unten“, sie wird ganz massiv von bundesweit agierenden Netzwerken und Gruppen angefeuert, die Slogans, Plakate, Zeitungen und anderes bereitsstellen. Man sollte auch nicht glauben, das es sich um „normale, besorgte Bürger“ handelt, spätestens dann nicht mehr wenn diese in das Millieu abgerutscht sind.

Hier braut sich eine gefährliche Mischung zusammen, die Demos werden weitergehen und die Schnittmenge zu AfD, Impfgegnern, Klimawandelleugnern und 5G Gegnern ist groß.

Ich hoffe die aufgeklärten und progressiven Kräfte in Freiburg (Linke, F4F, Grüne, …) schaffen es hier eine Gegenöffentlichkeit und Diskussion herzustellen.

Coronademo Samstag

Rückblick auf die Demos in Freiburg. Sie könnten die Eintrittspforte in eine Rechte oder Verschwörungstheoretische Gedankenwelt sein.

Mandic mit Demo im Regen, hinter Polizeigitter. Geniale Plakate wie „Kneipen auf“ oder den Grabstein mit dem Weinfest drauf, sind leider nicht im Bild.

Am Samstag gab es gleich mehrere Demos der Corona-Maßnahmen-Gegner. Auf dem Platz der alten Synagoge von der AfD und Mandic, maximal 30 Personen hinter viel Polizei. Für die Analyse der Reden warte ich auf Beiträge von Thomas Schopper. Auf der Gegendemo waren deutlich mehr Menschen aus dem eher linken Spektrum. Die alle mit Mundschutz.

Wenige werden der AfD und ihren Thesen folgen. Die AfD hat in der Krise mehrfach die Message gewechselt und auch sonst ja für keine Herausforderung unserer Zeit andere Antworten als „Grenzen zu“.

Die Demo war auch nicht bemerkenswerter als viele Dinge in dieser Zeit.

Außer halt so einigen Bonmonts:

Aus meiner Sicht viel gefährlicher sind anderen Demos und Gruppen die derzeit entstehen.

https://ais.badische-zeitung.de/piece/0b/0b/09/13/185272595.jpg
Quelle: Badische Zeitung / Rita Eggstein: „Impfen macht Frei“ auf dem Rathausplatz.

Da gab es zum einen die Kundgebung auf dem Rathausplatz „Friedliche Versammlung zum Erhalt der Grundrechte und unserer Freiheit“, auf der nach Aussagen mehrere Beobachter (ich war nicht da) unter anderem Reichsbürgerthesen („Deutschland ist ja noch besetzt“), mindestens geschmacklose, wenn nicht strafrechtlich relvante Schilder („Impfen macht frei“, wie „Arbeit macht frei“ im klaren Design des Eingangs des KZ Auschwitz) hochgehalten wurden. Scheinbar wurde die Demo auch von Leuten aus dem Umfeld der 5G Gegner (es hatten auch Teilnehmende einen Anti-5G Aufkleber auf dem Handy) und Impfgegner organisiert.

Auf dem Münsterplatz gab es eine sehr andere seltsame Mischung. Zum einen waren schon die Jacken deutlich bunter und die Transparente auch.

Da waren auch wieder die von Ken Jebsen inspireten Meditierenden, was bei Regen schon ziemlich blöd ist. Das Publikum waren eher Familien, eher mittelalte Leute, eine ganze Reihe auch ohne Mundschutz. Auch Leute die auf der Demo rauchten. Die Stimmung war eigentlich ganz angenehm, bis die Buhrufe als die Polizei Durchsage machte man soll sich an die Auflagen halten.

keine Demo ohne Aluhut.

Hier war man sehr bemüht sich von rechten Gedankengängen abzugrenzen, so wurde etwa als Lied von Westernhagen: „Ich bin dagegen“ und etwa nicht die Nationalhynmne abgespielt. Immer wieder betont, das man sich nicht spalten lassen wolle, auch wenn die Medien jetzt schreiben „man sei rechts“.

Update: der Bericht auf BZ online von Joachim Röderer stellt die Veranstaltung anders da. Er berichtet:

„Da wurde kritisiert, dass „Staatsschläger und Brüller“ wenige Stunden zuvor die AfD-Demo gestört hätten. Es ging gegen die „Wahrheitsmedien“ und gegen die Antifa, die als „neue SA“ bezeichnet wird. Immer wenn das Wort Impfen fiel, gab es Applaus. Es wurde für Sterbehilfe geworben und den Schutz des ungeborenen Lebens. Und immer ging es um die Grundrechte – die Corona-Maßnahmen wurden mit Geschehnissen im Jahr 1933 verglichen.“

Joachim Röderer in der Badischen Zeitung online.

Wie ich auch bemerkte er, das viele der Teilnehmer keinen Mundschutz trugen, die Polizei sich aber auf Durchsagen beschränkte und nicht einschritt, auch der Mindesabstand wurde nicht eingehalten. (Siehe auch)

Teilweise trugen die Teilnehmer „Wiederstandsbommel“ einer hatte auch einen Aluhut an. Sahen aber sonst eher aus wie Menschen die im Vauban wohnen oder bei den Grünen Mitglied sein könnten. Immer mal wieder wurde die Gefährlichkeit von Covid19 bestritten. Gerade die Pflicht Masken zu tragen, scheint viele auf die Palme zu bringen. Auch die Forderung man solle es machen, wie in Schweden, kam wieder auf.

Dann war ich noch auf dem Kartoffelmarkt, wo es Stände wohl vom Freiburger Ableger von nichtohneuns.de gab. Einige der Diskussionen konnte man mithören, da ging es viel darum, das man die Zahlen nicht glauben kann, das „R“ immer wieder anders berechnet würde, die Menschen eingschüchtert wären oder würden.

Jetzt kann man das ganze abtun, aber es bilden sich im Windschatten der Proteste (vielleicht organisieren sie die auch, weiß man ja nicht) Gruppen, bei denen nicht so klar ist wo sie dahinter stehen: Etwa IBAM, die Partei „Wiederstand2020“ oder auch die sog. „Kommunikationsstelle Demokratischer Widerstand„. Da ist nicht ganz klar wo sich das hinbewegt, sie scheinen aber alle in Richtung Querfront, Reichsbürger oder ähnlichem zu tendieren.

Bei Mandic und der AfD, wissen sicherlich 90% der Leute was es bedeutet, wenn man da mitmacht, bei diesen anderen Gruppen ist es unklar. Sie könnten aber die Eintrittspforte in eine Rechte oder Verschwörungstheoretische Gedankenwelt sein.

Klar man kann Krisenmanagement, Maßnahmen, Schulschließungen, Gedankenlosigkeit über Folgen oder den mangelnden Forschungstand kritisieren, aber dazu benötigt man keinen rechten oder Verschwörerischen Überbau.

Querfront im Breisgau

Sebatian beschreibt was er in den vergangen Tagen in seltsamen Queerfront Gruppen gelesen hat, die am kommenden Samstag in Freiburg demonstrieren wolle. Er rät von einer Teilnahme an diesen Demos ab.

Kleiner Auszug aus der Diskussion einer Telegram Gruppe

Am kommenden Samstag gibt es wohl zwei mehrere Demos gegen die Corona Beschränkungen. Um bei dem Reigen bunter oder brauner Veranstaltungen, den Überblick zu behalten, hier eine Liste mit meiner Einschätzung

  • “Wachsam bleiben – Demo für das Leben”, AfD-Kreisverband Freiburg, Platz der Alten Synagoge, 12.00 Uhr
    ??? angemeldet von Mandic
  • Dagegen: „Aufstehen gegen Rassismus“, Aufstehen gegen Rassismus Freiburg, Südlicher Teil des Platzes der Alten Synagoge – Universitätsbibiliothek, 12.00 Uhr
    ?? Gegendemo, gegen die AfD Demo.
  • „Grundgesetz“, Kommunikationsstelle Demokratischer Widerstand e. V. i. Gr., Kartoffelmarkt, 15.30 Uhr,
    ? ? Querfront, melden auch die Demos in Berlin vor der Volksbühne an
  • „Friedliche Versammlung zum Erhalt der Grundrechte und unserer Freiheit“, Privatperson, Rathausplatz, 15.30 Uhr,
    kann ich schwierig einschätzen, wenn gleiche Veranstalter wie letzte Woche, dann mindestens Rechtsoffen und Verschwörungsoffen
  • „Erhalt der deutschen Grundrechte und unserer Freiheit“, Freunde der Freiheit, Münsterplatz, 15.30 Uhr
    ? Rechts, wegen Diskussion in Telegram Gruppe
  • Die Quarantäne nicht auf unserem Rücken austragen – gegen Faschismus und Ausbeutung“, Privatperson, Bertoldstraße / Ecke Niemensstraße, 11.00 Uhr
    ?? Klingt weit Links
  • „Corona ist gefährlich. Die Wirtschaftskrise auch. Corona ist gefährlich. Die Wirtschaftskrise auch.“ Privatperson, Rotteckring, 11.00 Uhr
    wahrschinlich gegen Beschränkungen, Hintergrund unklar.
  • Dann gibt es um 16:00 Uhr noch eine Kurdendemo. 16:00. PdaS

Für alle Demos gilt als Auflage: maximal 2er Gruppe, 1,5 m Abstand, Mundschutz.


Um 12:00 auf dem Platz der alten Synagoge oder in Mandic Sprech (Analyse) nur „Platz der Synagoge“, eine Demo zu der die Freiburger AfD aufruft und wohl auch angemeldet hat. Jedem dürfte klar sein in welchem politischen Umfeld eine Demonstration, die von einem Mitglied des (angeblich aufgelösten) „Flügels“, also der Rechten in der AfD, stattfindet.
Dagegen gibt es natürlich auch eine Gegendemo. Das ist schon deshalb befremdlich, weil die AfD mehrfach ihre Position zur Krise gewechselt hat.

Auf 15:30 haben eine Gruppe Leute eine „unpolitische“ Demo gegen die Beschränkungen angekündigt. Seit einigen Tagen bin ich der Telegramm Gruppe in denen diese Demo organisiert wird. Und leider muß ich feststellen, das es sich auch hier um keine „unpolitische“ – das wäre schon logisch seltsam, sind ja alles politische Forderungen – Gruppe handelt, sondern einfach um eine weitere rechte und verschwörungstheoretische Demo, bei der fraglich ist ob sie überhaupt angemeldet wurde.

Wie kommt man darauf, dass das ebenfalls keine „besorgten Bürger“ sind, denen es nur darum geht, das ihre Kinder auf die Spielplätze gehen. Zum einen war auf der letzten „Hygienedemo“ in Freiburg schon allerhand rechtes Personal. Zum anderen werden in den beiden Vorbereitungsgruppen unwiedersprochen so ziemlich jede rechte Verschwörungstheorie, die es gibt geteilt.

Diese Aussage ziehe ich vorallem aus den Themen die in der Gruppe diskutiert werden: Reichsbürgerweisheiten (Deutschland nur eine Firma, Wormarke Polizei, Personalausweis = Wir sind Angestellte der BRD GmbH), die AfD steht für das Grundgesetz, Qanon Verschwörungen, Schlafschafe, Bill Gates, Impfzwang, „Angela Merkel Volksverräterin“, etc. …, werden diskutiert.

Kleine Anleitung wie man sich das Attest zum ohne Maske ins Geschäft gehen selber macht.

Aber auch ganz banale Sachen und praktische Hinweise werden geteilt, etwa Anleitungen wie man sich selbst ein Attest fälscht um ohne Maske in Geschäfte gehen zu können. Besonders das Thema Maskenpflicht und wie man diese umgehen kann, scheint die Leute umzutreiben. Zum einen weil sie sich unter der Maske unwohl fühlen, zum anderen auch weil die Maske als „Maulkorb“ fürs Volk ausgelegt wird. Was alleine schon empirisch sehr seltsam ist, da ich mich ja auch mit Maske unterhalten kann. Wer es nicht glaubt, sollte einfach mal die angeregten Gespräche hören die Chirurgen im OP führen.

Einschränkungen sind zum Großteil aufgehoben und wir sind noch immer eine Demokratie.

Hygienedemo oder „nichtohneuns“ in Freiburg

Eher zufällig als geplant kam ich gestern auf dem Rathausplatz in Freiburg bei einer Demo vorbei. Zunächst war mir gar nicht klar wer und für oder gegen was demonstrierte, das lag unteranderem daran, dass Menschen zwar Reden hielten, aber kein Megaphon hatten, sondern lediglich einen Alulampenschirm.

hinten: #freiburghältzusammen, rechts Plakat mit „Sag mir wo es noch Menschenrechte gibt?“ und vorne die mittelalte Frau, die empört in einen Alulampenschirm spricht.

Auch ästhetisch konnte ich die Demo nicht so recht zuordnen. Publikum waren eher ältere Menschen, so 50+, gemischt Männer und Frauen und eher so leger, ökologisch gekleidete Menschen. Keine Verkleidungen oder so.

Jetzt ist es so, das ich auch ziemliche Empörung angesichts der Tatsache empfand, dass durch die Corona Verordnungen Demonstrationen quasi überall untersagt waren (Zur Diskussion dazu, besonders ob das überhaupt Verfassungskonform ist, siehe Verfassungsblog), gleichzeitig aber die Bundesregierung defacto das Grundrecht auf Asyl ausgetzt hat, in Moira oder gewissen LEAs völlig unhaltbare Zustände herrschten, kaum in der Lage schien Kinder aufzunehmen und auch noch versuchte Seenotrettung zu stoppen. Alles Dinge die einen sicher empören und gegen die man Lust hätte oder sich in der Pflicht fühlen würde zu Demonstrieren.

Überreste der Demo auf dem Platz der Alten Synagoge

Inzwischen kann man in Baden-Württemberg aber wieder Demos anmelden und am Samstag gab es in Freiburg wohl zwei. Eine auf dem Platz der alten Synagoge, von eher linken Gruppen, auf dem sich die Teilnehmer an Abstandsregelungen hielten (zumindest waren Kreuze auf dem Boden wo man stehen sollte) und eine weitere die sich im Laufe wohl auf den Rathausplatz bewegt hatte.

Demo auf dem PdaS mit Abstand

Wohl gemerkt, das war nicht die Wirte-Demo mit den leeren Stühlen. Die Kundgebung am Rathausplatz wurde wohl von den Menschen aus diesem „nichtohneuns“ Bündnis angemeldet

Auf dem Rathaushplatz war eine seltsame Stimmung: Es war die mittelalte Frau anwesend, die immer wieder Dinge sagte, die die Menge aufstachelte. Leider konnte man sie eben nicht verstehen, wenn man weiter wegstand. Dann Menschen mit Grundgesetzen, einzelne Mitglieder der Freiburger AfD, die sich mit Antifa Jugendlichen zofften und dann von der Polizei zurecht gewiesen wurden.

Antifa Transpi: „Corona ist kein Insidejob – Gegen jeden Antisemitismus“

Übrigens die Polizei: Setzte das Demonstrationsrecht der Demo durch, vertrieb die Antifa-Gegendemo, es fand die ganze Zeit, die ich da war, keine wie auch immer geartete Repression, gegen diese Veranstaltung satt. Vielleicht sind Sprechchöre („Kein Staat, kein Gott, keine Nation“) , die man sonst auf solchen Gegendemos verwendet, eher weniger angebracht und man sollte versuchen mit den Menschen zu diskutieren.

Eines war relativ deutlich: Es wurde immer wieder gesagt man halte die Hygieneauflagen ein, zu sehen war das aber von Seiten der Teilnehmenden eher nicht. Dazu kamen dann noch recht wirre Plakate, die Teils selbstgebastelt und Teils auch profesionell hergestellt schienen.

Unter den Bäumen im schattigen Teil, gab es auch eine Meditation. Das war wohl Ergebniss eines Aufrufs von KenFM unter dem Motto „Ignorance Meditation“

Obwohl das ganze relativ wirr war, schlecht organisiert schien und auch nicht so ganz klar war, auf was die Teilnehmer wohl hinaus wollten, ist das wohl nicht ungefährlich. Denn es vermischen legitime Sorgen um Existenz und Arbeitsplatz mit bizarren Verschwörungstheorien und Nationalismus.

https://twitter.com/osuiowq_sid/status/1254156728867926016?s=20

Jetzt muß man davon ausgehen, dass diese Demo(s), die es wohl bundesweit gibt, keine spontane Graswurzelbewegung sind, sondern durch die Website von KenFM beworben und zumindest angeregt wurden.

„Hygienedemo oder „nichtohneuns“ in Freiburg“ weiterlesen