
Am Samstag vor der Bundestagswahl haben Rolf Behringer vom Verein Solare Zukunft e.V. und ich den zweiten Workshop abgehalten, in dem wir aus 20 Jahre alten Solarpanelen, die der Fesa e.V. gehört haben, neue Balkonsolargeräte gebastelt haben. Die Alt-Module stammen von Bürgersolaranlagen, welche aufgrund von Dachsanierungen abgebaut werden müssen oder aufgrund der auslaufenden EEG-Förderung nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben sind. So können PV-Module, welche eigentlich entsorgt würden, weiterhin Energie und CO2 einsparen. Unser Basteln fördert somit nicht nur die Energie und CO2-Einsparung, sondern auch die Schonung von Ressourcen durch sinnvolle Wiederverwendung sonst ungenutzter Altmodule.
Dabei stellt die Besorgung, aller benötigten Komponenten durchaus eine Schwierigkeit da. In Zeiten von Corona und verstopftem Suezkanal, gar nicht so einfach die alle zügig zusammen zu bekommen. Besonders die Beschaffung von alten Solarmodulen, ohne das wir etwas bezahlen mussten, war nur durch den Kontakt mit der Fesa möglich, die gerade eine alte Anlagen abbauen musste.
Aber auch mit denen, wäre es nicht gegangen, wenn wir nicht auch noch eine großzügige Förderung, durch die Postcodelotterie und von der Stadt Freiburg im Rahmen des Klimaquartier Waldsee, bekommen haben.
Auf die regulatorischen Hindernisse, die eine immer noch in den Weg gestellt werden, bis man ein Balkonsolargerät betreiben kann, will ich hier gar nicht eingehen. Auch bei den Sicherheitsanforderungen, die man sinnigerweise erfüllen sollte, gibt es bessere Seiten. Um den Unterschied zwischen Guriella-PV und Krawatten-Balkon-Solar besser zu verstehen, sollte man auf die Website des neuen Vereins balkon.solar schauen.
Grundsätzliches
Grundsätzliches zum Thema findet man in diesem guten Artikel von Elektor.
Wer sich einfach mal in das Thema einhören will, dem sei dieses Interview mit mir im Podcast des Solarzentrum Berlin empfohlen:
Wer ein neues Balkonsolar Gerät kaufen will, der findet diese etwa bei Volxpower oder solarpeak.de. Die haben auch tolle Halterungen für Balkon, Flachdächer oder Fassaden.
Einen sehr schönen Ratgeber, gibt es auch auf dem Blog von Energie Experten. Darin erkläre ich wie das alles geht. Es empfiehlt sich vor dem Basteln, auch dieses durchzulesen.
Aber nun zum Basteln an sich.
Auch nach 20 Jahren auf dem Dach, sind viele davon noch brauchbar und in Ordnung. Wir sortieren aber die aus, die sichtbare Beschädigungen haben, braun geworden sind. Was übrig bleibt – das sollten immer noch der Großteil sein – messen wir am besten bei Sonne durch. Gut ist zudem wenn man eine Solarpaneel findet, auf dem der Aufkleber hinten nicht vergilbt ist um die Spannung zu vergleichen. Kommt es bei Sonne daran? Liefern die alten Module gleichen Typs ähnliche Spannung? Dann kann man davon ausgehen, dass es noch funktionsfähig ist.
Dann die #Solarmodule sauber machen und durchmessen. Bringen die überhaupt noch Strom? Am besten macht man das an einem sonnigen Tag.
— BalkonSolar (@balkonsolar) September 15, 2021
Wir hatten 100 w Module, verschalten also 3 Parallel! pic.twitter.com/Xun0SMCK0f
Drei der Module verbinden wir parallel, also nicht in Reihe, damit sich die Spannung nicht addiert. Man kann es machen wie wir: Die alten MC3 Stecker abzwicken, die Kabel in einer Feuchtraumdose mit Lüsterklemmen zusammen führen und dann das ganze abdichten. Das ist sicher eine recht sparsame Variante. So würde ich das aber nicht nochmal machen und beim zweiten Workshop sind wir dann auch auf Adapter umgestiegen.
(Ganz viel Glück haben wir, wenn die Module noch gar nicht so alt sind, dann haben sie schon MC4 Stecker. MC3 Stecker sind rund, MC4 Stecker sehen irgendwie moderner aus und sind eckig).
Wir brauchen:
- SC4 Stecker zu MC3 Buchse + MC3 Stecker zu SC4 Buchse – diese um die alten Module an die neuen Verteiler anzuschließen
- MC4 Stecker Solarkabel Y Stecker Verteiler – diese um die drei alten Module dann auf den Eingang des Wechselrichters zu bringen














Du muss angemeldet sein, um einen Kommentar zu veröffentlichen.