Klorona Update

Nachdem ich meine E-Mail mit der Bitte um Überwachung des Abwassers auf Coronaviren gepostet hatte, bekam ich auch eine Antwort. Bernd Hünting, der Geschäftsführer des Abwasserzweckverband Breisgauer Bucht schreibt mir:

Diese Form des Abwassermonitorings ist allerdings ganz neu und befindet sich noch in der praktischen Entwicklung. Viele Detailfragen sind noch ungeklärt. Der Abwasserzweckverband Breisgauer Bucht beteiligt sich zum Beispiel an einem Projekt, das vom Helmholzzentrum, der TU Dresden und der DWA Bundesgeschäftsstelle (Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V.) durchgeführt wird. Im Zeitraum vom 18/10/20 bis 26/11/20 haben wir Proben des Abwasserzulaufs zur Kläranlage in Forchheim (Tagesmischprobe) und des Rohschlamms (Stichprobe) dem Helmholzzentrum für Umweltforschung in Jena zur Verfügung gestellt. Erst diese Woche sind die ersten Ergebnisse vorgelegt worden, da für die Untersuchungen der Abwasserproben auf Sars-CoV-2 Viren spezielle Chemikalien benötigt werden, die derzeit auf dem Markt nur schwer zu erhalten sind.

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Bericht aus dem Testzentrum

Seit Anfang Januar arbeite ich in einem Corona-Schnelltest-Zentrum. Was sich erstmal größer anhört, als es eigentlich ist. Untergebracht ist das Zentrum im Sportverein Kirchzarten. Da wo bis vor kurzem die Fußballmannschaft sich umzog, sitzen nun wir und streichen ab und schauen fleissig auf Schnelltests.

Während in anderen Städten und Landkreisen, wie Tübingen oder Reutlingen, es schon lange kostenlose Tests für alle gibt, war das in Freiburg und dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald nicht der Fall. Obwohl es seit Dezember in der Schreiberstraße, im ehemaligen Laden des Studierendenwerks, ein von einer Apotheke eröffnetes Schnelltestzentrum gibt und in Kirchzarten seit Januar eines.

Für kostenfreie Tests für Kontaktpersonen, Menschen mit roter Corona-Warn-App oder die Mitarbeiter von nicht-ärztlichen-Praxen fehlte die Beauftragung durch das Gesundheitsamt, das hätte die wie in anderen Landkreisen schon durchführen können. Aber trotz mehrfachem Antichambrieren passierte in Freiburg nichts. Die Möglichkeit kostenfrei zu testen, gab es erst durch eine Verordnung des Sozialministeriums. Und in Freiburg und dem Landkreis fehlte auch der Wille, der politisch Verantwortlichen, mehr zu machen als durch das Land vorgegeben wird. Erst als am Mittwoch 17.2. vom Land die Anweisung kam, für Erzieher:innen und Lehrer:innen, kostenfreie Test anzubieten kam man in die Gänge. Während in den Umlandgemeinden die Tests, meist wohl durch Arztpraxen durchgeführt werden, sollen in Freiburg sich die Mitarbeiter:innen gegenseitig testen.

Weil sich in Freiburg nichts tat, hatte sich dann spontan eine Gruppe zusammengefunden, die das Thema pushen will: Am Montag Abend 15.2. fand ich mich nach meiner ersten Schicht im Impfzentrum in Kenzingen, in einer Videokonferenz mit Freiburger „Machern“ – zumindest sieht man sich so selbst – die ein kostenloses Testangebot für Erzieher:innen und Lehrer:innen, aber auch Senior:innen unterbreiten, wollten.

Die begannen mit einer irren Geschwindigkeit, daran das auch umzusetzen, innerhalb von einer Woche wurde: Eine Räumlichkeit (Restaurant Rappen) klar gemacht, ein Testmobil aufgetrieben, ein weiteres Kfz foliert, 1000 Tests besorgt, Spendengelder eingeworben und in Zusammenarbeit mit dem Testzentrum in der Schreiberstraße auch Personal gewonnen. Das Medienecho ist enorm.

Während dessen, hatten wir vom Schnelltest Zentrum in Kirchzarten sieben mobile Teams vorbereitet, die an die Schulen und Kitas gehen um dort zu testen. Auch das geht nicht ohne viel Organisationsaufwand, dann schlagartig mussten wir deutlich mehr Personal finden, Material richten und dann auch noch schauen, dass wir das mit der IT abbilden. Natürlich kann man testen, und dann vor Ort einfach einen Zettel ausstellen ,dass die Leute negativ sind. So sind wir auch gestartet, das hat aber viele Nachteile: Spätestens beim zweiten Mal muss man eben eine Adresse nochmal schreiben, ein Zettel mit Unterschrift und Stempel ist nicht unbedingt fälschungssicher, er kann auch nicht noch mal überprüft werden und man muss natürlich leserlich schreiben.

Aber wenn die Prozesse mal laufen, dann geht es auch zügig. Gestern Abend haben wir in einem Internat in der Region 120 Schüler:innen und Lehrer:innen getestet.

Deshalb haben wir im Testzentrum eine Software Lösung über die sich die Leute im Web anmelden können und auch ihr Ergebnis abrufen. Das vermeidet Schlangen und Wartezeiten. In unserem Testzentrum in Kirchzarten wäre das vermutlich noch gar kein Problem, weil drumherum ein Sportgelände ist oder die Leute spazieren gehen können. In etwas urbaneren Bereichen, wie dem Testzentrum in Freiburg in der Schreiberstraße, wo es zum Warten nur einen Gehweg gibt, will man das sicher nicht. Auch gibt es viele Leute, die eben nicht die 20 Minuten bis zum Testergebnis warten wollen, sondern gleich weiter fahren oder Besorgungen erledigen.

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Komm an den Wahlkampfstand.online und diskutiere mit Politiker:innen!

Zusammen mit Marktbeschickern, den Parteien des demokratischen Spektrums und einem Brandenburger Start-Up hat Altstadtrat Sebastian Müller eine Corona-sichere Möglichkeit für politische Diskussionen geschaffen. Eine gute Einführung bietet der fudder.de Artikel.

Im Wahlkampf stellen sich Kandidierende und Parteimitglieder:innen an Wahlkampfstände auf den Wochenmärkten, Bürger:innen kommen vorbei, tragen ihre Anliegen, Sorgen oder Lob vor, diskutieren und nehmen Material mit um sich zu informieren. Das ist derzeit nur eingeschränkt möglich. Deshalb gibt es nun für die Samstage bis zur Landtagswahl von jeweils 17:00 – 19:00 die Möglichkeit Kandidierende an digitalen Wahlkampfständen zu treffen. Dies sind vier Termine: 20.02, 27.02, 06.03 und 13.03.2021.

Zur Karte: https://wahlkampfstand.online/

Sebastian Müller, Altstadtrat von Freiburg: “Wir wollen damit Bürger:innen eine einfache, niederschwellige und auch aufregende Möglichkeit geben sich zu informieren. Alle demokratischen Parteien machen mit und auch einige Marktbeschicker, die dann die Waren liefern. Es ist also wie auf einem richtigen Markt.”

Dieses Plakat hängt auch bald in deiner Nachbarschaft!

Der Chaos Communication Congress 2020 wurde über das gleiche technische System abgewickelt. Es handelt sich um ein experimentelles Angebot, auf technischer Basis von workadventu.re. Das junge Start-Up Mobanisto hat auf Grundlage dieser Technologie die Map erstellt. Dabei wurde der Münsterplatz in Freiburg nachempfunden, auf dem sich um den Münster die Marktstände und Parteistände versammeln. Die Map und die Webseite laufen auf Servern von Mobanisto in Deutschland, für die Videokonferenzen an den Parteiständen wird eine Jiitsi Instanz angeschaltet, die von 8×8.com betrieben wird. Die Finanzierung erfolgt über Beiträge der Parteien und Marktleute.

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Freiburger Abwasser auf Corona untersuchen

Ich habe am 4.2. an den Abwasserzweckverband Breisgauer Bucht geschrieben und gebeten unser Abwasser auf Rückstände von Coronaviren zu untersuchen. Bisher habe ich noch keine Antwort erhalten. Eine gute Einführung in das Thema bietet dieser Thread:

Sehr geehrter Herr Dipl.-Ing. Hünting, sehr geehrter Herr Dipl.-Verww. Bechtold, sehr geehter Herr Vorsitzender Neideck, sehr geehrter Herr Bürgermeister Götzmann,

ich verfolge des Geschehen um Corona intensiv, in den vergangen Tagen bin ich auf eine Reihe von Berichten gestoßen, bei denen Kläranlagen ihr Abwasser in regelmäßigen Abständen auf SARS-Cov-2 Virus untersuchen. 

Die gemessene „Virenfracht“ einer Anlage erlaube dabei Rückschlüsse auf die Anzahl der mit COVID-19 infizierten Menschen im Einzugsgebiet.nfizierte scheiden zumindest Fragmente des Coronavirus über Fäkalien aus. Abwasser könnte daher Aufschluss über die Zahl der Coronafälle in der Bevölkerung geben. Dadurch könne man auch auf unentdeckte Ausbruchsgeschen schließen bzw. diese vorhersagen. Die Belastung des Abwassers korreliere  mit der Zahl der COVID-19-Fälle im jeweiligen Einzugsgebiet.
(Siehe: https://www.aerzteblatt.de/archiv/215433/SARS-CoV-2-Coronaviren-im-Abwasser-als-moegliches-Fruehwarnsystem / https://www.medical-tribune.de/medizin-und-forschung/artikel/abwasser-als-corona-fruehwarnsystem/)

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No Disco, No Dance, No Money

Dass die Querdenken-Bewegung ein Problem mit Spenden bzw. „Schenkungen“ hat, ist nicht erst seit den Recherchen von Jan Böhermanns „ZDF Magazin Royale“ und netzpolitik.org bekannt.

Explizit bitte ich euch, diesen Thread durchlesen. Er ist sehr spannend.

Ein Gastbeitrag von Marlon Wendel.

Ähnlich undurchsichtig wie die Finanzen von „Querdenken“ sind auch die Strukturen innerhalb der Bewegung. Sie besteht eigentlich aus vielen lokalen Gruppen, die eigenständig agieren sollen. In Freiburger gibt es dieser Gruppen zwei. Die ältere „Querdenken761“ Telegram-Gruppe sowie getrennt davon die „FreiSeinFreiburg“-Telegram-Gruppe. Personell bestehen viele Überschneidungen, jedoch sind schon des Öfteren gegenseitige Distanzierungen aufgefallen, womit nicht ganz klar ist, wer konkret unter welchem Telegramm Usernamen (mit-)läuft.

Nun hat also auch die Freiburger Querdenken-Szene ihren waschechten Spendenskandal. In Freiburg sollen seit November Spendengelder in obskuren privaten Kassen eines gewissen „Ron F.“ landen. Dieser betreibe zwei Billardhallen in Freiburg, wie es verschiedene, interne Nachrichten nahelegen.

F., welcher die Spenden wohl bekommt, soll zwar noch Zugriff auf das Spendenkonto sowie die Administration der Homepage haben, jedoch ansonsten längst keine aktive Rolle mehr spielen und lange nicht gesehen worden sein. Außerdem soll F. sämtliche seit November stattfindende Aktionen der Coronaleugner auf der Querdenken761-Homepage veröffentlicht haben, obwohl diese dezidiert nicht unter jenem Label liefen. In der Telegramm-Gruppe „Querdenken761“ löscht vermutlich Ron F. die Nachfragen, wo das gespendete oder „geschenkte“ Geld geblieben sei. Erwischt und aus der Querdenken761 rausgeflogen, hat es dabei auch Juliane P., eine der bekannteren Freiburger Gesichter der Szene, die auch als Anmelderin von Demonstrationen immer wieder in Erscheinung trat.

Für Updates bitte den Thread von @analystiker_in durchlesen, er ist sehr erhellend.

No Disco, No Dance

Am Samstag war die „Disco Demo“ der Coronarebellen, angemeldet von Juliane P. in Weingarten. Dazu gab es eine Gegendemo. Wobei es bei beiden Veranstaltungen nicht klar, war ob nicht einfach auch viele Personen aus Weingarten einfach zugeschaut haben, weil Samstags Abends ja nix mehr los ist und so wenigstens ein Spektakel mit bunten Lichtern und Musikähnlichen Klängen geboten wurde. Das bemerkte man recht anschaulich daran, dass der erhoffte, breite Jubel des Publikums ausblieb, als zum Autokorso am kommenden Dienstag aufgerufen wurde. Da haben nur die, die eh kommen gejubelt und in „den hinteren Reihen“ blieb es doch still.

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CCC Freiburg hat 150 PCs an Bedürftige weitergegeben

In den vergangenen zwei Wochen haben hauptsächlich Privatpersonen über 150 Geräte: PCs, Laptops, Tablets, aber auch Drucker und Zubehör beim Chaos Computer Club in Freiburg abgegeben. Über 100 Geräte wurden direkt an Bedürftige in Freiburg weitergegeben, 40 Geräte gehen zur Weitergabe an den Verein Schwere(s)los e.V., der auch weiterhin Spenden von Hardware annimmt. Wenige Dutzend der gespendeten Geräte waren noch für Computerarchälogen geignet. Sprich so alt, das man sie nicht mehr weitergeben kann.

Die über 150 Computer wurden entgegengenommen, getestet und wenn es sich lohnte aufbereitet. Dabei haben Aktive des Clubs die Festplatten gelöscht und die Geräte mit einem neuen Betriebssystem versehen. Häufig wurde auch die Festplatte durch eine SSD getauscht. Daneben versahen die Mitglieder einzelne Geräte auch mit einer Webcam, Kabeln, Tastaturen oder anderem für den Betrieb notwendigen Zubehör. Das bedeutet pro Gerät ca. 1h Arbeitszeit. Das alles ehrenamtlich und bei Zubehör wurde dies aus eigener Tasche finanziert.

Dabei war es erschütternd, zu sehen in wievielen „Einzelfällen“ eine ausreichende Versorgung mit Endgeräten  an Schulleitungen, Schulämtern und anderen Leistungsträgern aus meist  selbst geschaffenen Bürokratischen Hürden über Monate scheitert. Alle Bedürftigen mit denen wir Kontakt hatten und die uns häufig von sich aus ihre Geschichte erzählt haben, waren in irgendeiner Form an Träger der sozialen Arbeit oder Schulen angebunden. Hier scheiterte die Teilhabe oft an bürokratischen Hürden. Digitale Teilhabe ist halt mehr als schöne Instagram Bilder zu posten.

Bericht in der Badischen Zeitung

Coronaleuger Autokorsos: Verstöße und Bedrohungen konsequent melden!

Mich erreichen immer wieder Berichte über Gefährdungssituationen durch die Autokorsos der Coronaleugner. Dieser bestand letzten Dienstag aus 102 Autos, also nicht mehr nur aus 20 Kfz wie noch im Januar und war schon alleine deshalb deutlich gefährlicher und unübersichtlicher.

Wer akut während des Autokorsos bedroht wird oder Verkehrsgefährdendes Verhalten bemerkt, sollte dies sofort über den Polizeinotruf 110 melden!

Wer sich über Lärmbelästigung, generelle Gefahren, Verkehrsbehinderungen oder anderes im Nachgang beschweren will, der sollte sich direkt an die Versammlungsbehörde wenden, die dann mit Auflagen, etwa einer Begrenzung der Teilnehmend kann:
polizei-und-gewerbebehoerde@stadt.freiburg.de, man kann auch telefonisch: 0761/201–4873 bei der Versammlungsbehörde vorstellig werden oder – ja das gibt es noch -der per Fax ?: 0761/201-4893.

Ist das „Denunziation“? Nein. Eine Denunziation ist eine Anzeige aus persönlichen, niederen Beweggründen, mit möglicherweise falschen Behauptungen und in der Regel auch anonym. Die Information der Polizei wenn man gerade bedroht wird, weil etwa ein Auto auf einen zugefahren ist oder man mit Pfefferspray angegriffen wurde ist keine Denunziation. Die Wikipedia führt dazu aus: „Im ethischen Sinn wird allgemein von Denunziation gesprochen, wenn in einem nicht freiheitlichen System Menschen auf aggressive Weise bei staatlichen Vollzugsbehörden angeschuldigt werden, obwohl dem Anzeigenden klar sein muss, dass er sie damit der Gefahr der politisch motivierten Verfolgung aussetzt“. Auch eine Straftat den Behörden anzuzeigen ist eben keine Denunziation, sondern bei schweren Straftaten sogar Pflicht jeder Person.

Grundsätzlich empfiehlt es sich auf für die spätere Auswertung möglichst viele Bilder und Filmaufnahmen zu machen. Vor einer Anzeige bei der Polizei, kann man auch gerne selbst ein Gedächtnisprotokoll anfertigen, am besten noch am gleichen Tag. Anzeigen können auch online gestellet werden.

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102 Autos im Autokorso, Gegendemonstranten bedroht, Verkehrschaos in Freiburg

Wir haben es zweimal gezählt bei der Abfahrt des Autokorsos der Querdenker im Mösle. Nachdem sich die Mitfahrenden sammelten, erstmal ca. 30 min. eine Kundgebung abhielten, zogen 102 Autos an uns vorbei. Darunter war alles was man sich an Fahrzeugen vorstellen kann, vom Fiat 500 des Enoteca Breisach, über etwas angeschrammelte Lieferwägen bis hin zum Oberklasse SUV. Ein weißer Lieferwagen, der wohl aus dem Umfeld der Schopfheimer Coronaleugner Szene stammt, hatte auch eine Art Gerüst mit Fahnen hinter sich herzog. Akkustisch hatte das ganze was aus Jahrmarktrummel und schlechter Volksmusik.

Die Polizei zählt 97 Fahrzeuge mit 130 Teilnehmenden, sie zählte für die angemekdete Gegenkundgebung am etwa 20 Personen samt Redebeiträgen, „die insgesamt störungsfrei verlief„. Im Bereich der Heimatstraße sowie im Bereich der Haltestelle „Alte Messe“ hatten wohl Personen mehrere Mülltonnen auf der Straße gestellt. Die Pressemitteilung bemerkt auch „Im Bereich der Schwabentorbrücke kam es gegen 19:00 Uhr durch etwa 20 Fahrradfahrer zu kurzen Behinderungen des Autokorsos. Gegen 19:30 Uhr teilte ein Fahrradfahrer den Einsatzkräften mit, dass er aus einem Fahrzeug des Autokorsos mit einer Aluminium-Latte geschlagen worden sei. Die Insassen des Fahrzeugs konnten in der Folge festgestellt werden“. Außerdem wurde wohl mit einem Ei auf ein Fahrzeug geworfen.

Mir liegen auch Beschwerden vor, dass die Querdenker wohl auch die Weiterfahrt eines Rettungswagen mit Sondersignal behinderten, indem sie einfach keine Rettungsgasse bildeten. Obwohl dies an der betreffenden Stelle möglich gewesen wäre. Es wurde auch eine Person im Rollstuhl beleidigt.

Eine Zuschrift an dieses Blog fasst es gut zusammen: „Das Demonstrationsmodell beinhaltet deutliche Gefahren für Unbeteiligte. An Ampeln herrschte Chaos, weil für Passanten der Demonstrationszug als solcher nicht erkennbar war, auch weil er sich teilweise mit dem fließenden Verkehr vermischte, die Demonstrationsteilnehmer aber rote Ampeln missachteten. Die Polizei hatte den Verkehr bei der gestrigen Veranstaltung nicht im Griff. (…) Auffällig war das aggressive Verhalten der Teilnehmer. Die Angst, dass einer der Teilnehmer durchdreht und sein Fahrzeug als Waffe einsetzt war ständig vorhanden.“

Der Badische Zeitungs Artikel ist sehr zurückhaltend was die Gefahren betrifft. Mich erreichen auch Zuschriften von Familien entlang der Schwarzwaldstraße: „Die Kinder schlafen nicht ein, es ist laut, es ist spät, und es dauert gefühlt ewig. Wir haben uns bisher bei Polizei und Amt für öffentliche Ordnung gemeldet, aber die können nichts machen.“

Ich habe bisher noch – für mich – keine befriedigende Antwort gefunden auf die Fragen die ich mir seit einigen Wochen stelle: „Ich habe ja bereits auf diesem Blog geschrieben, warum das mit den Autokorsos relativ gefährlich ist und Gegenprotest dazu schwierig. In Zukunft wird die Herausforderung sein, den Gegenprotest so durchzuführen das er:

  • Legal ist und nicht von der Polizei geräumt werden kann
  • die Durchführung des Autokorso erschwert
  • die Teilnehmer des Gegenprotests nicht gefährdet
  • keinen Anlass zu Polizeikessel und Personalienfeststellung liefert
  • Deutlich macht, dass die Mehrheit nicht mit den Coronaleugnern sympathisiert
  • Keine Sympathie mit den Coronaleugnern erzeugt.“

Was aus meiner Sicht nicht hilft, ist das man sagt „Die Polizei macht ja nix und deshalb zeige ich nix an und rufe nicht die 110“. Und sich dann zu beschwehren, dass die Polizei nichts tut.

Diskussion bei der Corona Wahnwache

Bei der letzten Corona Wahnwichtel Wahnwache gab es von Malte K, die Aufforderung bzw. Provokation zu diskutieren. Ich habe das getan. Dabei ging es um sehr unterschiedliche und auch wirre Themen.

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