No Disco, No Dance, No Money

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Dass die Querdenken-Bewegung ein Problem mit Spenden bzw. „Schenkungen“ hat, ist nicht erst seit den Recherchen von Jan Böhermanns „ZDF Magazin Royale“ und netzpolitik.org bekannt.

Explizit bitte ich euch, diesen Thread durchlesen. Er ist sehr spannend.

Ein Gastbeitrag von Marlon Wendel.

Ähnlich undurchsichtig wie die Finanzen von „Querdenken“ sind auch die Strukturen innerhalb der Bewegung. Sie besteht eigentlich aus vielen lokalen Gruppen, die eigenständig agieren sollen. In Freiburger gibt es dieser Gruppen zwei. Die ältere „Querdenken761“ Telegram-Gruppe sowie getrennt davon die „FreiSeinFreiburg“-Telegram-Gruppe. Personell bestehen viele Überschneidungen, jedoch sind schon des Öfteren gegenseitige Distanzierungen aufgefallen, womit nicht ganz klar ist, wer konkret unter welchem Telegramm Usernamen (mit-)läuft.

Nun hat also auch die Freiburger Querdenken-Szene ihren waschechten Spendenskandal. In Freiburg sollen seit November Spendengelder in obskuren privaten Kassen eines gewissen „Ron F.“ landen. Dieser betreibe zwei Billardhallen in Freiburg, wie es verschiedene, interne Nachrichten nahelegen.

F., welcher die Spenden wohl bekommt, soll zwar noch Zugriff auf das Spendenkonto sowie die Administration der Homepage haben, jedoch ansonsten längst keine aktive Rolle mehr spielen und lange nicht gesehen worden sein. Außerdem soll F. sämtliche seit November stattfindende Aktionen der Coronaleugner auf der Querdenken761-Homepage veröffentlicht haben, obwohl diese dezidiert nicht unter jenem Label liefen. In der Telegramm-Gruppe „Querdenken761“ löscht vermutlich Ron F. die Nachfragen, wo das gespendete oder „geschenkte“ Geld geblieben sei. Erwischt und aus der Querdenken761 rausgeflogen, hat es dabei auch Juliane P., eine der bekannteren Freiburger Gesichter der Szene, die auch als Anmelderin von Demonstrationen immer wieder in Erscheinung trat.

Für Updates bitte den Thread von @analystiker_in durchlesen, er ist sehr erhellend.

No Disco, No Dance

Am Samstag war die „Disco Demo“ der Coronarebellen, angemeldet von Juliane P. in Weingarten. Dazu gab es eine Gegendemo. Wobei es bei beiden Veranstaltungen nicht klar, war ob nicht einfach auch viele Personen aus Weingarten einfach zugeschaut haben, weil Samstags Abends ja nix mehr los ist und so wenigstens ein Spektakel mit bunten Lichtern und Musikähnlichen Klängen geboten wurde. Das bemerkte man recht anschaulich daran, dass der erhoffte, breite Jubel des Publikums ausblieb, als zum Autokorso am kommenden Dienstag aufgerufen wurde. Da haben nur die, die eh kommen gejubelt und in „den hinteren Reihen“ blieb es doch still.

Natürlich waren da keine Rechten, außer dem Herrn mit seiner „sieht fast aus wie ein Hakenkreuz-Fahne-LED“ und dem Schriftzug „Heil Impfung“ oder AfD Mitgliedern und Landtagskandidaten. Bis 21:30 wurde schlechte Musik abgespielt und damit Weingarten beschallt. Das Pflegeheim am einen Ende des Platzes hat übrigens gerade Unterstützung von der Bundeswehr fürs Schnelltesten am Eingang.

Auch sonst zeigten sich die Coronaleugner in alter Form. Ein Fotograf von RDL wurde wohl als Faschischt beschmpft, Juliane P. hat ihn auch bedroht und anwesende AfD Mitglieder zeigten sich von ihrer üblichen Seite.

Für die Gegendemo gab es eine Teilnahmebescheinigung:


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