AfD Sonntagszeitung

Der Sonntag in Freiburg, mit Werbeblättchen von Mediamarkt, LIDL, real, AfD und Aldi

Dieser Artikel wurde 8.12. 12:00 aktualisiert.

Am Sonntag morgen haben Freiburger*innen in der ganzen Stadt eine Beilage der AfD Gruppe im Gemeinderat in ihrer Sonntagszeitung. Auf twitter habe ich die Beilage inhaltlich kommentiert und Daniel Laufer hat nochmal das Wissen der Badischen Zeitung über Drubavko Mandic (der auch schon mal Anwalt in einem Prozeß gegen mich war, der mit einem Vergleich endete, weil ich einen tweet eingebetet hatte, auf dem man sieht wie er eine Journalistin schlägt) zusammengefasst.

Zu Dubravko Mandic reicht es den Wikipedia Artikl durchzulesen um dessen rechte Gesinnung eindrücklich demonstriert zu bekommen. Oder auch zu wissen, dass die Aussagen: „Mandic du Nazi, verpiss dich“, als Meinungsäußerung durch geht. Danben wird gegen ihn wegen unterschiedlicher Körperverletzungsvorwürfe ermittelt und verhandelt. Auf Facebook nennt er sich „Obernazi“.

Diese Beilage dürfte mit Fraktionsgeldern bezahlt worden sein, so wie die Fraktionszeitungen anderer Fraktionen. Der AfD Gruppe stehen monatlich ein Sockelbetrag 325,00 EUR und der Pro-Kopf- Betrag 250,00 EUR zu Verfügung. Das sind 9.900 EUR im Jahr. Damit sind sie schon schlechter gestellt als eine Fraktion mit drei Mitgliedern die als Sockelbetrag bereits 1500 EUR im Monat bekommt.

Dieses Geld darf verwendet werden für:

„Aufwendungen für informierende Öffentlichkeitsarbeit. Sie sind nur zuschuss- fähig, soweit sie den kommunalpolitischen Aufgabenbereich der Fraktion, Gruppierung oder des fraktionslosen Gemeinderatsmitglieds betreffen. Eine teilweise oder vollständige Finanzierung von Publikationen, die nicht von der Fraktion, Gruppierung oder dem fraktionslosen Gemeinderatsmitglied herausgegeben werden oder die Themen zum Inhalt haben, die nicht zum Aufgabenbereich des Gemeinderats gehören, ist unzulässig. (…) Nicht verwendete Budgetmittel können einmalig bis zu 10 % der Jahresbudgets nach den § 2 und § 3 der Satzung in das folgende Jahr übertragen werden“

Satzung über die Finanzierung des Aufwands der Fraktionen, Gruppierungen und fraktionslosen Mitglieder des Gemeinderates der Stadt Freiburg

Wenn das Heftchen an alle Freiburger Haushalte ging, die der Sonntag erreicht, dann wären das 129.250 Exemplare, bei 20g würde alleine die Verteilung bereits 9.823 EUR kosten. Schätzungen für das Layout 1.000-2.000 Euro, Druck 6.000-10.000 Euro. Könnten sie allerdings auch bei sympathischen Druckern und Layoutern billiger bekommen haben. Die Bilder scheinen hauptsächlich Adobe Stock und Herr AfD Stadtrat Dr. Huber gemacht zu haben. Insgesammt sind die 15.000 bereits sehr günstig geschätzt, was dann heißt, das sie sicher noch zusätzliches Geld dazu genommen haben. Dazu würde auch der Spendenaufruf (nicht abzugsfähig) an die Fraktion passen, der im 12 Seitigen Heft (6 Doppelseiten) zu finden ist.

Zum Umgang mit diesem Blättchen will ich einfach Rudi Raschke zitieren:

Inhalte

Ich verweise in diesem Zusammenhang auf mein Twitter:

Befremdlich wirkt die Erklärung des Verlags der Badischen Zeitung – verlinkung weiter unten im tweet – weil er erklärt „ehrverletzende und rasistische Inhalte“ würde er nicht als Werbung zulassen. Allerdings muß man sich schon fragen, ob nicht etwa der normale Vorgang des Aussuchens eines Wahlvorschlags nach Gemeindeordnung durch die Grünen, als „Mauschelei“ oder „agekartetes Spiel“ zu bezeichnen nicht gegnüber Grüner Gemeinderatsfraktion und der Kandidation, ehrverletzend ist.

Daneben tut die AfD etwa so, das weil Geld für Flüchtlingshilfe ausgegeben wird, kein Geld für die Sanierung von Spielplätzen vorhanden sei. Auch bei der Bezeichung „Migrantenstadl“ könnte man durchaus fragen, ob das nicht schon rassistisch ist.

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Fragwürdiges CO2-Masken-Messen mit Juliane Prentice

Juliane Prentice, Anmeldering von Querdenken Demos hier in der Region, hat eine neue Aktion: „Messung der CO2-Konzentration hinter der Maske.

Mitgeliefert wird im Flyer auch gleich die Begründung: „die Kinder durch längeres Tragen der Maske die Gefahr einer erhöhten Kohlendioxid-Belastung bestehen. Das Atmen fällt schwerer, Einschränkungen der Lernleistung und Konzentrationsmängel sind zu befürchten“ (Zitat aus dem Flyer). „Die Untersuchung erfolgt unter der Fragestellung, ob die CO2-Gefahren real höher sind als eine eventuell denkbare Corona-Infektion.

Spannend ist wer an dieser Meßung alles beteiligt sein soll. Wenn man die Namen recherchiert, dann hat man quasi so eine Art Who-is-Who der wissenschaftlich angehauchten „Masken sind gefährlich“ Leute:

  • Helmut Traindl, viel bereits im Frühjahr auf als er Videos mit einem Raumluftmeßgerät postete, die zeigen sollten, das sich unter der Maske CO2 ansammelt. Debunkt bei Correctiv.
  • Prof. Stefan Hockertz, erklärte im Frühjahr, dass eine zweite Corona Welle eher unwahrscheinlich sei und sowieso Corona nicht gefährlicher als Grippe
  • MWGFD eV – Mediziner und Wissenschaftler für Gesundheit, Freiheit und Demokratie e.V.: „Ein illustrer Verein zwischen politischer Opposition, Medizinkritik und Pseudowissenschaft“, nennt ihn Joseph Kuhn auf scienceblogs.de. Der Verein ist aktiv in der Vermittlung von Attesten zur Umgehung der Maskenpflicht, sagt Correctiv. Der Artikel von Correctiv ist auch wegen der Vernetzung innerhalb der Corona-Leugner-Szene spannend zu lesen. Auch Psiram beleuchtet das Wirken des Vereins.
Mal an den CO2 Sensor pusten, kein Problem der Autor hat genug davon. Da die Ausatemluft etwa 4% CO2 enthält, geht dann der Wert, der der Sensor mißt hoch.

Und nein: „Mund-Nasen-Schutz führt nicht zu erhöhtem Einatmen von CO2“, sagt etwa das Bundesumweltamt und führt aus: „Weil die Masken eng am Gesicht anliegen, ist das Luftvolumen unter den Masken generell sehr klein, höchstens 10 Milliliter (ml). Daher können sich hier gar keine großen Mengen Kohlendioxid ansammeln. (…) Eine Ansammlung von Kohlendioxid unter der Maske kann außerdem nicht stattfinden, weil die Dichtigkeit der Masken zu gering ist.Ebenso dazu auf Correctiv. Nochmal auf Correctiv. Und generell scheinen Raumluftmeßgeräte gar nicht geignet zu sein, hier nachzumessen.

Wenn man sich den Sensor unter die Maske steckt, geht der CO2 Wert hoch. Und dann beim Einatment wieder runter. Kann man leicht selber basteln.

Würde man etwa versuchen zu meßen ob der CO2-Gehalt im Blut durch Tragen einer Maske steigt, oder ob maskentragende Kinder weniger leistungsfähig sind – was ja durchaus sein kann, weil etwas mehr Atemanstrengung erforderlich ist um den Widerstand der Maske zu überwinden – dann hätte das vielleicht noch eine Mehrwert. Dafür müßte man dann aber die Maske wahrscheinlich länger als 15 min tragen, dabei körperliche Anstrengung verrichten, Blutgase bestimmen oder zumindest den Spo2 Wert, …

Stopp the Schwurbel: Mo 18:00 Platz der alten Synagoge

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Auch am kommenden Montag 18:00 werden wir uns auf dem Platz der alten Synagoge treffen und gegen die „Wahnwache“ der Coronarebellen protestieren. Das Motto bleibt: Stopp the Schwurbel!

Unsere Kundgebungen zeigen Wirkung: Die Wahnwache wird immer kleiner. Daher rufe ich euch auf, wie immer mit Maske, Abstand und Anstand zu demonstrieren. Wer sich als Ordner zur Verfügung stellen will, der melde sich gerne bei mir.

Bericht von Radio Dreyeckland zur Demo am letzten Montag.

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ÖPNV Daten visualisieren, ein Gewinner des MobiDataBW Hackaton

Wie gut wäre es, wenn man wüßte wie voll die nächste S-Bahn wäre? Wenn man das im Vorraus wüßte, also eine Prognosemodell hätte, dann könnte man auch den Menschen bessere Routing Empfehlungen geben, als S-Bahn Anbieter. Um soetwas auszuprobieren, hatten wir die Daten aus der VVS App. Die VVS App loggt mit wenn jemand eine Suchanfrage eingibt.

noch gibt es keine Anzeige, wie voll die Bahnen sind.

Aus diesem Datensatz kann man dann darauf schließen, wann wieviele Menschen an einen bestimmten Ort fahren wollen. Natürlich nur, wenn die vorher in der App suchen, also etwa Pendler die sowieso jeden morgen die gleiche Strecke fahren, findet man darin nicht. Aber für diese könnte man andere Datenquellen nutzen, etwa Auslastungsdaten von Personenzählanlagen oder einen Studenten mit Handzähler oder Daten aus den WLAN Routern, die in Straßenbahnen verbaut sind oder eben Daten aus einem PaxCounter.

Wenn ich aber weiß, wieviele Leute über den Tag in der Bahn sitzen und sogar eine aktuelle Prognose erstellen kann, dann hat das für den Kunden und das Verkehrsunternehmen viele praktische Anwendungen: Der Kunde, weiß etwa wann es voll ist und kann sich entscheiden eine Route oder Bahn zu nehmen, die nicht so voll ist. Das Verkehrsunternehmen kann etwa angepasstere Fahrzeuge verwenden, ein zusätzliches Fahrzeug schicken oder auch in der App populäre Ziele oder Verbinungen zur Schnellauswahl angeben oder auch auf der Haltestelle schon häufig gesuchte Ziele auf einem Plakat oder Schild anbieten.

Mit den Visualisierungstools könnte man auch weitere Daten sichtbar machen: Etwa die Verbindungsdaten aus dem Nextbike Fahrradverleih, andere Verkehrsdaten oder einfach auch nur andere Beziehungen, bei denen sich unterschiedliche Mengen an Personen zwischen zwei Punkten bewegen.

Für die Suchanfragen aus der VVS App haben die cleveren Menschen von Isarsoft, die Visualisierung oben errechnet. Man kann sie auch detailiert unter https://mobidata-bw.isarsoft.com/ anschauen. Hier gibt es nur einen Screenshot. Die blauen Linien sind die S-Bahnen, die Gebirge die Haltestellen.

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Hard Core Corona Meltdown

Auch diesen Samstag gab es – trotz Absage der angemeldeten Demo – eine „Spontankundgebung“ der Corona Rebellen.

Als Anmelderin fungierte Juliane P, die schon das Public Viewing des Reichstagssturms angemeldet hatte.

Ca 30 Personen saßen auf dem Platz der alten Synagoge, Juliane P machte sich nicht mal mehr die Mühe eines eigenen Meinungsbeitrages, sondern ließ einfach eine aufgezeichnete Rede des Verschwörungstheoretikers und Ken Jebsen laufen. Das ganze war ein trauriges Bild: 30 Menschen sitzen auf dem Platz der alten Synagoge, darum herum viel Polizei, Demobeobachtende. Von außen war kaum sichtbar um was es geht, ältere Menschen bei denen die Polizei steht, ältere Menschen die Polizisten beschimpfen oder die Super Schweden, die auch noch kamen um Musik zu machen, was aber unterbunden wurde. Dabei war vorallem der harte Kern der Freiburger Szene.

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15 CO2 Ampeln für das Droste Hülshoff Gymnasium gesponsert von “Techies vs Corona” und dem Klimaschutz Verein

Schülerinnen und Schüler des Naturwissenschaft und Technik (NwT) Kurses der 10. Klasse Droste-Hülshoff Gymnasiums bastelten am Donnerstag CO2 Ampeln. 

“Mit den Ampeln ist es möglich zu messen wie viel CO2 in der Luft eines Klassenzimmers oder eines anderen Raums vorhanden ist und ab einer bestimmten Konzentration einen Hinweis auf das Lüften zu geben.”, erläutert Lehrer Schreier. “Die Schulen sind vom Kultusministerium gehalten alle 20 min zu lüften. Aber wie lange soll man lüften? Bis alle frieren oder bis die Raumluft erneuert wurde? Das können wir jetzt bestimmen”

CO2 ist ein gutes Maß für die Konzentration von Aerosolen, die neben Tröpfchen, als dem direkten Anhusten, für die Übertragung von SARS-COV2 verantwortlich sein können. 

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Die Toten mahnen – Aufruf zur Mahnwache Mo 18:00 Platz der alten Synagoge

Die Toten mahnen – Aufruf zur Mahnwache Mo 18:00 Platz der alten Synagoge

In Freiburg sind – stand heute – 87 Menschen mit und an Corona gestorben. Wir werden uns am kommenden Montag 30.11.2020 um 18:00 auf dem Platz der alten Synagoge versammeln und für jeden Toten eine Kerze aufstellen.

“Ich rufe die Teilnehmenden dazu auf Kerzen und Lampions im Abstand von zwei Metern aufzustellen.”, so Altstadtrat Sebastian Müller, der die Demonstration angemeldet hat.

Die Aktion findet auch deshalb statt, weil jeden Montag um 18:00 die “Coronarebellen” von Querdenken761 eine Art “Wahnwache” veranstalten auf der sie mit Grablichtern herumlaufen, christliche Wiederstandslieder singen und zum Teil keine Maske tragen.

“Spätestens seit dem Angriff auf den Bioladen im Vauban, der Unterstützung für den geplanten Reichstagssturm und diverser anderer aggressiver Aktionen, sollte jedem klar sein wie problematisch diese Bewegung, auch in Freiburg ist. Sie ist wissenschaftsfeindlich, mindestens rechtsoffen und spielt die Gefahren einer gefährlichen Infektionskrankheit herunter.”, so Müller.

Für die Veranstaltung gilt wie immer Maskenpflicht und ein Abstandsgebot von 1,5 Metern zwischen Personen aus unterschiedlichen Haushalten.

Ampel Beispiel mit Gehäuse und Blöcken

Weil mich immer mal wieder Menschen nach einem Beispiel für Code und Installation der CO2 Ampel mit dem Octopus und SCD30 Sensor fragen, hier mal als Inspiration ein Beispielprojekt:

Hier die Ansicht auf der vom Ocotopus aufgemachten Acesspoint:

Da dieser Code sehr einfach mit den Blöcken zusammen gestellt werden kann, verzeichte ich darauf diesen hochzuladen.