Keine Diskussion um Homoehe? Nur in der CDU

In der Debatte um die Öffnung der Ehe für zwei gleichgeschlechtliche Personen wird von Seiten einiger CDU Abgeordneter argumentiert, dass eine solche gewichtige Änderung der Rechtslage nicht ohne lange Diskussion beschlossen werden sollte. Nun hätte das Aufsetzen auf die Tagesordnung innerhalb von nur einer Woche die Menschen quasi völlig überrumpelt. Das ist schlicht nicht Nachvollziehbar: Die Drucksache, die der Bundestag beschlossen hat, wurde dem Bundestag vom Bundesrat am 11.11.2015 zugeleitet (1 Jahr 9 Monate).

Der Bundesrat hat diesen Gesetzesentwurf bereits am 22. März 2013 beschlossen und im Bundestag eingebracht, BR-Drucksache 193/13 (mehr als 4 Jahre).

Die Linksfraktion hatte bereits am 23.10.2013 ein solches Gesetz in den Bundestag eingebracht. BT Drucksache 18/8 (auch mehr als 4 Jahre).

Als das Lebenspartnerschaftsgesetz vom 16. Februar 2001 beschlossen wurde, gab es die Diskussion um die Homeehe auch schon und nach jeder der zahlreichen Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zu diesem Thema, weil die weitgehende Gleichstellung von Lebenspartnerschaft und Ehe erfolgte ja immer weil Menschen vor dem Bundesverfassungsgericht klagten und dieses diese als diskriminierend ansah, gab es auch immer wieder solche Diskussionen.

„Keine Diskussion um Homoehe? Nur in der CDU“ weiterlesen

Feinstaubsensorbastelworkshop in der Grünenbundesgeschäfstsstelle

 

Am Wochende war Hackaton bei den Grünen. Ich war mit Plakatkarte.de zu Besuch – wir arbeiten an einer eingegrünten Version – habe aber auch einen kleinen Feinstaubbastelworkshop gemacht.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Dabei war auch der Grüne Bundesgeschäftsführer, Bundestagskandidaten und diverse Grünen Mitglieder. Wir haben 10 Sensoren gebastelt.

Bald wird es also außen an der Grünen Bundesgeschäftstelle einen Sensor geben und neun weitere Sensoren in ganz Deutschland an Grünen Geschäftstellen.

Ich habe einen kleinen Vortrag gehalten, die PDF dazu findet sich hier: Feinstaubsensor (PDF). Allgemeine Hinweise zum Basteln gibt es hier.

So ein Hackaton ist natürlich cool.

Und neben dem Feinstaubsensor haben die Grünen Hacker auch ander geile Projekte gemacht:

Sozusagen ein Slack nur für die Grünen, eine App für den Haustürwahlkampf, eine App für den Haustierwahlkampf, Chattools, …

Alles ziemlich cool. Und nein die Grünen sind nicht irgendwelche verbissen Leute die allen alles verbieten wollen (wie die CDU) sondern da überlegt man sich genau was sinnvoll ist und wie es sinnvoll sein könnte.

1. Sensorbasteln ein voller Erfolg

Freiburgs erstes Feinstaubsensor basteln war ein voller Erfolg. Nicht nur das über 30 Leute da waren, weit mehr als wir Material hatten, die Teilnehmer waren bunt gemischt: Die jüngsten beiden waren geschätzt acht Jahre alt, die älteste Teilnehmerinn 76 Jahre!.

Wir haben gemeinsam mindestens 15 Sensoren gebastelt. Und ich habe alle SDS011 (das ist der eigentliche Feinstaubssensor), der noch eine ESP8266 Platine braucht, unter die Leute gebracht.

 

Frank Riedel hat von seinem Besuch bei uns auch einen kleinen Blogbeitrag verfasst. Was lernen wir daraus: Freiburger Taxifahrer scheinen das Haus der Jugend, was dankbarerweise sein Cafe zur Verfügung gestellt hat, nicht zu kennen. Und in Freiburg gibt es richtig viele Menschen die sich dafür interessieren.

Deshalb werden wir am 5.5. um 19:00 in der Landeszentrale für politische Bildung nochmal basteln. (Anmeldung und Infos hier)  Mein Tipp: Material selber bestellen (– NodeMCU ESP8266, CPU/WLAN SDS011 Feinstaubsensor (früher PPD42NS) DHT22, Temperatur & Luftfeuchtigkeit (optional) – Käbelchen – USB Kabel z.B: flach 2m Micro-USB)  und dann zum basteln mitbringen. Das ist aus vielen Gründen einfacher. (Umsatzsteuer, keine Vorkasse für mich, man weiß was man hat) Auf den hinterlegten Links findet man alles, die Lieferzeit aus China beträgt etwa 6 Wochen. AliExpress ist mindestens so seriös wie ich.

Danke auch an das Umweltamt, dass die Fahrtkosten für Frank übernommen hat.

Inzwischen habe ich viele gute Rückmeldungen ob nun von der Ökostation, den zahlreichen Techniklehrern die beim Basteln da waren, Leuten von der SICK AG und auch aus der Open Data Szene.

Inzwischen sind schon drei Sensoren auf der Freiburg Karte zu senden und es werden hoffentlich bald mehr (brauch ein – zwei Tage nach dem Anschliessen bis die Verwaltung bei Luftdaten.info das eingetragen hat)

2017 03 17 - FG7_3726
Beim ersten Basteln in Freiburg war die Bude voll. Bild: Fionn Große

 

Interview „Der Sonntag“ zum Feinstaubsensorbasteln in Freiburg

https://www.instagram.com/p/BRiWIVnBjRA/
Herr Müller, Sie laden die Bürger ein, kommende Woche in einem Workshop Feinstaub-Messgeräte zu basteln. Wofür soll das gut sein?  Zum Einen setzt man sich so aktiv mit dem Thema Luftqualität auseinander und kann künftig Schadstoffe in seiner Umwelt selbst messen. Auf der anderen Seite lässt sich so vermitteln, dass das sogenannte „Internet der Dinge“ abseits der Schauergeschichten über lauschende Fernseher und gehackte Heizungssteuerungen für die Gesellschaft nutzbringend angewendet werden kann. Denn die Detektoren senden die Luftmessdaten ins Internet, wo sie auf einer Karte dargestellt werden.

Man trifft sich im Haus der Jugend, aus Stuttgart kommt ein Vertreter einer Bürgerinitiative, der hält einen Vortrag – und dann wird gemeinsam gebastelt?  Ja, genau. Frank Riedel von der Initiative Luftdaten.Info wird die sozialen, politischen und technischen Hintergründe erläutern. Und dann werden wir unter Anleitung Sensoren bauen.

Welche Fähigkeiten muss man mitbringen?  Wer schon mal seinen Internet-Router konfiguriert oder einen Videorekorder programmiert hat, der kann auch das Gerät zusammenbauen und anschließen. Man muss weder löten noch programmieren können, sollte aber in der Lage sein, eine technische Anleitung von einem Blatt Papier umzusetzen. Interessierte sollten 35 Euro für das Material mitbringen. Mehr nicht, die Stadt Freiburg fördert die Veranstaltung. Und mit dem fertigen Gerät kann man nach Hause gehen, es am Balkon anbringen und dort Feinstaub messen. Die Daten werden im Internet auf einer Karte (http://freiburg.maps.luftdaten.info/)  live dargestellt, so dass man stets sehen kann, wie groß die Belastung an welcher Stelle ist.   „Interview „Der Sonntag“ zum Feinstaubsensorbasteln in Freiburg“ weiterlesen

Antwort vom Innenministerium

Vor einigne Wochen habe ich an das Innenministerium geschrieben, in dem ichden Innenminster gebeten hatte, sich um die Personalsituation im Rettungsdienst zu kümmern.

Inzwischen kam die Antwort:

img_6259-copy

Leider so ein Lala Brief.

Nachdem am Samstag auch noch ein Artikel in der Badischen Zeitung erschien, der leider voller sprachlichen Unklarheiten ist, habe ich mich entschlossen diesen Brief, der eigentlich zeigt das es auf der politischen Ebene noch nicht so richtig angekommen ist, was dieser Personalmangel bedeutet.

Zum Artikel in der Badischen Zeitung: Dort wird der Begriff Rettungs- und Krankenwagen synonym verwendet. Das mögen sie im allgemeinen Sprachgebrauch durchaus sein, sie sind es aber in der Fachsprache nicht.

Siehe dazu auch den Wikipedia Artikel: „Ein Rettungswagen (RTW) ist ein Fahrzeug des Rettungsdienstes für die Notfallrettung. Er wird benutzt, um Notfallpatienten zu versorgen und in eine spezialisierte Klinik zu transportieren. Eine umgangssprachliche, aber unpräzise Bezeichnung ist die Abkürzung Sanka für Sanitätskraftwagen. Vom RTW zu unterscheiden sind der Krankentransportwagen (KTW), der für den notfallmedizinisch in der Regel unkritischen Krankentransport vorgesehen ist, der Notarztwagen (NAW), der im Gegensatz zum Rettungswagen zusätzlich mit einem Notarzt besetzt ist, sowie der Intensivtransportwagen (ITW), der hauptsächlich zur Verlegung von Patienten mit kritischem Gesundheitsstatus in ein anderes Krankenhaus gedacht ist.”

Zudem sind darin auch fachlich falsche Aussagen: „Denn die letzten Rettungssanitäter beendeten 2015 ihre Ausbildung. Sie dürfen übergangsweise noch weiter Krankenwagen fahren und können sich weiterqualifizieren.”
Rettungssanitäter gibt es weiterhin, die Ausbildung hat sich vom Umfang her nicht geändert. Diese Personen sind wie auch schon seit den 1980er Jahren als verantwortliche Person auf dem Krankenwagen, dem Fahrzeug zum qualifizierten Krankentransport, eingesetzt. Es handelt sich dabei in Freiburg zum Teil um FSjler*innen. „Antwort vom Innenministerium“ weiterlesen

04. März World Open Data Day: Freiburgs 1. LoRaWan Gateway

In Freiburg gibt es leider kein Feierlichkeit oder Aktion zum 04. März den World Open Data Day. Aber am 17.3. kann man ja Feinstaubsensoren basteln und seit einigen Tagen habe ich bei mir im Zimmer (und hoffentlich bald auf dem Balkon in einem hübschne Kästchen) einen LoRaWan Gateway!

Long Range Wide Area Network (LoRaWAN) ist ein Low-Power-Wireless-Netzwerkprotokoll, das für die sichere bidirektionale Kommunikation im Internet der Dinge (IoT) entwickelt wurde. LoRaWAN basiert auf dem offenen Industrie-Standard LoRa und wird von der non-profit Organisation LoRa Alliance spezifiziert.

Vorteile der Technik sind hohe Reichweiten und ein niedriger Energieverbrauch, der sich insbesondere für batteriebetriebene Endgeräte eignet. (mehr auf Wikipedia)

Den Gateway habe ich nach Anleitung selber gebaut. Er ist Freiburgs Erster! Was mich auch schon mal sehr wundert. Einen Node, daher ein Gerät das irgendwas mißt und dann Daten sendet habe ich noch nicht, daher kann ich im Moment nicht sagen ob das Teil geht. Aber es leuchtet grün, was mich hoffnungsvoll stimmt. Das Zeil zu bauen war mittel schwer, vorallem bei der Software und der Konfiguartion bin ich mir nicht sicher ob ich alles richtig gemacht habe.

Seit einiger Zeit gibt es nun eine Europaweite Bürgerinitative, die sich the Things Network nennt. Sie hat bereits ganz Amsterdam mit einem entsprechenden Netwerk ausgestattet, lokale Gruppen gibt es aber auch in der Schweiz und vielen anderen deutschen Städten. Dies von ihr betriebene Netzwerk besteht aus drei Komponenten: Nodes, einem Mikrocontroller-Board und Gateways: „04. März World Open Data Day: Freiburgs 1. LoRaWan Gateway“ weiterlesen

Plakatkarte

Seit einiger Zeit bastelt ein Entwickler und ich an einer Anwendung, die euch den Wahlkampf einfacher machen soll. Wir nennen das ganze Plakatkarte:

Das Aufstellen und vorallem das Suchen nach defekten, beschmierten oder herabgefallen Plakaten oder Plakatträgern verschlingt gerade in aufreibenden heißen Phase des Wahlkampf nicht bloß Nerven, sondern vor allem viel zu viel Zeit, die man besser in wirklichen Kontakt mit den Bürgern investieren könnte oder auch sich einfach mal etwas Ruhe zu gönnen.

Mit meiner Anwendungen sollen Parteien und Kandidaten die Aufstellung ihrer Plakate mit ihren Unterstützern oder ihrem Dienstleister gemeinsam besser koordinieren. Ebenso wird das Abräumen von Plakaten, nach der Wahl leichter, denn auch das kann ich systematisch bis zum letzten Plakat dokumentieren.

Denn für vergessene Plakate drohen gebührenpflichtige Beseitigungsanordnungen und hohe Bußgelder. Selbst die Kosten für einige wenige Plakate übersteigt bereits die Investition in den Einsatz von Plakatkarte.

Die App ist derzeit in itunes store und im google Playstore verfügbar. Ich denke ich habe sehr moderate Preise.

Einladung: Feinstaub in Freiburg? Freitag 17.3. 19:30 ?Café Haus der Jugend

Einladung: Feinstaub in Freiburg?
Feinstaubsensoren basteln ?mit Frank Riedel vom Luftdaten.info aus Stuttgart?Freitag 17.3. 19:30 ?Café Haus der Jugend – Uhlandstrasse 4

feinstaub-sensor.png

Für die Veranstaltung am 17.3. haben wir bereits zahlreiche Anmeldungen. Es ist gut möglich, das mehr Personen kommen, als wir Material zum Basteln haben. Am 5.5. um 19:00 wird es in der Landeszentrale für politische Bildung, die nächste Bastelveranstaltung geben.
Verbindliche Anmeldung hier (bitte mit Email Adresse): http://doodle.com/poll/789impnfbkb3rgqx
Wer ganz sicher gehen will, der kann sich das Material selber bei AliExpress bestellen

Beim Theme Feinstaub, denkt man in Freiburg zunächst mal an Stuttgart. Doch auch Freiburg liegt in einem Tal, in dem sich bei kaltem Wetter Abgase sammeln und die Feinstaubwerte steigen Auch in Freiburg wurde in diesem Jahr der Grenzwert bereits achtmal überschritten.

Alstadtrat Sebastian Müller lässt das nicht kalt: “Wir denken immer, Luftverschmutzung ist in Green City kein Problem und wenn dann kümmern sich die Behörden um das Thema.” ?Dies sei nur bedingt richtig: “?Jeder kann einen Beitrag leisten. Zunächst mal um auf das Thema aufmerksam zu machen. Dann auch indem er sein eigenes Verhalten überdenkt. Mit der Aktion will ich zum denken anregen.”

Am 17.3. kommt Frank Riedel von der Stuttgarter Initiative luftdaten.info um 19:30 in das Haus der Jugend in der Uhlandstrasse 4. Er wird erst über das Stuttgarter Bürger Luftdaten Meßnetz informieren, im Anschluß gibt es es dann Gelegenheit selbst einen Sensor zu basteln. Dafür sind keine speziellen Kenntnisse oder etwa Löten notwendig.

Sebastian Müller: “Das wird sehr anschaulich erklärt und angeleitet. Wer schonmal das Ladekabel seines Handys eingesteckt hat, kann auch einen Sensor bauen. Wer schon mal seinen Router konfiguriert hat, den Sensor anschliessen. Ich hoffe, dass dann viele Bürgerinnen und Bürger einen Sensor mitnehmen und bei sich daheim ans WLAN anschliessen, so dass er ständig die Luftdaten misst und wir auch ein Freiburger Bürger Luftdaten Meßnetz bekommen.”

Wer einen Sensor selber basteln will, soll zur Veranstaltung bitte 40 Euro Unkostenbeitrag mitbringen. Für den Betrieb des Sensors wird Strom und WLAN benötigt. ?Weitere Informationen: http://luftdaten.info/feinstaubsensor-bauen/ 

Für den Betrieb des Sensors wird Strom und WLAN benötigt. Er kann auf jedem Fensterbrett oder Balkon montiert werden, das USB Flachkabel zur Stromversorgung kann ohne Probleme durch den Rahmen des geschlossenen Fensters gelegt werden. Der Stromverbrauch beträgt etwa 1 Watt, was ungefährt 2,50 Euro im Jahr an Kosten wären.

Sebastian Müller: “Wir müßen auch in Freiburg die Möglichkeiten des Internet of Things nutzen um die Umwelt und Natur zu schützen. Nur dann kann uns ein Ökologischer Stadtumbau gelingen. Leider ist Freiburg gegenüber Städten wie Stuttgart oder Basel weit hinterher wenn es um Themen wie Open Data, Citizens Science Do-it-yourself-Szene und dem Makermilieu geht!”

https://www.madavi.de/sensor/images/sensor-esp8266-924569-sds011-1-floating.png

Eine interaktive Karte, auf der alle Sensordaten dargestellt werden findet sich auf: ?http://opendata-stuttgart.github.io/feinstaub-map/

Die Daten von Freiburgs erstem Bürgerfeinstaubsensor werden ständig aktualisiert und sind auf: http://sbamueller.com/feinstaub/ einsehbar.

„Einladung: Feinstaub in Freiburg? Freitag 17.3. 19:30 ?Café Haus der Jugend“ weiterlesen