Links im Februar

Südwest: BZ-Interview: Experte: Komasaufen ist gerade bei Erwachsenen ein Problem – badische-zeitung.de. Endlich mal ein Hinweis das es nicht immer die blöden Jugendlichen sind

Stange Design Möbel aus Pappe: hat auch sehr billige Flipchart Wände und ähnliches.

Zwei gute Artikel aus der FAZ: Autofahrer verursachen mehr Kosten als sie zahlen etwa durch Steuern oder Abgaben. und Amerikanische Ökonomin erklärt in der FAZ warum der Kapitalismus versagt.

Englisch

The New York Times: The Media Equation „Debating Drones, in the Open“ Another article about my very loved toppic: drone wars.

The NYT (again) why Germanies current scandals even don’t live up to the mark: Germany’s Political Masochism

Leserbrief zu KOMMENTAR: Kinder an die Macht, von Leonie Lieberam in der Badischen Zeitung vom 17.11.2012

Ich habe einen Leserbrief zum Thema Wahlalter ab 16 an die Badische Zeitung geschrieben:

Debatte zum Wahlrecht ab 16, KOMMENTAR: Kinder an die Macht, von Leonie Lieberam in der Badischen Zeitung vom 17.11.2012

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich stimme mit der Argumentation ihrer Autorin, gegen ein Wahlrecht ab 16 nicht überein:
Ein Artikel in der einflussreichen Politikwissenschaftlichen Zeitschrift „The ANNALS of the American Academy of Political and Social Science“ berichtet im Januar 2011 unter der Überschrift „Amerikanische 16 bis 17 Jährige sind in der Lage zu Wählen“ über eine Untersuchung zu den Unterschieden im politischen Verhalten zwischen 10 und 30 Jahren. Darin stellen die Autoren fest, dass es zwischen der Altersgruppe der 16 – 17 Jährigen und der der 18 – 20 Jährigen keine relevanten Unterschiede in den Bereichen Wissen über Politik, politische Fähigkeiten, politische Wirksamkeitsempfinden und politischem Interesse gibt.

Aus Verhaltenswissenschaftlichen und Neurobiologischen Studien wissen wir auch, dass die Fähigkeit zum Verarbeiten von Informationen bei den meisten Menschen etwas im Alter von 15 Jahren fertig ausgeprägt ist. Jedoch die Fähigkeiten zur Impulskontrolle und Risikoabschätzung erst mit 21 Jahren voll ausgeprägt sind.
Deshalb ist es durchaus gerechtfertigt wenn Menschen mit 16 Jahren wählen können, denn dafür brauche ich vor allem intellektuelle Fähigkeiten, aber erst mit 17 Jahren Autofahren, erst mit 18 Jahren Alkohol trinken oder in der Bundeswehr dienen, erst ab 21 Mietwagen mieten oder ab 25 Jahren große Motorräder fahren, denn dazu sind die Fähigkeiten zur Risikoabschätzung wichtig.

Wahlentscheidungen trifft man in der Regel nach dem man sich informiert hat (oder informiert wurde), möglicherweise nach Diskussion mit Freunden und Bekannten unterschiedlichen Alters in Ruhe nach mehr oder weniger langem Nachdenken.

In Jeder Lebensphase gibt es wichtigere Dinge um die es sich subjektiv mehr lohnt zu kümmern als Wählen zu gehen: nach der Pubertät und Ichfindung, die Ausbildung oder das Studium mit schwereren Prüfungen, danach einen möglicherweise anstrengenden Arbeitsalltag und die Aufzucht der Kinder.

Jugendliche sind mit 16 Jahren in der Lage Wahlentscheidung treffen zu können und sollten das auch dürfen, die Gründe sie bis 18 warten zu lassen sind fadenscheinig.

Sebastian Müller

Pressereaktionen auf Äußerungen des DV zur Wahlrechtssenkung

Inzwischen ist unsere Pressemitteilung von gestern, von diversen Medien aufgegriffen worden:

Südwestpresse: Kabinett beschließt Wahlrecht ab 16 – Das Kabinett hat der Senkung des Wahlalters bei Kommunalwahlen zugestimmt. Gesetzliche Frauenquoten lehnt der Innenminister ab. Autor: ROLAND MUSCHEL | 07.11.2012 (…) „Dagegen begrüßten der Dachverband der Jugendgemeinderäte in Baden-Württemberg sowie Grüne Jugend, Jusos und Julis den Beschluss.“

Schwaebische.de – Jungen Menschen eine Stimme geben – In Baden-Württemberg sollen ab 2014 schon 16-Jährige die Gemeinderäte wählen können – Von Stefanie Järkel: „Der Dachverband der Jugendgemeinderäte begrüßte die Pläne von Grün-Rot. „Ich sehe das Ganze positiv, weil man damit junge Menschen ein bisschen mehr am kommunalen Geschehen beteiligen kann“, sagte Sprecher Marcel Wolf der Schwäbischen Zeitung. „Überall wird immer von der Politikverdrossenheit bei Jugendlichen gesprochen, aber das stimmt so nicht. Man muss die Jugendlichen einfach frühzeitig beteiligen.“ Wolf, der sich auch in der Schülerunion engagiert, sprach sich zudem dafür aus, das Wahlalter bei Landtags- und Bundestagswahlen ebenfalls auf 16 Jahre abzusenken.“

Pforzheimer Zeitung – Grün-rotes Kabinett beschließt Stimmrecht für 216.000 Teenager –  Autor: Andreas Fiegel: „Sowohl der Dachverband der Jugendgemeinderäte Baden-Württemberg als auch die Grüne Jugend und die Jungen Liberalen (Julis) begrüßten die geplante Änderung des Kommunalwahlrechts.“

Badische Zeitung – Grün-Rot beschließt Wahlrecht für 16-Jährige in Kommunen:Dagegen begrüßten der Dachverband der Jugendgemeinderäte in Baden- Württemberg sowie Grüne Jugend, Jusos und Julis den Beschluss.“

Skatepark: es geht voran?

Heute um 15:00 war Pressekonferenz, es scheint die Sache ist so heiß, dass die Badische Zeitung es breits per Vorabveröffentlichung gebracht hat: Stadt will 2013 Skatepark am Karlsplatz bauen (veröffentlicht am Do, 04. Oktober 2012 19:27 Uhr auf badische-zeitung.de)

Nachdem bisher unsere Informatiosnstand bei Skatement immer war, dass die Stadt zwar bauen will und auch Geld für das Bauen aus einer anonymen Zuwendung hat, aber für das Planen noch Geld braucht, stellt sich nach unserer leinen Pressekonferenz und einer BZ Rückfrage sich die Sache nun doch etwas positiver da. Die Badische Zeitung schreibt und zitiert Stadtsprecherin Lamersdorf: Die Verwaltung bereite gerade eine Vorlage zu Stand und Finanzierung des Projekts für den Bauausschuss vor. „Der Winter wird dann zur Planung genutzt – und ab Frühjahr 2013 kann gebaut werden.“

Ich bin auf die Vorlage gespannt und hoffe das es keine Anwohnerproteste geben wird.

damit hier bald nicht mehr geskatet werden muß
damit hier bald nicht mehr geskatet werden muß

Das wäre dann erstaunlich schnell und positiv, wenn man bedenkt dass es zur Gemeinderatswahl 2009 eine Unterschriftenliste gab mit mehr als 2300 Unterschriften und dann im Oktober 2011 das Garten- und Tiefbauamt  Vertretern von Skatement und Jugendbüro fünf baurechtlich vorgeprüfte Standorte präsentierte, an denen ein Skateplatz gebaut werden könnte. Finanziell wurde dieses Angebot möglich, weil ein (anonymer) Sponsor bereit ist, die entstehenden Baukosten einer Skate-Anlage zu tragen. Und wir dann im  Dezember 2011  im Haus der Jugend zum Skate Spot Voting  bzw Hearing getroffen hatten und uns für folgendes Ranking entscheiden: 1. Seepark, 2. Karlsplatz (als kleine Variante in Kombination mit dem Seepark), 3. Eschholzpark, 4. St. Georgen, 5. Zähringen

Damals hies es dann, der Baubeginn der Skate-Anlage soll möglichst noch im Jahr 2012 erfolgen.

Dann kam Herr Bergamelli hat alles gestoppt und gegen Skatepark in seinem Stadtteil Stimmung gemacht, da liess er sich dann auch nicht von Müttern und Vätern aus seinem eigenen Stadteil umstimmen und Baubürgermeister Haag wollte wohl auch nicht übermäßiges politische Kapital aufwenden um sich für einen Park an der Stelle zu verkämpfen. „Skatepark: es geht voran?“ weiterlesen

Leserbriefe zur Sternwaldwiese

Empört über die Bevorstehende Abschaffung der Grillstellen auf der Sternwaldwiese habe ich folgenden Leserbrief an die Badische Zeitung gerichtet:

Betreff: Artikel Sternwaldwiese: Grillstellen werden entfernt von Frank Zimmerman in Badische Zeitung vom Mi, 04. Juli 2012

Sehr geehrte Damen und Herren,

Die Sternwaldwiese ist ein wichtiger sozialer Treffpunkt für Menschen in Freiburg. Immer häufiger werden in Freiburg zwanglose, unkommerzielle Treffpunkte für Kinder, Jugendliche und Erwachsene jeden Alters aufgrund von Klagen der Anwohner geschlossen. Häufig sind diese Klagen nicht in exzessivem Lärm oder Belästigung begründet, sondern immer mehr von einem tyrannischen Bedürfnis nach Friedhofsruhe.

Dieses Ruhebedürfnis mag möglicherweise in St. Peter zu stillen sein. Wer jedoch die Vorzüge einer Großstadt, wie Theater, Universität und Einkaufsmöglichkeiten nutzen will, der muss auch mit den Begleiterscheinungen wie Kinderlärm, Festen und Feierlichkeiten leben lernen. Dafür braucht es urbane Kompetenz und Toleranz.

Noch schlimmer als eine Stadtverwaltung die sich zum Büttel der Antisozialen Anwohnerinteressen macht und damit die Lebensqualität aller zugunsten weniger senkt –  ist jedoch das Schweigen unserer gewählten Gemeinderatsmitglieder, die teils explizit mit Wahlprogrammen angetreten sind, Freiräume für Jugendliche und Kinder zu erhalten und Auszubauen.

Sebastian Müller, Altstadtrat Junges Freiburg,

Weitere Infos zur Unterschriftenliste und der Facebookgruppe die sich zum Erhalt der Sternwaldwiese gebildet hat.

Ebenso erreichen mich Zuschriften empörter Wiehrebewohner, zu diesem Thema:

Guten Tag,

relativ emotionslos berichten Sie am 4.7.2012 darüber, dass auf der Sternwaldwiese die Grill- und Feuerstellen abgebaut werden und offenes Feuer künftig verboten sein wird. Es   klingt aus Ihrem Bericht, als handele sich um eine unumgängliche Entscheidung von Bürgerverein und  Stadtverwaltung, zu der es keine Alternative gibt und die vom Stadtteil und allen Anwohnern begrüßt werde. Es werden auch keine kritischen Stimmen zitiert. „Leserbriefe zur Sternwaldwiese“ weiterlesen

City 2020 – wie soll Freiburg aussehen?

Nachdem ich heute nochmals den BZ Artikel gelesen habe und dort von Herrn Mauch zitiert wurde:

„Ex-Stadtrat und Student Sebastian Müller sieht schon eine „missionarische Haltung, bürgerlich normierte Kultur in die Elendsquartiere zu bringen“.“ Zur angeregten Kultur in die Stadtteile besonders nach Haslach-Weingarten zu bringen und zum Thema Kulturhauptstadtbewerbung:

Sebastian Müller hält eine solche Bewerbung einerseits für unnötig, andererseits sieht er kein Interesse in der Bevölkerung: „Wo ist denn die Facebook-Gruppe mit 1000 Freunden?““

Wiedereinmal war die Diskussion von einem Kulturpessimimus und von einer gewissen „moral panic“ geprägt, von der ich inzwischen etwas genervt bin.Leider erlebt man die in Freiburg recht oft.

Aus meinem persönlichem Erleben weiß ich das es viele Jugendliche und jungen Menschen gibt die eben auch Hochkultur schätzen und machen, das aber gerade die Möglichkeiten der neuen Medien und ihr Kreativpotential von den etablierten Kulturschaffen entweder abschätzig oder abwertend behandelt werden.
Gerade wenn man denkt wie einfach es ist heute Film, Animation oder Musik professionell und qualitativ hochwertig zu produzieren und ohne Gatekeeper zu vermarkten bzw. auch einfach zugänglich zu machen. „City 2020 – wie soll Freiburg aussehen?“ weiterlesen

Medienreaktionen auf Sternwaldwieseaktion

Heute berichtet die Badische Zeitung:

DRUCK-SACHE:  Studierende fürs Grillen

Die Vollversammlung (VV) der Studierenden der Pädagogischen Hochschule fordert in einer Resolution von der Stadt Freiburg, auf einen Abbau der Grillstellen an der Sternwaldwiese zu verzichten und im Gegenteil mehr öffentliche Treffpunkte für Jugendliche und junge Erwachsene zu schaffen. Das teilt der „Unabhängie Studierendenausschuss“ (Usta) der Hochschule mit.
Die Sternwaldwiese sei ein wichtiger sozialer Treffpunkt für Menschen in Freiburg. (mehr)

Und auch Radio Dreieckland, hat mich heute früh dazu interviewt:

Usta der PH: Sternwaldwiese soll öffentlicher Treffpunkt bleiben!

Die Vollversammlung der Studierenden an der PH Freiburg hat eine Resolution gegen die Abschaffung der Grillstellen auf der Sternwaldwiese oder gar die Schließung dieses öffentlichen Treffpunkts beschlossen. Wer diese Position unterstützen will, kann sich an der Unterschriftenaktion beteiligen. Über die Sternwaldwiese und darüber, wieweit es dabei auch um die Verbots- und Verdrängungspolitik der Stadt allgemein geht, haben wir mit Sebastian gesprochen, der an der PH studiert und den Antrag in die VV eingebracht hat.
Hier auch der Link zur Mp3 zum downloaden bzw. anhören.
Damit nimmt die Kampagne so langsam fahrt auf, sehr gut!

Papamania

Ich begebe mich derzeit mit einer Reihe von Flugzeugen und Zügen wieder zurück nach Freiburg, ach war es schön hier im Nordosten der USA, aber alles hat ein Ende. Und so widmet sich diese Linksammlung ein wenig dem Papstbesuch.

Martin Roesen, der zusammen mit ganz vielen anderen Maltesern, ganz viel vorbereiten muß(te) um den Papstbesuch überhaupt möglich zu machen. Präsentiert was man als Pilger auf jeden Fall mitnehmen sollte. (Quelle: Badische Zeitung online)

Die Hauptamtlichen waren ja auch schon in der Zeitung und haben erklärt was sie alles tun mußten.

Und auch bei der Badischen Zeitung hat man sich zugunstern verarmter Journalisten um den Papst gekümmert:

Martin Jost featured auf seinem Blog einen guten und sehr satirischen Vorblick auf den Papstbesuch. Ob er wohl zum Vigil gehen wird?