Los ging es in der Kita Fabrik in der Habsburgerstrasse. Die Kita liegt ein wenig versteckt im ersten Stock des alten Fabrikgeländes, bei einem Fahrradladen, Motorradclub und auch diversen anderen Institutionen die sich dort auf dem Gelände befinden. Dort erläurterten uns die Erzieher (beides Männer, erstaunlich, da nur 3% aller Erzieher Männer sind) ihr Beteiligungskonzept: Es gibt mindestens alle 2 Wochen Konferenzen mit den Kindern in der Gruppe in denen über Regeln und gemeinsame Aktionen oder Projekte entschieden wird.
Die Kinder selbst haben uns dann die Regeln vorgestellt, die sie mit Hilfe von Smilies und Symbolen in den jeweiligen Räumen (Werkraum, Kuschelraum, Kitaraum,…) auf große Papiere in den jeweilien Zimmern geschrieben. Für die Kinder war es klar, obwohl nur gemalt und Symbole immer klar was die Regeln bedeuten.
Wichtig wurde uns bei dem Besuch, das Beteiligung nicht nur im Konzept stehen darf, sondern auch gelebt werden muß. Ich hoffe das alle Kitas so gut sind. Wir werden das demnächst im Jugendhilfeausschuss prüfen. Und auch entsprechende Anträge stellen.
Mit dem Radel ging es dann weiter zum Spieplatz gegenüber des Max-Müller-Steg (beim Deutsch-Französischen-Gymnasium), wo uns Herr Leser und weitere Vertreter des Garten und Tiefbauamts ihre Pläne zur naturnahen Spielplatzumgestaltung, vorgestellt haben. „unterwegs zur Kinder- & Jugendbeteiligung in Freiburg“ weiterlesen
Martin Jost der auch lange bei Junges Freiburg war, erzählt von seinem Studium das inzwischen länger dauert als sein Gymnasium – gut er hatte auch nur G8. Fudder.de: „Seit 18 Semestern Magisterstudent: Warum Martin sein Langzeitstudium gar nicht so schlimm findet“ – mehr
Warum die AFD keine liberale sondern eine kleinbürgerlicher Spiesser Partei ist, aber keine rechtsradikale: „…Neben ehemaligen Sympathisanten der FDP haben nun auch zahlreiche Wähler der Linkspartei die AfD gewählt. Worin sehen sie sich von der neuen Partei vertreten? Eine Antwort gibt das konservative bis spießige Wertesystem, das die Alternative vertritt. D-Mark-Nostalgie und überhaupt die Vorstellung, dass früher alles besser gewesen sei,…“ Artikel in der TAZ
Ich bin ja auch Mitglied der Freiburger Grünen und habe heute folgenden Antrag die Mitgliederversammlung gestellt, der Angesichts der Tatsache das ein 28 Jähriger die SPD Freiburg führt und die Linke Liste auch eine Jugendprimaries macht, dringlich nötig ist:
Freiburg, den 14/10/13
Antrag an die Mitgliederversammlung hier: Grüne Liste attraktiv machen für Jung- und Erstwähler
Die Mitgliederversammlung möge beschließen:
„Die vorschlagenden Versammlungen werden beauftragt, Verfahren für die Kandidat_Innenfindung und für die Vorschlagsliste für die Kommunalwahl 2014 zu wählen, die sicherstellen, dass auf der Kommunalwahlliste Personen vertreten sind, die sowohl durch ihr Alter als auch ihre Interessenschwerpunkte geeignet sind, die Anliegen von Jugendlichen unter 27 Jahren und junger Erwachsener in den Gemeinderat zu tragen. Dies gelte unabhängig vom gewählten Verfahren für das zustande kommen einer Vorschlagsliste.“
Begründung:
Die Grün-Rote Mehrheit im Landtag hat beschlossen, das passive Wahlrecht für die Kommunalwahl auf 16 Jahre herabzusetzen. Dies ist ein Teil der umfassenden Strategie zur Verbesserung der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in Baden-Württemberg.
weniger Grau in den Gemeinderat
Die obige Forderung erfüllt auch die im Grünen Grundsatzprogramm erwähnte „jugendgerechte Politik von morgen“, bei der Kinder und Jugendliche ein Recht auf Beteiligung haben. Außerdem sorgt ein solches personelles Angebot zwangsläufig für die seit langem geforderte Nachfolge von U40 im Gemeinderat.
Ich war ja im Sommer bei meinem Ehemaligen Mitfreiwilligen in Bengkulu und habe dessen Hochzeit besucht. Hochzeit auf Indonesich ist etwas ganz anderes als Hochzeit in Deutschland.
Die Zeremonie beginnt mit dem Einzug des Bräutigamms in das Haus der Braut, begleitet von seinen Freunden, seiner Familie und den Brautzeugen.
Dann gibt es eine laaaaaaaange Zeremonie in der aus dem Koran vorgeglesen wird, in der ein Herr von der Moschee und ältere Herren etwas sagen. Der Bräutigam muß auf Arabisch die Hochzeitsformel aufsagen. Wenn er das falsch mach muß er es wiederholen. Jerome war gut und hat sie nur einmal wiederholen müßen. Wir haben alle ziemlich gelacht, es soll aber Hochzeiten geben bei denen man bis zu 12 mal und dann mehrere Stunden auf das Aussagen der korrekten Formel warten mußte. Nach dem 3. falschen mal gibt es dann immer eine rituelle Waschung.
Schlußendlich werden dann die Ringe getauscht. So wie in Deutschland. Dann gibt es an diesem ersten Tag ein wenig feier mit den Familien. Für den zweiten Tag ist dann der öffentliche Teil vorgesehen. Da hatte Jerome rund 1300 Einladungen in der ganzen Provinz verteilt.
Die Badische Zeitung berichtet, das sich in Freiburg eine Anti-Liste gründen will, die sich aus Vertreten von Anti oder Nimby Gruppen (Not in my backyard) zusammen setzen soll. Jetzt wurde ich ja auch auf einer Liste gewählt die sich gegen die Abwsenheit von Jugendlichen in der Politik wandte. Die aber auch eine ganze Reihe von positiven Zielen hatte: etwa die Durchsetzung von JugendDenkMal, dem heutigen ArTik, mehr Skateplätze, mehr Jugendbeteiligung, mehr Platz für Jugendliche im öffentlichen Raum, …
Daher ist mir nicht so ganz klar, was denn außer das Verhindern von Bauvorhaben – die zum Teil schon gebaut wurden – das tiefre Ziel sein soll?
Dieses Wochenende waren wir in Parchim. Parchim ist eine ganz hübsche Kleinstadt im Osten unsereres Landes. Genauer gesagt irgendwo zwischen Hamburg und Berlin in der Mecklenburgischen Provinz. Rom ist hier noch ein kleines Dorf in der Region.
Auch wenn unsere Reise nicht ganz ohne Hindernisse verlief, hier sieht man uns beim Aussteigen im Bahnhof Ludwigslust. Scheinbar war der Bahnsteig etwas zu kurz um den ganzen ICE aufzunehmen. Daher mußten wir dann ein wenig improvisieren beim Aussteigen.
In Parchim haben wir unseren guten alten Freund Marcus Seyfarth besucht der nun hoffentlich auch sein Jurastudium beendet hat. Hier im Bild das Rathaus von Parchim und der ehemalige Sitz des Mecklenburgischen Appelationsgerichts. „Bericht aus Parchim“ weiterlesen
Die Feuerwehr Bandung beim Absichern des Unabhängikeitstages
Nach Zwischenstationen in Singapur, Jakarta und Bandung bin ich in Bengkulu auf Sumatra angekommen.
In Singapur konnte ich der Parade und Feierlichkeit zum Unabhängikeitstag beiwohnen, mit beindruckenden Flugakrobatischen Vorstellungen, 21 Schüssen aus Artellrie Geschützen, marschierenden Soldaten und Jugendlichen Skatern, die auch Teil der Parade waren. In 5 kurzen Tagen haben ich dann auch noch eine Schule besucht und mir etwas Unterricht angeschaut, war im botanischen Garten, habe mich mit zahlreichen Bekannten getroffen und war auch abends mit einer Gruppe befreundeter Inder Party machen.
Mit einem Flugzeug der Garuda flog ich dann in den Gegenteil dieser Stadt: das heiße, chaotische und sehr viel quirlige Jakarta. Scheinbar wohnen dort so zwischen 10 und 15 Mio Menschen, je nachdem wie man zählt. So zwischen 1 M +NN und 16+NN. Die Anwesenheit nutze ich zum Besuch in der alten holländischen Innenstadt „Kota“ und dem Hafen mit seinen traditionellen Schiffen.
Typischer Ausländer Job: sich immer mal wieder mit Einheimischen fotographieren lassennoch mal schnell was notieren, ob es sich um eine Telefonnummer handelt ist nicht bekannt
Aber Jakarta ist heiß und versmogt, so dass man lieber schnell einen Abflug macht und in das bergige Bandung – immerhin auf +736 m über NN, weiterreist. Haben die Niederländer auch so gemacht. Dort konnte ich der zweiten Nationalfeiertag Zeremonie innerhalb kurzer Zeit beiwohnen. Auch hier scheint die Nation wieder vor allem aus Soldaten, aber auch Beamten, Schülern (die der Grundschule verabschiedeten sich dann weil es ihnen zu heiß war) aber auch Vespa Fahrern zu bestehen. Hier kann man gut und billig in 5 Sterne Hotels wohnen und auch günstig im Factory Outlet überproduzierte westliche Markenkleidung erstehen.
der Busbahnhof von Bandung, war wie sich nur leider rausstellte der Falsche.
Hin bin ich mit dem Zug gefahren, was man sich so vom Standard wie einen abgesifften alten IC vorstellen kann, zurück mit dem Bus. Das Schicksal meinte es gut, der Bus kam auch in Jakarta wieder an, nicht alle hatten soviel glück wie die liegengebliebenen Busse den wir auf Indonesiens einziger Autobahn begegneten, bezeugen konnten. In Jakarta bat ich den Taxifahrer mich vom Busbahnhof schnell „cepat, cepat“ zum Flughafen zu fahren.
Das nahm er wörtlich: mir war bisher nicht bewusst, dass die Jakartaner Taxis 150 km/h fahren können und das man dies auf der sonst eher verstauten Stadtautobahn auch kann. Es geht, wenn man auch mal auf dem Standstreifen überholt. Aber ich erreichte rechtzeitig meinen Lionairflug (Lionair ist auf der schwarten Liste der EU und darf bei uns nicht einfliegen) und somit auch das Terminal 1 vom Flughafen Jakarta. Naja open air
Ankunft in Bengkulu
Terminals sind nicht so ganz mein Stärke, aber gut.
Bengkulu liegt 1 Flugstunde mit von Jakarta aus, an der Küste des Indischen Ozeans. Im Vergleich mit Jakarta und dessen 10 Mio oder so Einwohnern ist es mit rund 300.000 geradezu ländlich. Es gibt einen kleinen Hafen und einen Flughafen. Mehrere Universitäten sowie den Sitz der Provinzregierung. In der ganzen Provinz leben etwa 1,8 Mio Einwohner und 24 Ausländer. „Bericht aus Indonesien“ weiterlesen
Kommentare werden geladen …
Du muss angemeldet sein, um einen Kommentar zu veröffentlichen.
Du muss angemeldet sein, um einen Kommentar zu veröffentlichen.