Leserbriefe zu Corona Impfung 9.8.21 in Bezug auf „Corona-Impfpflicht darf nur das letzte Mittel sein“ von 25.7.21 von Sebastian Kaiser.

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Leserbriefe zu Corona Impfung 9.8.21 in Bezug auf „Corona-Impfpflicht darf nur das letzte Mittel sein“ von 25.7.21 von Sebastian Kaiser.

Auf die Leserbriefe will ich antworten:

Ja, auch geimpfte können andere Anstecken – so wie Menschen die eine Maske tragen – die Chance wird jedoch deutlich reduziert, das sie kürzer das Virus ausstoßen und weniger Virus produzieren.

Auch Kinder können schwer an Corona erkranken und daran versterben, so schreibt das RKI: „Insbesondere bei Säuglingen und Kleinkindern sind auch schwere Verläufe beschrieben“.

Die Verfasser argumentieren, dass die Folgen einer Corona-Infektion, ausschließlich von ihnen selbst zu tragen wären. Das ist falsch: Im Sozialstaat, sind viele Risiken sozialisiert: Das Risiko des Quarantäne bedingten Verdienstausfall, das Risiko von Behandlungskosten, alle diese trägt die Gemeinschaft. Das Risiko andere anzustecken, tragen Dritte. Infektionsschutzbeschränkungen können auch alle betreffen, selbst Geimpfte.

Aus diesem Grund ist es unstrittig, dass der Staat in unsere Freiheit eingreift, uns Schützt und bestimmte Risiken verhindert. Auch durch Verbote: Wie etwa Autofahren ohne Gurt, Verkauf bestimmter Drogen, Betrieb gefährlicher Anlagen, Blei in Farben. Oder in dem er fremd schädigendes Verhalten eindämmt, etwa durch Rauchverbote, Flugverbote, Lärmschutz, ….

Die Furcht vor Spätfolgen bei einer Impfung ist unbegründet. Anders als Arzneimittel die man lange einnimmt (z.b. Blutdrucksenker lebenslang, Antibiotika eine Woche, …) bekommt man ein Impfung einmal oder zweimal. Der Impfstoff wird im Körper verstoffwechselt, er kann nicht in das Erbgut eingebaut werden, Nebenwirkungen treten binnen weniger Minuten bis maximal 14 Tage auf, nicht nach Jahren.

Der Begriff „Spätfolgen“ ist irreführend. Wenn eine bestimmte Nebenwirkung nur bei einer von 100.000 Personen auftritt, braucht es eine sehr große Anzahl Geimpfter, um diese zu erkennen – und bis genug geimpft sind, dauert das normalerweise längere Zeit. Gegen Corona hat man aber bis heute alleine in Deutschland 95 Mio. Impfdosen verabreicht. Auch sehr sehr seltene Nebenwirkungen oder Konstellationen sollten – bei einer großer Aufmerksamkeit aller – auffällig sein. (Mehr dazu)

Bei einem Impfschaden, selbst ohne Empfehlung der STIKO übernimmt die allgemeine Krankenversicherung bzw. das Versorgungsamt die Behandlungskosten.

Übrigens verdient „die Pharmaindustrie“ an der Impfung deutlich weniger, als an einer schwer oder chronisch an Corona erkrankten Person.

Persönlich bin ich über den Vertrauensvorschuss erstaunt, den man einer Infektion mit einer potentiell tödlichen Erkrankung, die auch bei milden Verlauf lang anhaltende Schäden, auch des Gehirns, auch bei Kindern machen kann, gegenüber den sicheren und gut verträglichen Impfstoffen.

Zu diskutieren ob es Anreize geben sollte sich impfen zu lassen oder ob zum Schutz – auch ihrer Selbst – Ungeimpfte gewisse Beschränkungen unterliegen sollten, ist keine Hetze, sondern normaler Demokratischer Diskurs.

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