Keine Corona Verharmlosung auf der Straße und in den Ministerien

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Kundgebung
„Keine Corona Verharmlosung auf der Straße und in den Ministerien“

Samstag, 13.11.2021 12:00
Platz der alten Synagoge

mit Abstand 1,5 m + Maskenpflicht

Wir fordern:


* kostenlose, anlaßlose Tests für Alle
* Impfen soll nicht länger Ärzten vorbehalten bleiben, sondern ein Angebot sein, dass auch Apotheken und Pflegekräfte unterbreiten. Wie dies schon in anderen Ländern regelhaft der Fall ist, in Frankreich teils sogar Feuerwehrleute.
* verpflichtende, regelmäßige Tests für alle Personen bei Präsensarbeit
* offizielle Angebote für Eltern, die ihre Kinder Offlabel impfen lassen wollen, wie in Wien.
schnell, niederschwellige Impfangebote in Quartieren & Schulen
Bei Impfungen an Schulen, soll es die Möglichkeit geben, das Kinder ab 14 Jahren, sich ohne Wissen der Eltern impfen lassen können. Dies ist bereits jetzt rechtslage, sie muß nur gelebt werden.
* 2G+Tests als Regel für alle Veranstaltungen, inklusive Maskenpflicht
Patente & Verfahren zur Impfstoff Herstellung freigeben und dieses Wissen breit teilen.

Es gibt keine Demonstration, sondern wegen der derzeit stark vollen Innenstadt, Aufbau des Weihnachtsmarkts und anderer angemeldeter Aktionen, nur eine Kundgebung.

Warum ist diese Demonstration notwendig?

Die Infektionszahlen in Südbaden und Deutschland explodieren. Die Reproduktionszahl beziehungsweise der 7-Tages-R-Wert wird vom Robert Koch-Institut für Baden-Württemberg mit R 1,09 angegeben, das bedeutet jeder Infizierte steckt im Durchschnitt 1,09 weitere Personen an. Das bedeutet, dass sich die Anzahl der angesteckten in weniger als zwei Wochen verdoppelt.

Gleichzeitig hat man nicht den Eindruck, dass von der Stadtverwaltung, der Landesregierung, den Parteien der möglichen Ampelkoalition oder der geschäftsführenden Bundesregierung geeignete und entschlossene Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie ergriffen werden.

Im Gegensatz, der FDP Generalsekretär Wissing twittert und löscht nach Kritik, dass eine „Unser Gesundheitssystem ist stabil, die Gesundheitsvorsorge für die Bürger gesichert, die epidemische Notlage von nationaler Tragweite kann aufgehoben werden…“

Derzeit erweckt die Landespolitik, insbesondere die Vertreter des Kultusministeriums, den Eindruck einfach auf den Eintritt der Alarmstufe zu warten, der dann zwar in weiten Teilen eine 2G Pflicht und dem Ausschluss Ungeimpfter aus vielen Teilen des öffentlichen Lebens bedeuten würde, aber auch die Maskenpflicht am Platz wieder einführen.
Es ist ja nicht so, dass man die Maskenpflicht, nicht auch schon so bei steigenden Inzidenzen hätte wieder einführen können, so wie man sie bei ebenfalls steigenden Inzidenzen abgeschafft hat.

Am 18.10. fiel die Maskenpflicht weg, damals 1741 Infektionen bei Schüler:innen und Lehrer:innen. Bis zum Freitag vor den Herbstferien stieg die Zahl auf 3395. Am ersten Tag der Herbstferien waren es 2078 und am Dienstag 2945 Schüler und Lehrer die an Corona erkrankt waren. Heute 3733 SuS.


Am 16.10. war die Inzidenz in der Altersgruppe übrigens 253,7 in Baden-Württemberg, am Freitag vor den Herbstferien 470. Dieser Trend ist auch in der Wochengrafik für ganz Deutschland sichtbar.

Die am stärkste durch Corona belastete Altersgruppe sind die 10-14 Jährigen.

Gleichzeitig sind in Baden-Württemberg erst ca. 40% der Kinder geimpft. Damit steht BW genauso schlecht da wie Bayern und auf letzter Stufe der Westdeutschen Bundesländer. Wir sind deutlich hinter dem besten Bundesland, Schleswig-Holstein mit 56%. Bei allen Impfbaren Personen liegt Baden-Württemberg auf Platz 10 mit 65% und ist damit vor Bayern das schlechteste Westdeutsche Bundesland. (Führend Bremen 79%). Vor diesem Hintergrund war und ist es geradezu fahrlässig Schutzmaßnahmen auszusetzen.

Das Eintreten der Warnstufe bedeutet auch, dass gleichzeitig über 390 Personen auf Intensivstationen in Krankenhäusern liegen. Man kann mit relativ großer Sicherheit sagen: Ca ? – ½ dieser Personen werden versterben. Eine Steuerung der Pandemie über die Belegung der Intensivstationen ist daher zynisch und gefährlich. Experten haben bei der Einführung gewarnt. Wir sehen jetzt auf den Intensivstationen, die schwer Erkrankten aus dem Infektionsgeschehen von vor drei bis fünf Wochen. Krankenhäuser auch in Baden-Württemberg stellen bereits planbare Operationen ein.

Es bleibt unklar, ob diese Einschränkungen ausreichend sind, die Reproduktionsrate unter 1 zu drücken. Die meisten Modellierer gehen davon aus, dass dies nicht ausreichen wir. Und rechnen mit weiter stark steigenden Inzidenzen und dann folgenden Einweisungen auch in die Intensivstationen.

Auch in Freiburg, war die kommunale Coronapolitik, defizitär. Das Impfzentrum wurde schon zwei Wochen vor Ende aller Impfzentren geschlossen, weil man den Platz für eine Automesse brauchte. Anschlußangebote gab es keine. Der einzige Impftermin für Kinder und Jugendliche wurde aus Angst vor Gegenprotesten quasi geheimgehalten. Dumm nur, dass zwar das Jugendzentrum vor Ort nichts mitbekam, dafür aber die hiesigen Corona Leugner Gruppen. Derzeit gibt es nur zwei offene Impftermine in den nächsten Woche, bei denen von Freiburg aus weniger als 1h fahren muß. Auch die Werbekampagne durch die Stadt war eher verhalten. Während dessen gibt es in vielen Teilen Nordbadens und Württembergs regelmäßige niederschwellige Angebote, die inzwischen auch wieder gut frequentiert sind und die Hausärzte entlasten.
Immerhin verspricht die Stadtverwaltung nach einem Vorstoß aller Fraktionen, hier Besserung.


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