Ich fürchte mich selbst zitieren zu müßen, aber was richtig war bleibt of auch richtig:
Wagenburgen schaden niemandem!
Sinnvolle Lösungen werden in vielen Städten praktiziert.
Stadt, Gemeinderat und Wagenburgbewohner müssen gemeinsam tragfähige Lösung suchen.
Lebensform Wagenburg soll auch in Freiburg stattfinden.
Aufruf zu Deseskalation, Rücksichtnahme und Toleranz.
In vielen Städten Deutschlands werden bereits vorbildliche Lösungen für Wagenburgen praktiziert. Viele davon sind auf Freiburg übertragbar und die konfliktfreie Existenz der Schattenparker an der Hermann-Mitsch-Strasse ist Zeugniss davon.
Toleranz und Zurückhaltung auf. Wir können im Nachhinein die Gründe für Eskalationen nicht erforschen. Dennoch sind wir davon stark bedrückt. Klar ist aber auch, dass wir keine fortgesetzten Rechtsbrüche dulden können und dürfen. „Teil zwei: Wie soll man nun mit Wagenburgen umgehen“ weiterlesen
Alle Jahre wieder, kommt das Wagenkind auf die Stadt Freiburg nieder, wo wir sind
Zieht ohne unsren Segen auf einen Platz, Geht vielen auf die Nerven.
Oh Polizei komm still und unerkannt, dass treu sie pruegle heraus aus unsrer Stadt.
(nach Wilhelm Hey, Markus Anschütz, modifzierter Text)
Wohnen und wie man wohnen soll und kann ist ein umstrittenes Thema in Freiburg. Zum einen ist und bleibt Freiburg eine der wenigen attraktiven und weiter wachsenden Städte in Deutschland, zum anderen führt ein Flächennutzungsplan, der auf Innenentwicklung setzt, was dazu führt, das es länger braucht bis man Bauflächen gefunden hat und ein erst in den letzten Jahren abgearbeteiteter Schmelasstau im Baudezernat, zu einer Verknappung an Wohnflächen.
Egokulturliberale
Gleichzeitig blockiert im Gemeinderat eine Mehrheit aus CDU, FDP, Freien Wählern, den
reaktionären Teilen der SPD die Ausweisung entsprechender Flächen für experimentelles Wohnen oder solche Plätze auf städtischem Gelände. Bei den Gruenen ist man inzwischen der Ansicht, das man solche auch eher fuer Mietskasernen braucht.
Ob nun brennende Barrikaden und möglichst viel Randale ein guter Weg sind die gesselschaftliche Anerkennung herbeizuführen, ist mehr als fraglich. Aber auf Seite der Grünen und anderen progressivere Gruppen scheint es auch einen mangelnden Willen zu geben politisches Kapital darauf zu verwenden.
Zwei politische Akteuere in Freiburg stechen daneben aber auch heraus:
Der Egoliberale Nikolaus Gayling (aus republikanischen Überzeugungen, habe ich beschlossen in diesem Blog grundsätzlich auf Adelstiel zu verzichten) der sich eine kleine Leserbriefschlacht mit der „Monopolpresse“ Badische Zeitung und ihrem Chefredakteuer Hauser liefert. So hat doch der Herr Hauser einen der Philospophen bei denen Gayling gelernt hat, in der Argumentation für den Polizeieinsatz mißbraucht:
„Im Leitartikel zur Räumung des „Kommando Rhino“ im Freiburger Stadtteil Vauban bemüht BZ-Chefredakteur Thomas Hauser den aus Wien stammenden englischen Philosophen Karl Raimund Popper (ein Lehrer des der Badischen Zeitung vielfach verbunden gewesenen Ralf Dahrendorf !) als Zeuge der Berechtigung eines starken Staates, sprich der polizeilichen Räumung. Da würde sich Popper, den ich aus einem Seminar im Soziologischen Seminar der Universität Tübingen (bei einem von meinem Lehrer Dahrendorf organisierten Streitgespräch mit Adorno) kennen lernen durfte, im Grabe umdrehen. Weder Popper noch Dahrendorf lassen sich für eine Politik der Einschränkung von Freiräumen oder von Minderheiten einspannen.“ Bisher wohl unveröffentlichter Leserbrief des Schlossherrn an die Badische Zeitung. „Brennende Barikaden und Wagenleben“ weiterlesen
Zähringen, Herdern, Brühl-Beurbarung, Industriegebiet Nord 12. August 2011 von: Anja Bochtler
Wie geht Demokratie ?
Jugendliche haben Plätze für einen Skatepark gesucht – und dabei in Rollenspielen viel gelernt.
ZÄHRINGEN. Braucht Freiburg einen neuen Skatepark? Und wenn ja, wo? Anna Willmann, Sarah Kolodzie und Ellen Kühner (alle 14) sind drei der Jugendlichen von sechs Klassen vier verschiedener Schulen, die darauf in Rollenspielen Antworten suchten. Ergebnis: Ihr Favorit für einen Skatepark wäre der ehemalige Alban-Stolz-Spielplatz in Zähringen. Vor allem aber haben sie beim „Projekt Skatepark für Freiburg“ mit den Studenten Sebastian Müller und David Ernst gelernt, wie Demokratie im Idealfall funktioniert.
Und wir hatten auch ein Termin mit einem Journalisten vom Chilimagazin, welcher Mitte August über unser Skatepark für Freiburg Projekt berichten will. Beim Fototermin am ZOB wo sonst immer geskatet wird, gab es diesmal leider keine Skater (Künstlerpech!) dafür haben wir ein schönes Bild vom neuen Skateverbotsschild.
Hier gibt es das ganze Projekt zum Download und Informationen wie man es mit seiner Klasse spielen kann.
Auf skatement.de gibt es mehr Informationen zur aktuellen Skatelage, inzwischen gibt es auch eine Facebook Gruppe die einen Skateplatz für Freiburg fordert. Skatement ist eine Gruppe Freiburger Skater und Skate-o-philer (daher Freunde der Skater) die sich für eine Verbesserung der Skatesituation in Freiburg einsetzt. Über die neue Website soll dann auch die Kommunikation mit der Community einfacher werden und auch die arbeit transparenter gestaltet werden. Grundsätzlich darf jeder Mitarbeiten und die Treffen sind öffentlich.
David und ich haben uns auch bei den beteiligten Klassen für ihr Mitmachen bedankt und schreiben ihnen diesen Brief
Projekt Skatepark für Freiburg
An die Schülerinnen und Schüler der Beteiligten Schulen
Freiburg, im August 2011
Betreff: Rollenspiel Skatepark in Freiburg bei Euch
Liebe Klassen,
wir wollen uns auf diesem Wege noch einmal bei Euch für die Teilnahme an
unserem Rollenspiel „Skatepark für Freiburg“ bedanken. Wir hatten am Montag, den 25.7.2011 unsere Projektprüfung, in dieser haben wir das Projekt vorgestellt und Fragen unserer Prüfer beantwortet. Es traf auf Begeisterung und wir haben die Note 1,5 bekommen. Wir sind mit der Note mehr als zufrieden, denn diese Note wird auch in unser erstes Staatsexamen hineinzählen.
Viel wichtiger als eine gute Note, war aber auch die Motivation, welche wir durch die 6 Durchgänge gewonnen haben. Es hat richtig Spaß gemacht die Rollenspiele durchzuführen und zu sehen welche Lösungen ihr entwickelt. „Skatepark Projekt für Freiburg update“ weiterlesen
Solangsam spitzt sich die Situation auf dem Vauban zu und es gab Montag mittag auch schon eine kleine Barrikade, die aber durch unseren PH-Prof-Scheer wegverhandelt wurden (hier auch der Link zu der super dramatischen RDL Reportage)
Das Kommando Rhino und das KuCa irgendwas miteinander zu tun haben ist ja mehr als fraglich – hier besteht kein inhaltlicher Zusammenhang, leider sehen das gewisse Leute nicht so, aber vielleicht wird man mir das ja irgendwann erklären.
der bisher handfesteste Beitrag zur Kulturhauptstadtbewerbung
Gestern abend waren die guten Wagen schon weg und die schlechten bereits einbetoniert und verbarikadiert.
Etwas verwunderlich auch die Haltung der Grünen, die sich doch ein wenig starr zeigen und wenig flexibel bei der Haltung zu einer weiteren Wagenburg in Freiburg. Warum sich die Stadtverwaltung immer auf einen abgelehnten Antrag der UL von 1996 bezieht, ist doch etwas seltsam. Auch wenn an dieser Steller der Konflikt: Behindertenhotel gegen Wagenburg nun nicht so einfach gestrickt ist.
Update: gestern nacht hat man in einer großen Party zusammen mit der Polizei, den von Gerhard Frey (Grüne) prophetisch vorhergesagten Abgang mit brennender Barrikade gefeiert. Und auch in den Nachrichten: ein Polizist hat CMC dämliche Antworten* gegeben. (*Link zur Website von RDL mit mp3)
Wo könnte in Freiburg ein Skatepark stehen? Wie geht das eigentlich in einer Stadt wie Freiburg seine Interessen als Jugendlicher durchzusetzen? Wen muß man überzeugen und warum? Sind fragen um die sich das Projekt dreht.
Das Projekt besteht aus einem Rollenspiel, welches ca 90 min dauert und die Kommunalpolitischen Entscheidungswege hin zu einem Skatepark in Freiburg simuliert. Dabei haben die Autoren auf große Wirklichkeitsnähe geachtet und die Freiburger politischen Akteuere und Situation versucht nachzubauen.
Die Schülerinnen schlüpfen dabei in die Rollen der Skater, Anwohner, Gemeinderäte und Bürger Freiburgs die entweder für oder gegen einen Skatepark sind. Am Ende stimmt der Gemeinderat ab und entscheidet. „Rollenspiel: Skatepark für Freiburg“ weiterlesen
Keine Bigotrie in meinem Namen, von James Callan via flickr
Freiburg ohne Papst – Die rosa Hilfe und diverse andere Papskritische Gruppen, plannen neben dem „Kiss in“ auf dem Münsterplatz, auch einen etwas intellektuelleren „Angriff“ auf den Papstbesuch und listen hier auf was sie so an der katholischen Kirche stört. Nun ja inzwischen sind ja auch diverse Leute, die den Besuch organisieren ziemlich genervt.
Noch ein Martin Jost scoop: die immer Menschen- und Tierunfreundichere Verbotspolitik des Freiburger ÖPNV Unternehmens: Keine schweren Paarhufer im Bus
Is Assange the „world-spirit embodied„? A Hegel scholar reports from the Žižek/Assange Troxy gig – on the similarities between Julian and Napoleon. And this is the article on the theme of it in the London Review of Books
Heute besuche ich eine Studentin die über „Jugend im Spannungsfeld zwischen Politik und Verwaltung, anhand des Jugendgemeinderates Reutlingen“ ihre Bsc Thesis schreibt. Ich helfe ihr ein wenig und bin sehr gespannt was dabei herauskommt. Ich hoffe dies Studie auch hier auf meinem Blog dann publizieren zu können.
Kurt Möller, Renate Metzger, Die Stuttgarter Jugendräte-Studie, Möglichkeiten zur politischen Beteiligung Jugendlicher an gesamtstädtischen Belangen in einer Großstadt, Esslingen 1999
Im Auftrag der Stadt Stuttgart, sollte ein Forscher Team der Hochschule Esslingen der Frage nachgehen, wie die bestehende Stuttgarter Jugendratsstruktur, daher Bezirksbeiräte in den Stuttgarter Bezirken, diese umfassen die Einwohnerzahl einer Mittelstadt, hin zu einem Stadtweiten Gremium, hochentwickelt werden kann. Dabei verstand sich die Studie als Praxis-, aber nicht als Begleit- oder Handlungsforschung. Dabei wurden strukturierte Inteviews mit Jugendgemeinderäten, Verwaltungsmitarbeitern, Sozialpädagogischen Betreuern, Experten, Bezirksbeiräten, sowie Gemeinderäten geführt. (S. 26) Als Methoden kamen Gruppendiskussionen und Einzelinterviews zur Anwendung.
„In welcher räumlichen und strukturellen Form ist in einer Großstadt wie Stuttgart eine Beteiligung Jugendlicher am kommunalen Geschehen organisierbar und aus Sicht der Jugendlichen leistbar?“ Im Mittelpunkt sollte die Frage stehen, ob und ggf. wie Jugendliche in einer Großstadt wie Stuttgart an der politischen Beratung gesamtstädtischer Belange zu beteiligen sind.“ (S. 6)
Der Arbeitskreis Jugendrat Stuttgart ein Zusammenschluß der JGR aus den Bezirken bei der Arbeit
Das Stuttgarter Modell wurde zunächst in 3 – 4 Bezirken getestet, dabei waren die Jugendzentren vor Ort für die Fachliche Begleitung zuständig. Dieses Modell wurde im Laufe der Zeit ausgeweitet.
Auch in dieser Studie zeit sich wieder die drei grundlegenden Punkte, die immer wieder für Jugendbeteiligung angeführt werden: Jugendliche als Staatsbürger ernstzunehmen, Policy Optimierung und Demokratie Lernen / gewöhnen (S. 12), „Die Stuttgarter Jugendgemeinderats Studie“ weiterlesen
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